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Ein Kranich für Japan

Link: SF Videoportal

Die Katastrophe von Japan erschüttert selbstverständlich auch den Eishockeysport. In Japan ist der Kranich ein Symbol des Glücks und der Langlebigkeit. Kraniche spielen in Japan auch Eishockey, die Nippon Paper Cranes (Kraniche) aus Kushiro sind aber schon im Halbfinal ausgeschieden. Kein gutes Omen. Gerade deshalb wünschen wir uns einen Kranich für Japan. Die Finalspiele der Asia League zwischen den Tohoku Free Blades und Anyang Halla wurden verständlicherweise alle abgesagt. In der Schweiz gabs beim ersten Halbfinalspiel zwischen Kloten und Bern eine Schweigeminute. Persönlich betroffen ist der Schweiz-Japaner Eric Blum (die Mutter ist Japanerin und seine halbe Familie wohnt in Japan) – Eric Blum stand nach dem Spiel beim Interview Red und Antwort.

Michael Krein

Pavlovs, Déruns und schlechtes französisch

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=80d553d3-51dd-4e0d-bd17-a863bf72d159

Schliesslich treffe ich doch noch auf Déruns (siehe einen Blog zuvor) und auf den neuen Lakers-Coach (siehe zwei Blogs zuvor) Igors Pavlovs oder Igor Pavlov – in der Schweiz schreiben wir dann ja Pawlow – ist in der ehemaligen Sowjetunion geboren, spielte später aber für Lettland drei Weltmeisterschaften. Pawlow erlebte in den 80er Jahren als Spieler von Dynamo Riga u. a. die legendären Super Series gegen die NHL-Teams. Dies beeindruckt mich noch heute.

Michael Krein

Noch vor Déruns beim SCB!

Thomas Déruns‘ Transfer geht am Montag über die Bühne. Am Mittwoch trainiert Déruns erstmals unter Larry Huras beim SCB. Einen Tag vorher bitten Larry Huras und Hans Kossmann zum Eistraining für Journalisten! So gesehen kommen wir Journalisten sogar noch vor dem Genfer zum Trainings-Handkuss. Déruns Platz in der SCB-Kabine ist bereits angeschrieben, er hat den zweitletzten Platz ganz rechts. Der letzte Platz wird in Kürze Lee Goren einnehmen, so Larry Huras. Huras zeigt uns die Matchvorbereitung anhand eines Beamers auf Grossleinwand in der SCB-Kabine. Gespannt verfolge ich die Anweisungen und Videoausführungen des Kanadiers – ich habe den Blickwinkel von Joel Kwiatkowski – kein Lieblingsspieler von mir, trotzdem haben wir zwei Gemeinsamkeiten: Vor seinem Namensschild sticht mir die Rückennummer 8 ins Auge. Die 8 ist meine Lieblingszahl und war stets meine Rückennumer in meiner Aktivzeit. Dann ist da noch der „K“ – K wie Krein oder Kwiatkreinski? Später im Training bin ich höchstens ein Kwiatkowski im C-Format. Der sportliche Höhepunkt folgt erst beim gemeinsamen Fondue-Plausch, zusammen mit Radio DRS-Mann Mathias Marti (Foto) und SF-Mann Claude Jaggi kommen wir gegen Mitternacht richtig auf Touren. Der interessante Dienstag-Abend endet so erst am Mittwoch, am Tag von Déruns erstem Training.
Michael Krein

Lakers ab nach Österreich!

Foto: Haben die Lakers was falsch verstanden? Statt nach Österreich zu wechseln, haben sie mit Thomas Pöck (links) einen Österreicher verpflichtet. (wikipedia)

Früher gabs noch den traditionellen SC Rapperswil-Jona oder den «SCRJ» – heute spielen die Rapperswil-Jona Lakers in der Diners-Club Arena – und keiner geht hin! An Auswärtsspielen kommen im Schnitt 25 Fans aus der Rosenstadt. Und genau da ist das Problem, was haben Rosen mit eisblauen Trikots zu tun? Durch den Imagewechsel (neuer Name, neue Farben) verliert der Klub seine ganze Identität.

Wer ennet dem Seedamm will die Lakers?

