Jan
09
2012

Messiers Unterhosen der 80er animieren…

In der aktuellen Slapshot Ausgabe mit dem Titel “Der andere von Arx”, schreibt ein bekannter Hockey-Autor ein interessantes Vorwort oder eben “Face Off”, wie sich das Vorwort  in der Hockey-Zeitschrift nennt.

Mit einem Schmunzeln in den Mundwinkeln “lies” sich das Vorwort so genüsslich wie nie zuvor, denn irgendwie kamen mir die Zeilen bekannt vor. Eine Woche vor Redaktionsschluss des Magazins, habe ich mit demselben bekannten Hockey-Journalisten über das aktuelle Thema des “Face Offs” gesprochen.

Über Mark Messiers Unterhosen habe ich den Hockey-Autor auf sein eigenes Interview aus den 80er Jahren angesprochen und so verstrickten wir uns in den “guten, alten Hockeyzeiten” welche mir – ich muss es zugeben - vorallem durch das Lesen des obenerwähnten Magazins im Kindesalter immer noch in bester Erinnerung sind.

Am letzten Spiel in Biel, konfrontierte ich den bekannten Hockey-Autor mit seinem Vorwort und er bestätigte mir mit einem Schmunzeln “jooo dür üses Gspräääch”  – so wurde aus Messiers Unterhose der 80er ein Vorwort der 2-10er!

Dez
26
2011

Walker – walks from Blacktown to the NHL?

http://www.facebook.com/pages/Australian-Ice-Hockey-Almanac-2012/259286230752356

Der 17jährige Australier Nathan Walker schiesst Vitkovices Ehrentreffer beim 1:7 gegen Team Canada und bestätigt seine Leistung des Auftaktspiels in den folgenden drei Spielen mit einem weiteren Treffer, einem Assist und mit der Wahl zu einem der drei Besten Spieler Vitkovices des Turniers. Das ist Australische Eishockeygeschichte.

Noch nie zuvor spielte ein Australier am Spengler Cup. Noch nie zuvor punktete ein Australier auf auf “höchstem” internationalen Niveau, noch nie zuvor gabs einen jüngeren Spengler Cup Torschützen und noch nie zuvor wurde Australien in der deutschen Presse zur Kenntnis genommen.

Dabei sind die “Mighty Roos” wie sich das Nationalteam Australiens nennt, immer noch Weltrekordhalter – 1987 besiegten die übermächtigen -Roos, anlässlich der D-WM in Perth den kleinen Nachbarn aus Neuseeland mit 58:0 – im erwachsenen Hockey (im Juniorenbereich gilt das 92:0 Japans gegen Thailand) hält dieser Rekord bis heute.

Nathan Walker – der kommende Star unter dem australischen “Southern Cross”-Himmel - kommt  im Sommer 2012 höchstwahrscheinlich beim NHL-Draft 2012 zum Zug, ein weiterer Meilenstein der Australian Ice Hockey Federation.

Dabei stammt der gebürtige Waliser aus einer wahren Eishockey-Provinz. Blacktown heisst ein Viertel in der Agglomeration Sydneys, der Name stammt von früheren Aborigine-Bewohner, welche Blacktown besiedelten. Der Eisrink ist in schlechterem Zustand als Ambris Valascia. Hinter den Toren gibts keine Plexiglasscheiben, sondern gewöhnliche Netze, welche bei einem harten Schuss einen halben Meter nachgeben und für unvorsichtige Zuschauer zur Gefahr werden. Der örtliche Club sind die Blacktown Flyers, eine Art Farmteam und vorallem die Juniorenorganisation der Sydney Ice Dogs.

Via seinen slowakischen Nachwuchscoach Ivan Manco, seine Söhne Peter und Lucas Manco spielen ebenfalls in der AIHL (Australien Ice Hockey League), kam Walker nach Vitkovice zum Try-Out, wo er unter grossem Erstaunen als 14-jähriger den Sprung ins U18 Team geschafft hat.

Der Rest ist schon heute Geschichte – die Fortsetzung folgt im Frühling im polnischen Krynica, wo Walker mit den Mighty Roos gegen Polen, Holland, Südkorea, Rumänien und Litauen um den Verbleib in der Division I kämpfen wird.

