Mrz 12 2014

Huet und der «Fluch Zürichs»

Cristobal Huet holt ausgerechnet mit Lausanne im ersten Spiel den ersten Sieg im Hallenstadion. FOTO lausannehc.ch

Cristobal Huet holt ausgerechnet mit Lausanne im ersten Spiel den ersten Sieg im Hallenstadion. FOTO lausannehc.ch

 

Cristobal Huet und die ZSC Lions, die Geschichte beginnt in Playoff-Final 2000 zwischen dem HC Lugano und den ZSC Lions. Als amtierender Meister verliert das in der Qualifikation übermächtige Lugano die Finalserie gegen die Zürcher mit 2:4. Dies vor allem, weil die Tessiner mit Huet im Tor in Zürich alle drei Spiele (2:3, 1:3 und 3:4) verlieren.

Huets einziger Playoff-Sieg in vier Spielzeiten

Der gleiche Schauplatz ein Jahr später. Die ZSC Lions verlieren Spiel vier Zuhause mit 0:4 und liegen in der Serie mit 1:3 hinten. Luganos 4:0-Auswärts-Sieg ist zu diesem Zeitpunkt Huets einziger Sieg auf Zürcher-Playoff-Eis. Lugano verliert in der Folge nicht nur die restlichen drei Spiele (Endstand 3:4) sondern auch noch zum zweiten Mal in Folge den Meistertitel an die Lions.

Gleicher Schauplatz eine weitere Saison später. Huet und der HC Lugano scheitern bereits im Halbfinal an den Zürchern und gewinnen im Hallenstadion wieder keine einzige Playoff-Partie (1:6, 1:2 n. P. und 3:4 n. P.). Nach der Saison verlässt Huet das Tessin in Richtung National Hockey League.

Auch mit den Blackhawks klappts nicht

In der Zwischenzeit holen die Lions den Titel der Champions Hockey League und qualifizieren sich 2009 für den Victoria Cup gegen den späteren Stanley-Cup-Sieger Chicago Blackhawks. Zu diesem Zeitpunkt steht Cristobal Huet zwischen den Pfosten der Blackhawks. Am Vortag fegen die NHL-Stars um Patrick Kane, Jonathan Toews und Duncan Keith den HC Davos mit 9:2 vom Eis, im Tor steht Huets Backup-Goalie Antti Niemi.

Einen Tag später spielen die Blackhawks in Bestbesetzung mit Standard-Hüter Huet gegen die Zürcher Underdogs. An diesem Tag sollte Huet mit Chicago den «Zett»  endlich in die Knie zwingen. Doch Huets ZSC-Fluch scheint, egal in welcher Besetzung Huet gegen die Löwen antritt, stärker zu sein als die gesamte Klasse des späteren Stanley-Cup-Siegers (Acht Monate später holen die Hawks den Stanley-Cup). Sensationell unterliegen die Blackhawks mit Huet gegen die ZSC Lions mit 1:2 und verlieren das Spiel um den Victoria Cup.

Was mit Chicago nicht klappt, gelingt mit Lausanne

In drei Playoff-Serien mit dem Grande-Lugano der 2. Epoche und den Chicago Blackhawks gelang dem Franzosen gerade Mal ein Sieg in Zürich. Anders ausgedrückt, spielt Huet, gewinnt Zürich? Bis zum ersten Viertelfinalspiel 2013/14 gegen den HC Lausanne zumindest. Ausgerechnet mit der nominell schwächsten Mannschaft, mit der Huet je gegen die Zürcher angetreten ist, dem Qualifikations-Achten Lausanne holt Huet gleich im ersten Spiel ein Sieg im Hallenstadion. Zufall? Die richtige Chemie zwischen dem gebürtigen Franzosen und der Romandie? Der «Fluch» wird uns die Antwort bis spätestens am 25. März 2014 geben.

 

Feb 24 2014

Beton-Hockey als Erfolgsrezept?

Teemu Selänne

Teemu Selänne: 43 jähriger MVP des Olympia-Turniers von Sochi (snstatic.fi)

Als bestbesetztes Hockey-Turnier aller Zeiten wurde das Starterfeld in Sochi bezeichnet. Wohl zu Recht. Doch: was ist vom Glanz der besten Spieler der Welt geblieben? Wenn man die Matches in der Endausmarchung zum Massstab nimmt, nicht viel. Nach dem Finalspiel der Kanadier gegen die Schweden kann man als Eishockey-Liebhaber nur hoffen, dass die Coaches dieser Welt nicht zu genau hingeschaut haben. Ein derart emotionsloses Team mit dem Ahornblatt auf dem Leibchen hat man wohl selten gesehen. Dass die Schweden immer noch besser sind im Abwehr-Riegel bauen und «Midsommar» feiern, als im Offensiv-Feuerwerk zünden…. das ist beileibe nichts Neues. Aber die Kanadier?

