Draft 2009

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Am 26. Juni 2009 werden die New York Islanders mit grösster Wahrscheinlichkeit John Tavares als Number One Draft-Pick präsentieren. Tavares wäre nach Rick Green (1976), Rob Ramage (1979), Rick Nash (2002) und Patrick Kane (2007) der insgesamt fünfte Number One Draft-Pick aus der OHL-Talentschmiede der London Knights. Tavares wechselte jedoch erst während der letzten Saison von den Oshawa Generals zu den Knights.
The Truman Show

Am 17. August 2003 besuchte ich mein zweites Spiel (Sydney Bears - Canberra Knights) der Australian Ice Hockey League. Auf dem Eis stand ein gewisser Andrew Truman, gesponsert von der Firma "Pacific Prospect". Bei Sydney haben alle Spieler zusätzlich einen privaten Geldgeber. Truman ist mir an diesem Abend (8:2 Sieg der Bears) nicht speziell aufgefallen. Anderhalb Jahre später tauchte derselbe Truman erstmals in der Schweizer Nationalliga auf!
Truman gilt als Weltenbummler, welcher sein Handwerk bei verschiedenen A-Midget-Juniorenteams im Mutterland des Eishockey erlernt hatte. Danach folgten drei Saisons in der Klasse "Junior A". SJHL, AJHL und AWHL hiessen die weiteren Stationen. 1994 erzielte Truman für zwei Teams sagenhafte 256 Tore in nur einer Saison. Später (2000-02) spielte er in der South Saskatchewan Junior Hockey League (SSJHL), wo er mit den Estevan Bruins einen Meistertitel feiern konnte. 2003 erzielte Truman in 14 Spielen, 19 Punkte für die Sydney Bears in Australien. Der Abstecher nach Down Under galt als Vorbereitung für die anschliessend geplante Saison in Finnland. Bei Haukat Järvenpää, in der zweithöchsten Suomi-Liga Mestis, kam er jedoch nur zu Trainingseinsätzen.
Zurück zur Nationalliga. In der Saison 2004/05 gab er zu seine Feuertaufe in der NLB. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall vom damaligen Olten-Söldner Albert Malgin (heute in Biel), wurde er zunächst für drei Partien (sehr kostengünstig) verpflichtet. Doch das Gastspiel des kanadischen Stürmers war beim EHC Olten bereits nach einem Spiel wieder zu Ende. Im Training war man zwar von seinen Qualitäten überzeugt, jedoch konnte er kurzfristig keine Impulse geben, war dem EHC Olten Trainer Dario Andenmatten im "Oltner Tagblatt" zu entnehmen. Truman stand vom 9. bis zum 18. Dezember 2004 bei den Solothurnern unter Vertrag. Doch Truman gab schon vorher sein Debüt auf Schweizer Eis. Der Zweitliga Klub EHC Sursee (Foto) verpflichtete ihn, zusammen mit seinem Bruder Lance Truman, für drei Spiele. In diesen drei 2. Liga Partien zeigte Truman alles andere als eine Truman Show, vier Tore und zwei Assists waren zu wenig um später in der NLB eine Rolle spielen zu können.
Andrew Truman ist ein Weltenbummler, als Profi kann er wohl nie eine wichtige Rolle spielen. Trotzdem warten wir gespannt auf die Fortsetzung der aussergewöhnlichen "Truman Show", wo wird er als nächstes anheuern?
Andrew Truman, geboren am 2. Mai 1982 in Kanada, 183 cm, 79 kg, Stürmer, rechts schiessend
Die Welt der Maskottchen ...von Pady bis Cooly...
An das erste WM-Maskottchen an welches ich mich erinnern kann ist der 90er WM-Eisbär Pady. Die Plüschform von Pady sitzt noch heute auf meinem Schreibtisch. Pady in der kleinsten Form, kostete bereits vor neunzehn Jahren zwanzig Franken, ein hoher Preis für einen damals 12jährigen.
Wie cool ist Cooly wirklich? Was gab es sonst noch für heimliche WM-Stars? Kann man sich überhaupt noch an andere "WM-Tierchen" erinnern? Wo kamen welche Tiere am heufigsten zum Einsatz?
Die Russen beispielsweise haben in vier WM-Turnieren drei Bären eingesetzt. Toptigka (1973), Misha (1986) und Teamka (2007). Genauer gesagt, wenn die WM in Moskau stattfindet ist das Maskottchen ein Bär. An der WM 2000 in St. Petersburg trampelte der Elch Hockusha durch die Arena.
Auch Löwen kamen heufig zu Ehren. Der erste Löwe war Pepa (1985 in Prag), später folgte Leo (1992, wieder in Prag), in Finnland hiess "der König der Tiere" Hanki (1997) und Finkey (2003). Die Tschechen präsentierten 2004 in Prag und Ostrava zum drittenmal einen Löwen (Tomik).
Zwei Maskottchen kamen sogar zu insgesamt fünf WM-Einsätzen. Der Pinguin Bully, trat 1993 erstmals in München und Dortmund auf. Bully blieb danach bis 1998 im deutschsprachigen Raum. In Wien (1996) und in Zürich und Basel (1998) absolvierte Bully zwei weitere WM-Turniere! Der zweite Kontrahent ist der Schneemann Snowy, Snowy stampfte 1995 und 2002 als Publikumsliebling in Schweden übers Eis.
Champion the Polar Bear setzte letztes Jahr in Quebec/Halifax neue Massstäbe und wurde gleich als Cooly für die aktuelle WM engagiert! Verwandte Eisbären von "Champion" sind Pucky (1999 in Norwegen), der bereits erwähnte Pady, sowie Isidor aus Göteborg 1981.
Weitere klingende Namen waren Rix der Biber (2006 in Riga), Winni der Adler (2005 in Österreich), Spacy der Ausserirdische (2001 in Deutschland), Slapy der Schneehase (Italia '94), Vikingman (Stockholm 1989) oder Packy der erste Pinguin (in Wien 1987).
Fakt ist, Cooly die Kuh wird zweiffellos als eines der nachhaltigsten und originellsten WM-Maskottchen in Erinnerung bleiben. Nicht zuletzt Dank der grossartigen Show, welche die fünfköpfige Crew aus Kanada täglich geboten hat! Nun dann - nichts wie hin zum Fanshop, denn Pady war nun lange genug allein. Höchste Zeit, dass sich Cooly und Pady auf meinem Schreibtisch vereinen und gemeinsam auf den nächsten Plüschpartner freuen können...
Aus dem WM-Alltagstrott...

