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Zweimal spielen Lassen…

Lasse und Stefan Lassen (rechts) stehen heute 12'000 Kilometer voneinander entfernt im Einsatz. (Foto: Melbourne Ice/GI)

Die Brüder Lasse und Stefan Lassen (rechts) stehen heute rund 12’000 Kilometer voneinander entfernt im Einsatz. (Fotos: Melbourne Ice/Getty Images)

Ein Direktduell hat Dänemark gegen die Schweiz noch nie gewonnen (eishockeyblog hat berichtet), dennoch stehen die Dänen nach 2010 (2:4 gegen Schweden) zum zweiten Mal im Weltmeisterschafts-Viertelfinal. Mit Siegen gegen Norwegen, Lettland, Tschechien und Kasachstan haben die Nordländer die Qualifikation absolut verdient. Verteidiger Stefan Lassen (30) steht in seinem achten WM-Turnier zum zweiten Mal im WM-Viertelfinal. Lassen gehört seit Jahren zum Kern des dänischen Nationalteams, anders als sein jüngerer Bruder Lasse.

Stürmer Lasse Lassen (27) spielte im Vorjahr sechs WM-Vorbereitungsspiele für Dänemark und wurde vor der WM 2015 in Prag und Ostrau aus dem Kader gestrichen. Nach einer erfolgreichen Saison als Kapitän und zweitbester Skorer der Fredrikshavn White Hawks nahm der jüngere Lassen ein Eishockey-Time-Out.

Nach dem Spiel wollen sich die beiden Brüder gegenseitig zum Sieg gratulieren, sei es gegen Finnland oder gegen die Mustangs aus Melbourne.

Derweil hat sein Bruder Stefan seine Karriere fortgesetzt und gehört 2016 zum erfolgreichsten dänischen Nationalteam aller Zeiten. Als Zugabe steht Stefan Lassen heute in St. Petersburg gegen Finnland auf dem Eis. Doch auch Lasse schnürt heute um 20 Uhr (12 Uhr MEZ) in einem Meisterschaftsspiel die Schlittschuhe, aber am anderen Ende der Welt.

Der jüngere Lassen hat nach seinem Eishockey-Time-Out, rechtzeitig zum Saisonstart am 23. April, in der Australian-Ice-Hockey-League (AIHL) bei den Melbourne Ice angeheuert. In den ersten sechs Partien hat der Däne schon 12 Skorerpunkte auf seinem Konto, während Stefan mit Dänemark gegen Finnland spielt, bestreitet Lasse rund 15’000 Kilometer von seinem Bruder entfernt das Melbourner Derby gegen die Melbourne Mustangs.

Das Tagesziel bleibt für die Brüder das gleiche, nach dem Spiel wollen sich die beiden gegenseitig zum Sieg gratulieren, sei es gegen Finnland oder gegen die Mustangs aus Melbourne.

Die Lassen-Spiele (MEZ)

12 Uhr: Melbourne Ice – Melbourne Mustangs (O’Brien Group Arena, Melbourne) 7:2 (3:1, 2:0, 2:1) Lasse Lassen, Tore zum 2:1, 4:1 und 5:1.
15 Uhr: Finnland – Dänemark (Jubileiny-Sportkomplex, St. Petersburg) 5:1 (1:0, 2:1, 2:0) Stefan Lassen, -3 Bilanz)

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Der andere Riesen «the other Riesen»

Foto: Alain Riesen (#32) am 6. Juni 2015, bei Canberras 4:1-Sieg gegen die Sydney Ice Dogs. (Paul Furness)

Eishockeytechnisch hat die Schweiz und Australien nicht viele Gemeinsamkeiten. An der C-Weltmeisterschaft 1974 trafen die beiden Nationalteams im Palais-des-Sports in Grenoble erstmals aufeinander. Der 20:0-Sieg der Eisgenossen ist bis heute der höchste Sieg der Geschichte des Schweizer Nationalteams, der ehemalige Nationaltorhüter Robert «Robelon» Meuwly sagt noch heute «i ha ke Pögg berüehrt». Auf die Frage wie hoch wohl seine Mannschaft (Canberra Brave) gegen die beiden heutigen Gegner SC Bern und Kloten Flyers verlieren würde, antwortet Alain Riesen mit demselben Resultat: «twenty-zero.»

