Genève-Servette HC

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Gründung: 1905 (Verein), 1963 (Fusion Servette HC und Genève HC), 2001 (AG)
Gesellschafter: Genève-Servette Hockey Club SA
1. Mannschaft: Genève-Servette Hockey Club
VR-Präsident: Hugh Quennec (Ka)
Geschäftsführer/Manager: Christophe Stucki
Team Consultant: Lorne Henning
Sportchef: Chris McSorley (Ka)
Headcoach: Chris McSorley (Ka)
Stadion: Les Vernets (7‘135 Plätze, Baujahr 1958, Umbau 1992, Umbau 2009)
Meistertitel:
Vize-Meistertitel: 1966, 1967, 1968, 1969, 1971, 2008, 2010 (7)
Cup-Sieger: 1959, 1972 (2)
Abstieg in NLB: 1975 (1)
NLA-Aufstieg: 1964, 2002 (2)
Abstieg in 1. Liga: 1981, 1986, 1989, 1991 (4)
NLB-Aufstieg: 1956 (Servette), 1962 (Genève), 1984, 1988, 1990, 1995 (6)
Champions-Hockey-League: 2014-15, 2015-16, 2016-17 (3)
Spenglercup: 2010, 2013, 2014 (3)

Gesperrte Rückennummern:
0– Daniel Clerc (1963 – 1974)
4– Éric Conne (1965 – 1977)
6– Fritz Naef (1960 – 1969)
24– Jean-François Regali (1984 – 1995)
28– Igor Fedulow (2000 – 2009)

NHL-Drafts:
Kevin Romy (2003, Philadelphia Flyers)
Noah Rod (2014, San Jose Sharks)
Damien Riat (2016, Washington Capitals)

Saison 2016 – 2017

Ausländer: Travis Ehrhardt (Ka), Johan Fransson (Sd), Mike Santorelli (Ka), Jim Slater (USA), Nick Spaling (Ka)
Zuzüge: Travis Ehrhardt (Utica), Nicolas Leonelli (Ajoie), Will Petschenig (Saginaw Spirit), Mike Santorelli (Anaheim), Kay Schweri (Sherbrooke), Nick Spaling (Nashville)
Abgänge: Bezina (Medvescak), D’Agostini (Ambrì-Piotta), Iglesias (Martigny), Lombardi (?), Pedretti (Biel), Pittet (Visp), Pyatt (Ottawa)

NLA-Erfahrung: 3’794 Spiele (ohne Playoffs)
NHL-Erfahrung: 1’452 Spiele (ohne Playoffs)
WM-Erfahrung: 108 Spiele
Olympia-Erfahrung: 4 Spiele

Toptransfer: Nick Spaling
NLA-Leader: Kevin Romy (630 Spiele)
NHL-Leader: Jim Slater (584 Spiele)
WM-Leader: Kevin Romy (47 Spiele)
Olympia-Leader: Kevin Romy (4 Spiele)
Titelsammler: Cody Almond, Travis Ehrhardt, Johan Fransson, Robert Mayer, Will Petschenig, Kevin Romy, Daniel Rubin, Nick Spaling, Daniel Vukovic (Je 1 Meistertitel)
Höchster NHL-Draft: Jim Slater (Nr. 30, 2002)

Genève-servette ist die zweite europäische Station von Michael Mike Santorelli.
Genève-Servette ist die zweite europäische Station des 410-fachen NHL-Stürmers Mike Santorelli. (Foto: Hervé Chavaillaz)

Die beiden Neuzuzüge Nick Spaling und Michael «Mike» Santorelli stehen in der Saison 2008-09 zusammen bei den Milwaukee Admirals, in der Organisation der Nashville Predators, in der American-Hockey-League (AHL) unter Vertrag. Noch in der gleichen Saison wird Santorelli für sieben Spiele in die National-Hockey-League (NHL) berufen. Ein Jahr später schafft dies auch der drei Jahre jüngere Spaling.

