MonatsarchivDezember 2010

Wer kennt Shin Larsson-Yahata?

http://sharks.nhl.com/club/page.htm?id=64952

Selbstverständlich kenne ich den Namen Shin Yahata oder eben Shin Larsson. Ich muss aber zugeben, dass ich Herr Larsson-Yahata am 10. Dezember 2010 in der PostFinance Arena nicht erkenne. Erst als ich seinen Namen höre, ist mir klar wer da zusammen mit Jiri Hrdina (ehemaliger Weltklassespieler und aktuell Scout der Dallas Stars) neben mir sitzt. Der ehemalige Internationale Japans (Sohn einer Japanerin und eines Schweden) ist heute als Scout für die San Jose Sharks tätig. So sitzen also tatsächlich zwei NHL-Scouts beim NLA-„Knüller“ Bern-Ambri auf der Medientribüne und mir ist sofort klar welche Spieler sich die beiden anschauen würden, habe mir dies aber von Jiri Hrdina noch bestätigen lassen. Interessant! Als Hauptproblem bei den Schweizer Spielern mit Jahrgang 1992 und jünger bezeichnet Jiri Hrdina die geringen Körpermasse. Dennoch zeigt er mir eine Liste mit den für die Dallas Stars interessanten Spieler. Und Shin Larsson? Er hat den gleichen Auftrag für die San Jose Sharks, welche übrigens noch nie einen Schweizer gezogen haben. Die beiden Scouts sind für Europa zuständig und werden als nächstes zur U20 WM nach Buffalo fliegen.

Apéro legt Biel-Goalies flach

Foto: SonntagsBlick vom 12. Dezember 2010, von Michael Krein

Der Spielplan aus Willi Vögtlins Weinkeller (Der Spielplan-General handelt mit Wein) lässt Berner und Bieler innert elf Tagen dreimal gegeneinander antreten. Eine Zumutung? Nein. Das sechste kleine Berner Derby hat alles was ein Derby haben muss: Tore, Checks, packende Zweikämpfe, Emotionen, Provokationen und Leidenschaft. Doch die vielversprechenden Derby-Attribute reichen nur für die ersten 20 Minuten, danach gibts Magerkost bis zur Schlusssirene.

Alles andere als Magerkost gabs für die Bieler schon am letzten Mittwoch anlässlich des Donatoren-Apéros im Hotel Florida in Studen. Vor allem den Bieler Goalies schien der Apéro schwer aufzuliegen. Stammhüter Reto Berra liegt seither krank im Bett und Ersatzmann Marco Streit erwischt einen schwarzen Abend – er spielt schon am dritten Advent den Weihnachtsmann: Das 0:1 serviert er Rüthemann direkt auf die Stockschaufel. Und beim 3:4 kassiert er einen Kwiatkowski-Schuss von der Mittellinie. Beide Treffer sind wegweisend für den Sieg der Stadtberner.

Novum für Meister

Auch Rückkehrer Sébastien Bordeleau (seit September verletzt) hat sich sein Comeback gegen seinen Ex-Club anders vorgestellt und bezeichnet den vierten Berner-Treffer als wegweisend für die zweite Heimpleite gegen den SCB in Serie. Ein Novum für den Meister, denn zwei Siege in Folge konnten die Berner letztmals vor 16 Jahren aus dem Seeland mit nach Hause nehmen.

70 Sekunden „Back to the Future“

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=f5704ae9-5a07-442c-81e5-dc1833f3a041

Es gibt viele Kuriositäten im Eishockey aber sowas hab ich noch nicht erlebt. Sonntag, 28. November 2010, „Arena der Postfinanzen“, SC Bern-ZSC Lions: Beim Stand von 2:1 für den SCB, zeigt die Anzeigetafel 30:44, Andres Ambühl schiesst aufs SCB-Tor und jubelt, doch Partie und Matchuhr laufen weiter bis zum nächsten Unterbruch. Da zeigt die Matchuhr 31:54 und den Spielstand 2:1. Nach der Videokonsultation des Head-Duos Prugger/Stricker wird Ambühls Treffer bei 30:44 gegeben, ein korrekter Entscheid nach der Hintertorkamera. Somit muss auch die Matchuhr von 31:54 auf 30:44 zurückgestellt werden und zeigt den Spielstand 2:2. Und jetzt das Kuriosum: Lions-Stürmer Patrick Schommer erzielt bei 31:49 den 3:2 Führungstreffer für die Gäste. Total werden 70 Sekunden zweimal gespielt. Die gleiche Zeit von 31:49 erscheint an diesem Abend zweimal auf der Matchuhr, einmal beim Spielstand von 2:1 (für Bern) und beim zweiten Mal stehts 2:3 für die Lions. Zeitreisen à la „Back to the Future“ sind also auch im Eishockey kein Ding der Unmöglichkeit.