Es kommt noch schlimmer: Der Clubpräsident verbietet der Fankurve die alten, traditionellen Clubfarben in rot, blau und weiss zu tragen. Die gegnerischen Fangesänge «Rapperswil-Kinderzoo» könnten nicht passender sein. Warum zügeln wir den ganzen «Kinderzoo» nicht in die «österreichische» Erste-Bank-Eishockey-Zirkus-Liga (den Zirkus Knie gibts ja auch in Österreich)? Niemand südlich vom Seedamm würde die Rosen-Lakers vermissen, niemand will die Lakers länger in der National-League-A erdulden.

Eisblau wie die Erste-Bank

Österreich wäre perfekt. Dort spielen ja bereits schon Kroaten, Slowenen und Ungarn. Die Namen lauten Black Wings, Capitals, Red Bull oder 99ers. Mit Gegnern aus Zagreb, Linz und Szekesfehervar könnten die Lakers unter Umständen sogar im vorderen Mittelfeld mitspielen – und einen Österreicher (Thomas Pöck) hat man bereits in den eigenen Reihen. Und nicht zuletzt passt das «eisblau» schon jetzt perfekt zum Logo der neuen Rappi-Liga.

Michael Krein

«Frei-Nacht» statt Freinacht!

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=5be99a9f-65cf-4c79-a365-a93709cb0fe2

Der Spezialauftrag lautet: Wenn die SCL Tigers die erstmalige Playoff-Quali schaffen, darf ich mit einem Kameramann bis in die frühen Morgenstunden auf eine Langnauer Kneipentour (die Kneipen sind mir seit längerer Zeit, nach Sauftouren mit Langenegger Michael, bekannt) um Stimmen und Impressionen einzufangen – doch durch Langnaus Niederlage und durch die überraschenden Siege von Biel und Lugano wurde aus der möglichen „Freinacht“ eine „frei Nacht!“ In den Interviews mit Jörg Reber und Simon Moser hören wir die Gründe für das Scheitern. Eine Langenegger-Freinacht in Langnau ist mir trotzdem jederzeit herzlich Willkommen.

Michael Krein

Wer kennt Shin Larsson-Yahata?

http://sharks.nhl.com/club/page.htm?id=64952

Selbstverständlich kenne ich den Namen Shin Yahata oder eben Shin Larsson. Ich muss aber zugeben, dass ich Herr Larsson-Yahata am 10. Dezember 2010 in der PostFinance Arena nicht erkenne. Erst als ich seinen Namen höre, ist mir klar wer da zusammen mit Jiri Hrdina (ehemaliger Weltklassespieler und aktuell Scout der Dallas Stars) neben mir sitzt. Der ehemalige Internationale Japans (Sohn einer Japanerin und eines Schweden) ist heute als Scout für die San Jose Sharks tätig. So sitzen also tatsächlich zwei NHL-Scouts beim NLA-„Knüller“ Bern-Ambri auf der Medientribüne und mir ist sofort klar welche Spieler sich die beiden anschauen würden, habe mir dies aber von Jiri Hrdina noch bestätigen lassen. Interessant! Als Hauptproblem bei den Schweizer Spielern mit Jahrgang 1992 und jünger bezeichnet Jiri Hrdina die geringen Körpermasse. Dennoch zeigt er mir eine Liste mit den für die Dallas Stars interessanten Spieler. Und Shin Larsson? Er hat den gleichen Auftrag für die San Jose Sharks, welche übrigens noch nie einen Schweizer gezogen haben. Die beiden Scouts sind für Europa zuständig und werden als nächstes zur U20 WM nach Buffalo fliegen.

Michael Krein

70 Sekunden „Back to the Future“

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=f5704ae9-5a07-442c-81e5-dc1833f3a041

