Wo ist der Victoria-Cup?

Für die Frölunda Indians gibts nur den Victoria Cup, das Duell des amtierenden Champions-Hockey-League Siegers und einem NHL-Team. Anlässlich der Global-Series könnte dieses Duell über die Bühne gehen. Das offizielle Duell zwischen NHL und CHL gabs zuletzt im Herbst 2009 in Zürich, die Lions bodigten die Chicago Blackhawks.

In ihrer europäischen Dominanz gibts für die Schweden aus Göteborg keinen Gegner mehr, nur noch der Victoria-Cup wäre ein echter Gradmesser. Warum nicht eine Dreierpoule mit dem CHL-, dem Gagarin-Cup- und dem Stanley-Cup-Sieger? Das Format wäre in Sachen Prestige kaum zu überbieten.

Seit Headcoach Roger Rönnberg 2013 das Zepter in Göteborg übernommen hat, konnte seine Mannschaft schon sechs Titel feiern. Frölunda hat noch keine CHL-Saison verpasst und stand in sechs Spielzeiten fünfmal im Final. Seit der Wiedereinführung der europäischen Königsklasse sind die Indianer das Mass aller Dinge, eine bessere Mannschaft gibts nur noch in der NHL oder der KHL.

Frölunda findet immer einen Weg

In den CHL-Achtelfinals standen die Indians nach der 3:6-Niederlage gegen ihre Landsleute von Färjestads BK Karlstad vor dem aus, die Antwort des Titelverteidigers war ein 8:2 im Rückspiel in Göteborg. Im Viertelfinal erspielte sich der EHC Biel mit dem 3:2-Auswärtssieg in Schweden eine hervorragende Ausgangslage. Auch im Rückspiel standen die Indianer bis zur 57. Minute mit dem Rücken zur Wand, doch Frölunda findet immer einen Weg, in Biel dauerte er 19 Sekunden. Der Halbfinal gegen Lulea HF und das Endspiel gegen Mountfield Hradec Kralove waren nur noch Formsache. Den Südschweden fehlt jetzt nur noch der Weg zum Victoria-Cup.

Zu schnell für den Bieler-Spieltisch, der fünfte Treffer Frölundas wird nicht mehr registriert, es steht immer noch 3:4. (Krein)

Biel – Frölunda Indians 3:5nV (0:2, 1:0, 2:2, 0:1)
Tissot Arena. – 5’592 Zuschauer. – SR Pesina/Jerabek (Tsch), Kovacs/Progin (Sz). – Tore: 4. Lasch (Gormley/Ausschluss Kreis) 0:1. 16. Lundqvist (Friberg) 0:2. 31. Ulmer (Gustafsson) 1:2. 53. Pouliot (Rajala) 2:2. 57. (56:02) Schneider (Cunti/Ausschluss Fagemo) 3:2. 58. (57:10) Carlsson (Lasch, ohne Torhüter) 3:3. 58. (57:29) Lennström (Friberg) 3:4. 66. (65:53) Carlsson (Ausschluss Rathgeb) 3:5. – Strafen: Biel 5-mal 2 Minuten, Frölunda Indians 3-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Biel ohne Fey, Hügli, Lüthi, Riat, Tschantré (alle verletzt), Schläpfer, Wüest (beide U20-Nationalmannschaft), Karaffa, Tanner (beide La Chaux-de-Fonds) und Prysi (Ajoie).
Biel: Hiller; Salmela, Sataric; Kreis, Moser; Rathgeb, Forster; Ullström, Pouliot, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Schneider, Fuchs, Neuenschwander; Kohler, Gustafsson, Ulmer.
Frölunda Indians: Mattsson; Moverare, Ekbom; Lennström, Stollery; Grönlund, Gormley; Printz, Stalberg; Mustonen, Lundqvist, Friberg; Carlsson, Sundström, Fagemo; Peterson, Hjalmarsson, Lasch; Söderblom, Lasu, Rakhshani.

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