Von Norfolk nach Bern

Die neuen SCB-Kanadier Smith und Conacher jubeln mit Genfs Alexandre Picard für die Norfolk Admirals. (Media Hampton Roads)

Ausgebildet in der amerikanischen College-Liga National-Collegiate-Athletic-Association (NCAA) «N-CEEEE-double-A» kam der Kanadier Cory Conacher noch in seinem letzten College-Jahr zu ersten Einsätzen in der American-Hockey-League (AHL) bei den Rochester Americans (Ex-Klub von Daniel Steiner) und den Milwaukee Admirals (zusammen mit Roman Josi). In seiner ersten richtigen AHL-Saison 2011-12 realisierte der Flügelstürmer für die Norfolk Admirals auf Anhieb 95 Skorerpunkte, stand im All-Rookie-Team, spielte im All-Star-Game, stand im Second All-Star-Team, wurde Rookie des Jahres, AHL MVP und Calder-Cup-Sieger. Diese Traumsaison brachte den Mann aus Ontario in Guy Bouchers Kader der Tampa Bay Lightning. Nach Tampa folgten Kurzengagements bei den Ottawa Senators, Buffalo Sabres und den New York Islanders, wo sich Conacher nicht durchsetzen konnte und zuletzt ins Farmteam der Bridgeport Sound Tigers in die AHL abgeschoben wurde. Innerhalb der AHL wechselte der 25-Jährige in der letzten Saison zu den Utica Comets (ins Team von Sven Bärtschi) in die Organisation der Vancouver Canucks.

Wie Conacher, stammt auch Andrew Ebbett aus der NCAA-Talentschmiede, als zweifacher Central-Collegiate-Hockey-Association-Meister (2003, 2005) mit der University of Michigan Wolverines, stiess der Mittelstürmer zu den Binghamton Senators in die AHL. Während neun Jahren spielte der Mann aus British Columbia für sechs NHL-Organisationen (Anaheim Ducks, Chicago Blackhawks, Minnesota Wild, Phoenix Coyotes, Vancouver Canucks, Pittsburgh Penguins). Nur in den Saisons 2009-10 und 2011-12 wurde Ebbett nie in die AHL geschickt, sonst blieb ihm der Gang in die zweitklassige Liga nicht verwehrt. Neben der sechs NHL-Stationen spielte der Spielmacher auch für die Portland Pirates, Iowa Chops, San Antonio Rampage, Chicago Wolves und zuletzt für die Wilkes-Barre Scranton Penguins.

Trevor Smith stand 2011-12 zusammen mit Conacher im siegreichen Calder-Cup-Team der Norfolk Admirals und stand mit 85 Zählern In der internen Skorerliste gleich hinter seinem neuen SCB-Kollegen. In der siegreichen AHL-Saison absolvierte der Stürmer auch 16 Spiele unter Boucher bei den Lightning. Sein NHL-Debüt gab der ehemalige NCAA-Junior im Team von Mark Streit, 2008 bei den New York Islanders. In den letzten zwei Jahren stand der 30-Jährige in der Organisation der Toronto Maple Leafs, wo er unter anderem auch als Kapitän des AHL-Teams Toronto Marlies auflief.Im Schatten von Conacher und Smith stand damals ein gewisser Tyler Johnson. Der Amerikaner hat im Gegensatz zu den Neo-Bernern heute den Durchbruch in der NHL geschafft. Der Mittelstürmer stand in diesem Frühjahr mit Tampa Bay im Stanley-Cup-Final und wurde mit 23 Punkten, vor dem Ex-Bieler Patrick Kane (Chicago Blackhawks), Playoff Topskorer. Sein Vertrag über 3,3 Millionen US-Dollar pro Saison, läuft bei den Lightning noch bis 2017.

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