Es gibt viele Kuriositäten im Eishockey aber sowas hab ich noch nicht erlebt. Sonntag, 28. November 2010, „Arena der Postfinanzen“, SC Bern-ZSC Lions: Beim Stand von 2:1 für den SCB, zeigt die Anzeigetafel 30:44, Andres Ambühl schiesst aufs SCB-Tor und jubelt, doch Partie und Matchuhr laufen weiter bis zum nächsten Unterbruch. Da zeigt die Matchuhr 31:54 und den Spielstand 2:1. Nach der Videokonsultation des Head-Duos Prugger/Stricker wird Ambühls Treffer bei 30:44 gegeben, ein korrekter Entscheid nach der Hintertorkamera. Somit muss auch die Matchuhr von 31:54 auf 30:44 zurückgestellt werden und zeigt den Spielstand 2:2. Und jetzt das Kuriosum: Lions-Stürmer Patrick Schommer erzielt bei 31:49 den 3:2 Führungstreffer für die Gäste. Total werden 70 Sekunden zweimal gespielt. Die gleiche Zeit von 31:49 erscheint an diesem Abend zweimal auf der Matchuhr, einmal beim Spielstand von 2:1 (für Bern) und beim zweiten Mal stehts 2:3 für die Lions. Zeitreisen à la „Back to the Future“ sind also auch im Eishockey kein Ding der Unmöglichkeit.

Michael Krein

Acht «Number One» Draftpicks in der Schweiz

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Dale McCourt beim HC Ambrì-Piotta. (Foto: Giornale del Popolo)

Wieviele «Nummer Eins» NHL-Draftpicks haben schon in der Schweiz gespielt? Kaum jemand erinnert sich an den ersten «Number One» NHL Draftpick, welcher 1984 in der Schweiz anheuerte, nicht wegen seines Namens, sondern an der Tatsache, dass Dale McCourt einst als Nummer eins im Draft gezogen wurde. Der Kanadier kam direkt von den Toronto Maple Leafs in die Leventina zum NLB-Team HC Ambrì-Piotta.

Später folgen Melvin Bridgman (1975 von Philadelphia gedrafted) beim HC Sierre (wieder in der NLB) und Doug Wickenheiser (1980, Montreal) beim EV Zug. Dies wars dann für eine Weile. Erst in der Lockout Saison 2004/05 folgen zwei weitere «Big Names» ihren drei Vorgängern aus den 80er Jahren den Weg in die Schweiz. Das Duo Joe Thornton (1997, Boston Bruins) und Rick Nash (2002, Columbus Blue Jackets) schiesst Davos zum Schweizermeister- und Spenglercup Titel.

Owen Nolan ist der achte Number-One-Draftpick in der Schweiz

Auch der nächste grosse Name kommt ins Bündnerland: Alexandre Daigle (1993, Ottawa Senators), einst als «The-next-One» in der NHL angekündigt, wird in der NHL seinem «Status» nie gerecht, selbst in Davos muss er nach drei Jahren seine Koffer packen. Nur ein Jahr später kommt der Tscheche Patrik Stefan (1999, Atlanta Trashers) zum SC Bern, muss seine Karriere aber nach drei Spielen wegen einer Verletzung frühzeitig beenden.

ZSC Lions-Neuzuzug und NHL-Legende Owen Nolan ist bereits der achte «Number-One-Draftpick» (1990, Quebec Nordiques) und damit ist die Schweiz ist mit acht ehemaligen Nummer Eins-Draft-Picks absoluter Spitzenreiter ausserhalb der NHL.

Die Schweizer Number Ones

Nr. 1, 1975 Melvin Bridgman (Philadelphia Flyers), 1988/89 HC Sierre (NLB)
Nr. 1, 1977 Dale McCourt (Detroit Red Wings), 1984-92 HC Ambrì-Piotta (NLB/NLA)
Nr. 1, 1980 Doug Wickenheiser (Montreal Canadiens), 1990/91 EV Zug
Nr. 1, 1990 Owen Nolan (Quebec Nordiques), 2010/11 ZSC Lions
Nr. 1, 1993 Alexandre Daigle (Ottawa Senators), 2006-10 HC Davos, 2009/10 SCL Tigers
Nr. 1, 1997 Joe Thornton (Boston Bruins), 2004/05 HC Davos
Nr. 1, 1999 Patrik Stefan (Atlanta Trashers), 2007/08 SC Bern
Nr. 1, 2002 Rick Nash (Columbus Blue Jackets), 2004/05 HC Davos

Michael Krein

Der Interview-Lacher :-)

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=b525e66d-6fc1-4371-8bc6-053888287665

Eine wirklich nicht alltägliche Szene… ….mit einem nicht alltäglichen Interview.