Dez
26
2011

Prestige um den Davoser Blumentopf

Dr. Carl Spengler

Das Prestigeträchtigste Eishockeyturnier der Welt? So wird der Spengler Cup jedes Jahr aufs Neue angekündigt. Dieses Jahr messen sich der Tschechische-, Deutsche- und Schweizer Vizemeister, KHL-Viertelfinalist Dinamo Riga, das traditionelle Team Canada und natürlich der HC Davos. Das Turnier mag von Prestige und Tradition leben, nicht aber von Klasse und schon gar nicht von sportlichem Wert, denn der Spengler Cup-Sieger gewinnt nicht mehr als ein Blumentopf eines Freundschafts-Turniers. Nur Dank der Unfähigkeit des Internationalen Eishockeyverbandes – Europäische Klubwettbewerbe sind das ewige Sorgenkind – verkommt der Spengler Cup zum vielleicht besten Klubturnier ausserhalb der NHL. Hauptprofiteur des Spengler Cups ist der HC Davos, welcher ohne sein Turnier längst in den Niederungen der 1. Liga verschwunden wäre. Dank des Spengler Cups spielt der HCD seine eigene „Klub WM“ und so kommen die Nati-Verweigerer – welche in Davos reichlich vorhanden sind – doch noch zu internationalen Titelkämpfen. Für die HCD-Stars Reto von Arx, Josef Marha, Beat Forster und Co. ist dies, neben den Playoffs, das höchste aller Gefühle. Mehr wollen und brauchen die Wahlbündner nicht. „Prestigeträchtig“ lautet der Leitsatz. Was für ein Prestige, sich gegen Wolfsburger, Ostrauer, Letten und drittklassige Kanadier messen zu können. Schade war Dr. Carl Spengler kein Aroser, denn dann würde der EHC Arosa unter Arno del Curto in der Altjahrswoche zum Spengler Cup bitten. Und der HCD? Würde sich mit Prestigeträchtigen 1. Liga Spielen gegen Chur und Winterthur begnügen müssen. Klar ist, „wäre“ und „würde“ gibt es nicht und der Spengler Cup bleibt das einzig überlebende Klubturnier von Weltformat.

Dez
17
2011

Carlsberg, Heineken und der EHC Rheinfelden

EHC Rheinfelden 2011-12

Rheinfelden und Feldschlösschen gehören zusammen wie das Bündner Bergdorf Vals und das Valserwasser. Wenn ich in Vals ein „Rhäzünser“ bestellen würde, würde man mich für verrückt erklären. Der Vergleich mag etwas übertrieben sein, denn die Welt von Hopfen und Malz ist weitaus kulanter und kaum mehr überblickbar. Dass aber ausgerechnet in der Stadionbeiz des EHC Rheinfelden kein Feldschlösschen ausgeschenkt wird, grenzt an ein kleines Wunder. Wie geht das? Seit Jahren – auch aktuell – trägt der EHC aus Rheinfelden vom „lokalen“ Bierschloss die Werbung auf der Brust. Mitbesitzer der Rheinfelder Stadionbeiz ist ein bekannter Ex-Fussballer des FC Basel und aktueller Trainer eines Innerschweizer Super League Klubs. Die logische Folge: Der Trikot-Werbung zum trotz, fliesst beim EHC Rheinfelden jetzt das Innerschweizer Bier Eichhof statt das lokale Feldschlösschen. Unter Berücksichtigung der wahren Besitzer – Feldschlösschen gehört seit 2000 zum dänischen Carlsberg-Konzern und Eichhof gehört seit 2008 zur holländischen Heineken-Gruppe, welche unter anderem in den 90er Jahren die Britische Eishockeyliga gesponsert hat – spielt es eigentlich keine Rolle, welche Biermarke nun Rheinfeldens Eishockeyaner versorgt, Heineken oder Carlsberg, Holland oder Dänemark oder eben Feldschlösschen oder Eichhof.

Dez
11
2011

Editorial

Editorial im Matchflyer vom 10.12.2011 Biel-Bern

Edito EHC Biel Matchflyer 10.12.2011

Dez
02
2011

Wein, Spielplan und NHL – der Weg führt über Zürich

Wie üblich sitze ich im Zug, im Speisewagen zwischen Bern und Zürich. Aus der Ferne erblicke ich den ehemaligen Weltklasse-Schiedsrichter (Olympia, WM, NLA, Bundesliga, Europacup usw..) und aktuellen Wein-Baron sowie NLA-Spielplan-Gestalter Willi Vögtlin. Vögtlin scheint noch heute nichts zu entgehen! Selbst im Zugwagen scheint er jede Aktion des Service-Boys genaustens zu beobachten um ihn bei einer irregulären Service-Aktion für zwei Minuten in die Kühlbox, die Zugküche des Wagens, zu schicken.

In Gedanken schwelge ich via Vögtlin in die National Hockey League. Willi Vögtlin arbitrierte in den 90er Jahren die legendäre NHL-Friendship-Tour, der Calgary Flames und der Washington Capitals durch die damalige Sowjetunion. Am liebsten hätte ich meinen Pendlertag zusammen mit Willi Vögtlin nach Zürich-Flughafen fortgesetzt, um dann die nächste Maschine nach New York nehmen zu können.

Zum Vinehouse-Hockey-Talk kams dennoch, unser Weg führt Richtung Oerlikon und der Talk beinhaltet NLA-Spielplan-Problematik, Weinverkauf (Vögtlin liefert jeweils höchstpersönlich bis vor die Haustür nach Ammerzwil, irgendwo im Jaussacher), Spiele in New Jersey und die Tücken des Pendlers. Ob nach New York oder Moskau, Ammerzwil oder Kirchberg, der Weg führt immer über Zürich. Und manchmal auch übers Hallenstadion, welches nicht nur Knackpunkt der Spielplan-Problematik ist, sondern auch noch als Weindepot nützlich sein kann.

 

Nov
28
2011

Harter Schiri-Alltag in der East Coast Hockey League


Der Ideenreichtum der Fans ist unerschöpflich – vorallem in der East Coast Hockey League. Ein Kompliment gibts auch für den Fotografen dieses fiesen Top-Shots. Übrigens – der einzige ECHL-Schweizer, Philippe Seydoux, wird bei Ontario Reign auf der “Inactive”- Liste geführt, bestritt vier Spiele und buchte drei Assists.

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