Die beiden in der Vorrunde und bis ins Halbfinale begeisternden Teams aus Finnland und den USA haben leider für die Goldmedaille einen wichtigen Vorsatz vergessen: Defense first! Auffällig ist, dass im Allstar-Team nicht etwa die Plätze unisono an die beiden Finalisten vergeben wurden. Ganz im Gegenteil: wer wirklich für Unterhaltung gesorgt hat, waren die Selänne’s, Granlunds und Kessel’s an diesem Turnier. Mit Lundqvist, Karlsson und Doughty sind bezeichnenderweise drei Leute aus der Defensivabteilung der Finalisten im Allstar-Team. Wobei vor allem Karlsson offensiv enorm produktiv war.

Mehr Spektakel als im Vorrundenspiel zwischen Russland und den USA wurde leider an diesem Turnier nie mehr gezeigt. Und dies nicht nur wegen Oshie’s Penalty-Show.

Vielleicht erleben wir auch aus Schweizer Sicht an der WM in Weissrussland wieder mehr Action. Ein Turnier zwar mit weniger Glanz auf dem Papier, aber möglicherweise mehr Unterhaltung auf dem Eis. Zu hoffen wäre es!

Feb 13 2014

Daniel Bongni, einst unter Simpson, heute für Hiller

Beozeitung

Feb 10 2014

Teemu Selänne – der Olympia-Marathon-Man

Teemu Selänne feiert einen Treffer gegen Polen an den Olympischen Spielen in Albertville 1992. (Foto Matti Björkman)

Teemu Selänne feiert einen Treffer gegen Polen an den Olympischen Spielen in Albertville 1992. (Foto Matti Björkman)

Die finnische Eishockey-Legende Teemu Selänne wird in Sotschi seine sechsten Olympischen Spiele bestreiten. Der 43-jährige Stürmer der Anaheim Ducks wurde als einer von 16 NHL-Profis in das Aufgebot seines Heimatlandes berufen.

Nach seinem Landsmann Raimo Helminen (1984, 1988, 1992, 1994, 1998, 2002) wird Selänne erst der zweite Eishockeyspieler sein, der sechsmal an Olympia teilnimmt. Seine erste Olympia-Teilnahme bestritt der damals 21-jährige Finne 1992 in Albertville, wo er mit Finnland bereits im Viertelfinal scheiterte. Durch sein NHL-Engamement bei den Winnipeg Jets verpasste der Stanley-Cup-Sieger von 2007 die olympischen Spiele 1994 in Lillehammer.

Drei Olympia-Medaillen an fünf Teilnahmen

1998 und 2010 gewann er mit Finnland Olympia-Bronze, 2006 in Turin sogar Silber. In Salt Lake City belegten die Finnen mit Team-Captain Selänne den 6. Rang. In seinen bisherigen fünf olympischen Turnieren buchte er in 31 Spielen 37 Skorerpunkte. 2006 wurde er ins Olympia All-Star-Team gewählt und zum besten Stürmer des Turniers ausgezeichnet, zudem wurde er Topskorer.

Rücktritt und Debüt 2018?

Im vergangenen Jahr kündigte Selänne bereits an, dass er nach dieser Saison seine Karriere in Anaheim beenden wird. Für die Nachfolge wäre bereits gesorgt, denn mit Eemil und Eetu Selänne spielen beide Söhne Selännes in den amerikanischen Juniorenligen. Eemil wäre an den nächsten Olympischen Spielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang 21-jährig, wie sein Vater damals beim Olympia-Debüt in Albertville. Da die Selänne-Jungs in den USA geboren sind, könnten die beiden auch für die USA spielen.