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Nach 19 Jahren kehrt die Eishockey WM wieder nach Bern zurück. Ich kann mich noch gut erinnern, damals als 12-jähriger durfte ich mir drei Spiele in Bern ansehen. Als sei es erst gestern gewesen, nie mehr werde ich das Spiel Kanada-Finnland vergessen, die Skandinavier führten mit 4:0, verloren die Partie aber noch mit 5:6!
Nur ein Akteur der 90er WM ist heute immer noch dabei: Jaromir Jagr, damals im Junioren-Sturm zusammen mit Robert Holik und Robert Reichel eine der Entdeckungen des Turniers.
Übrigens war der Schiedsrichter Willi Vögtlin damals der einzige Schweizer WM-Teilnehmer, heute, 19 Jahre später sass ich neben Vögtlin auf der Pressetribüne.
Wer erinnert sich an das WM-Maskottchen von 1990? Wohl niemand, denn der Eisbär mit dem klingenden Namen "Pady" war vor 19 Jahren eine Slowly-Standby-Version vom heutigen, heimlichen WM-Star Cooly. "Cooly" stammt aus Kanada und wurde an einer professionellen Maskottchen-Schule ausgebildet!
Wie schon im vergangenen Jahr in Quebec ist "unser Held" (auf eishockeyblog.ch) Alexander Radulov wieder präsent und hat das "Zeug" zum Held von Bern zu werden. Jedoch anders als in Quebec hier mehr in spielerischer Hinsicht.
Der Ungarische Torhüter und NHL-erprobte Levente Szuper wird seinem Namen gerecht. Bei genauem hinschauen erkennt man vorne auf seiner Maske das Superman-Logo, doch dieses besteht nicht nur aus einem "S" sondern aus einem "SZ", S"z"uperman eben.
Die Partie Ungarn-Weissrussland durfte ich u.a. auf der Sitzplatztribüne neben dem Ungarischen Nachwuchstalent Daniel Koger (20) verbringen. Koger spielt in Österreich beim EC Red Bull Salzburg und wurde nun für die Relegationsrunde nachnominiert. Koger dürfte künftig wieder mitverantwortlich für die Rückkehr in die A-Gruppe sein.
Australia goes down and under

Link: http://homepage.mac.com/carpenter.architects/icelife46/future/FAIsplash.html
Nach einem Jahr in der Zweitklassigkeit (Division I) müssen die Mighty Roos wieder zurück in die C-Gruppe (Division II). Zum Auftakt gabs eine ehrenvolle 0:6 Niederlage gegen die letztjährige A-Nation Slowenien. Das entscheidende Spiel um den Klassenerhalt ging gegen Kroatien mit 1:5 verloren.
Doch anders als bei uns, haben die Aussies bereits eine Woche nach der verpatzten WM die Gelegenheit den Abstieg vergessen zu machen. Am 25. April (einen Tag nach dem Start zur A WM in Bern und Kloten) beginnt die neue Saison der Australian Ice Hockey League. Zum Auftakt messen sich die Sydney Ice Dogs und die Gold Coast Blue Tongues aus Brisbane.
