Svenska stjärner i NLA: Poängmaskinen

Biels Schweden-Trio: Pär Arlbrandt, Dragan Umicevic und Niklas Olausson (Foto: Hervé Chavaillaz)
Biels Schweden-Trio: Pär Arlbrandt, Dragan Umicevic und Niklas Olausson (Foto: Hervé Chavaillaz)

Sie haben den Titel nicht verstanden? Schade. Ein Schwedisch-Kurs könnte sich in dieser Eishockey-Saison lohnen. Die neuen «stjärner» oder Stars in der NLA entpuppen sich nämlich als wahre Punktemaschinen. Sie wurden bereits vor der Saison als Top-Transfers angekündigt. Linus Klasen in Lugano, Daniel Sondell in Zug und natürlich auch Pär Arlbrandt und Niklas Olausson in Biel. Und sie halten, was man sich von ihnen versprochen hat. Mitte Oktober besetzen die Importspieler aus dem Norden nicht weniger als sieben Plätze in den Top-10 der NLA-Skorerliste.
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Mit Fredda Pettersson, Marcus Paulsson und Nicklas Danielsson beanspruchen Tre-Kronor-Spieler gleich die ersten drei Plätze der Goalgetter. Pierre-Marc Bouchard, der Zuger NHL-Filigrantechniker, verteidigt als Viertplatzierter die Ehre der Kanadier. Sprunger und Wick vervollständigen das Bild der Top-10, beides langjährige Skorer ihrer Teams.

«Die Schweden-Importe sind effiziente Skorermaschinen».

Natürlich ist die Saison noch jung. Natürlich kann sich noch viel ändern. Und natürlich pflegt ein bekannter Eishockey-Chronist jeweils zu sagen: «Die Stars des Herbsts waren noch nie die Stars des Frühlings.» Mag alles sein. Der massive Import aus dem Land der Elche hat sich aber für die meisten Teams gelohnt.

Effizienz, Taktik und Teamspirit

Die Schweden versprechen nicht nur Spektakel. Sie sind taktisch (nichts Neues unter der Sonne) hervorragend geschult und die meisten von ihnen gewöhnen sich sehr rasch an die Lebensumstände in der Schweiz. Die Mannschaftsdienlichkeit gehört dabei zum Gesamtpaket. Ein Blick auf die +/- Bilanzen der jeweiligen Spieler unterstreicht dies. In der Strafenstatistik tauchen sie – anders als die Nordamerikaner – kaum in Erscheinung.

Es ist bereits nach einem Fünftel der Qualifikation augenfällig: Teams, die sich mit Nordeuropäern verstärkt haben, gehören zu den Tabellengewinnern. Ausnahme bilden hierbei die Lakers, welche ohne ihre Schweden wohl noch heftiger unter die Räder kämen. Und natürlich die ZSC Lions mit ihrem breiten Kader. Die Ausländer spielen dort eine untergeordnete Rolle. Kloten (ohne Berücksichtigung des Mueller-Transfers) und Gottéron (Ausnahme: Mauldin) gehören bisher mit ihren schwachen Nordamerika-Söldnern zu den deutlichsten Verlierern. Vielleicht sollten Housi und Fige mal einen Blick ‚gen Norden richten?

4 Gedanken zu „Svenska stjärner i NLA: Poängmaskinen

  1. Würde man Rapperswils Schweden-Quartett in Kloten spielen lassen, könnten die Flieger um den Meistertitel spielen. Kurz gesagt: Kloten hat „keine“ Ausländer, Rapperswil hat „nur“ Ausländer…

  2. Die Feststellung mag sicher richtig sein. Dennoch sind in den letzten 3-4 Jahren immer nordamerikanische geprägte Ausländer Teams Meister und Vize-Meister geworden.
    Und das ist schlussendlich das Ziel und nicht die Topscorer-Krone!

    1. Herr Pfeiffer, der Punkt ist: Die Teams wurden TROTZ der mittelmässigen Ausländer Meister (gilt ganz besonders für den SCB, notabene mit einem skandinavischen Trainer) und nicht dank der Ausländer.

  3. @Rolfi Pefeffer: Da waren aber die absoluten Top-Schweden ausserhalb der NHL allesamt noch nicht in der Schweiz….Biel, Lugano, Zug dürften definitiv einen Schritt nach Vorne machen diese Saison. Und wenn’s drauf an kommt können diese Spieler auch defensiv einen seriösen Job machen. Linus Klasen/Fredda Pettersson/Pär Arlbrandt etc. sind offensiv mindestens so stark wie Linus Omark, Niklas Persson es in den vergangenen Saisons waren, aber im Backchecking m.E. mindestens 2 Klassen besser. Und die jungen Schweden haben allesamt sehr viel Dampf…so wie es der junge Schwede Marcus Sörensen (Jg. 92) von DIF z.B. auch hatte im CHL-Spiel gegen Fribourg.

    Zweifelsohne sind es aber allesamt Offensivzauberer und Rolfi du hast in der Endabrechnung der vergangenen Jahre recht. Ob es dieses Jahr auch so sein wird ? Eher nicht, so wie es derzeit läuft. Aber es kann noch sehr viel ändern (Transfers etc.)

    PS an die Blogger: Bei Holloway frage ich mich übrigens wie lange Bern diesen Diamanten noch so ins Abseits stellen will. Das wäre ein sehr genialer Spieler. Wenn in Bern mal SEL-Spiele genau angeschaut worden wären, dann wüssten sie von wo Bud seine Tore jeweils geschossen hat…..in Bern steht er nach Vorgaben der Trainer jeweils komischerweise anderswo…aber wenn sie denn meinen, den Gegnern solls recht sein ! Aber der wird besser und besser….schreibt doch mal über ihn. Würde mich freuen.

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