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Grosse Rochade in der Romandie?

Genfs VR-Präsident Hugh Quennec mischt sich bei Auswärtsspielen auch gerne unter die Fans. (Foto: Andreas Hatos)

Die Playoffs sind kaum eine Woche alt – und die Romands spielen nur noch dort mit, wo keiner sein will: Im Playout-Final (HC Fribourg-Gottéron). Hartnäckig hält sich überall die Argumentation, die grossen deutschschweizer Klubs hätten mehr öffentliche und politische Unterstützung (EV Zug), mehr Budget (ZSC Lions) oder mehr Einfluss (SC Bern). Aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. In Genf und Lausanne werden zwei Tage nach dem 0:4-Sweep im Playoff-Viertelfinal gegen Zug, respektive Davos, die Scherben aufgewischt. Oder besser: Es wird mit dem eisernen Besen gekehrt. Im Falle der Waadtländer hält sich die Revolution noch in Grenzen. Dan Ratushny steht als Coach kaum zur Diskussion. Die amerikanischen Eigner sollen gemäss Waadtländer Presse zwar über das Out im Playoff und vor allem die Art und Weise wenig amused gewesen sein. Sportchef Jan Alston lässt sich dahingehend zitieren, dass die Saison bestenfalls befriedigend gewesen sei. Die letzten zehn Runden der Qualifikation und das Playoff aber ungenügend. Grosse Töne für einen Klub, der in der Neuzeit erstens froh sein musste, in die Runde der besten acht Teams vorzustossen und zweitens noch gar nie eine Playoff-Serie gewinnen konnte!

Natürlich: Man rührt jetzt mit der grossen Kelle an – oder besser gesagt mit dem Portemonnaie der Amerikaner. Dieselben Eigner, welche den EHC Kloten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion fallen gelassen haben. Praktisch um jeden freien Spieler auf dem Markt wird für nächste Saison mitgeboten. Das neue Stadion ist mehr als nur eine Planung auf dem Reissbrett. Dennoch birgt die Strategie Gefahren. Lausanne ist und bleibt ein durchschnittliches NLA-Team. Die nächsten zwei Saisons müssen in einem Provisorium über die Bühne gebracht werden. Bei den anderen Klubs – oder besser deren Fanclubs – machen sich die Waadtländer nicht gerade beliebter, indem sie den Gästesektor komplett streichen. Die Amerikaner haben schon in Kloten gezeigt, dass die Lunte zu ihrem Geduldsfaden sehr kurz ist.

Servette ohne Chris McSorley: Kann das gut gehen?

Bei Servette scheint die Lage schlimmer, unübersichtlicher, chaotischer zu sein. Wer hätte gedacht, dass «Monsieur Servette» Chris McSorley nach einer einzigen Playoff Niederlagenserie (und zwei Halbfinal-Qualifikationen hintereinander) gleich zur Disposition steht? Im welschen Fernsehen RTS erklärte ein sichtlich irritierter McSorley auf französisch «J’espère rester!» Wenn man weiss, wie hartnäckig der Kanadier sich der Sprache von Voltaire über all die Jahre verschlossen hat, klingt das schon fast nach einem Hilfeschrei. Was ist passiert? McSorley hat 2016 seine Klub-Anteile an den sowohl omnipräsenten wie auch schwer fassbaren Präsidenten Hugh Quennec abgetreten. Seine Daseinsberechtigung hat sich McSorley mit einem goldenen Fallschirm (sprich Rentenvertrag) als Coach bis in alle Ewigkeit (man spricht von 10 Jahren) gesichert. Doch was nützt ihm das, wenn sein «Freund» Quennec ihn fallen lässt?

…wenn sein «Freund» Quennec ihn fallen lässt?

Im dritten Playoff-Spiel gegen Zug tauchte Quennec mit Hans Kossmann an seiner Seite auf. Sofort schossen Spekulationen ins Kraut. Quennec beschwichtigte und nannte Kossmann einen guten Freund, mit dem er sich ein Eishockeyspiel anschaut. Das war bei McSorley auch mal der Fall. Woher die Finanzen im Fall von Servette stammen, bleibt weiterhin im ungewissen. Gemäss Tribune de Genève, die in Sachen Servette immer aus erster Quelle berichtet, soll die Idee des neuen Stadions «Trèfle-Blanc» wie ein Kartenhaus zusammengefallen sein. Die Stadt Genf jedenfalls ist weder an einer Mitbeteiligung interessiert, noch hat sie irgendwelche Baugesuche aufgelegt. Im Hintergrund treiben auch hier Leute aus Übersee ihre Finanz-Jonglage. Quennec hat mit seinem missglückten Engagement im Fussball (FC Servette) nicht gerade zur Vertrauensbildung beigetragen.

