SCL Tigers

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Gründung: 30. Januar 1946 (Verein), 26. November 1999 (AG)
Gesellschafter: SCL Tigers AG
1. Mannschaft: SCL Tigers
VR-Präsident: Peter Jakob
Geschäftsführer/Manager: Peter Müller
Sportchef: Jörg Reber
Headcoach: Heinz Ribe Ehlers (Den), seit 3. Oktober 2016, vorher Scott Beattie (It/Ka)
Stadion: Ilfishalle (6‘050 Plätze, Baujahr 1975, Umbau 2012)
Meistertitel: 1976 (1)
Vize-Meistertitel: 1977, 1978 (2)
Cupsiege:
Abstieg in NLB: 1985, 1988, 2013 (3)
NLA-Aufstieg: 1961, 1987, 1998, 2015 (4)
Abstieg in 1. Liga: 1991, 1993 (2)
NLB-Aufstieg: 1992, 1994 (2)
Europacup: 1976-77 (1)

Gesperrte Rückennummern:
12– Todd Elik (1998 – 2000, 2002 – 2003, 2008 – 2009)
17– Daniel Aegerter (1992 – 2008)
26– Martin Gerber (1994 – 2001, 2004 – 2005)
44– Walter Gerber (1990 – 1991, 1993 – 1998)

NHL-Drafts:
Martin Gerber (2001, Anaheim Mighty Ducks)

Saison 2016 – 2017

Ausländer: Chris DiDomenico (Ka), Eero Elo (Fi), Ville Koistinen (Fi), Rob Schremp (Ka), Brendan Shinnimin (Ka)
Zuzüge: P. Berger (Bern), Elo (Nowosibirsk), Gerber (Servette), Kuonen (Rapperswil), F. Randegger (Bern), Schremp (Portland), Seydoux (Langenthal), Shinnimin (Springfield)
Abgänge: D. Bärtschi (Rücktritt), Bucher (Visp), Clark (Brynäs), Gustafsson (Fribourg-Gottéron), Haberstich (EVZ Academy), Hecquefeuille, K. Lindemann (Visp), S. Moggi (Rücktritt), J. Murray (Rücktritt), Ronchetti (Lugano), Sterchi (ChdF), Wilson (Eisbären)

NLA-Erfahrung: 6’126 Spiele
NHL-Erfahrung: 229 Spiele
WM-Erfahrung: 15 Spiele
Olympia-Erfahrung: 0 Spiele

NLA-Leader: Sven Lindemann (955 Spiele)
NHL-Leader: Rob Schremp (114 Spiele)
WM-Leader: Ville Koistinen (15 Spiele für Finnland)
Olympia-Leader:
Titelsammler: Christopher DiDomenico, Pascal Berger (je 3 Meistertitel)
Höchster NHL-Draft: Rob Schremp (Nr. 25, 2004)

 

Aufgezeichnet von Michael Krein im Rahmen des EHC Biel Matchflyers 2016/17

Saison 2015 – 2016

 

OTTAWA, ON - December 26, 2008 -Chris Di Domenico of Team Canada celebrates his goal against the Czech Republic during the third period of the preliminary round of the World Junior Championship held in Ottawa, Canada, December 26, 2008. Photo by (Jean Levac)
Chris Di Domenico (rechts) feiert seinen Treffer, auf Zuspiel des Ex-Langnauers Tyler Ennis (links), an der U20 WM in Ottawa gegen Tschechien. (Foto: Jean Levac)

Junioren Weltmeisterschaft 2009 in Toronto, in der 43. Minute erzielt Chris DiDomenico gegen Tschechien (8:1) seinen ersten Treffer für Kanada, das Zuspiel kam ebenfalls von einem Ex-Langnauer: Tyler Ennis. Der wichtigste Treffer folgte aber erst im Finalspiel gegen Schweden. Angelo Esposito erzielte das Game-Winning-Goal auf die Vorlagen von DiDomenico und John Tavares (New York Islanders). Di Domenico steuerte in der Sturmreihe mit Esposito und John Tavares zu Kanadas U20 Weltmeistertitel 2 Tore und 5 Assists bei. Assistenzcoach war übrigens Guy Boucher (SC Bern). Torontos NHL-Draftpick-Nr. 164 von 2007, konnte sich aber nie für die NHL aufdrängen und wechselte nach zwei AHL/ECHL Jahren nach Italien zu AS Asiago Hockey, wo Headcoach Benoît Laporte zwischen 2000 und 2003 auch tätig war. Mit einem italienischen Meistertitel (2013) und einem Supercup (2014) wechselte «DiDo» von der italienischen Hochebene ins Emmental.

Spieler des Jahres der Deutschen-Eishockey-Liga

Nicht für Kanadas Junioren und auch nicht für den NHL-Draft wurde Langnaus kanadischer Neuzugang Kevin Clark berücksichtigt. Der 27-jährige Stürmer aus Winnipeg absolvierte vier Jahre an der University of Alaska-Anchorage in der NCAA. Nach zwei AHL-Saisons wechselte Clark in die Deutsche-Eishockey-Liga (DEL) zu den Krefeld Pinguine. In zwei Spielzeiten buchte der 175cm kleine Goalgetter 143 Punkte in 131 Spielen, in der vergangenen Saison wurde er sogar zum «Spieler des Jahres» gewählt. Sein ehemaliger Trainer Benoît Laporte, der Francokanadier wurde am 25. September 2014 in Hamburg entlassen, brachte seinen Schlüsselspieler diesen Sommer gleich mit in die Schweiz.

Eine Farce in Washingtons Draft-Geschichte

Beim NHL-Draft 2008 wird in der 1. Runde als Nummer 21 der Schwede Anton Gustafsson von den Washington Capitals gezogen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Sohn von Bengt-Ake weder eine U18- noch eine U20 Junioren WM bestritten. Auch im Fanionteam von Frölunda Indians Göteborg hat er bis dahin keine einzige Partie bestritten, in 36 Spielen für die U20 Junioren Frölundas kam Gustafsson auf 5 Tore und 3 Assists. Von den 30 First-Round-Dratpicks der Saison 2008 haben es nur drei nicht in die NHL geschafft. Kyle Beach (Chicago), Daultan Leveillé (Atlanta) und Gustafsson. Warum wurde der grossgewachsene Schwede gedrafted? Vater Bengt-Ake spielte zwischen 1983 und 1989 661 Partien für die Capitals und realisierte 583 Skorerpunkte. Wer einmal in der NHL gespielt hat, dem gebührt respekt für die ganze Familie. Gustafsson wird zwar nie in der NHL spielen aber für eine NLA-Karriere reicht es allemal. Und die hohe Draftposition bleibt eine Randnotiz im Palmarès des Schweden mit schweizer Lizenz.

 

Aufgezeichnet von Michael Krein im Rahmen des EHC Biel Matchflyers 2015/16.