Michael Krein

Andere Dimensionen, nur drei Stunden entfernt!

http://www.adler-mannheim.de

Zuviel Schweizer Eishockey bringt Langeweile, vorallem Spiele wie Bern-Rapperswil-Jona fördern die Abschaffung von viel zuvielen Qualispielen. Die Liga ist eine Zweiklassengesellschaft und wird auf die Dauer langweilig. Nun wo kommt man am schnellsten an ein Spiel in einer obersten Spielklasse im Ausland? Die Antwort heisst für mich als Seeländer: Mannheim. Der Tessiner würde wohl nach Italien gehen und der Bündner nach Österreich. Mannheim liegt nur drei Autostunden von mir entfernt, also ideal für ein bisschen Abwechslung. Und so war es auch. Schon nur die SAP-Arena ist qualitativ und quantitativ für jedes Schweizer Stadion (auch für die neue Bossard Arena) unerreichbar. Der Stadionspeaker wirkt dreimal professioneller als die Besten unseres Landes. Von den Schlechtesten will ich gar nicht reden. Die Speakerin in Langnau (Brät Mägg Liin, Ahren Sbiiilo) würde in Mannheim nicht einmal in der Trainingshalle den Nachwuchs speaken können. Das Catering mahnt an eine NHL-Arena, die Plätze und die Show vor dem Spiel ebenso.

Einzig die Klasse des Spiels ist trotz allem drumherum nicht besser! Doch man hat zumindest das Gefühl, es sei doch irgendwie besser als in Ambri, Langnau oder Biel. Das Spiel wird schliesslich auch von einem „Ex-Schweizer“ entschieden: Jame Pollock trifft im Powerplay 15 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung. Es standen sich der Tabellenachte (Mannheim) und der Tabellenneunte (Hamburg) gegenüber, dementsprechend hoch war auch die Fehlerquote beider Teams. Adler Mannheim-Hamburg Freezers 3:2 nach Verlängerung. Ein mittelmässiges Spiel in einen erstklassigen Stadion. Ein Erlebnis war es allemal und bestimmt auch nicht das letzte. Und noch was, die Stars des Spiels waren ***N. Goc (Mannheim), **Pollock (Mannheim), *Festerling (Hamburg), die Pflaume: Reul (Mannheim) – mit seiner hohen Fehlerquote ein Schatten seiner selbst. Auch da Mal andere Namen aus anderen Teams, was für eine Abwechslung.

Working-Press/MK Hockey Aarberg-Mannheim

Michael Krein

KHL vs NHL 111-59-42-10

In einem packenden Spiel schlagen die Russen aus St. Petersburg die Carolina Hurricanes. Es war nicht bloss ein Freundschaftsspiel, schon nur die Rivalität zwischen der russischen KHL und der NHL ist heute wieder so gross wie zu den Zeiten des Kalten Krieges. Es fehlte an nichts! Packende Torszenen und russische Kombinationen wie zu Zeiten des Super-Blocks waren ebenso zu sehen wie harte Checks und grobe Faustkämpfe (Harrison vs. Golovkov). Der Sieg der Russen aus der ehemaligen Stadt Leningrad lässt die alten Zeiten der „Super Series“ wieder aufleben, schon damals gingen die NHL-Teams meistens als Verlierer vom Eis. Mit dem Sieg St. Petersburg’s steigt die Bilanz zu Gunsten der „Sowjets“ auf 59 Siege, gegenüber 41 Flops und 10 Unentschieden, sowie 414 Toren zu 362 Gegentreffern! Dies ist erst die zweite Partie zwischen einem NHL- und einem KHL Team seit 1991 (Ende der Super Series). Die Vergleiche zwischen Ost und West, zwischen KHL und NHL sollten dringend wieder zur regelmässigkeit wie zwischen 1976 und 1991 werden, denn das ist beste Werbung für’s Eishockey. – Telegramm im nächsten Blog

