Kategorie: Gerüchte
"Ice" holen erstmals den Pott!

Link: http://www.melbourneice.com.au/
Die zweitletzte Meisterschaft (nur Neuseeland spielt noch) des Jahres ist Geschichte. In der AIHL holt Melbourne Ice, das Genf-Servette Australiens erstmals den Goodall Cup, übrigens die fünftälteste Hockey-Trophäe der Welt. Melbourne erreichte in den letzten fünf Jahren, fünfmal die Playoffs und scheitere jeweils in den Halbfinals. Der Erfolg kam mit dem neuen "Icehouse", der modernsten und schönsten Hockeyarena des Landes. Das "Icehouse" wurde im Frühling 2010 rechtzeitig zum Saisonstart in den Melbourne Docklands fertiggestellt. Melbourne startete 2002 in der AIHL. Fünf Spieler der ersten Stunde sind beim Titelgewinn immer noch dabei: Torhüter Stu Denman, Lliam Webster, Vinnie Hughes, Peter Matus und Greg Sturrock. Das nächste Highlight folgt im Frühling 2011. Die drittklassen-WM der Division II findet in Melbourne statt, wo die "Mighty Roos" die Rückkehr in die B-Gruppe anstreben!
Überflüssiges Sommereishockey
Tja der Sommer ist vorbei und die Eiswürfel sind nicht mehr nur in einem Glas Wasser zu finden. Der Saisonstart kommt doch viel zu früh. Unbedeutende Freundschaftsspiele finden schon seit einem Monat statt, wen interessiert im August ein Spiel zwischen Banska-Bystrica und Kranjska Gora und noch schlimmer, wen interessiert das Eishockey Sommerturnier in der Hockeystatt Basel???.. sorry Fussballstatt! Das Sommerturnier war bereits in Lugano ein Flop, nun holt Basel-Manager Kaufmann "sein" Turnier auch noch nach Basel... während der FCB um die Champions League Quali kickt, spielen 100 Meter weiter Barys Astana gegen die Basel Sharks! Sharks? Haie haben mit Basel sowenig zu tun wie der Eishockeysport. Doch noch nicht genug, das ganze wird dann auch noch live im Schweizer Sportfernsehen in "Mundart" übertragen.
Niederreiter schreibt Geschichte!
Link: http://islanders.nhl.com/
Nino Niederreiter wird als Nummer 5 von den New York Islanders gedraftet. Noch nie zuvor wurde ein Schweizer so hoch gezogen. Nach Michel Riesen (Nr. 14), Luca Sbisa (Nr. 19) und Luca Cereda (Nr. 24) ist Niederreiter erst der vierte Schweizer First Round Draftpick.
Niederreiter ist der insgesamt 45. Schweizer NHL-Draft und gleichzeitig der erste Schweizer in der Draft-Geschichte der Islanders. Etwas überraschend wurde Niederreiter, der zwischen Nummer 12 und 14 gehandelt wurde, noch vor Brett Connolly und Cam Fowler (als Nummer 4 und 5 gehandelt) gezogen. Doch Isles General Manager Garth Snow ist von seiner Wahl überzeugt.
Für die Lions wird der Sieg noch wertvoller...
Link: http://blackhawks.nhl.com/
Die Chicago Blackhawks holen nach 49 Jahren erstmals wieder den Stanleycup! Die aktuelle Saison war für die Indianer aber nur fast perfekt. Nur gegen die ZSC Lions fand das Team des aktuellen Stanleycup-Siegers letzten Herbst kein Rezept und musste sich im Spiel um den Victoriacup dem Schweizer Champions-League Sieger mit 1:2 geschlagen geben. In einer Best-of-Seven-Serie hätten die Lions 4:1 verloren, aber nicht in jenem Spiel.
Die ZSC Lions sind erst die dritte europäische Mannschaft, welche den späteren Stanleycup-Sieger bezwingen konnte. Das Kunststück gelang vorher nur dem legendären ZSKA Moskau (1979/80, 3:2 Sieg gegen die NY Islanders und 1985/86 mit einer 6:1 Klatsche gegen die Montreal Canadiens) und Dynamo Moskau (1990/91 mit einem 4:3 Sieg über die Pittsburgh Penguins).
