Die New York Rangers in Bern

Nikolai Zherdev, Vors und Brandon Dubinsky warten auf ihren nächsten Einsatz. (Foto: Michael Krein)
Nikolai Tscherdew, Aaron Voros und Brandon Dubinsky warten auf ihren nächsten Einsatz gegen den SC Bern. (Foto: Michael Krein)

Ein Hauch von Superlative war schon während des Warm-Ups der New York Rangers in der PostFinance Arena zu spüren. Noch vor wenigen Jahren schien dies unmöglich und nun waren sie da: Wade Redden, Scott Gomez, «King» Henrik Lundqvist, Chris Drury, Dan Fritsche (Neffe von John Fritsche), Nikolai Tscherdew, Colton Orr, Aaron Voros oder Brandon Dubinsky… die weissen Trikots mit dem «Rangers» Schriftzug agierten in allen belangen eine Klasse besser als wir dies von der Nationalliga A (NLA) gewohnt sind.

Alles war ein bisschen anders als sonst. Nicht nur die Security-Crew – nicht einmal Christian Dubé konnte die Arena ohne vorweisen seines Ausweises betreten – auch die Medienplätze waren so gut besetzt wie nie zuvor. Als ich irgendwo einen Sitz für mich beanspruchen wollte, wurde ich von einer Hostesse (im Victoria-Cup-Outfit) in höflichem english (!) angesprochen: «Are you from the Aargauer Zeitung?» Leider musste ich die Frage mit «Nein» beantworten und mir (zu meinem Glück) einen neuen Platz, direkt hinter der Rangers-Spielerbank aufsuchen.

Nicht einmal Christian Dubé konnte die Arena ohne vorweisen seines Ausweises betreten

Das Schweizer Fernsehen (SF) produzierte erstmals mit 18 Kameras (sechs mehr als beim Spenglercup), was dem NHL-Standard in der Regular Season (in den Playoffs sind es 24 Kameras) entsprach. Das Spiel wurde sogar vom «Madison-Square-Garden-TV» live nach Manhattan übertragen.

Ein Hauch der Superlative

So sass ich schliesslich wie ein kleiner Junge mit grossen Augen hinter den Spielern der Rangers (siehe Foto) und liess den Zauber des Spiels einfach so auf mich einwirken. Jede einzelne Minute hatte für mich den Hauch der Superlative, auch wenn die Top-Shots Markus Näslund, Henrik Lundqvist (Backup) und Marc Staal für das morgige Spiel um den Victoria-Cup gegen Metallurg Magnitogorsk geschont wurden.

SC Bern – New York Rangers 1:8 (0:2, 0:0, 1:6)
PostFinance-Arena. – 16 022 Zuschauer. – SR Koharski/Vinnerborg (Ka/Sd), Morin/Masik (Ka/Slk). – Tore: 5. Girardi (Ausschluss Leuenberger) 0:1. 19. Redden (Rozsival/Ausschlüsse Gamache, Beat Gerber) 0:2. 42. Roche 1:2. 44. (43:55) Drury (Tscherdew/Ausschlüsse Froidevaux, Philippe Furrer) 1:3. 45. (44:22) Dubinsky (Ausschluss Philippe Furrer) 1:4. 52. (51:35) Kalinin 1:5. 53. (52:35) Korpikoski (Potter) 1:6. 56. Potter (Sjöström/Ausschluss Ziegler) 1:7. 59. Dubinsky (Tscherdew/Ausschluss Abid) 1:8. – Strafen: 9mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen New York Rangers.
SC Bern: Bührer (30. Müller); Roche, Philippe Furrer; Rytz, Josi; Beat Gerber, Kobach; Leuenberger; Patrik Bärtschi, Dubé, Gamache; Bordeleau, Trevor Meier, Abid; Pascal Berger, Ziegler, Reichert; Chatelain, Froidevaux, Daniel Meier; Alain Berger.
New York Rangers: Valiquette; Rozsival, Redden; Potter, Fahey; Girardi, Kalinin; Drury, Gomez, Prucha; Tscherdew, Dubinsky, Voros; Callahan, Korpikoski, Sjöström; Betts, Orr, Fritsche.
Bemerkungen: Bern ohne Rüthemann, Martin Plüss und Jobin (alle verletzt), New York Rangers ohne Näslund, Marc Staal und Rissmiller (alle geschont).

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