Torino retour in zwanzig Stunden

So nah wie jetzt werde ich Olympische Spiele nicht wieder besuchen können. Also dann, nichts wie hin. Abfahrt, Mittwoch, 22. Februar 2006, morgens um 7 Uhr 30 in Lyss. 16 Uhr 30 sitzen wir (Claude M. und ich) in der provisorischen Olympiahalle in Turin. Auf dem Eis beginnt das Viertelfinalspiel Schweden-Schweiz. Leider können die Schweizer nicht an die Superleistungen gegen Kanada (2:0) und Tschechien (3:2) anknüpfen und verabschieden sich vom Olympiaturnier.

Am Abend steht ein Leckerbissen auf dem Programm: Russland gegen Kanada in Bestbesetzung. Dazwischen gibts natürlich einen echten „Leckerbissen“ in Form einer Pizza, beim „Italiener“ um die Ecke. Die Affiche am Abend, zu diesem Zeitpunkt meines Lebens das wohl beste Spiel, dass ich je live im Stadion gesehen habe. Torino retour hat sich also gelohnt, auch wenn sich die Rückfahrt via San Bernardino bis um morgens um 4 Uhr dahinzieht. Zwanzig Stunden und dreissig Minuten dauerte unser olympische Traum, kurz und intensiv, spektakulär und einmalig. Der nächste Besuch bei Olympischen Spielen wird eine Weile dauern… wohl frühestens 2018…

Schweiz – Schweden 2:6 (1:2, 0:3, 1:1)
Torino. – 2’970 Zuschauer. – SR Marouelli (Ka); Nelson (USA), Seljanin (Russ). – Tore: 3:05 Henrik Sedin (Daniel Sedin, Lidström) 0:1. 8:37 Streit (Della Rossa, Plüss) 1:1. 13:49 Modin (Forsberg, Alfredsson) 1:2. 22:17 Zetterberg (Holmström, Kenny Jönsson) 1:3. 29:07 Mats Sundin (Lidström, Alfredsson) 1:4. 32:52 Mats Sundin (Forsberg, Daniel Tjärnqvist) 1:5. 40:49 Lemm (Rüthemann) 2:5. 48:36 Pahlsson (Alfredsson, Axelsson) 2:6. – Strafen: Schweiz 4-mal 2 Minuten, Schweden 2 Minuten.
Schweiz: Gerber; Keller, Streit; Blindenbacher, Hirschi; Seger, Bezina; Forster, Vauclair; DiPietro, Plüss, Della Rossa; Paterlini, Rüthemann, Ambühl; Conne, Jenni, Fischer; Lemm, Jeannin, Wichser. Coach: Ralph Krueger.
Schweden: Lundqvist; Lidström, Öhlund; Hävelid, Daniel Tjärnqvist; Kenny Jönsson, Bäckman; Ronnie Sundin; Modin, Mats Sundin, Forsberg; Alfredsson, Pahlsson, Axelsson; Holmström, Jörgen Jönsson, Zetterberg; Samuelsson, Henrik Sedin, Daniel Sedin; Hannula. Coach: Bengt-Ake Gustafsson.

…und der Leckerbissen:

Russland – Kanada 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)
Torino. – 4’130 Zuschauer. – SR Larue (USA); Sericolo (USA), Karlsson (SWE). – Tore: 41:30 Ovechkin (Kozlov/Ausschluss Kanada) 1:0. 59:37 Kovalev (Andrei Markov/Ausschluss Kanada) 2:0. – Strafen: Russland 8-mal 2 Minuten plus 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Malkin), Kanada 9-mal 2 Minuten.
Russland: Nabokov; Andrei Markov, Daniil Markov; Tjutin, Volchenkov; Kasparaitis, Gonchar; Vishnevski, Zukov; Kovalev, Datsyuk, Kovalchuk; Kozlov, Yashin, Ovechkin; Sushinski, Malkin, Charitonov; Afinogenov, Korolyuk, Taratuchin. Coach: Vladimir Krikunov.
Kanada: Brodeur; Foote, Redden; Bouwmeester, Pronger; Blake, Regehr; McCabe; Iginla, Sakic, Gagné; Heatley, Richards, Draper; Bertuzzi, Thornton, Nash; St. Louis, Lecavalier, Smyth; Doan. Coach: Pat Quinn.

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