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Vor dem Biel-Spiel gegen Davos unterhalte ich mich, während des Trainings der U13, mit Biel-Coach Antti Törmänen. Über den Bieler Nachwuchs gehts via Bieler Fanionteam zu Törmänens Heimat in die finnische Hauptstadt. Zwischen 1990 und 1995 spielt der spätere finnische Nationalspieler, von Espoo kommend, erstmals für den Traditionsclub Jokerit Helsinki. Den «Joker» spielen heute aber die Russen, welche als Besitzer der Hartwall-Arena auch Mitbesitzer des sechsfachen finnischen Meisters sind.

Nach den schlimmen Ereignissen in der Ukraine hat sich Jokerit sofort aus dem Spielbetrieb der «russischen» Kontinental-Hockey-League zurückgezogen und die Türen der Hartwall-Arena, welche auch WM-Hauptort hätte sein müssen, geschlossen. Der Spielbetrieb ist eingestellt und noch neun Akteure stehen im Kader Jokerits. Janne Juvonen (Ambri-Piotta), Tommi Kivistö (ZSC Lions) und Kalle Kossila (Rapperswil-Jona) beenden ihre Saison in der Schweiz.

Ungewisse Zukunft

Aber wie geht es weiter mit Jokerit? Die Hartwall-Arena wird künftig kaum noch zur Verfügung stehen, erläutert Biel-Trainer Törmänen, eine Option für Jokerit könnte auch die Espoo-Metro-Areena sein, denn diese liegt nur knappe 30 Autominuten von Helsinki entfernt. Der dort ansässige Klub Kiekko-Espoo, ein Revival der 2016 in Konkurs gegangenen Espoo Blues, spielt heute wieder unter seinem ursprünglichen Namen in der zweithöchsten Klasse «Mestis,» wo einst auch Törmänen seine ersten Gehversuche auf dem Eis unternommen hatte.

Für die «Liiga» wäre die Rückkehr von Jokerit natürlich ein Gewinn, man stelle sich vor Lugano hätte sich für acht Jahre aus der National-League verabschiedet. Dann ist da noch Jokerits Stadtrivale IFK, welcher ein neues Stadion plant und immer noch in der altehrwürdigen Jäähalli, welche zu Törmänens Aktivzeit auch Heimstätte von Jokerit gewesen war, spielt. Eine Rückkehr Jokerits in die alte Jäähalli erachtet Törmänen eher als unwahrscheinlich, denn 1997 hätte auch IFK in die Hartwall-Arena umziehen sollen, draus wurde aber nichts.

Welchen «Joker» im Herbst 2022 der finnische Traditionsclub spielen wird ist noch ungewiss, die «Liiga» dürfte durch die Rückkehr Jokerits bereichert werden, ob in Espoo oder in Helsinki. Bereichert würden aber schon in diesem Monat die Playoffs der National-League, durch die direkte Viertelfinal-Qualifikation des EHC Biels. Doch dazu braucht die Mannschaft von Törmänen noch weitere Punkte, diese sollen in den nächsten drei Heimspielen, auch ohne finnischen «extra-Joker», eingefahren werden.

8. März 2022 – 55. Runde

Biel – Davos 2:3nV (1:1, 1:0, 0:1, 0:1)
Tissot-Arena. – 5’007 Zuschauer. – SR Stricker /Di Pietro, Progin /Duarte. – Tore: 6. Ambühl (Corvi, Zgraggen) 0:1. 18. Cunti 1:1. 33. Rajala (Sallinen, Forster) 2:1. 53. Rasmussen (Barandun, Bromé) 2:2. 64. Stransky (Dominik Egli, Corvi) 2:3. – Strafen: Biel 4-mal 2 Minuten, Davos 2-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Biel ohne Brunner, Fey, Hischier, Rathgeb (alle verletzt), Haas (krank), Korpikoski und Shikin (beide überzählige Ausländer), Davos ohne Nussbaumer, Simic (beide verletzt), Heinen (krank) und Pospisil (überzähliger Ausländer).
Biel: Van Pottelberghe; Stampfli, Lööv; Yakovenko, Grossmann; Schneeberger (4), Forster; Christen; Hügli, Sallinen, Rajala; Kessler, Cunti (2), Künzle; Schläpfer, Indrasis (2), Hofer; Karaffa, Froidevaux, Tanner; Kohler.
Davos (2): Aeschlimann; Nygren, Jung; Dominik Egli, Wellinger; Zgraggen, Barandun; Stoop; Stransky, Rasmussen, Bromé; Ambühl, Corvi, Chris Egli; Frehner, Prassl, Schmutz; Wieser, Canova (2), Knak.

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