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EBEL Österreich

Tiroler Wasserkraft und Nordamerika-Pioniere

Der Eindruck täuscht, Innsbruck spielt nicht vor leeeren Rängen, durch den Umbau ist nur eine Tribüne offen. (Krein)

Innsbruck, Olympiastadt von 1964 und 1976, Wintersportort im schönen Tirol. Premiere in der österreichischen Bundesliga, in der 49. Runde gehts zum Spiel des HC «Tiroler Wasserkraft» Innsbruck gegen die Vienna Capitals. Ich erinnere mich an den «Gösser» EV Innsbruck, welcher 1989 beim Europacup in Bern gastiert oder an den Schweizer Bundestrainer Rudi Killias, welcher in der letzten Blütezeit Innsbrucks an der Bande steht. Die Sponsoren prägen das österreichische Eishockey seit Jahren. Nicht nur auf dem Eis dominiert die Werbung, sondern auch auf dem Tenü der Spieler. Als Kind ist dies für mich höchst beeindruckend und heute eher wieder gewöhnungsbedürftig.

Hohenberger und Baumgartner

Mit Martin Hohenberger (1995) und Gregor Baumgartner (1997) stehen zwei der ersten österreichischen NHL-Draftpicks in den beiden Kadern. Beide wurden von den Montreal Canadiens gezogen und beide spielten den Grossteil ihrer Karriere in Nordamerika, für Baumgartner ist es die erste Station seit seiner Rückkehr im letzten Sommer. Hohenberger bringt es auf neun AHL-Spiele für die Fredericton Canadiens, Baumgartner kommt auf 35 AHL-Partien mit den Utah Grizzlies, wo Mark Streit ein Jahr vor dem Österreicher gespielt hat. Ein weiterer ehemaliger US-Söldner ist Wiens André Lakos, der Verteidiger überflügelt mit 184 Einsätzen in der AHL seine beiden Wegbereiter, Lakos wurde 1999 von den New Jersey Devils gezogen.

Trotz der Abwesenheit von Hohenberger, erwischt das «Tabellenschlusslicht» aus Innsbruck den besseren Start und geht in der kalten Olympiahalle mit 1:0 in Führung. Der Schlüssel zum Innsbrucker Sieg ist die 23. Spielminute, innert 13 Sekunden schiessen die Haie zwei Tore und ziehen mit 3:0 davon. In der zwölften Reihe auf der Westtribüne notiere ich zwei Wiener Anschlusstreffer, das «Kelly-Chips-Team» um Baumgartner und Lakos kommt noch einmal ran, ehe Peter Kasper mit der «Tiroler Wasserkraft» für die Haie, nach acht Niederlagen in Serie, ins leere Tor der Wiener den Schlusspunkt setzt. Eine gelungene Abwechslung zur Schweiz und eine zwar etwas kalte, aber gemütliche Atmosphäre im legendären Olympiastadion, welches für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr umgerüstet wird.

Auch dieser alterwürdige Teil muss dem Umbau zur WM-Halle 2005 weichen. (Krein)

29. Februar 2004

HC TWK Innsbruck – EV Vienna Capitals 4:2 (1:0, 2:1, 1:1)
Olympiahalle. – 1’200 Zuschauer. – SR Carlsson, Neuwirth/Six. – Tore: 7. Lindner (Lukas Schwitzer, Kasper) 1:0. 23. (22:33) Schlögl (Strobl) 2:0. 23. (22:46) Tropper (Fox, Guidarelli) 3:0. 29. Patrick Harand (Kniebügel, Latusa) 3:1. 56. Juza (Chris Harand, Baumgartner) 3:2. 60. Kasper (Fox, ins leere Tor) 4:2. – Strafen: Innsbruck 6-mal 2 Minuten, Vienna Capitals 4-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Innsbruck ohne Hohenberger, Müller und Pusnik, Vienna Capitals ohne Cachotsky, König, Pilloni und Suorsa (alle verletzt). Torschüsse 26:37.
Innsbruck: Dalpiaz (Gottardis); Mellitzer, Stern, Praxmarer, Florian Schwitzer, Rahm, Silfwerplatz, Mana, Kasper; Schönberger, Mössmer, Höller, Lindner, Schlögl, Lukas Schwitzer, Guidarelli, Fox, Tropper, Strobl.
Vienna Capitals: Leinonen (Bartholomäus); Wieselthaler, Philippe Lakos, Ponto, Havasi, Werenka, André Lakos, Privoznik; Kniebügel, Tsurenkov, Latusa, Patrick Harand, Craig, Podloski, Chris Harand, Juza, Baumgartner, Leiner.

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