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Arena der Gegensätze

Das im Oktober 2007 eröffnete Prudential-Center ist die modernste Eishockey-Arena der Welt. Innerhalb vom Einzugsgebiet von New York kann man das Prudential-Center, welches den Namen des wichtigsten Finanzunternehmen New Jerseys trägt und welches sich die Namensrechte bis 2017 gesichert hat, mit den altehrwürdigen Kultstätten der Rangers und der Islanders nicht vergleichen. Dieses Prunkstück ist knapp anderthalb Jahre jung. Vorher sind die Devils während 25 Jahren in East Rutherford in der Brendan-Byrne-Arena, später Continental-Airline-Arena, beheimatet. An alter Wirkungsstätte können die Teufel drei Stanley-Cup-Siege feiern.

Die alten und neue Spielstätte Ligen zirka 20 Autominuten voneinander entfernt. Newark ist der östlichste Teil des US-Bundesstaates New Jersey und hat den Spitznamen «Brick-City», wegen der vielen Backsteinhäuser. Die Gegensätze könnten nicht grösser sein. Die Backsteinstadt ist eine düstere Gegend, wie im Film, sind hier brennende Mülltonnen zu sehen und die Fenster der endlosen Häuserblocks sind praktisch alle vergittert.

Es ist eine wahre Erleichterung wenn man die Arena, inmitten der dunklen Hauszeilen erblickt.“

— Gedanke im Stadtteil Newark

In mitten des heruntergekommenen Viertels, thront die neue Arena, sie wirkt auf den ersten Blick wie eine Oase in der Wüste. Die Beleuchtung ist von weitem zu sehen und strahlt eine Art Sicherheit aus, es ist eine wahre Erleichterung wenn man die Arena, inmitten der dunklen Hauszeilen erblickt und der Gedanke, schnellstmöglich in das Stadion zu kommen bestärkt sich mit jedem Schritt.

Wenn du das Prudential-Center betrittst, weisst du warum die National-Hockey-League das Ziel jedes talentierten Hockeyspielers sein muss, hier musst du hin, hier musst du spielen, dann hast du’s geschafft. Diese Gedanken kreisen durch den Kopf, wenn du die leeren Tribünen anderthalb Stunden vor Spielbeginn, begleitet durch das Orgelspiel, wie in den alten Sega-NHL-Spielen, bestaunst. Dabei lässt dich der «Bass» des Orgelspiels leicht erschüttern und noch vor dem ersten Bully bist du beeindruckt, selbstverständlich ist mir bewusst, dass dies noch für so manche NHL-Arena seine Gültigkeit hat.

Passend zur neusten Arena gastieren die Montreal Canadiens, das wohl traditionsreichste Team der Welt, dazu im hundertjährigen Jubiläum mit speziellem Badge «100 Saisons/Seasons» auf den Schultern.

21. Januar 2009 – Spiel 692 (19 Uhr)
Upper Level, Section 212, Row 9, Seat 4

New Jersey Devils – Montreal Canadiens 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)
Prudential Center. – 16’235 Zuschauer. – SR Fraser (2) /Martell (26), Devorski (54) /Driscoll (68). – Tore: 12. Martin (Elias, Madden) 1:0. 27. Zajac (Parise, Oduya) 2:0. 34. Gorges (Koivu, D’Agostini) 2:1. 39. Oduya (Martin) 3:1. 43. Parise 4:1. 48. D’Agostini (Markov /Ausschluss Martin) 4:2. 60. (59:05) Elias (Madden, White /Ausschluss Shanahan, ins leere Tor) 5:2. – Strafen: New Jersey 6-mal 2 Minuten, Montreal 3-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: New Jersey ohne Brookbank, Pandolfo und Leach, Montreal ohne Begin und Chipchura (alle verletzt). Oduya*, Parise** und Martin*** (alle New Jersey) als beste Spieler ausgezeichnet. Montreal ab 58:40 bis 59:05 ohne Torhüter.
New Jersey Devils: Clemmensen (Weekes); Greene, Martin (4), Mottau, Oduya (2), Salvador, White; Clarkson, Elias, Gionta, Holik, Langenbrunner, Madden, Parise (2), Rolston, Rupp (2), Shanahan (2), Zajac, Zubrus.
Montreal Canadiens: Price (Halak); Bouillon (2), Brisebois, Gorges, Hamrlik, Komisarek, Markov; D’Agostini, Koivu, Andrei Kostitsyn (2), Sergei Kostitsyn, Kostopoulos (2), Kovalev, Lang, Lapierre, Pacioretty, Plekanec, Stewart, Latendresse.

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