Vom Bettler zum König?

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Der schwedische Weltklassegoalie Henrik Lundqvist gewann schon fast alles was es im Eishockey zu gewinnen gibt: Olympia-Gold 2006, Olympia-Bronze 2014, U20-Weltmeisterschaftsgold 2000 und 2001, holte zweimal den schwedischen Meisterkübel 2003 und 2005 (mit Martin Plüss) und zweimal WM-Silber 2003 und 2004. Nur der Stanley-Cup fehlt „King-Henrik“, wie er im Madison Square Garden jeweils gefeiert wird.

Erstmals seit ihrem vierten und letzten Stanley-Cup-Sieg stehen die New York Rangers wieder im Endspiel und die Chancen auf den Pott sind so gut wie nie zuvor. Dabei begann Lundqvists NHL-Karriere alles andere als optimal. Im NHL-Draft wurde der Schwede von den Rangers erst in der siebten Runde als Nr. 205 gezogen. Im gleichen Jahr wurde Sven Helfenstein als Nr. 175 von den Rangers gedraftet.

Ungaren, Briten, Israeli und Sven Helfenstein wurden im Jahr 2000 noch vor Henrik Lundqvist gedrafted!

Unter den Torhütern wurde Rick Di Pietro als Nr. 1, von den New Yorker Stadtrivalen aus Long Island gezogen. Sogar der ungarische Nationalkeeper Levente Szuper wurde vor Lundqvist als Nr. 116 von den Calgary Flames berücksichtigt. Es kommt noch eindrücklicher, der israelische Nationalspieler Max Birbraer (Nr. 67) und der Brite Colin Shields (Nr. 195) wurden ebenso vor dem kühlen Schweden gedraftet.

Rückblickend gesehen gabs „King Henrik“ für die Rangers als absolutes Schnäppchen. Drei Jahre später sicherten sich die Rangers, den an sechster Position gedrafteten Keeper Al Montoya. Lundqvist bestritt bis heute über 600 Spiele für New York, im Gegensatz zum Topdraft von 2004 mit knapp 90 NHL-Partien.

 

 

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