Ursprung in der Berner Allmend

Alain Riesen? Sein Name lässt nichts über seine wahre Herkunft vermuten: Australien. Riesens Eltern sind 1987 durch ein Jobangebot in Australiens Hauptstadt Canberra aus Bern nach Down Under ausgewandert. Drei Jahre später, am 5. September 1990 hat Alain Riesen in Canberra das Licht der Welt erblickt. Im Alter von zwölf Jahren reist Riesen mit seinen Eltern in die Schweiz und besucht sein erstes Eishockeyspiel im Berner Allmend-Stadion. «Seit diesem Spiel wollte ich Hockey spielen», nennt Riesen, der auch ein gebrochenes Berndeutsch spricht, als Grund für seine exotische sportliche Affinität im Land des Rugbys.

Der erste Australier in der Schweiz unter Trainer Gian-Marco Crameri bei St. Moritz in der 2. Liga

Als 18-Jähriger debütiert der Doppelbürger 2009 in der Australian-Ice-Hockey-League (AIHL) bei den Canberra Knights, dem traditionsreichsten von acht AIHL-Teams. Seine Schweizer Wurzeln führen den Stürmer in der Saison 2012/2013 zum EHC St. Moritz. Er habe ein paar Schweizer Klubs, darunter auch den EHC Wiki-Münsingen wo einst sein Grossvater gespielt hat, kontaktiert, sagt Riesen. Die Bündner boten dem College-Absolventen neben dem Hockey-Abenteuer auch eine Saisonstelle in einem Sportgeschäft, also spielte der erste Australier in der Schweiz unter Trainer Gian-Marco Crameri bei St. Moritz in der 2. Liga.

Saisonstart im April

Im Dezember 2015 kehrt der 25-Jährige für einen Monat in die Schweiz zurück um seiner Freundin Chloe neben Paris und London auch sein Mutterland zeigen zu können. Neben den obligaten Sehenswürdigkeiten wie Luzern, Zermatt oder Genf gehören auch drei Eishockeyspiele dazu. Riesen, der bei seinem Onkel in Gasel weilt, besucht zwei Spiele in Bern, seinem Lieblingsclub und ein Spiel in Davos. Beeindruckt von der imposanten Kulisse in Bern startet der «Australier» im April 2016, die AIHL läuft von April bis August, in seine achte AIHL-Saison mit den CBR (Canberra) Brave, dort spielt der Rechtsschütze seine Heimspiele vor 800 Zuschauern. Die Leidenschaft für den schnellsten Mannschaftsport der Welt ist aber auch beim «anderen» Riesen mindestens so gross wie die Kulisse der PostFinance Arena.

Fotos: CBR Brave-Spieler Alain Riesen besucht seinen Eishockey-Ursprungsort, die Berner PostFinance Arena. (Michael Krein)

«Australier» erobern die National-Hockey-League

Ryan Lowe bei seinem ersten NHL-Einsatz am 26. November 2014. (Foto: Screenshot SNW)

Torhüter Ryan Lowe bei seinem ersten NHL-Einsatz am 26. November 2014 mit den San Jose Sharks. (Foto: Screenshot SNW)

Ex-NHL-Star Rob Zamuner wechselte 2006 im «Herbst» seiner Karriere via EHC Basel zu den Brisbane Blue Tongues in die Australian Ice Hockey League (AIHL). Zamuners Engagement in Queensland sorgte damals für grosses Aufsehen. Steve McKenna und der Ex-Bieler Jesse Belanger sind zwei weitere Beispiele von NHL-Spielern welche in Down Under anheuerten.

Last played pro in Australia with the Sydney Bears

Doch es geht auch in die Gegenrichtung. Bei den San Jose Sharks sind gleich beide Backup-Torhüter Alex Stalock und Troy Grosenick verletzt. So wurde für die Partie gegen die Calgary Flames (0:2) als Backup für Antti Niemi der Amerikaner Ryan Lowe ins Team von Mirco Müller (siehe eishockeyblog.ch) und Joe Thornton berufen. Der 30-jährige Torhüter spielte in der Saison 2013 für die Sydney Bears und vorher zwei Jahre für die Canberra Knights in der AIHL. Nun kam der Torhüter-Trainer der San Jose Junior Sharks, vier Tage vor seinem 31. Geburtstag, in der Nacht vom 26. November gegen die Calgary Flames als Backup zur NHL-Feuertaufe.

