Eines dieser Spiele…

Auch der Weg zur Vaudoise Arena wird sich künftig wieder als Knüller erweisen. (Krein)

Von 50 oder 52 Qualifikationsspielen sind vielleicht ein Viertel der Partien ein Knüller und der Rest wird als „Pflichtprogramm“ abgespult. Die Partie zwischen dem HC Lausanne und dem EHC Biel, am 20. März 2021, gehört zur Kategorie „Knüller.“ Lausanner und Bieler liefern elf Tore in 61 Minuten und 25 Sekunden, dabei ist auch der Spielverlauf entscheidend. Die Gäste führen nach zwölf Minuten mit 3:0 und nach 29 Minuten mit 4:2, doch das Heimteam findet immer einen Weg zurück und holt mit der erstmaligen Führung den zweiten Punkt.

In der ersten Pause kommt Journalisten-Saurier Anton „Toni“ Abbühl zu mir und erzählt, dass ihn diese Partie bisher nicht erwärmt und ich stimme ihm aus Lausanner Sicht zu. Abbühl ist seit 1978 in der gesamten Westschweiz als freier Journalist unterwegs und weiss alles was man über das Sportgeschehen in der Romandie wissen muss. Abbühl hat aus technischer Sicht vom ersten Rapport via Telefonkabine, über den Telex bis zu Socialmedia alles miterlebt und aus sportlicher Sicht den Auf- und Niedergang des Lausanner- und Genfer Hockeys bis in die 1. Liga miterlebt.

Als Aufgang entwickelt sich auch die Partie zwischen Lausanne und Biel, im zweiten Abschnitt wird die Partie eben zu einem dieser Spiele, welche man gesehen haben muss – und dies auch in einer Journalisten-Karriere von 43 Jahren. Abbühl und ich sind uns in der zweiten Pause bewusst, welches Glück wir haben, überhaupt noch live vor Ort sein zu dürfen und umso mehr, wenn sich die Partie als Knüller entpuppt. Nicht im Traum dürfen wir uns an die Vorstellung wagen, welch Wahnsinn diese Partie in einem ausverkauften Haus von 9’600 Zuschauern gewesen wäre. Wir sind überzeugt, dass sich auch der schönste Sport der Welt in naher Zukunft wieder als „absoluter Knüller“ erweisen wird.

20. Februar 2021

Lausanne – Biel 6:5nV (1:3, 3:1, 1:1, 1:0)
Vaudoise Arena. – 0 Zuschauer. – SR Stricker/Mollard; Kehrli/Burgy. – Tore: 4. Pouliot (Rajala, Lindbohm) 0:1. 8. Cunti (Hügli, Lindbohm) 0:2. 12. Hischier (Hofer, Moser) 0:3. 17. Hudon (Frick, Malgin /Ausschluss Rajala) 1:3. 25. Malgin (Gibbons, Hudon) 2:3. 29. Pouliot (Rajala, Lindbohm) 2:4. 34. Hudon (Malgin, Gibbons /Ausschluss Tanner) 3:4. 39. Kenins (Frick, Jooris /Ausschlüsse Krakauskas; Fey) 4:4. 56. (55:47) Hofer (Hischier, Fey) 4:5. 57. (56:47) Hudon (Heldner, Malgin) 5:5. 62. (61:25) Jooris (Kenins, Grossmann) 6:5. – Strafen: Lausanne 4-mal 2 Minuten, Biel 5-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Lausanne ohne Douay, Hudacek, Maillard (alle verletzt), Almond, Mémeteau, Roth und Schneeberger (alle überzählig). Biel ohne Fuchs, Komarek, Lindgren, Lüthi (alle verletzt), Sartori (überzählig), Delémont, Stampfli (beide La Chaux-de-Fonds) und Schläpfer (Langenthal). 11:34 Time-out Lausanne. 48. Lattenschuss Krakauskas.
Lausanne: Stephan; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Krueger, Marti; Grossmann; Gibbons, Malgin, Hudon; Bertschy, Emmerton, Kenins; Jäger, Jooris, Bozon; Krakauskas, Froidevaux, Antonietti; Arnold.
Biel: Van Pottelberghe; Moser, Kreis; Rathgeb, Lindbohm; Fey, Forster; Ulmer; Brunner, Pouliot, Rajala; Hügli, Cunti, Künzle; Hofer, Tanner, Hischier; Kessler, Gustafsson, Kohler.

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