Die grosse Rochade

Fragt sich also: Was passiert mit dem Romand-Hockey? Solide finanziert scheint zur Zeit nur Gottéron zu sein. Die Gelder kommen quasi aus dem Staatsfonds der beiden Firmen Groupe E (Strom) und FKB (Kantonalbank). Doch die Freiburger sind mit ihrem Sportchef Christian Dubé mehr als nur in die Bredouille geraten. Trotz massiv teurerem Kader als Lausanne und Servette, finden sie sich im Playout-Final wieder. Und wehe, der Gang in die Ligaqualifikation würde folgen. Die Freiburger haben selbstbewusst für die nächste Saison bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Sie glauben, Ambri-Piotta sei kein echtes Hindernis im Kampf gegen den Abstieg. Nun, wir werden sehen. Mit Reto Berra hat man im Üechtland einen Top-Torhüter verpflichtet (man spricht von einem drei-Jahresvertrag mit Option auf eine vierte Saison). Den tschechischen Supertechniker Cervenka möchte man gerne behalten. Die Verpflichtungen des Skorers Broc Little und des Kapitäns der schwedischen Spitzenmannschaft Färjestads BK, Magnus Nygren, sind mehr als ein Gerücht. Die beiden wichtigsten Personalien Julien Sprunger und Andreï Bykow wurden vorzeitig geregelt.

Bleibt also noch der Coaching-Posten. Und genau hier kommt die Akte McSorley ins Spiel. Denn mit Larry Huras wird das Team an der Saane mit 200-prozentiger Sicherheit nicht in die nächste Saison steigen. Huras kam als Feuerwehrmann und kann wieder gehen. Die Frage ist nur: Wie löst man das finanzielle Problem mit McSorley’s Rentenvertrag? In diesem Falle ist die Schlauheit von Dubé gefragt. Quennec will offensichtlich seinen langjährigen Kumpanen in Genf los werden. Freiburg sucht händeringend nach einem Coach, der dem verwöhnten Team die Flausen austreibt. Und schliesslich würde Gottérons-Ex-Coach, Hans Kossmann in Genf landen. Es wäre mehr als eine Ironie des Schicksals, wenn dabei die beiden Assistenz-Zwillinge René und Louis Matte als Zusatzcoaches zum Handkuss kämen. Bei Ersterem ist seit der Entlassung in Freiburg Langeweile ausgebrochen. Oder wie es sein Zwillingsbruder vor dem letzten Match in Genf gegen Zug treffend sagte: «Il s‘ emmerde…» Oder auf gut Deutsch gesagt: Er hätte Zeit!

Kevin allein im Stadion

Kevin allein im Stadion vom 11. November 2016 – Der Haas hoppelt nach Bern, die SCL Tigers stehen vor den Toren der Stadt. Was der EHC Biel-Bienne Trainer Kevin Schläpfer wohl dazu meint…

Kevin allein im Stadion vom 28. Oktober 2016 – Sieben Niederlagen aus den letzten sieben Spielen… Was ist bloss los mit dem EHC Biel-Bienne? Und wieso ist die Bibel glaubwürdiger als der Blick Sport? «Kevin» weiss es…

Unerklärliches aus dem Tal der heulenden Winde

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«AUES GÄH FÜR ROT U GÄUB», Langnaus Heim-Saisonauftakt gegen die ZSC Lions ging in den letzten 100 Sekunden verloren. (Foto: Krein)

Die Krise der SCL Tigers sollte nicht unterschätzt werden. In Langnau beruhigte einst der «Geri vom Bärou», im Zeitnehmerhäuschen in der Ilfishalle die Langnauer-Hockeyfamilie in Krisenzeiten mit dem Spruch: «Ke Angst. So lang i Zytnähmer bi, stige mir nid ab.» Er legte sein Amt völlig überraschend im Sommer 2011 nieder. Im Frühjahr 2013 stiegen die Langnauer noch überraschender zum dritten Mal in die NLB ab.