Michael Krein

Kevin Schläpfer und ein halbes Kilo Käsefondue

Mit 33 Jahren komme ich doch noch zum NLA-Trainings-Handkuss. Biel-Coach Kevin Schläpfer bittet zum Journalistentraining – und wie! Das Training beginnt mit den Starting-tree-Übungen des EHC Biel. Für einige meiner „Kollegen“ war das bereits zuviel. Die Krönung aller war des erwartete „Mätschlen“ gegen Ende der harten Trainingseinheit. Ich selber kröne mich mit zwei Treffern (einen ins Lattenkreuz und einen zwischen den Beinen) gegen Biel’s Elite-A-Keeper, der den gleichen Vornamen trägt wie Coach Schläpfer. Kevin Schläpfer: „dasch jo ä Frächheit!“ Dann folgt der Fondueplausch im Stadionrestaurant. Zu unserer Freude, teilen wir (ein Journalist der Luzerner Zeitung und ich) zu zweit ein Fondue-Cacleau. Der Fondue-Frass entpuppt sich bald „härter“ als das Training selbst. Das Fondue besiegt (das Cacleau leer), werden wir aufgeklärt. Ein Cacleau ist für vier Personen! Zu zweit bodigen wir ein Kilo Käsemischung! Nach hartem Training, hartem Essen folgt eine noch härtere Nacht.

Michael Krein

Es heisst Binghamton… verdammt nochmal

Auf Bernerzeitung.ch am 13. Februar 2011, Binghampton anstelle Binghamton

Immer wieder erscheinen Medienmeldungen… wie zum Beispiel „Roman Wick muss zu Binghampton“ oder „das Farmteam der Ottawa Senators, die Binghampton Senators!“

Können wir nicht richtig lesen oder täuschen uns unsere eigenen Augen, es heisst BINGHAMTON ohne „P“, Bing-ham-ton heisst es und nicht Bing-hamp-ton!

Es heisst BING-HAM-TON! Binghamton liegt im Staat New York und hat schon diverse Eishockeyteams beheimatet wie zum Beispiel die BinghamTon Dusters (1977-80), die BinghamTon Whalers (1980-90) oder die BinghamTon Rangers (1990-97). Und sonst wäre da immer noch das Logo mit dem Schriftzug BINGHAMTON… …wir sind gespannt wann die nächste Meldung von Roman Wick aus BinghamTon erscheint.

Michael Krein

Wenn Mike Mike nicht kennt…

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=0a78cdac-2e32-4b7c-8bcf-0df9f44e13c3;DCSext.zugang=sfsport

Kurz vor dem Interview, wir haben bereits einen Small-Talk und ein Handshake hinter uns und haben uns gegenseitig mit „Mike“ vorgestellt. Doch als es mit dem Interview losgehen kann habe ich ein Blackout… wie heisst der nette Kanadier mit Vornamen? Ich kann ja nicht beginnen mit „Iggulden congratulation for the victory..“ Gottseidank habe ich noch eine Mannschaftsaufstellung in meiner Hosentasche und das Interview beginnt doch noch mit einer kleinen Verzögerung. Und Mike? …hat nicht bemerkt warum Mike nochmals in die Hosentasche greifen musste!

Michael Krein

Erster Punktgewinn einer Deutschen Mannschaft und KHL-Sieg!

Die NHL ist gefordert oder zumindest die Phoenix Coyotes! Nach der Schmach der Hurricanes in St. Petersburg muss in Riga ein Sieg her! Der Sieg von St. Petersburg erinnert an die alten Super Series zwischen 1976 und 1991. Damals gingen die NHL-Teams gegen die Sowjets meistens als Verlierer vom Eis. Phoenix stellt den Stand wieder auf 42-59-10.

6.10.2010 Dinamo Riga – Phoenix Coyotes 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)
Tore: 19. Pyatt (Jovanovski, Stempniak) 0:1. 31. Hartigan (Trotter, Nizivijs) 1:1. 40. Prucha (Vrbata /PP) 1:2. 49. Stempniak (Pyatt/PP) 1:3.

5.10.2010 Malmö Redhawks – Columbus Blue Jackets 1:4 (0:1, 0:3, 1:0)
Tore: Vermette (Brassard/Ausschluss 59) 0:1. 21. Vermette (Nash) 0:2. 29. Voracek 0:3. 35. Commodore (Brassard) 0:4. 53. Alvarez (T. Larsson/PP) 1:4.

5.10.2010 Bili Tygri Liberec – Boston Bruins 1:7 (0:1, 1:2, 0:4)
Tore: 19. Horton (Chara, Krejci) 0:1. 23. Bergeron 0:2. 29. Podkonicky (Nedved) 1:2. 31. Caron (Bergeron/SH) 1:3. 42. Bergeron (Hunwick) 1:4. 47. Seguin (Boychuk, Bergeron) 1:5. 48. Cambell (Thornton, Paille) 1:6. 50. Wheeler (Bergeron, Chara) 1:7.