 

Selännes-Olympia-Statistik

1992 8 Spiele, 7 Tore, 4 Assists, 11 Punkte, 6 Strafminuten, 7. Rang
1998 5 Spiele, 4 Tore, 6 Assists, 10 Punkte, 8 Strafminuten, Bronze
2002 4 Spiele, 3 Tore, 0 Assists, 3 Punkte, 2 Strafminuten, 6. Rang
2006 8 Spiele, 6 Tore, 5 Assists, 11 Punkte, 4 Strafminuten, Silber
2010 6 Spiele, 0 Tore, 2 Assists, 2 Punkte, 0 Strafminuten, Bronze
Total 31 Spiele, 20 Tore, 17 Assists, 37 Punkte, 20 Strafminuten

Jan 31 2014

Léonardo Fuhrer, der erste Schweizer in der MHL

Der 21-Jährige Schweizer Léonardo Fuhrer spielt seit 2012 beim Farmteam des EC Red Bull Salzburg in Österreich. Aktuell spielen die Bullen in der obersten russischen Juniorenliga MHL. Der Sohn der Schweizer Eishockey-Legende Riccardo Fuhrer gehört zu den Leistungsträgern und Topskorern des Teams.

eishockeyblog.ch hat das Schweizer Nachwuchstalent in der Mozartstadt besucht. Durch die Teilnahme in der russischen Nachwuchsliga ist der ehemalige Fribourger der erste Schweizer in der Talentschmiede der KHL. Im Interview mit eishockeyblog.ch spricht der 1.87 Meter grosse und 91 Kilogramm schwere Mittelstürmer über seine Eindrücke des russisch-österreichischen Eishockey-Abenteuers.

MHL

Das Farmteam der Red Bulls, das sich aus Spielern des EC Red Bull Salzburg und des EHC Red Bull München zusammensetzt, nimmt in dieser Saison erstmals an der MHL, der russischen Juniorenliga, teil. Für die Red Bulls ist dieser Schritt nicht nur sportlich, sondern auch logistisch eine unglaubliche Herausforderung. Zugleich bieten sich ungeahnte Möglichkeiten, die Entwicklung der jungen Farmteamspieler noch stärker zu forcieren und die Talente aus dem Red Bull Hockey Model schrittweise an ein sehr hohes internationales Niveau heranzuführen.

Léonardo Fuhrer sorgt für Torgefahr gegen Dynamo St. Petersburg FOTO Markus Knoblechner (MK Media)

Léonardo Fuhrer (Nr. 93) sorgt für Torgefahr gegen Dynamo St. Petersburg. FOTO: Markus Knoblechner (MK Media)

 

Fuhrers MHL-Statistik 2013/14 

 