Auf Elliots Spuren

Lowe ist nicht der erste Torhüter welcher nach einem Engagement in Australien zu NHL-Einsätzen gekommen ist. Jason Elliot stand in der Saison 1992 als 16-jähriger bei den Canberra Knights zwischen den Pfosten und hütete an der C-Weltmeisterschaft 1993 das Tor des australischen Nationalteams. Zwischen 2000 und 2002 wurde der Australier als Backup ins Kader der Detroit Red Wings berufen.

Walker in Hershey

Der nächste mögliche australische NHL-Kandidat ist der Stürmer Nathan Walker. Der NHL-Draftpick vom letzten Sommer (Nr. 89, Washington Capitals) ist bei den Hershey Bears in der American Hockey League (AHL) mit einem Zweiweg-Vertrag parkiert.

Sydney Bears-Hüter Ryan Lowe pariert einen Penalty gegen Perth Thunder. (Foto: zvg)

Sydney Bears-Hüter Ryan Lowe pariert einen Penalty gegen Perth Thunder. (Foto: zvg)

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Lockout, Australien und Rapperswil

Zwei ehemalige Australien-Söldner: Michael Krein und Andreas Camenzind (Rapperswil-Jona Lakers).

In der 14. Minute erzielt Andreas Camenzind durch ein herrliches Zuspiel Adrian Wichsers den 1:1-Ausgleich gegen den HC Davos. Die Lakers gewinnen das zweite Saisonspiel mit 3:2 nach Verlängerung gegen Davos. Für den zum Verteidiger umfunktionierten Camenzind ist es der erste Treffer der neuen Saison.

Und – es ist der erste Treffer seit «nur» knapp vier Monaten, Camenzinds Pause dauerte kürzer als die seiner Teamkollegen. Seinen letzten Treffer erzielte er mitten im Sommer oder im australischen Winter, am 19. Mai 2012 vor 260 Zuschauern in Melbourne mittels Penalty gegen den Australier Fraser Carson im Tor der Melbourne Mustangs.

Irgendwie verrückt, nach 7 Spielen und 17 Punkten bei den Gold Coast Blue Tongues in Brisbane kehrte der gebürtige Wettinger wieder an den Zürichsee zurück. Nun heissen die Gegner wieder ZSC Lions und HC Davos statt Melbourne Ice und Adelaide Adrenaline und die Mitspieler Jason Spezza statt Marco Bertossa…

Walker – walks from Blacktown to the NHL?

Nathan Walker in einem AIHL-Spiel mit den Sydney Ice Dogs 2011. (Foto: Sydney Ice Dogs)

Der 17-jährige Australier Nathan Walker schiesst Vitkovices Ehrentreffer beim 1:7 gegen Team Canada und bestätigt seine Leistung des Auftaktspiels in den folgenden drei Spielen mit einem weiteren Treffer, einem Assist und mit der Wahl zu einem der drei Besten Spieler Vitkovices des Turniers. Das ist Australische Eishockeygeschichte.

Noch nie zuvor spielte ein Australier am Spengler Cup. Noch nie zuvor punktete ein Australier auf auf „höchstem“ internationalen Niveau, noch nie zuvor gabs einen jüngeren Spengler Cup Torschützen und noch nie zuvor wurde Australien in der deutschen Presse zur Kenntnis genommen.

Weltrekordhalter

Dabei sind die „Mighty Roos“, wie sich das Nationalteam Australiens nennt, immer noch Weltrekordhalter – 1987 besiegten die übermächtigen -Roos, anlässlich der D-WM in Perth den kleinen Nachbarn aus Neuseeland mit 58:0 – im erwachsenen Hockey (im Juniorenbereich gilt das 92:0 Japans gegen Thailand) hält dieser Rekord bis heute an.

Nathan Walker – der kommende Star unter dem australischen „Southern-Cross-Himmel“ – kommt  im Sommer 2012 höchstwahrscheinlich beim NHL-Draft 2012 zum Zug, ein weiterer Meilenstein der Australian-Ice-Hockey-Federation.

Der Eisrink in Blacktown ist in schlechterem Zustand als die Valascia

Dabei stammt der gebürtige Waliser aus einer wahren Eishockey-Provinz. Blacktown heisst ein Viertel in der Agglomeration Sydneys, der Name stammt von früheren Aborigine-Bewohner, welche Blacktown besiedelten. Der Eisrink ist in schlechterem Zustand als Ambris Valascia.

