Ein Slowene schafft was Gretzky verwehrt blieb

Der Slowene Anze Kopitar hat vollbracht was Wayne Gretzky in Los Angeles verwehrt blieb, den Gewinn des Stanley-Cups. (Foto: bobo)

 

Wayne Gretzky konnte die Los Angeles Kings zu keinem Stanley-Cup führen, 1993 unterlagen die Kalifornier im Stanley-Cup-Final den Montreal Canadiens (mit Paul di Pietro) mit 1:4. Zu diesem Zeitpunkt war der im jugoslawischen Jesenice geborene Anze Kopitar gerade mal fünf Jahre alt. Der Sohn des damaligen jugoslawischen Nationalspielers Matjaz Kopitar führte nun 19 Jahre später die Los Angeles Kings zum ersten Stanley-Cup-Sieg!

Kopitar der erste, Brown der zweite

Kopitar wurde zusammen mit Teamkollege Dustin Brown Playoff-Topskorer (8 Tore, 12 Assists, 20 Punkte) und ist damit erster slowenischer Stanley-Cup-Sieger- Playoff-Skorerkönig der NHL. Brown ist erst der zweite amerikanische Captain welcher sein Team zum Stanley-Cup-Sieg geführt hat.

Schlechtestes Team der Western Conference

Noch nie hat ein «schlechteres» Quali-Team den Cup geholt. Die Kings beendeten die Regular-Season auf dem letzten Playoff-Platz mit 95 Punkten nur fünf Punkte vor den Calgary Flames (Sven Bärtschi). Von den 16 Playoff Teilnehmern hatten nur Washington und Ottawa (je 92 Punkte) aus der Eastern Conference noch weniger Punkte auf dem Konto. Los Angeles hat in der Regular-Season gerade mal 16 Punkte mehr geholt als die New York Islanders (Mark Streit und Nino Niederreiter), umso beeindruckender war der unheimliche Playoff-Feldzug der Kings mit 10 Auswärtssiegen in Folge. In 20 (16:4-Siege) Spielen sind die «Könige» zum ersten Stanley-Cup marschiert. Der Rekord der Edmonton Oilers aus der Saison 1987-88 liegt bei 18 Spielen (16:2-Siege).

Wer in Europa startet holt den Cup

Seit vier Jahren holt immer eine Mannschaft den Pott, welche in Europa die Saison gestartet hat. 2008-09 die Pittsburgh Penguins (in Stockholm), 2009-10 die Chicago Blackhawks (mit einer Niederlage im Victoria Cup gegen die ZSC Lions und dem Saisonstart in Helsinki), 2010-11 die Boston Bruins (in Prag) und nun die Los Angeles Kings (in Stockholm und Berlin).

New Jersey verpasst 70-jährigen Rekord

Die New Jersey Devils kamen nach einem 0:3-Rückstand zwar noch auf 2:3 heran, mussten aber nun in Los Angeles die Segel streichen. Damit bleibt der vor 70 Jahren in der Saison 1941-42 aufgestellte Rekord der Toronto Maple Leafs weiterhin bestehen. Die Kanadier lagen damals gegen die Detroit Red Wings mit 0:3 zurück und drehten die Serie noch in einen 4:3-Sieg und holten den Stanley-Cup.

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