4.10.2010 Ilves Tampere – Minnesota Wild 1:5 (0:1, 1:0, 0:4)
Tore: 9. Clutterbuck (Cullen) 0:1. 23. Jokipakka 1:1. 48. Clutterbuck (Cullen) 1:2. 54. Zidlicky (Brunette) 1:3. 57. Clutterbuck 1:4. 58. Kobasew (Madden) 1:5.

4.10.2010 SKA St. Petersburg – Carolina Hurricanes 5:3 (2:0, 1:3, 2:0)
Tore: 2. Panov (Klimenko) 1:0. 20. Rybin (Afinogenov/Ausschluss Pitkänen) 2:0. 22. T. Ruutu (Jokinen, Carson/PP2) 2:1. 24. Dwyer 2:2. 27. Yashin 3:2. 35. Skinner (T. Ruutu, Pitkänen/PP) 3:3. 42. Sushinsky (Yashin, Cajanek/Ausschluss T. Ruutu) 4:3. 47. Sushinsky (Yashin, Cajanek) 5:3.

2.10.2010 Belfast Giants – Boston Bruins 1:5 (0:0, 1:3, 0:2)
Tore: 36. Galbraith 1:0. 39. (38:24) Seguin (Ausschlüsse Prudden, Hoffman) 1:1. 39. (38:44) Chara (Thornton) 1:2. 40. (39:08) Marchand (Thornton) 1:3. 49. Lucic 1:4. 57. Seguin 1:5.

2.10.2010 Adler Mannheim – San Jose Sharks 2:3PS (1:0, 0:0, 1:2, 0:0, 0:1)
Tore: 5. Klinge (Robinson, Scalzo) 1:0. 53. McGinn (Setoguchi, Thornton/Ausschluss Kink) 1:1. 56. Setoguchi (Boyle, Thornton/Ausschluss Arendt) 1:2. 57. Pollock (Robinson, MacDonald/Ausschluss McGinn) 2:2. Penaltyschiessen: Glumac 1:0. Clowe 1:1. Boyle 1:2.
Erster Punktgewinn im vierten Spiel einer Deutschen Mannschaft gegen ein NHL-Team!

Michael Krein

Wieder einmal Saisonauftakt…

http://www.blick.ch/sport/eishockey/nla/reto-berra-auf-dem-pruefstand-154593

Demnächst wird Reto Berra’s neue Maske aus dem Hause Airxess erwartet. Ein paar ganz spezielle Motive werden zu sehen sein. Ein berühmter Namensvetter Berra’s aus dem US-Sport oder ein berühmter Bär, welchen wir aus unserer Kindheit kennen… den Rest bitte unter dem Link lesen!

Michael Krein

Melbourne wie vor hundert Jahren!

Melbourne Ice holt erstmals den Goodall Cup. (Foto: Ross Carpenter)

Melbourne Ice holt erstmals den Goodall Cup. (Foto: Ross Carpenter)

Der letzte Titelgewinn im australischen Staat Victoria liegt 28 Jahre zurück, beim Goodall Cup 1982 konnten die Hockeyfans aus Melbourne letztmals einen Eishockey Triumph feiern. Eishockey in Victoria hat eine lange Tradition, die ersten Titelkämpfe um die fünftälteste Hockeytrophäe der Welt (Goodall Cup) wurden bereits 1909 im Glaciarium in Melbourne ausgetragen. Bis in die 70er Jahre wurde der australische Champion jeweils zwischen Victoria und New South Wales ermittelt. Auch auf Klubebene hat Victoria eine lange Tradition, heissumkämpft waren die Spiele gegen die Teams aus New South Wales. Mannschaften wie die Dandenong Blackhawks, Hakoah Melbourne und die Monarchs Melbourne setzten sich bis in die 70er Jahre mehrheitlich gegen die Teams aus Sydney (Glebe Lions, St. George oder Canterbury United) durch.