Wie gross ist Geris Einfluss?

Geri vom Bärou hat, ohne es zu ahnen, auch vor diesem Saisonstart eine Erklärung geliefert: «Müesst de luege ir Vorbereitig heimer aues gwunnä, u ir Meisterschaft verlüre mir de grad diä erste zwe Mätch.» Und es kam noch schlimmer als Geri es erahnte, die Tigers haben die ersten sechs Spiele verloren, drei davon im letzten Drittel und eines nach Verlängerung. Geri hat heute immer noch viel mit Eishockey und den Tigers am Hut. Aber in die Ilfishalle geht er nicht mehr, er ist dafür mehr Zuhause «ums Huus». Könnte Geris Einfluss auf die Langnauer so gross sein wie einst der Einfluss von Godi vom Katzengrat?

So lang i Zytnähmer bi, stigt Langnou nid ab

Alles Chabis? Vielleicht, die seltsame Verbindung zwischen unerklärlichen Begebenheiten im Tal der heulenden Winde und Glück und Pech im Eishockey gibt es. Klaus Zaugg beispielsweise erinnert sich noch gut an Godi vom Katzengrat. Die Langnauer mochten in den 70er und 80er Jahren noch so sehr in Abstiegsgefahr stecken, doch Godi beruhigte in den Wirtshäusern: «So lang i läbe stigt Langnou nid ab.» Und tatsächlich: Die Langnauer retteten sich immer und immer wieder. 1982 sogar auf Kosten des SC Bern.

Wie einst unter Godi vom Katzengrat

Im Herbst 1984 verstarb Godi vom Katzengrat überraschend – und im folgenden Frühjahr stieg der SC Langnau 1985 völlig unerwartet und entgegen jeder Eishockey-Logik zum ersten Mal aus der NLA ab, sechs Jahre später folgte sogar der Gang in die 1. Liga. Ähnliches kann man über Geri vom Bärou berichten, sass er jeweils Zeitnehmerhäuschen neben Kult-Speakerin Christine «Chrige» Nyffeler, konnten sich die Langnauer seit Geris Amtsantritt und dem Wiederaufstieg 1998 über Jahre durch die Playout-Serien und Liga-Qualifikationen retten und Geri beruhigte im Kabäuschen, «So lang i Zytnähmer bi, stigt Langnou nid ab.» Und tatsächlich: Die Langnauer retteten sich, in Geris Gegenwart immer und immer wieder, wie einst unter Godi vom Katzengrat. In der Zeit nach Godi folgten 14 schwere Jahre bis zum Wiederaufstieg der Emmentaler – und in der Zeit nach Geri stehen die Tigers erst im sechsten Jahr…

 

Die Redaktion: Der Blog ist eine Adaption von Klaus Zauggs Geschichte über Godi vom Katzengrat.

Kevin allein im Stadion

Kevin allein im Stadion vom 16. September 2016 – Spylo-Attacke, Fribourg-Gottéron, Saisonstart? Was da wohl «Kevin allein im Stadion» durch den Kopf geht?

Kevin allein im Stadion vom 8. September 2016 – Nachts, wenn das Training längst beendet ist, lässt er seinen Gedanken freien Lauf… E guete Saisonstart mitenand!

Ist der Bann der «Besiegbaren» gebrochen?

Ist Luganos Bann der «besiegbaren» nach dem Spengler Cup 2015 gebrochen? (Foto: HC Lugano)

Ist Luganos Bann der «Besiegbaren» nach dem Spengler Cup 2015 gebrochen? (Foto: HC Lugano)

Wetten dass, der HC Lugano im Frühling 2016 erstmals seit zehn Jahren eine Playoff-Serie gewinnt? Nach der Teilnahme am Spengler Cup 1991 hat Lugano schon einmal einen Bann gebrochen. Nach dem zweiten Spengler Cup Auftritt können die Tessiner in den Playoffs den Bann ihrer neunjährigen Negativ-Serie endlich beenden.

Seit ihrem letzten Meistertitel 2006 haben die stolzen Bianconeri keine einzige Playoff-Serie mehr gewonnen und im Frühling 2016 droht sogar das zehnjährige Jubiläum. Nach Luganos erster Spengler Cup Teilnahme im Dezember 1991 haben die Tessiner unbewusst den Grundstein der «Unbesiegbaren» zu den «Besiegbaren» gelegt.