Datum

Spiel Resultat GP G A PTS PIM

3.9.2013

Almaz – RB 1:3 1 0 1 1 0

5.9.2013

Loko – RB 8:2 1 1 0 1 0

9.9.2013

SKA-1946 – RB 5:4 1 0 1 1 0

10.9.2013

Serebryanye - RB 3:5 1 1 0 1 0

14.9.2013

RB – Dinamo-Shinnik 3:2 OT 1 1 1 2 0

3.12.2013

RB – Yunost 3:1 1 2 1 3 0

21.9.2013

RB – Kapitan 4:3 1 1 0 1 0

23.9.2013

RB – Russkie Vityazi 3:5 1 0 0 0 0

28.9.2013

Dynamo SPb – RB 2:3 1 0 0 0 4

30.9.2013

HC Riga – RB 2:1 1 0 0 0 0

5.10.2013

RB – Krasnaya Armiya 2:7 1 0 1 1 0

6.10.2013

RB- Krasnaya Armiya 4:2 1 0 0 0 0

16.10.2013

Atlanty – RB 3:1 1 0 0 0 0

15.10.2013

Atlanty – RB 2:4 1 0 0 0 0

18.10.2013

JHC Khimik – RB 3:1 1 0 1 1 2

19.10.2013

JHC Khimik – RB 4:2 1 0 0 0 0

23.10.2013

RB – Amurskie Tigry 8:2 1 1 0 1 0

27.10.2013

RB – HC MVD 1:2 1 0 0 0 0

28.10.2013

RB – HC MVD 2:6 1 0 0 0 0

30.10.2013

JHC Spartak – RB 3:2 1 1 0 1 0

31.10.2013

JHC Spartak – RB 4:1 1 0 0 0 0

14.11.2013

RB – Karlovy Vary 2:3 SO 1 0 0 0 0

15.11.2013

RB – Karlovy Vary 2:1 SO 1 0 1 1 0

24.11.2013

RB – Loko 3:5 1 0 0 0 0

28.11.2013

RB – SKA-1946 7:3 1 0 0 0 0

30.11.2013

RB – Serebryanye 5:2 1 0 0 0 10

13.01.2014

Kapitan – RB 3:2 1 0 0 0 0

13.10.2013

Russkie Vityazi – RB 1:5 1 1 0 1 0

4.1.2014

Molodaya Gvardiya – RB 4:3 1 1 0 1 0

5.1.2014

Molodaya Gvardiya – RB 3:4 OT 1 0 2 2 0

8.1.2014

RB – Dynamo SPb 2:6 1 0 1 1 0

10.1.2014

RB – HC Riga 4:2 1 0 1 1 0

15.1.2014

Krasnaya Armiya – RB 7:1 1 0 0 0 0

16.1.2014

Krasnaya Armiya – RB 5:1 1 0 1 1 0

24.1.2014

RB – Atlanty 4:0 1 0 0 0 0

25.1.2014

RB – Atlanty 2:1 SO 1 0 0 0 0

28.1.2014

RB – JHC Khimik 3:5 1 0 0 0 0

29.1.2014

RB – JHC Khimik 3:4 1 0 0 0 0

3.2.2014

Amurskie Tigry – RB 1:3 1 0 0 0 2

4.2.2014

Amurskie Tigry – RB 4:1 1 0 0 0 2

7.2.2014

HC MVD – RB 6:2 1 0 0 0 0

8.2.2014

HC MVD – RB 4:1 1 0 1 1 2

11.2.2014

RB – Molodaya Gvardiya 2:1 SO 1 0 0 0 0

12.2.2014

RB – Molodaya Gvardiya 6:5 SO 1 1 1 2 0

15.2.2014

RB – JHC Spartak 2:1 1 1 0 1 0

16.2.2014

RB – JHC Spartak 2:3 SO 1 0 2 2 0

20.2.2014

Karlovy Vary – RB

21.2.2014

Karlovy Vary – RB

 

Jan 05 2014

SCB-Details und auch ein “Meister“ wird nicht erkannt

Bewusst oder unbewusst falsch aufgehängt? Das WM-Logo in den Katakomben der Arena.

Bewusst oder unbewusst falsch aufgehängt? Das WM-Logo in den Katakomben der Arena.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim SC Bern bin ich immer gern, denn hier sind die besten Medienplätze der NLA, die Sicht aufs Eisfeld ist hervorragend. Das Matchblatt heute weist zwei kleine Schreibfehler auf und auf dem neuen Videowürfel leuchtet immer noch das „alte“ Logo des heutigen Gegners HC Genf-Servette. Bis auf ein paar Details ist hier alles up to date.

In der zweiten Drittelspause vermeldet Berns Medienchef Christian Dick den Ausfall von Silberheld und Post-Topskorer Martin Plüss – ausgerechnet Plüss, er sollte bei meinem „Kollegen“ vom Teleclub zum Interview antreten, das wird wohl nix. Glücklicherweise ist mein Interview-Partner bereits zum Interview angemeldet und die Fragen sind bereit.

Vier Minuten vor Schluss: Matt Lombardi wird von einem Geoff-Kinrade-Schuss am Gesicht getroffen, der Kanadier muss in der Kabine verarztet werden. Tja und das wäre mein Interview-Partner gewesen und auch das wird nun  nix. Kurzfristig einigen wir uns auf Goran Bezina und Kaspars Daugavins anstelle Lombardis.

Beim Abgang in die Interview-Zone Bärengraben, sehe ich wie selbst der SCB-Goalietrainer Rupert Meister, ehemaliger DEL und Bundesliga Goalie, ohne gültiges Ticket nicht an den Security-Frauen vorbei gelassen wird.

Nach dem Spiel genehmigen sich ein paar Medienvertreter inklusive mir ein paar Bierchen, beim gemütlichen Talk mit einem ehemaligen SCB-Manager. Der SCB-Manager wurde 1990 im Rahmen der A WM in Bern als Schiedsrichter verabschiedet. Das Logo der 90er WM hängt noch heute in den Katakomben der ehemaligen Allmend, aber warum zum Teufel in der horizontalen Lage? Dies interessiert eben so wenig wie das falsche Servette-Logo auf dem Berner Videowürfel.

Dez 28 2013

Top of Europe Trophy 2013

Im Rahmen der Top of Europe Trophy empfängt der SC Unterseen-Interlaken am 28. Dezember den EHC Biel. Der NLA-Klub gastiert nach 2010 zum zweiten Mal auf dem Bödeli.

In den 80er und 90er Jahren boten die «Super Series» zwischen den NHL-Profis und den Herausforderer aus der damaligen Sowjetunion in der Altjahreswoche höchstes Eishockey-Spektakel. In Westeuropa wurde dies damals kaum zur Kenntnis genommen und in der Schweiz gilt das Interesse zwischen Weihnacht und Neujahr jeweils dem Spengler Cup in Davos. Was für den Davoser der Spengler Cup, ist für den Interlakner die Top of Europe Trophy. Die Idee wurde von 2004 (damals noch unter dem Namen Energy on Ice) von SCUI-Präsident Beni Knecht in die Wirklichkeit umgesetzt: «Nach langen Verhandlungen, gastierte mit dem EV Zug erstmals ein NLA Team im Bödeli.»