Vom Prügelknaben zum logischen Meister

Ganz anders in der 2001 neu geschaffenen Australian Ice Hockey League(AIHL), da tauchte das Team aus Melbourne (Ice) in den ersten Jahren gegen die Konkurrenz aus New South Wales regelrecht „down under“. Umso grösser ist die Freude über den ersten AIHL-Titelgewinn eines Teams aus Victoria, den Melbourne Ice. Der Erfolg kam mit dem neuen „Icehouse“, der modernsten und schönsten Hockeyarena des Landes. Das „Icehouse“ wurde im Frühling 2010 rechtzeitig zum Saisonstart in den Melbourne Docklands fertiggestellt. So gesehen ist Melbournes Titelgewinn in der neunten Ausgabe der AIHL keine Überraschung. Melbourne hat sich den langersehnten Erfolg über die letzten Jahre gezielt erarbeitet. Dies zeigt auch die Arbeit im Nachwuchs, wo mit der Melbourne Ice Academy ein Nachwuchskonzept erarbeitet wurde. Bereits in den letzten fünf Jahren erreichten die Victorianer fünfmal die Playoffs, scheiterten aber jeweils in den Halbfinals. Im aktuellen Meisterteam figurieren sogar fünf Akteure der ersten AIHL-Stunde: Torhüter Stu Denman, Lliam Webster, Vinnie Hughes, Peter Matus und Greg Sturrock.

Melbourne 1910 und 2010

Rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum avanciert Melbourne wieder zur australischen Eishockey-Hochburg à la 1909 und 1910, „back to the roots“ oder „back to Melbourne“, heisst es für den Goodall Cup, welcher wie 1910, auch 2010 wieder nach Melbourne gehört, als wäre er nie wo anders gewesen… leider werden wir alle nicht mehr erfahren, in welcher Stadt der Goodall Cup im Jahre 2110 in die Höhe gestemmt werden kann… vielleicht in Melbourne…

Michael Krein

Überflüssiges Sommereishockey

Tja der Sommer ist vorbei und die Eiswürfel sind nicht mehr nur in einem Glas Wasser zu finden. Der Saisonstart kommt doch viel zu früh. Unbedeutende Freundschaftsspiele finden schon seit einem Monat statt, wen interessiert im August ein Spiel zwischen Banska-Bystrica und Kranjska Gora und noch schlimmer, wen interessiert das Eishockey Sommerturnier in der Hockeystatt Basel???.. sorry Fussballstatt! Das Sommerturnier war bereits in Lugano ein Flop, nun holt Basel-Manager Kaufmann „sein“ Turnier aus Lugano auch noch nach Basel… während der FCB um die Champions League Quali kickt, spielen 100 Meter weiter Barys Astana gegen die Basel Sharks! Sharks? Haie haben mit Basel sowenig zu tun wie der Eishockeysport. Doch noch nicht genug, das ganze wird dann auch noch live im Schweizer Sportfernsehen in „Mundart“ übertragen.

Michael Krein

Niederreiter schreibt Geschichte!

http://islanders.nhl.com/

Nino Niederreiter wird als Nummer 5 von den New York Islanders gedraftet. Noch nie zuvor wurde ein Schweizer so hoch gezogen. Nach Michel Riesen (Nr. 14), Luca Sbisa (Nr. 19) und Luca Cereda (Nr. 24) ist Niederreiter erst der vierte Schweizer First Round Draftpick.

Niederreiter ist der insgesamt 45. Schweizer NHL-Draft und gleichzeitig der erste Schweizer in der Draft-Geschichte der Islanders. Etwas überraschend wurde Niederreiter, der zwischen Nummer 12 und 14 gehandelt wurde, noch vor Brett Connolly und Cam Fowler (als Nummer 4 und 5 gehandelt) gezogen. Doch Isles General Manager Garth Snow ist von seiner Wahl überzeugt.

Michael Krein

Für die Lions ist der Sieg noch wertvoller

Schreiben Schweizer Eishockey-Geschichte: Die ZSC Lions holen am 29. September 2009 den Victoria Cup. (Foto: ZSC Lions)

Schweizer Eishockey-Geschichte: Die ZSC Lions holen am 29. September 2009 nach einem 2:1-Sieg gegen den späteren Stanley-Cup-Sieger Chicago Blackhawks den Victoria Cup. (Foto: ZSC Lions)

Die Chicago Blackhawks holen nach 49 Jahren erstmals wieder den Stanley-Cup! Die aktuelle Saison war für die Indianer aber nur fast perfekt. Nur gegen die ZSC Lions fand das Team des aktuellen Stanley-Cup-Siegers letzten Herbst kein Rezept und musste sich im Spiel um den Victoria Cup dem Schweizer Champions-League-Sieger mit 1:2 geschlagen geben. In einer Best-of-Seven-Serie hätten die Lions wohl 4:1 verloren, aber nicht in jenem Spiel.