New York retour in extremis...
Die Hockeyreise via Toronto nach New York beginnt bereits im Zug. Schon auf dem Perron treffen wir (Telebärn-Mann P. Delisle und ich) Ajoie-Hüter Simon Rytz, im gleichen Zug sitzt Kent Ruhnke und am Flughafen in Zürich checken wir mit Olten-Kanadier und Langnau-Playout-Held Brent Kelly ein. Neben Brent Kelly sitzt auch ein kanadisches Juniorenteam auf dem Flug "Air Canada 879" von Zürich nach Toronto. Eine kanadische Passagierin fragt mich "are you from the Hockeyteam?"
In New York angekommem, gehts noch am gleichen Abend ins ESPN beim Times Square zu einem Burger, während wir das NCAA, sprich: "EN-Cee-double A" Halbfinalspiel zwischen Boston College und Miami Ohio (7:1) auf ESPN2 verfolgen. Das erste Highlight folgt am nächsten Tag an gewohnter Spielstätte, im Madison Square Garden. Die New York Rangers empfangen die Philadelphia Flyers (4:3), mitdabei Fribourg-Hüter Sébastien Caron als Backup von Boucher. Ich frage mich, wer ausser uns wohl Carons Fribourger-Logo auf seiner Maske erkennt?
Ausgangspunkt für den nächsten Spieltag ist die Penn-Station an der 34. Strasse. Mit dem Zug gehts in ca. 20 Minuten nach Newark, Spielstätte der New Jersey Devils. Das zweite Hockey-Highlight ist die Partie zwischen den Devils und den New York Islanders (7:1). Ich sitze in der zweitobersten Reihe, Sektion 229, Reihe 8, Platz 11 in einem Stadion mit über 17,600 Sitzplätzen. Von da oben ist selbst Mark Streit auf dem Eis schwer zu erkennen. Streits Team erwischt einen rabenschwarzen Abend, deshalb gafallen mir die Worte des Speakers am besten: "Travis Seeejtschaaac", Dainuuuus Zuuuuuubruuus" oder "Segg Pariiisiii" - man stelle sich vor Langnaus-Hobby-Speakerin Ch. N. müsste im Prudential Center ran...
Es geht Schlag auf Schlag, Tag drei=Spiel 3 zwischen den New York Islanders und dem aktuellen Stanleycup-Sieger Pittsburgh Penguins (5:6 Overtime). Doch vorher müssen wir per Zug und Taxi nach Uniondale kommen. Erneut startet die Reise in Manhattan, 34. Strasse/7. Avenue (Penn-Station). Mit der "Long Island Rail Road" fahren wir bis Mineola (ca. 45 Minuten), ab Mineola steigen wir um ins Taxi und sind nach 10 Minuten beim Nassau Veterans Memorial Coliseum der New York Islanders, Mark Streits Spielstätte. Wir erleben einen würdigen Saisonabschluss der Isles: Nach einem 2:5 Rückstand gleichen die Islanders mit 3 Streit Assists zum 5:5 aus und erzwingen die Verlängerung.
Zum Abschluss gibts am Tag 5 einen Abstecher in Torontos Hockey Hall-of-Fame, ein absolutes Muss für mich. Selbstverständlich dürfen ein Besuch im Maple Leafs Store, gleich beim Air Canada Centre (Torontos Spielstätte) und in "Wayne Gretzky's Sportbar" am 99, Blue Jays Way nicht fehlen. Was wir zu diesem Zeitpunkt am 14. April 2010 noch nicht wussten: ca. 12 Stunden nachdem wir den Nordatlantik und die isländische Küste überfliegen, meldet sich der isländische Vulkan Eyjafjallajökull nach 187 Jahren Stillstand eindrücklich wieder zurück. Ein Heimflug in extremis also, ansonsten hätten wir auch in Reykjavik notlanden können, denn auch in Island wird Eishockey gespielt...