Jubiläumsjahr 2013

In diesem Jahr steht bereits die zehnte Austragung auf dem Programm. Zum zweiten Mal (nach 2010) stellt sich der EHC Biel als «Sparringpartner» für den SC Unterseen-Interlaken zur Verfügung. Beim letzten Auftritt der Seeländer liessen die NLA Profis, beim 9:3-Sieg, dem Unterdog keine Chance. Immerhin sorgten die Einheimischen im anschliessenden Penaltyschiessen, welches jeweils unabhängig zum Resultat durchgeführt wird, beim 2:1-Sieg für ein kleines Erfolgserlebnis. Die aktuellen Bieler Manuel Gossweiler, Mathieu Tschantré, Philipp Wetzel und Gianni Ehrensperger waren vor drei Jahren auch schon dabei.

Simon Rytz kennt die 1. Liga

Ebenfalls zum zweiten Mal dabei ist Biels Torhüter Simon Rytz. Vor sieben Jahren gastierte Rytz mit dem HC Fribourg-Gottéron auf dem Bödeli. Beim 9:2-Sieg musste er sich bis zum Torhüterwechsel bei Spielhälfte nur von Simon Ingold bezwingen lassen. «Diese Teilnahme war mir gar nicht mehr bewusst, weil ich damals vom 1. Ligisten HC Neuchâtel-Sports Young-Sprinters nach Fribourg ausgeliehen wurde» sagt Rytz. Der Lysser kennt also nicht nur die Top of Europe Trophy, sondern ist auch mit dem 1. Liga Eishockey bestens vertraut. In der Saison 2000/01 stand er mit dem SC Lyss in der 1. Liga-Finalrunde und spielte in der Qualifikation auch gegen die Steinböcke. «Für uns ist dieser Event eine Abwechslung zum NLA-Alltag, dass wir dazu noch unsere Familien mitnehmen können ist ideal», sagt Rytz weiter. Wie ernst nehmen denn die Bieler dieses Spiel gegen den Tabellenzehnten aus der 1. Liga? «Wir nehmen den Auftritt in Unterseen sehr ernst, er gilt als Hauptprobe für den bevorstehenden Schweizer-Cup», fügt Rytz hinzu.

Findet Unterseen aus der Krise?

Beni Knecht freut sich auf den Gast aus dem Seeland: «Die Stimmung in der Halle war jeweils sehr gut, wenn wir gegen eine Berner Mannschaft antraten.» Zehn aktuelle Spieler waren beim letzten Auftritt gegen den EHC Biel auch schon dabei. Neuzugang Nico Spolidoro trifft auf seine alten Teamkollgen, der Emmentaler spielete zwischen 2004 und 2007 drei Jahre für den EHCB. Mit Tschantré, Gossweiler und Emanuel Peter trifft Spolidoro auf drei ehemalige Teamkollegen. Ein Erfolgserlebnis des Underdogs wird aber auch in diesem Jahr kaum zu realisieren sein. Die Mannschaft von Trainer Stefan Schneider muss in der aktuellen 1. Liga Saison unten durch und die aktuelle Formkurve zeigt nach sieben Niederlagen in Serie – der letzte Sieg datiert vom 20. November beim 5:1 gegen Belp – stark nach unten.

Wieder zurück zur Geschichte. Auch die Sowjets boten in den legendären «Super Series» ihren  «übermächtigen» Gegner aus der NHL in spektakulären Spielen stets paroli, warum nicht auch der SCUI gegen den übermächtigen Gegener aus Biel? Die Top of Europe Trophy 2013 bietet so oder so – als «Oberländer pendant»  zum Spengler Cup – beste Unterhaltung.

Die bisherigen Spiele der Top of Europe Trophy:
2012 ZSC Lions 3:11 (0:4, 2:4, 1:3)
2011 HC Lugano 1:10 (0:4, 1:2, 0:4)
2010 EHC Biel 3:9 (0:3, 0:2, 3:4)
2009 EV Zug 3:4 (1:2, 2:0, 0:2)
2008 SCL Tigers 2:9 (1:3, 1:3, 0:3)
2007 ZSC Lions 6:11 (2:7, 2:2, 2:2)
2006 HC Fribourg-Gottéron 2:9 (0:4, 1:3, 1:2)
2005 SCL Tigers 2:4 (1:0, 0:3, 1:1)
2004 EV Zug 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)

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