Hinter den Toren gibts keine Plexiglasscheiben, sondern nur gewöhnliche Netze, welche bei einem harten Schuss einen halben Meter nachgeben und für unvorsichtige Zuschauer zur Gefahr werden. Beheimatet sind dort die Blacktown Flyers, das Farm- und Nachwuchsteam der Sydney Ice Dogs.

Förderer Manco

Via seinen slowakischen Nachwuchscoach Ivan Manco, seine Söhne Peter und Lucas Manco spielen ebenfalls in der Australien-Ice-Hockey-League (AIHL), kam Walker nach Vitkovice zum Try-Out, wo er unter grossem Erstaunen als 14-jähriger den Sprung ins U18 Team geschafft hat.

Der Rest ist schon heute Eishockey Geschichte – die Fortsetzung folgt im Frühling im polnischen Krynica, wo Walker mit den Mighty Roos gegen Polen, Holland, Südkorea, Rumänien und Litauen um den Verbleib in der Division I kämpfen wird.

http://www.facebook.com/pages/Australian-Ice-Hockey-Almanac-2012/259286230752356

Melbourne TwIce!

Es ist Sonntag, 09:55 Uhr, Schweizer Zeit. Der Livestream auf aihl.com, auf der anderen Seite der Erdkugel, zeigt wie Melbournes Assistenz Captain Glen Mayer zum zweiten mal in Folge den Goodall Cup in die höhe stemmt!  Was für ein Finale, in einem der besten australischen Endspiele aller Zeiten, bezwingen die Melbourne Ice die Newcastle North Stars mit 3:2.

Trotz der H Newman Reid Trophy, für den Qualisieg, ist der Titelgewinn der Melbourner keine Selbstverständlichkeit. Denn erstmals seit 2002 holt der Qualisieger wieder den Meistertitel. Das Double gelang zuletzt den Sydney Bears vor neun Jahren. Seither scheiterte der Qualifikationssieger jeweils in den Finals oder schon in den Halbfinals.

Auch der Verlierer aus Newcastle hat sich aber für die 2012 neu geschaffene Trans Tasmanian Champions League qualifiziert. In der ozeanischen Champions League spielen die beiden Landesmeister aus Australien und Neusseland, sowie die Qualisieger (sofern nicht identisch mit dem Meister) oder eben die Vizemeister. Die TTCL startet 2012 mit den australischen Teams Melbourne Ice und Newcastle North Stars, sowie dem Kiwi-Meister Botany Swarm und den Southern Stampede auf australischem Boden.

Melbourne wie vor hundert Jahren!

Melbourne Ice holt erstmals den Goodall Cup. (Foto: Ross Carpenter)

Melbourne Ice holt erstmals den Goodall Cup. (Foto: Ross Carpenter)

Der letzte Titelgewinn im australischen Staat Victoria liegt 28 Jahre zurück, beim Goodall Cup 1982 konnten die Hockeyfans aus Melbourne letztmals einen Eishockey Triumph feiern. Eishockey in Victoria hat eine lange Tradition, die ersten Titelkämpfe um die fünftälteste Hockeytrophäe der Welt (Goodall Cup) wurden bereits 1909 im Glaciarium in Melbourne ausgetragen. Bis in die 70er Jahre wurde der australische Champion jeweils zwischen Victoria und New South Wales ermittelt. Auch auf Klubebene hat Victoria eine lange Tradition, heissumkämpft waren die Spiele gegen die Teams aus New South Wales. Mannschaften wie die Dandenong Blackhawks, Hakoah Melbourne und die Monarchs Melbourne setzten sich bis in die 70er Jahre mehrheitlich gegen die Teams aus Sydney (Glebe Lions, St. George oder Canterbury United) durch.

Vom Prügelknaben zum logischen Meister

Ganz anders in der 2001 neu geschaffenen Australian Ice Hockey League(AIHL), da tauchte das Team aus Melbourne (Ice) in den ersten Jahren gegen die Konkurrenz aus New South Wales regelrecht „down under“. Umso grösser ist die Freude über den ersten AIHL-Titelgewinn eines Teams aus Victoria, den Melbourne Ice. Der Erfolg kam mit dem neuen „Icehouse“, der modernsten und schönsten Hockeyarena des Landes. Das „Icehouse“ wurde im Frühling 2010 rechtzeitig zum Saisonstart in den Melbourne Docklands fertiggestellt. So gesehen ist Melbournes Titelgewinn in der neunten Ausgabe der AIHL keine Überraschung. Melbourne hat sich den langersehnten Erfolg über die letzten Jahre gezielt erarbeitet. Dies zeigt auch die Arbeit im Nachwuchs, wo mit der Melbourne Ice Academy ein Nachwuchskonzept erarbeitet wurde. Bereits in den letzten fünf Jahren erreichten die Victorianer fünfmal die Playoffs, scheiterten aber jeweils in den Halbfinals. Im aktuellen Meisterteam figurieren sogar fünf Akteure der ersten AIHL-Stunde: Torhüter Stu Denman, Lliam Webster, Vinnie Hughes, Peter Matus und Greg Sturrock.