Bis 1991 kennt Lugano nur den Playoff-Final

Bis im Frühling 1991 haben die Luganesi keine einzige Playoff Viertelfinal- oder Halbfinal Serie verloren. Seit Einführung der Playoffs, 1985/86 spielten die Tessiner bis 1991 immer im Final, dabei ging die Mannschaft von «Trainer-Magier» John Slettvoll viermal als Schweizermeister (1986, 1987, 1988, 1990) hervor, zweimal reichte es «nur» zum Vizemeistertitel (1989, 1991).

Bis zu Luganos erster Spengler Cup Teilnahme kennt man am Lago-di-Lugano meisterschaftstechnisch nur den Playoff-Final. So auch bei der ersten Spengler Cup Teilnahme 1991, als der HC Lugano-Selection erst im Endspiel an ZSKA Moskau (2:5) scheitert. Lugano erreicht an besagtem Turnier als erste Schweizer Klub-Mannschaft das Endspiel der Neuzeit am berühmtesten Grümpelturnier der Welt.

Durch den Spengler Cup vom Bann der Unbesiegbaren zum Bann der Besiegbaren…

Zwei Monate später starten die Bianconeri als Tabellenzweiter und Meisterschaftsfavorit wie üblich in die Playoff-Viertelfinals, der krasse Aussenseiter heisst dieses mal Zürcher Schlittschuhclub (ZSC). Für die Zürcher ist es erst die zweite Playoff-Teilnahme der Klubgeschichte und Luganos weiterkommen daher eine reine Formsache.

Das Wunder von Zürich

Die Zürcher, welche während der Meisterschaft ihren Trainer Dr. Pavel Wohl durch Arno del Curto (von Herisau gekommen) ersetzen, erweisen sich als unerwartete Knacknuss für die erfolgsverwöhnten Südtessiner. Bereits das erste Heimspiel verlieren die Bianconeri überraschend mit 5:7. Trotz einem 10:0-Sieg im dritten Spiel scheiden die Luganesi in der Best-of-Five Serie gegen den Tabellensiebten sensationell mit 1:3 aus. Die Medien berichten über das «Wunder von Zürich», denn erstmals in der Schweizer Playoff-Geschichte verliert ein Viertelfinal-Favorit gegen einen Aussenseiter.

Nach dem erfolgreichen Spengler Cup vor 24 Jahren, wurde der Bann der «Unbesiegbaren» gebrochen und es folgte ein erstmaliges Ausscheiden Luganos in den Viertelfinals. Nach dem erfolgreichen Spengler Cup 2015 wurde der Bann der «Besiegbaren» gebrochen und es folgt Luganos erstmalige Halbfinal-Qualifikation seit zehn Jahren. Die Antwort auf diese Prognose wird uns die Mannschaft von Douglas Arthur Shedden spätestens am 17. März 2016 geben können.

Luganos Playoff-Vergleich

Die «Unbesiegbaren» vor dem Spengler Cup 1991

1985 / 1986 Meister: Sierre 2:0-Serie, Davos 2:0
1986 / 1987 Meister: Ambrì-Piotta 2:0, Kloten 3:0
1987 / 1988 Meister: Davos 3:1, Kloten 3:0
1988 / 1989 Vizemeister: Fribourg-Gottéron 2:0, Ambrì-Piotta 3:0, Bern 2:3
1989 / 1990 Meister: Ambrì-Piotta 2:0, Kloten 3:0, Bern 3:1
1990 / 1991 Vizemeister: Biel 3:0, Kloten 3:1, Bern 1:3

Die «Besiegbaren» vor dem Spengler Cup 2015

2006 / 2007 Viertelfinal: Kloten 2:4
2007 / 2008 Playout
2008 / 2009 Viertelfinal: Davos 3:4
2009 / 2010 Viertelfinal: Bern 0:4
2010 / 2011 Playout
2011 / 2012 Viertelfinal: Fribourg-Gottéron 2:4
2012 / 2013 Viertelfinal: Zug 3:4
2013 / 2014 Viertelfinal: Genève-Servette 1:4
2014 / 2015 Viertelfinal: Genève-Servette 2:4

Winnipeg besser als Atlanta?

