MonatsarchivOktober 2010

Acht «Number One» Draftpicks in der Schweiz

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Dale McCourt beim HC Ambrì-Piotta. (Foto: Giornale del Popolo)

Wieviele «Nummer Eins» NHL-Draftpicks haben schon in der Schweiz gespielt? Kaum jemand erinnert sich an den ersten «Number One» NHL Draftpick, welcher 1984 in der Schweiz anheuerte, nicht wegen seines Namens, sondern an der Tatsache, dass Dale McCourt einst als Nummer eins im Draft gezogen wurde. Der Kanadier kam direkt von den Toronto Maple Leafs in die Leventina zum NLB-Team HC Ambrì-Piotta.

Später folgen Melvin Bridgman (1975 von Philadelphia gedrafted) beim HC Sierre (wieder in der NLB) und Doug Wickenheiser (1980, Montreal) beim EV Zug. Dies wars dann für eine Weile. Erst in der Lockout Saison 2004/05 folgen zwei weitere «Big Names» ihren drei Vorgängern aus den 80er Jahren den Weg in die Schweiz. Das Duo Joe Thornton (1997, Boston Bruins) und Rick Nash (2002, Columbus Blue Jackets) schiesst Davos zum Schweizermeister- und Spenglercup Titel.

Owen Nolan ist der achte Number-One-Draftpick in der Schweiz

Auch der nächste grosse Name kommt ins Bündnerland: Alexandre Daigle (1993, Ottawa Senators), einst als «The-next-One» in der NHL angekündigt, wird in der NHL seinem «Status» nie gerecht, selbst in Davos muss er nach drei Jahren seine Koffer packen. Nur ein Jahr später kommt der Tscheche Patrik Stefan (1999, Atlanta Trashers) zum SC Bern, muss seine Karriere aber nach drei Spielen wegen einer Verletzung frühzeitig beenden.

ZSC Lions-Neuzuzug und NHL-Legende Owen Nolan ist bereits der achte «Number-One-Draftpick» (1990, Quebec Nordiques) und damit ist die Schweiz ist mit acht ehemaligen Nummer Eins-Draft-Picks absoluter Spitzenreiter ausserhalb der NHL.

Die Schweizer Number Ones

Nr. 1, 1975 Melvin Bridgman (Philadelphia Flyers), 1988/89 HC Sierre (NLB)
Nr. 1, 1977 Dale McCourt (Detroit Red Wings), 1984-92 HC Ambrì-Piotta (NLB/NLA)
Nr. 1, 1980 Doug Wickenheiser (Montreal Canadiens), 1990/91 EV Zug
Nr. 1, 1990 Owen Nolan (Quebec Nordiques), 2010/11 ZSC Lions
Nr. 1, 1993 Alexandre Daigle (Ottawa Senators), 2006-10 HC Davos, 2009/10 SCL Tigers
Nr. 1, 1997 Joe Thornton (Boston Bruins), 2004/05 HC Davos
Nr. 1, 1999 Patrik Stefan (Atlanta Trashers), 2007/08 SC Bern
Nr. 1, 2002 Rick Nash (Columbus Blue Jackets), 2004/05 HC Davos

Der Interview-Lacher :-)

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=b525e66d-6fc1-4371-8bc6-053888287665

Eine wirklich nicht alltägliche Szene… ….mit einem nicht alltäglichen Interview.

Andere Dimensionen, nur drei Stunden entfernt!

http://www.adler-mannheim.de

Zuviel Schweizer Eishockey bringt Langeweile, vorallem Spiele wie Bern-Rapperswil-Jona fördern die Abschaffung von viel zuvielen Qualispielen. Die Liga ist eine Zweiklassengesellschaft und wird auf die Dauer langweilig. Nun wo kommt man am schnellsten an ein Spiel in einer obersten Spielklasse im Ausland? Die Antwort heisst für mich als Seeländer: Mannheim. Der Tessiner würde wohl nach Italien gehen und der Bündner nach Österreich. Mannheim liegt nur drei Autostunden von mir entfernt, also ideal für ein bisschen Abwechslung. Und so war es auch. Schon nur die SAP-Arena ist qualitativ und quantitativ für jedes Schweizer Stadion (auch für die neue Bossard Arena) unerreichbar. Der Stadionspeaker wirkt dreimal professioneller als die Besten unseres Landes. Von den Schlechtesten will ich gar nicht reden. Die Speakerin in Langnau (Brät Mägg Liin, Ahren Sbiiilo) würde in Mannheim nicht einmal in der Trainingshalle den Nachwuchs speaken können. Das Catering mahnt an eine NHL-Arena, die Plätze und die Show vor dem Spiel ebenso.

Einzig die Klasse des Spiels ist trotz allem drumherum nicht besser! Doch man hat zumindest das Gefühl, es sei doch irgendwie besser als in Ambri, Langnau oder Biel. Das Spiel wird schliesslich auch von einem „Ex-Schweizer“ entschieden: Jame Pollock trifft im Powerplay 15 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung. Es standen sich der Tabellenachte (Mannheim) und der Tabellenneunte (Hamburg) gegenüber, dementsprechend hoch war auch die Fehlerquote beider Teams. Adler Mannheim-Hamburg Freezers 3:2 nach Verlängerung. Ein mittelmässiges Spiel in einen erstklassigen Stadion. Ein Erlebnis war es allemal und bestimmt auch nicht das letzte. Und noch was, die Stars des Spiels waren ***N. Goc (Mannheim), **Pollock (Mannheim), *Festerling (Hamburg), die Pflaume: Reul (Mannheim) – mit seiner hohen Fehlerquote ein Schatten seiner selbst. Auch da Mal andere Namen aus anderen Teams, was für eine Abwechslung.

Working-Press/MK Hockey Aarberg-Mannheim

KHL vs NHL 111-59-42-10

In einem packenden Spiel schlagen die Russen von SKA St. Petersburg die Carolina Hurricanes. Es war nicht bloss ein Freundschaftsspiel, schon nur die Rivalität zwischen der russischen KHL und der NHL ist heute wieder so gross wie zu den Zeiten des Kalten Krieges.

Es fehlte an nichts! Packende Torszenen und russische Kombinationen wie zu Zeiten des Super-Blocks waren ebenso zu sehen, wie harte Checks und grobe Faustkämpfe (Harrison vs. Golowkow). Der Sieg der Russen aus der ehemaligen Stadt Leningrad lässt die alten Zeiten der „Super Series“ wieder aufleben, schon damals gingen die NHL-Teams meistens als Verlierer vom Eis.

Mit dem Sieg St. Petersburg’s steigt die Bilanz zu Gunsten der „Sowjets“ auf 59 Siege, gegenüber 41 Flops und 10 Unentschieden, sowie 414 Toren zu 362 Gegentreffern! Dies ist erst die zweite Partie zwischen einem NHL- und einem KHL Team seit 1991 (Ende der NHL-Super-Series). Die Vergleiche zwischen Ost und West, zwischen KHL und NHL sollten dringend wieder zur regelmässigkeit, wie zwischen 1976 und 1991, werden, denn das ist beste Werbung für’s Eishockey.