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American Hockey League NHL USA

Crosby statt Hartford

Eigentlich hätte alles ganz anders sein sollen. Das Ziel dieses Tages heisst Hartford, erstmals soll ein Spiel der American-Hockey-League (AHL) unsere New York-Tour bereichern. Ab Penn-Station New York ist die Hauptstadt des Bundesstaates Connecticut innert nur zweieinhalb Zug-Stunden zu erreichen. Nicht die Hartford Whalers, sondern die Hartford Wolf Pack empfangen im XL-Center die Bridgeport Sound Tigers, also ein Derby zwischen New Yorks Farmteams. Frühzeitig stehen wir an der Penn-Station beim Amtrak-Schalter um die Zugfahrt zu buchen, die Tickets (LA 104, Plätze 1 und 2) fürs AHL-Spiel liegen bereits in Hartford zu je 30 US-Dollar am Will-Call Schalter im XL-Center in einem Couvert für «Mr Krein» abholbereit.

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass der Amtrak-Zug, wie auf amtrak.com (NYP – HFD) im Vorfeld recherchiert, zwar pünktlich um 14 Uhr in der Hartford Union-Station einrollt, jedoch nicht, dass die Rückreise erst in einer Woche wieder angetreten werden kann. «Sie können heute nicht zurückfahren», sagt der nette Spence Olchin-Verschnitt hinter der Scheibe. Der Zug pendelt nur einmal wöchentlich zwischen New York und Hartford. Die AHL-Premiere wird noch früh Vormittags in einem Lokal der Penn-Station, tief unter den Strassen von New York mit Samuel Adams ertränkt.


„Die Tickets liegen noch heute irgendwo in Hartford und wurden nie abgeholt.“

— Michael Krein, Amtrak-Depp

Nach der ersten grossen Enttäuschung über die persönliche Niederlage gibts immerhin noch die Alternative National-Hockey-League. Anstelle des AHL-Knüllers gastieren gleichentags ja noch die Pittsburgh Penguins «ennet» dem Hudson-River. Tja dann halt Crosby und Co. statt Chris und Ryan Bourque oder zum achten Mal Prudential-Center statt zum ersten Mal XL-Center. Auch die Penguins sehe ich nicht zum ersten Mal in Newark. Eigentlich eine Frechheit wenn die Alternative Crosby heisst, denn nur schon Sidney Crosby allein ist immer ein Spiel wert. Sein Linienkollege Chris Kunitz bestreitet an diesem Abend sogar sein 700. Spiel in dieser Liga. Kunitz und Crosby sind es schliesslich, welche die Gäste in die Overtime bringen und schon während des Warm-Ups ist Hartford zwar nicht vergessen, aber wird nur schon durch Crosbys Stickhandling wettgemacht.

30. Januar 2015 – Spiel 722

New Jersey Devils – Pittsburgh Penguins 1:2nV (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)
Prudential-Center. – 16’592 Zuschauer. – SR Kozari (40) /St. Pierre (12), Galloway (82) /Nowak (77). – Tore: 47. Bernier 1:0. 57. Kunitz (Crosby, Letang /Ausschluss Harrold) 1:1. 63. (62:21) Despres (Sutter, Letang) 1:2. – Strafen: New Jersey 4-mal 2 Minuten, Pittsburgh 3-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: New Jersey ohne Gelinas und Ryder, Pittsburgh ohne Bennett, Ehrhoff und Malkin (alle verletzt). 700. NHL-Spiel von Kunitz (Pittsburgh). Schneider* (New Jersey), Despres** und Kunitz*** (beide Pittsburgh) als beste Spieler ausgezeichnet.
New Jersey Devils: Schneider (Kinkaid); Greene, Larsson; Fraser (2), Zidlicky; Merrill, Harrold (2); Elias, Zajac, Havlat; Henrique, Gomez, Jagr; Zubrus (4), Cammalleri, Bernier; Ruuttu, Josefson, Tootoo.
Pittsburgh Penguins: Fleury (Greiss); Despres, Letang (2); Scuderi, Martin; Harrington, Bortuzzo; Kunitz, Crosby, Perron; Spaling, Sutter, Hornqvist; Arcobello, Lapierre (2), Downie (2); Sill, Ebbett, Adams.

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