National-Hockey-League Teams kommen und gehen. Die Stadt Atlanta scheint dazu prädestiniert zu sein, was NHL-Umzüge betrifft. Was 1972 mit den Atlanta Flames beginnt, endet acht Jahre später mit einem Wechsel nach Calgary. Dazwischen muss man sich in Georgia 19 Jahre lang gedulden, ehe die Atlanta Trashers als zweites NHL-Team präsentiert werden. Doch Atlanta scheint für NHL-Eishockey erneut nicht geeignet und verliert als erste Stadt der NHL-Geschichte zum zweiten Mal ein NHL-Team.

Auch der Turner-Cup reicht nicht

Zwischen 1992 und 1996 beheimatet Atlanta auch ein International-Hockey-League-Team (IHL), die Atlanta Knights. Die Knights bescheren der Stadt 1994 zwar den bisher einzigen Eishockey-Titel (Turner Cup), doch auch der IHL-Titel reicht nur für eine vierjährige Geschichte der Knights, ehe sie nach Quebec (Rafales) umgesiedelt werden. Zurück zur NHL, wie einst Atlanta, erhält auch Winnipeg seine zweite Chance zur endgültigen NHL-Stadt zu avancieren. Offen bleibt nur noch der Name – doch dies ist eigentlich keine Frage, alles andere als ein revival der Winnipeg Jets wäre absurd. Es lebe die Tradition und es leben die Winnipeg Jets!

Erfolgreiche Rückkehrer

Dennoch gab es erst bei einer Rückkehr in die alte Heimat ein Team-revival, in Ottawa (Senators). Weder in Atlanta, in Colorado, in Minnesota oder in St. Louis. Die alten Teamnamen wurden in allen Fällen durch neue ersetzt. Trashers statt Flames, Avalanche statt Rockies, Wild statt North Stars und Blues statt Eagles. Doch was in Ottawa möglich war, sollte auch in Winnipeg möglich sein.

 

Grafik: eishockeyblog.ch

Grafik: eishockeyblog.ch

Erfolgreiche Rückkehrer:
2011 Winnipeg Jets? (Umzug aus Atlanta)
2000 Minnesota Wild (Neu)
1995 Colorado Avalanche (Umzug aus Quebec)
1991 Ottawa Senators (Neu, revival)
1967 St. Louis Blues (Neu)

Erfolglose Rückkehrer:
1999 Atlanta Trashers (nach den Flames das zweite Team welches in Atlanta scheitert)

Lakers ab nach Österreich!

Foto: Haben die Lakers was falsch verstanden? Statt nach Österreich zu wechseln, haben sie mit Thomas Pöck (links) einen Österreicher verpflichtet. (wikipedia)

Früher gabs noch den traditionellen SC Rapperswil-Jona oder den «SCRJ» – heute spielen die Rapperswil-Jona Lakers in der Diners-Club Arena – und keiner geht hin! An Auswärtsspielen kommen im Schnitt 25 Fans aus der Rosenstadt. Und genau da ist das Problem, was haben Rosen mit eisblauen Trikots zu tun? Durch den Imagewechsel (neuer Name, neue Farben) verliert der Klub seine ganze Identität.

Wer ennet dem Seedamm will die Lakers?

Es kommt noch schlimmer: Der Clubpräsident verbietet der Fankurve die alten, traditionellen Clubfarben in rot, blau und weiss zu tragen. Die gegnerischen Fangesänge «Rapperswil-Kinderzoo» könnten nicht passender sein. Warum zügeln wir den ganzen «Kinderzoo» nicht in die «österreichische» Erste-Bank-Eishockey-Zirkus-Liga (den Zirkus Knie gibts ja auch in Österreich)? Niemand südlich vom Seedamm würde die Rosen-Lakers vermissen, niemand will die Lakers länger in der National-League-A erdulden.

Eisblau wie die Erste-Bank

Österreich wäre perfekt. Dort spielen ja bereits schon Kroaten, Slowenen und Ungarn. Die Namen lauten Black Wings, Capitals, Red Bull oder 99ers. Mit Gegnern aus Zagreb, Linz und Szekesfehervar könnten die Lakers unter Umständen sogar im vorderen Mittelfeld mitspielen – und einen Österreicher (Thomas Pöck) hat man bereits in den eigenen Reihen. Und nicht zuletzt passt das «eisblau» schon jetzt perfekt zum Logo der neuen Rappi-Liga.