Niederreiter schreibt Geschichte!
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Nino Niederreiter wird als Nummer 5 von den New York Islanders gedraftet. Noch nie zuvor wurde ein Schweizer so hoch gezogen. Nach Michel Riesen (Nr. 14), Luca Sbisa (Nr. 19) und Luca Cereda (Nr. 24) ist Niederreiter erst der vierte Schweizer First Round Draftpick.
Niederreiter ist der insgesamt 45. Schweizer NHL-Draft und gleichzeitig der erste Schweizer in der Draft-Geschichte der Islanders. Etwas überraschend wurde Niederreiter, der zwischen Nummer 12 und 14 gehandelt wurde, noch vor Brett Connolly und Cam Fowler (als Nummer 4 und 5 gehandelt) gezogen. Doch Isles General Manager Garth Snow ist von seiner Wahl überzeugt.
Für die Lions wird der Sieg noch wertvoller...
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Die Chicago Blackhawks holen nach 49 Jahren erstmals wieder den Stanleycup! Die aktuelle Saison war für die Indianer aber nur fast perfekt. Nur gegen die ZSC Lions fand das Team des aktuellen Stanleycup-Siegers letzten Herbst kein Rezept und musste sich im Spiel um den Victoriacup dem Schweizer Champions-League Sieger mit 1:2 geschlagen geben. In einer Best-of-Seven-Serie hätten die Lions 4:1 verloren, aber nicht in jenem Spiel.
Die ZSC Lions sind erst die dritte europäische Mannschaft, welche den späteren Stanleycup-Sieger bezwingen konnte. Das Kunststück gelang vorher nur dem legendären ZSKA Moskau (1979/80, 3:2 Sieg gegen die NY Islanders und 1985/86 mit einer 6:1 Klatsche gegen die Montreal Canadiens) und Dynamo Moskau (1990/91 mit einem 4:3 Sieg über die Pittsburgh Penguins).
Die Mutter aller Niederlagen...
Das WM-Abenteuer "Deutschland 2010" dauert gerade Mal einen Tag, ein Tag in Mannheim oder die "Mutter aller Niederlagen gegen Deutschland." Der Roadtrip beginnt vielversprechend und voller Euphorie, doch die Niederlage beginnt bereits bei unserer Abfahrt, ja sie beginnt bereits bei unserem Entscheid nach Deutschland zu fahren. Logisch, dass unsere Naivität später bestraft werden sollte.
Nach dreieinhalb Stunden ist die SAP-Arena in Sichtweite. Via Schwetzingen und Karlsruhe fahren wir praktisch vors Stadion. Im Auto "schwetzen" wir (Rolf Pfeiffer und ich) davon, wie schön ein Schweizer Sieg heute Abend sein wird. Haben wir tatsächlich gemeint: "So wir fahren nach Deutschland und sind dabei wenn die Schweiz ins Halbfinale einzieht! Sowas darf man nicht verpassen!" Eigentlich logisch, dass es immer anders kommt, gerade bei Spielen gegen die "verhassten" Deutschen.
Fakt ist: Von zehn Freundschaftsspielen gegen Deutschland gewinnen wir neun. Von zehn WM-Spielen gewinnen wir vier! Von diesen vier Siegen gewinnen wir nur ein Spiel wo's um wirklich etwas geht. Bei wichtigen Spielen gewinnen also immer die Deutschen, bis auf eine einzige Ausnahme: 1992, da gewinnen wir nur, weil wir als krasse Aussenseiter antreten können.
In Mannheim sind wir gegen die "Schwaben" der Favorit. Im "Horst" des Bundesadlers verlieren wir gegen eine zweitklassige Deutsche Mannschaft (auch bei Deutschland fehlen einige Leistungsträger) mit 0:1. Es ist die Höchststrafe für jeden Schweizer Hockeyfan der in Mannheim im Stadion sitzen muss. Die Sprechchöre "Scheiss Verlieeee-rer!" oder "ihr könnt Nachhause fahr'n!" lassen Wut, Hass und Aggressivität selbst beim "normalen" Schweizer Hockeygeniesser aufkommen, wir müssen uns wirklich beherrschen beim Abgang aus der SAP-Arena. Wie geschlagene Hunde ertränken wir uns anschliessend beim Bier.
Es bleibt die Erkenntnis: Wir Schweizer haben's einfach nicht drauf. Wir sind ein Verlierland, die Angst zu verlieren ist trotz 13 Krueger-Jahren immer noch grösser als der Wille zu Siegen. Im wichtigsten Spiel seit 1998 verlieren wir gegen den bisher schwächsten Gegner in einem Viertelfinal. Genau genommen haben wir gegen eine B-Nation verloren, denn die Deutsche Nati ist an der letzen WM in Bern abgestiegen.
New York retour in extremis...
Die Hockeyreise via Toronto nach New York beginnt bereits im Zug. Schon auf dem Perron treffen wir (Telebärn-Mann P. Delisle und ich) Ajoie-Hüter Simon Rytz, im gleichen Zug sitzt Kent Ruhnke und am Flughafen in Zürich checken wir mit Olten-Kanadier und Langnau-Playout-Held Brent Kelly ein. Neben Brent Kelly sitzt auch ein kanadisches Juniorenteam auf dem Flug "Air Canada 879" von Zürich nach Toronto. Eine kanadische Passagierin fragt mich "are you from the Hockeyteam?"