Santorelli steht bis 2010 bei den Predators unter Vertrag, spielt dann für die Florida Panthers, Winnipeg Jets, Vancouver Canucks und Toronto Maple Leafs, ehe der 30-jährige Stürmer in der Saison 2014-15 wieder nach Nashville, in der Zwischenzeit mit Roman Josi, zurückkehrt. In der letzten Saison bestreitet der Kanadier mit den Anaheim Ducks.

Nach sechs Jahren wieder im gleichen Kader

Spaling verlässt den Bundesstaat Tennessee erst im Sommer 2014 und spielt fünf Saisons, davon drei mit Josi, für die Predators. Zuletzt steht Spaling für die Pittsburgh Penguins, Toronto Maple Leafs (ein Jahr nach Santorelli) und San Jose Sharks unter Vertrag. Bei Genf-Servette stehen die beiden Kanadier erstmals seit sechs Jahren wieder im gleichen Kader. Aufgrund einer Verletzung wartet der letztjährige Stanley-Cup-Finalist auf sein Debüt im Trikot der Genfer.

Year-by-Year

 

Genève-servette HC 1969-70 - Hinten: Joris, Kast, Pargätzi, Lentillon, Voide, Johner, Briffod, Giroud, Laurendeau (Headcoach). - Vorne: Kern, Conne, Chappot, A. Rondelli, Bettiol, Henry, Dubi, Clerc.
Genève-Servette HC 1969-70 – Hinten: Joris, Kast, Pargätzi, Lentillon, Voide, Johner, Briffod, Giroud, Laurendeau (Headcoach). – Vorne: Kern, Conne, Chappot, A. Rondelli, Bettiol, Henry, Dubi, Clerc. (Foto: Photopress)

 

Aufgezeichnet von Michael Krein im Rahmen des EHC Biel Matchflyers 2016-17

 

Saison 2015 – 2016

Servettes Neuzugang Jim Slater kommt aus der Organisation der Winnipeg Jets an den Genfersee. Der Amerikaner hat zehn Jahre bei der gleichen NHL-Franchise gespielt und damit 2011 den Umzug von Atlanta (Trashers) nach Winnipeg mitgemacht. Der 32-Jährige wurde 2002 als Nummer 30 in der ersten Runde gedrafted, in der gleichen Runde wurden auch Rick Nash (Nr. 1), Zugs Marc-Pierre Bouchard (Nr. 8), die ex-Davoser Petr Taticek (Nr. 9) und Jesse Niinimäki (Nr. 15), sowie Berns Sean Bergenheim (Nr. 22) gezogen.

Torschütze beim «Cold War»

Anders als bei andern Schweizer Klubs üblich, haben Genfs Spieler nordamerikanischer Herkunft in der Vergangenheit kaum miteinander gespielt. Es gibt einen einzigen Zusammenhang zweier Akteure bei der University of Michigan State Spartans, einem der traditionsreichsten Central-Collegiate-Hockey-Association-Teams (CCHA). Am 6. Oktober 2001 spielten die Spartans gegen ihren Rivalen University of Michigan Wolverines (3:3) ein Open-Air-Game, unter dem Namen «Cold War», vor 74‘554 Zuschauer im Spartan-Football-Stadium. Slater war es, der 47 Sekunden vor Schluss den 3:3-Ausgleich für die Spartans erzielen konnte und das Football-Stadion stand Kopf. Neun Jahre später ging das Rückspiel der Spartans, ohne Slater, gegen die Wolverines vor 104‘137 Fans mit 0:5 verloren.

Vukovic und Slater

Zurück zur Michigan State University, in Slaters letzter Saison 2004/05 stiess der 18-jährige Verteidiger Daniel Vukovic ins Team der Spartans. Slater und Vukovic scheiterten erst im CCHA-Halbfinal gegen die University of Ohio State Buckeyes und verpassten das Endspiel gegen den ewigen Rivalen Michigan. Nach der einzigen gemeinsamen Spielzeit von Slater und Vukovic, wechselte der Team-Kapitän Slater direkt in die National-Hockey-League zu den Trashers, Vukovic ist seit 2008 bei Servette und heute Slaters Assistenz-Kapitän.

 

Aufgezeichnet von Michael Krein im Rahmen des EHC Biel Matchflyers 2015-16