Zu Gast bei Freunden

Wir schreiben das Zeitalter vor dem Internet, neben der TV-Berichterstattung und dem Teletext gibts keine aktuellen Meldungen vom Weltgeschehen des Eishockeys. Über das Tagesgeschehen im eigenen Land ist man soweit bestens informiert, doch ausserhalb der Landesgrenzen beginnt die grosse Unbekannte.

So bietet der Kiosk in den 90er Jahren die wichtigste Quelle zur Aussenwelt der Hockey-Schweiz. Neben dem Schweizer Magazin Slapshot, welches längst abonniert ist, gibts für den vielseitigen und weitsichtigen Hockey-Konsumenten, ausserhalb der ORF- oder ZDF Sportschau, vorerst keine weiteren Informationen.

Pionier Sport-Kurier

So ist zunächst das „Sport-Kurier-Sonderheft“ die einzige Türe über die Landesgrenzen hinaus. Der Sport-Kurier liefert die gesamte „Bundesliga“ direkt ins Kinderzimmer. Die Düsseldorfer EG, der SB Rosenheim oder der PEV Weisswasser, faszinieren ebenso wie der HC Lugano oder der EHC Olten. Mit dem Sonderheft ist man zumindest Jahr für Jahr vor Saisonbeginn up-to-date.

dass ist die wahre Hockey-Heft-Romantik

Michael Krein

Später wird der „Sport-Kurier“ durch die „Eishockey-News“ ersetzt und die Kadenz der Magazine durch diverse Sonderausgaben erhöht. Der fast schon monatliche Gang zum Kiosk löst bereits durch die Vorfreude neuer „Literatur“ Glücksgefühle aus. Über die Jahrtausendwende nehmen die deutschen Magazine zu, wie deren Ausländeranteil in der Deutschen-Eishockey-Liga: Neben der „Eishockey-News“, gibts zwischenzeitlich auch das „Eiszeit“, „Eishockey-Magazin“, „Eishockey-Live“ oder „Eishockey-World“ an den Deutschschweizer Kioskstellen zu kaufen. Im zweisprachigen Biel, fasziniert zusätzlich das französische „Eishockey Magazine“.

Zu Gast bei Freunden

Bis heute überleben nur die legendären „Eishockey-News“, diese sind aber auch in der Schweiz nicht mehr erhältlich. Einzig „zu Gast bei Freunden“ gibts die „Eishockey-News“ und seit 2019 das neue „Dump & Chase“ am Kiosk zu kaufen. Vor allem das neue hochglanz Magazin „Dump & Chase“ fasziniert noch wie im Voralter des Internets. Inhaltlich und gestalterisch bietet es immer noch alles für den Eishockey-Liebhaber der 70er Generation.

Warum nicht gleich abonnieren? Die Vorfreude ob die neue Ausgabe denn tatsächlich schon im Regal sein könnte und die Vorstellung das Magazin aus dem Regal nehmen zu können, durchzublättern und noch vor Ort die Seiten zu riechen, dass ist die wahre Hockey-Heft-Romantik. Es ist als wäre man in den 90er Jahren, es ist als wäre der Gang zum Kiosk immer noch die einzige Quelle zur grossen Unbekannten.

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