In New York angekommem, gehts noch am gleichen Abend ins ESPN beim Times Square zu einem Burger, während wir das NCAA, sprich: "EN-Cee-double A" Halbfinalspiel zwischen Boston College und Miami Ohio (7:1) auf ESPN2 verfolgen. Das erste Highlight folgt am nächsten Tag an gewohnter Spielstätte, im Madison Square Garden. Die New York Rangers empfangen die Philadelphia Flyers (4:3), mitdabei Fribourg-Hüter Sébastien Caron als Backup von Boucher. Ich frage mich, wer ausser uns wohl Carons Fribourger-Logo auf seiner Maske erkennt?
Ausgangspunkt für den nächsten Spieltag ist die Penn-Station an der 34. Strasse. Mit dem Zug gehts in ca. 20 Minuten nach Newark, Spielstätte der New Jersey Devils. Das zweite Hockey-Highlight ist die Partie zwischen den Devils und den New York Islanders (7:1). Ich sitze in der zweitobersten Reihe, Sektion 229, Reihe 8, Platz 11 in einem Stadion mit über 17,600 Sitzplätzen. Von da oben ist selbst Mark Streit auf dem Eis schwer zu erkennen. Streits Team erwischt einen rabenschwarzen Abend, deshalb gafallen mir die Worte des Speakers am besten: "Travis Seeejtschaaac", Dainuuuus Zuuuuuubruuus" oder "Segg Pariiisiii" - man stelle sich vor Langnaus-Hobby-Speakerin Ch. N. müsste im Prudential Center ran...
Es geht Schlag auf Schlag, Tag drei=Spiel 3 zwischen den New York Islanders und dem aktuellen Stanleycup-Sieger Pittsburgh Penguins (5:6 Overtime). Doch vorher müssen wir per Zug und Taxi nach Uniondale kommen. Erneut startet die Reise in Manhattan, 34. Strasse/7. Avenue (Penn-Station). Mit der "Long Island Rail Road" fahren wir bis Mineola (ca. 45 Minuten), ab Mineola steigen wir um ins Taxi und sind nach 10 Minuten beim Nassau Veterans Memorial Coliseum der New York Islanders, Mark Streits Spielstätte. Wir erleben einen würdigen Saisonabschluss der Isles: Nach einem 2:5 Rückstand gleichen die Islanders mit 3 Streit Assists zum 5:5 aus und erzwingen die Verlängerung.
Zum Abschluss gibts am Tag 5 einen Abstecher in Torontos Hockey Hall-of-Fame, ein absolutes Muss für mich. Selbstverständlich dürfen ein Besuch im Maple Leafs Store, gleich beim Air Canada Centre (Torontos Spielstätte) und in "Wayne Gretzky's Sportbar" am 99, Blue Jays Way nicht fehlen. Was wir zu diesem Zeitpunkt am 14. April 2010 noch nicht wussten: ca. 12 Stunden nachdem wir den Nordatlantik und die isländische Küste überfliegen, meldet sich der isländische Vulkan Eyjafjallajökull nach 187 Jahren Stillstand eindrücklich wieder zurück. Ein Heimflug in extremis also, ansonsten hätten wir auch in Reykjavik notlanden können, denn auch in Island wird Eishockey gespielt...
Der erste Meister 2010 steht fest

Link: http://www.clubhielojaca.es/
Die erste Meisterschaft des aktuellen Jahres ist entschieden! Im Land wo sonst Fussball und Stierkampf herrschen wird auch seit 1971/72 Eishockey gespielt. In der spanischen Provinz Huesca, im Palacio de Hielo de Los Pireneos in Jaca wird der Spanische Topclub Aramon Club Hielo Jaca zum neunten Mal spanischer Meister.
Jaca spielt vor fast 2'000 Zuschauern in einer moderne Eisarena, welche für die Olympischen Winter-Jugend-Spiele 2007 (u. a. mit der Schweiz) erbaut wurde. Jaca setzt sich in der Finalserie gegen den Qualisieger Club Gel Puigcerda mit 3:1 Siegen (2:5, 4:3, 8:2 und 10:3) durch. Herausragende Spieler sind die Kanadier Jeff Clarke, Marc-André Tourigny, der Tscheche Martin Toms (nicht verwandt mit Jeff Toms) und die einheimischen Ivan Gracia und Adrian Betran.
Die beiden spanischen Finalisten duellierten sich in den 90er Jahren anlässlich des Europacups mit unseren damaligen Vertretern SC Bern und dem EHC Kloten, wo es für Puigcerda ein 2:18 gegen den SCB und für Jaca ein 3:19 gegen Kloten absetzte. Aus dem aktuellen Kader des spanischen Meisters 2010 waren vor 16 Jahren schon fünf Spieler (Juan-José Palacin, Jorge Valle, Captain José Antonio Biec, Alejandro Calvo und José Luis Ara) beim historischen 3:19 gegen Kloten dabei.
