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Der SC Bern, europäisch so weit gekommen wie seit 1992 nicht mehr und damit erstmals überhaupt in einer K.O.-Phase der Champions-Hockey-League, erhält zum „Samichlausen“ ein tschechisches Säckli aus Prag. Sparta spielt bei seinem elften Europa-Auftritt zum zehnten Mal in der K.O.-Phase und gilt als europäisches Schwergewicht, dieses Schwergewicht beschert den Mutzen mit 14’500 Fans die höchste Zuschauerzahl in einem europäischen Wettbewerb seit 41 Jahren.

Unter den 14’500 befinden sich auch ein paar als Prager getarnte Seeländer, die Fraktion um Tschechien-Experte und „Dukla-Jihlava-Schweiz Präsident“ Chris Habegger trägt Sparta-Jerseys aller Epochen. Darunter ist auch das Jersey von Spartas erstem Europa-Cup-Auftritt im Herbst 1990 in Lugano. Sparta qualifizierte sich damals zum ersten Mal für ein europäisches Endrundenturnier und traf im Bronze-Spiel auf die Mannschaft des heutigen SCB-Trainers Kari Jalonen. Turku ohne den verletzten Spieler Jalonen bezwang die Spartaner mit 4:3.

„Sparta Praha olé!!! Jeste par minut a bude to doma. Takhle prece hrala driv Dukla Jihlava.“

Die „Prager“ aus dem Berner Seeland, von links Bo Hofmann, Chris Habegger, Michael Krein und Mates Hurst, verstärkt durch Ostblock-Kenner Beat Kurt im Dukla Jihlava Sweater. (Milan Zwahlen)

26 Jahre später muss Jalonen wieder zusehen, als Trainer – und anders als Turku kommen die Berner gegen die Tschechen nicht über ein 1:1 hinaus. Das Rückspiel folgt in einer Woche in der O2 World in Prag. Mit Sparta kehrt Europa in Zuschauerzahlen endlich nach Bern zurück, die Partie bringt den Mutzen die zweithöchste Zuschauerzahl der Europa-Cup-Geschichte – was ausser vielleicht Berns Pressechef Christian Dick keinen interessieren wird – und in einer Woche werden wir wissen ob die Berner auch noch an die sportlichen Europa-Cup-Erfolge der 90er Jahre anknüpfen können.

Berns „Top-of-Europe

DatumSpielZuschauer
6.2.1975Berliner SC16’151
7.12.2016Sparta Prag14’567
11.10.2016Salzburg13’667
1.11.2016Jyväskylä13’660
18.10.1977Köln11’616
Statistik: Krein

7. Dezember 2016 – Viertelfinal

Bern – Sparta Prag 1:1 (0:0, 1:1, 0:0)
PostFinance-Arena. – 14‘567 Zuschauer. – SR Boman /Kaukokari (beide Fi); Kaderli /Obwegeser (beide Sz). – Tore: 25. Hlinka (Mikus) 0:1. 27. Untersander (Arcobello) 1:1. – Strafen: Bern 6-mal 2 Minuten, Sparta Prag 5-mal 2 plus 10 Minuten (Martin Prochazka). – Bemerkungen: Bern ohne Kreis, Macenauer, Randegger, Ness, Dubois, Wüthrich, Burren, Meyer. Sparta Prag ohne Hrbas, Havel, Ondrej Prochazka, Skarek, Repik, Ruzicka, Komarek, Safin, Cajkovsky und Netik (alle verletzt oder überzählig). – 21. Pfostenschuss Gernat. Torschüsse: 29:28 (13:8, 12:10, 4:10).
Bern: Genoni (Aebi); Blum, Untersander; Gerber, Noreau (6); Krueger (2), Jobin; Kamerzin, Andersson; Moser, Arcobello, Rüfenacht; Scherwey, Plüss (C), Hischier (2); Bodenmann, Ebbett, Lasch; Müller, Reichert, Berger (2).
Sparta Prag: Pöpperle (Novotny); Mikus, Piskacek (2); Svrcek, Kalina; Nedomlel, Gernat (2); Barinka, Eminger; Klimek, Vrana, Hlinka (C); Uher, Cingel, Kudrna; Kumstat (4), Pech, Forman; Cernoch, Ihnacak, Martin Prochazka (12).

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