Top of Europe Trophy 2013

Im Rahmen der Top of Europe Trophy empfängt der SC Unterseen-Interlaken am 28. Dezember den EHC Biel. Der NLA-Klub gastiert nach 2010 zum zweiten Mal auf dem Bödeli.

In den 80er und 90er Jahren boten die «Super Series» zwischen den NHL-Profis und den Herausforderer aus der damaligen Sowjetunion in der Altjahreswoche höchstes Eishockey-Spektakel. In Westeuropa wurde dies damals kaum zur Kenntnis genommen und in der Schweiz gilt das Interesse zwischen Weihnacht und Neujahr jeweils dem Spengler Cup in Davos. Was für den Davoser der Spengler Cup, ist für den Interlakner die Top of Europe Trophy. Die Idee wurde von 2004 (damals noch unter dem Namen Energy on Ice) von SCUI-Präsident Beni Knecht in die Wirklichkeit umgesetzt: «Nach langen Verhandlungen, gastierte mit dem EV Zug erstmals ein NLA Team im Bödeli.»

Jubiläumsjahr 2013

In diesem Jahr steht bereits die zehnte Austragung auf dem Programm. Zum zweiten Mal (nach 2010) stellt sich der EHC Biel als «Sparringpartner» für den SC Unterseen-Interlaken zur Verfügung. Beim letzten Auftritt der Seeländer liessen die NLA Profis, beim 9:3-Sieg, dem Unterdog keine Chance. Immerhin sorgten die Einheimischen im anschliessenden Penaltyschiessen, welches jeweils unabhängig zum Resultat durchgeführt wird, beim 2:1-Sieg für ein kleines Erfolgserlebnis. Die aktuellen Bieler Manuel Gossweiler, Mathieu Tschantré, Philipp Wetzel und Gianni Ehrensperger waren vor drei Jahren auch schon dabei.

Simon Rytz kennt die 1. Liga

Ebenfalls zum zweiten Mal dabei ist Biels Torhüter Simon Rytz. Vor sieben Jahren gastierte Rytz mit dem HC Fribourg-Gottéron auf dem Bödeli. Beim 9:2-Sieg musste er sich bis zum Torhüterwechsel bei Spielhälfte nur von Simon Ingold bezwingen lassen. «Diese Teilnahme war mir gar nicht mehr bewusst, weil ich damals vom 1. Ligisten HC Neuchâtel-Sports Young-Sprinters nach Fribourg ausgeliehen wurde» sagt Rytz. Der Lysser kennt also nicht nur die Top of Europe Trophy, sondern ist auch mit dem 1. Liga Eishockey bestens vertraut. In der Saison 2000/01 stand er mit dem SC Lyss in der 1. Liga-Finalrunde und spielte in der Qualifikation auch gegen die Steinböcke. «Für uns ist dieser Event eine Abwechslung zum NLA-Alltag, dass wir dazu noch unsere Familien mitnehmen können ist ideal», sagt Rytz weiter. Wie ernst nehmen denn die Bieler dieses Spiel gegen den Tabellenzehnten aus der 1. Liga? «Wir nehmen den Auftritt in Unterseen sehr ernst, er gilt als Hauptprobe für den bevorstehenden Schweizer-Cup», fügt Rytz hinzu.

Findet Unterseen aus der Krise?

Beni Knecht freut sich auf den Gast aus dem Seeland: «Die Stimmung in der Halle war jeweils sehr gut, wenn wir gegen eine Berner Mannschaft antraten.» Zehn aktuelle Spieler waren beim letzten Auftritt gegen den EHC Biel auch schon dabei. Neuzugang Nico Spolidoro trifft auf seine alten Teamkollgen, der Emmentaler spielete zwischen 2004 und 2007 drei Jahre für den EHCB. Mit Tschantré, Gossweiler und Emanuel Peter trifft Spolidoro auf drei ehemalige Teamkollegen. Ein Erfolgserlebnis des Underdogs wird aber auch in diesem Jahr kaum zu realisieren sein. Die Mannschaft von Trainer Stefan Schneider muss in der aktuellen 1. Liga Saison unten durch und die aktuelle Formkurve zeigt nach sieben Niederlagen in Serie – der letzte Sieg datiert vom 20. November beim 5:1 gegen Belp – stark nach unten.

Wieder zurück zur Geschichte. Auch die Sowjets boten in den legendären «Super Series» ihren  «übermächtigen» Gegner aus der NHL in spektakulären Spielen stets paroli, warum nicht auch der SCUI gegen den übermächtigen Gegener aus Biel? Die Top of Europe Trophy 2013 bietet so oder so – als «Oberländer pendant»  zum Spengler Cup – beste Unterhaltung.

Die bisherigen Spiele der Top of Europe Trophy:
2012 ZSC Lions 3:11 (0:4, 2:4, 1:3)
2011 HC Lugano 1:10 (0:4, 1:2, 0:4)
2010 EHC Biel 3:9 (0:3, 0:2, 3:4)
2009 EV Zug 3:4 (1:2, 2:0, 0:2)
2008 SCL Tigers 2:9 (1:3, 1:3, 0:3)
2007 ZSC Lions 6:11 (2:7, 2:2, 2:2)
2006 HC Fribourg-Gottéron 2:9 (0:4, 1:3, 1:2)
2005 SCL Tigers 2:4 (1:0, 0:3, 1:1)
2004 EV Zug 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)

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