Der Schlüssel zu Kochlöfl

Kennen sie den Kochlöffel? Vielleicht den aus der Küche, nicht aber Jaroslav Kochlöfl, es sei denn sie sind ein Anhänger des EV Zug oder ein Kenner des tschechoslowakischen Eishockeys. Jaroslav Kochlöfl immigrierte 1971 als tschechoslowakischer Flüchtling in die Innerschweiz. Kochlöfl spielte in der Saison 1971-72 beim damaligen Erstligisten EV Zug und wurde in seiner einzigen Zuger Saison mit 21 Toren und 4 Assists in 17 Spielen Topskorer. Dieser Status befördert den Exil-Tschechoslowaken in die Kategorie Drei der «EVZ Wall-of-Fame». Das bedeutet «mindestens fünf Saisons beim EVZ oder mindestens eine Saison EVZ-Topskorer». Wer in Zug an die Wände kommt, wird nach einem genauen Schlüssel definiert.

Jaroslav Kochlöfl, Mitglied er «EVZ Wall-of-Fame»
Jaroslav Kochlöfl, entspricht dem Schlüssel zur «EVZ Wall-of-Fame» (Krein)

Patrick Fischer und Patrick Fischer 

Zwei Kategorien höher und zwei Schriftklassen grösser ist der Status von Patrick Fischer II. Der Verteidiger bestritt zehn Saisons für die Zuger und trat im vergangenen Sommer zurück. Fischer wird vor dem Spiel gegen den HC Lugano (1:7) offiziell in der Kategorie Eins der Wall-of-Fame aufgenommen. Ebenfalls auf der Wall-of-Fame steht Lugano-Trainer Patrick Fischer. Zusätzlich hängt Fischers Rückennummer 21 unter der Hallendecke der Bossard-Arena. Damit erfüllt der ehemalige Zuger-Junior mindestens vier von fünf Kriterien, Fischer erfüllt sogar noch ein weiteres Kriterium, welches ihm dann die Ehre einer «Retired Number» unter dem Hallendach gebührt.

Lugano-Trainer Patrick Fischer steht unter seiner gesperrten Rückennummer 21 in Zug. (Krein)

Peter Andersson und Peter Andersson

Peter Andersson spielte ebenfalls in Zug. Gemeint ist aber nicht Luganos aktueller Assistenzcoach und Vater von Ex-Zug-Spieler Calle Andersson, sondern Peter Andersson aus Timra. Zugs Peter Andersson spielte in der Saison 1989-90 beim EVZ und ist aktuell Assistenzcoach bei den SCL Tigers. Peter Andersson (II) aus Karlstad steht seit 2013, als Assistent von Patrick Fischer an der Bande der Bianconeri. Und was macht der andere Patrick Fischer? Sein Name steht auf der Wall-of-Fame, ganz in der Nähe von Kochlöfl. Der Wall-of-Fame würdig sind an diesem Abend aber nur die Spieler von Luganos Patrick Fischer.

Zug – Lugano 1:7 (0:5, 0:1, 1:1)
6’706 Zuschauer. – SR Eichmann/Prugger, Bürgi/Rohrer. – Tore: 4. Bertaggia (Filppula) 0:1. 5. Klasen (Pettersson) 0:2. 8. Pettersson (Klasen, Steinmann) 0:3. 11. Walker (Andersson, Klasen) 0:4. 18. Filppula (Pettersson, Chiesa /Ausschluss Ramholt; McLean) 0:5. 24. Vauclair (Dal Pian) 0:6. 55. Filppula (Klasen, Pettersson /Ausschluss Lüthi) 0:7. 57. Ramholt (Bouchard, Grossmann) 1:7. – Strafen: Zug 8-mal 2 Minuten, Lugano 6-mal 2 plus 10 Minuten (Chiesa). – Bemerkungen: Zug ohne Holden, Blaser, Morant, Bürgler (alle verletzt), Lugano ohne Kostner, Balmelli (beide verletzt), Walsky (krank). PostFinance-Topskorer: Bouchard; Pettersson. 11. Pfostenschuss von Lüthi und Timeout von Zug.
Zug: Stephan (21. Hauser); Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Alatalo, Lüthi; Stämpfli, Erni; Martschini, Sutter, Suri; Christen, Earl, Bouchard; Lammer, Diem, Schnyder; Zangger, Marchon, Herzog.
Lugano: Manzato; Ulmer, Vauclair; Andersson, Hirschi; Chiesa, Kienzle; Maurer, Kparghai; Walker, Filppula, Bertaggia; Pettersson, Steinmann, Klasen; Murray, McLean, Reuille; Dal Pian, Sannitz, Kuonen.

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