Endlich in der NLA angekommen

Ralph Stalder: Der Jörg Reber der Romandie
Ralph Stalder: Der Jörg Reber der Romandie

«Ja, es hat gedauert, bis ich endlich in der National League A angekommen bin!» Der dies sagt, ist Ralph Stalder – 27jähriger Linksverteidiger beim Aufsteiger Lausanne. Stalder hat eine wahre Hockey-Odysee hinter sich. Aus der Talentschmiede in Zunzgen-Sissach herkommend (wie Kevin Schläpfer, Oliver Kamber und Marc Grieder), hat sich der Oberbaselbieter zuerst in Davos nicht durchsetzen können. Via Powermäuse aus Olten ist er schliesslich in Basel – beim EHC gelandet. «Irgendwie komisch: hier in Lausanne bin ich 2005 mit Basel zwar aufgestiegen, ich konnte mich aber in der Nati A nicht halten».

Olten-Basel-Olten-Basel-Olten

Also ging es weiter auf  Wanderschaft. Statt mit Basel in der obersten Liga, ging «Staldi», wie er von seinen Kollegen genannt wird, wieder in Olten auf Puckjagd. In den darauf folgenden zwei Saisons pendelte die Nummer 14 zwischen Basel und Olten. Er erlebte auch den bitteren Abstieg 2008 und die 0:4 Pleite der Basler in der Ligaquali gegen den EHC Biel.

Ohne Lust auf eine weitere Saison in Basel wechselte der 1m78 kleine Defensivspezialist zu Langenthal. Während der Saison wurde er kurzfristig an den damaligen NLA-Aufsteiger Biel ausgeliehen, wo er mit einem gewissen Jörg Reber verteidigte. Zufall oder nicht: wenn man heute Stalder in der Pationoire de Malley auf dem Eis beobachtet, erinnert sein Spiel unweigerlich an das Grosshöchstettener-Fossil. «Ich habe damals in Biel bei Räbi einiges abgeschaut» lacht Stalder, auf den Vergleich angesprochen.

Aber wie das Hockey-Leben so spielt, erlebt Stalder den Ligaerhalt der Bieler aktiv mit, muss aber für die Saison 2008/2009 in Lausanne wiederum in der zweithöchsten Spielklasse unterschreiben. Dort hat er sich gehalten und ist nach vier weiteren Saisons endlich, endlich im Hockeyhimmel – sprich in der NLA – angekommen.

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