ZSKA, Dynamo und ZSC

Die ZSC Lions sind erst die dritte europäische Mannschaft, welche den späteren Stanley-Cup-Sieger bezwingen konnte. Das Kunststück gelang vorher nur dem legendären ZSKA Moskau (1979/80, 3:2 Sieg gegen die New York Islanders und 1985/86 mit einer 6:1 Klatsche gegen die Montreal Canadiens) und Dynamo Moskau (1990/91 mit einem 4:3 Sieg über die Pittsburgh Penguins).

 

Michael Krein

Die Mutter aller Niederlagen…

Das WM-Abenteuer „Deutschland 2010“ dauert gerade Mal einen Tag, ein Tag in Mannheim oder die „Mutter aller Niederlagen gegen Deutschland.“ Der Roadtrip beginnt vielversprechend und voller Euphorie, doch die Niederlage beginnt bereits bei unserer Abfahrt, ja sie beginnt bereits bei unserem Entscheid nach Deutschland zu fahren. Logisch, dass unsere Naivität später bestraft werden sollte.

Nach dreieinhalb Stunden ist die SAP-Arena in Sichtweite. Via Schwetzingen und Karlsruhe fahren wir praktisch vors Stadion. Im Auto „schwetzen“ wir (Rolf Pfeiffer und ich) davon, wie schön ein Schweizer Sieg heute Abend sein wird. Haben wir tatsächlich gemeint: „So wir fahren nach Deutschland und sind dabei wenn die Schweiz ins Halbfinale einzieht! Sowas darf man nicht verpassen!“ Eigentlich logisch, dass es immer anders kommt, gerade bei Spielen gegen die „verhassten“ Deutschen.

Fakt ist: Von zehn Freundschaftsspielen gegen Deutschland gewinnen wir neun. Von zehn WM-Spielen gewinnen wir vier! Von diesen vier Siegen gewinnen wir nur ein Spiel wo’s um wirklich etwas geht. Bei wichtigen Spielen gewinnen also immer die Deutschen, bis auf eine einzige Ausnahme: 1992, da gewinnen wir nur, weil wir als krasse Aussenseiter antreten können.

In Mannheim sind wir gegen die „Schwaben“ der Favorit. Im „Horst“ des Bundesadlers verlieren wir gegen eine zweitklassige Deutsche Mannschaft (auch bei Deutschland fehlen einige Leistungsträger) mit 0:1. Es ist die Höchststrafe für jeden Schweizer Hockeyfan der in Mannheim im Stadion sitzen muss. Die Sprechchöre „Scheiss Verlieeee-rer!“ oder „ihr könnt Nachhause fahr’n!“ lassen Wut, Hass und Aggressivität selbst beim „normalen“ Schweizer Hockeygeniesser aufkommen, wir müssen uns wirklich beherrschen beim Abgang aus der SAP-Arena. Wie geschlagene Hunde ertränken wir uns anschliessend beim Bier.

Es bleibt die Erkenntnis: Wir Schweizer haben’s einfach nicht drauf. Wir sind ein Verlierland, die Angst zu verlieren ist trotz 13 Krueger-Jahren immer noch grösser als der Wille zu Siegen. Im wichtigsten Spiel seit 1998 verlieren wir gegen den bisher schwächsten Gegner in einem Viertelfinal. Genau genommen haben wir gegen eine B-Nation verloren, denn die Deutsche Nati ist an der letzen WM in Bern abgestiegen.

Vor dem Spiel, verkaufe ich einem Deutschen Fan (siehe Foto) mein Deutschland-Trikot! Krein und ein Deutschland-Trikot? Dies habe ich einmal gegen ein Russland-Trikot bei meinem Kollegen und Blog-Gestalter Simon Strecker getauscht, einfach so zum Spass. Nach dem Trikot-Verkauf kurz vor Spielbeginn habe ich mich gut und siegessicher gefühlt… tja!

Michael Krein