Jari Kurri als Scout in Biel

Jari Kurri (rechts) am 13. November 2015 auf der Medientribüne in Biel. (Foto: Janne Vuorinen)
Jari Kurri (rechts) am 13. November 2015 auf der Medientribüne in der Bieler Tissot-Arena. (Foto: Janne Vuorinen)

Mitte November 2015 ist Jokerit Helsinkis General-Manager (GM) Jari Kurri in der Schweizer National-League-A (NLA) unterwegs, begleitet wird der fünffache Stanley-Cup-Sieger von Thomas Roost (Central Scouting Europe) und Janne Vuorinen (Direktor of Player Development, Jokerit Helsinki). Seit 2013 ist Kurri bei Jokerit in der KHL als GM tätig und seine Arbeit scheint Früchte zu tragen, denn der finnische Topklub liegt in seiner zweiten KHL-Saison hinter ZSKA Moskau an zweiter Stelle der «Western Conference».

Salminen im Fokus

Zur Zeit spielen mit Niklas Hagman Jesse Joensuu, Niko Kapanen und Peter Regin vier ehemalige Schweizer-Söldner bei Jokerit. Beim Spiel zwischen dem EHC Biel und dem HC Fribourg-Gottéron wird Gottérons Finne Sakari Salminen als Kandidat für die Kontinental-Hockey-League (KHL) ins Visier genommen. Der 42-fache finnische Internationale hat bereits zwei Jahre in Russland bei Torpedo Nischni Nowgorod (ehemals Gorki) gespielt. Die beiden Vertreter aus Helsinki sehen bei Freiburgs 3:1-Sieg in der Tissot-Arena drei Skorerpunkte (1 Tor und 2 Assists) ihres finnischen Kandidaten.

Die lebende Legende Kurri, seine Rückennummer 17 wird in Edmonton, bei Jokerit und im finnischen Nationalteam nie mehr vergeben, ist der prominenteste Gast seit der Eröffnung der Tissot-Arena. Aber zum Erstaunen vieler, ist dies nicht Kurris erste Begegnung mit Biel. Im September 1990 spielte das Hall-of-Fame-Mitglied im 20 Kilometer entfernten Tramelan ein Vorbereitungsspiel gegen den EHC Biel. «Oh yes, i remember, did you play?», antwortet Kurri mit der gewohnten Höflichkeit einer NHL-Legende. Damals war ich erst 13 Jahre alt, dass Kurri mich als ehemaligen möglichen Gegenspieler bezeichnet, könnte nur noch Kurri’s langjähriger Sturmpartner Wayne Gretzky toppen.

Kurri einst gegen Biel

Ein Bieler kann sich an seinen Einsatz gegen den Ausnahmekönner erinnern. «Ich habe damals gespielt», sagt Biel-Sportchef Martin Steinegger (er verteidigte in diesem Spiel zusammen mit Beat Cattaruzza), der Kurri auf der Medientribüne die Hand schüttelt. Ein Dritter sagt, «ich erinnere mich, die Partie ging mit zu eins gegen uns aus». Die besagte Partie in der Patinoire-des-Lovières endete mit 5:5 und Kurri hatte nur bei zwei Mailänder-Treffern den Stock im Spiel.

Kurri wechselte im Sommer 1990 als frischgebackener Stanley-Cup-Sieger nach Mailand, dieser Transfer scheint heute selbst in einem Lockout-Jahr undenkbar für ein italienisches Serie-A-Team. Durch die finanziellen Mittel von Klub-Besitzer Silvio Berlusconi kam der Transfer, auch der HC Lugano soll ein Angebot vorgelegt haben, zu den Devils Mailand, dem eishockeyspielenden pendant der Fussballer des AC Mailand zustande. Kurri soll für die  Saison bei den roten Teufel rund 350‘000 US-Dollar, ein halbes Schloss als Wohnsitz plus einen Mercedes erhalten haben. Einziges Manko, Kurri musste sich das Schloss mit AC-Milan-Star Ruud Gullit teilen.

Jari Kurri in Tramelan unter Beobachtung von Beat Cattaruzza
Jari Kurri (Devils Mailand) 1990 unter Beobachtung von Biels Beat Cattaruzza. (Foto: Krein-Archiv)

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