Melbourne 1910 und 2010

Rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum avanciert Melbourne wieder zur australischen Eishockey-Hochburg à la 1909 und 1910, „back to the roots“ oder „back to Melbourne“, heisst es für den Goodall Cup, welcher wie 1910, auch 2010 wieder nach Melbourne gehört, als wäre er nie wo anders gewesen… leider werden wir alle nicht mehr erfahren, in welcher Stadt der Goodall Cup im Jahre 2110 in die Höhe gestemmt werden kann… vielleicht in Melbourne…

The Truman Show

Am 17. August 2003 besuchte ich mein zweites Spiel (Sydney Bears – Canberra Knights) der Australian Ice Hockey League. Auf dem Eis stand ein gewisser Andrew Truman, gesponsert von der Firma „Pacific Prospect“. Bei Sydney haben alle Spieler zusätzlich einen privaten Geldgeber. Truman ist mir an diesem Abend (8:2 Sieg der Bears) nicht speziell aufgefallen. Anderhalb Jahre später tauchte derselbe Truman erstmals in der Schweizer Nationalliga auf!

Truman gilt als Weltenbummler, welcher sein Handwerk bei verschiedenen A-Midget-Juniorenteams im Mutterland des Eishockey erlernt hatte. Danach folgten drei Saisons in der Klasse „Junior A“. SJHL, AJHL und AWHL hiessen die weiteren Stationen. 1994 erzielte Truman für zwei Teams sagenhafte 256 Tore in nur einer Saison. Später (2000-02) spielte er in der South Saskatchewan Junior Hockey League (SSJHL), wo er mit den Estevan Bruins einen Meistertitel feiern konnte. 2003 erzielte Truman in 14 Spielen, 19 Punkte für die Sydney Bears in Australien. Der Abstecher nach Down Under galt als Vorbereitung für die anschliessend geplante Saison in Finnland. Bei Haukat Järvenpää, in der zweithöchsten Suomi-Liga Mestis, kam er jedoch nur zu Trainingseinsätzen.

Zurück zur Nationalliga. In der Saison 2004/05 gab er zu seine Feuertaufe in der NLB. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall vom damaligen Olten-Söldner Albert Malgin (heute in Biel), wurde er zunächst für drei Partien (sehr kostengünstig) verpflichtet. Doch das Gastspiel des kanadischen Stürmers war beim EHC Olten bereits nach einem Spiel wieder zu Ende. Im Training war man zwar von seinen Qualitäten überzeugt, jedoch konnte er kurzfristig keine Impulse geben, war dem EHC Olten Trainer Dario Andenmatten im „Oltner Tagblatt“ zu entnehmen. Truman stand vom 9. bis zum 18. Dezember 2004 bei den Solothurnern unter Vertrag. Doch Truman gab schon vorher sein Debüt auf Schweizer Eis. Der Zweitliga Klub EHC Sursee (Foto) verpflichtete ihn, zusammen mit seinem Bruder Lance Truman, für drei Spiele. In diesen drei 2. Liga Partien zeigte Truman alles andere als eine Truman Show, vier Tore und zwei Assists waren zu wenig um später in der NLB eine Rolle spielen zu können.

Andrew Truman ist ein Weltenbummler, als Profi kann er wohl nie eine wichtige Rolle spielen. Trotzdem warten wir gespannt auf die Fortsetzung der aussergewöhnlichen „Truman Show“, wo wird er als nächstes anheuern?

Andrew Truman, geboren am 2. Mai 1982 in Kanada, 183 cm, 79 kg, Stürmer, rechts schiessend

Der Stolz des australischen Eishockeys

Am 17. August 2003 unternehme ich den zweiten Versuch (Erster Versuch, siehe Blog vom Juli 2003) das Eisstadion in Baulkham Hills (Heimstätte der früheren Macquarie Bears und heutigen Sydney Bears) zu finden. Dieses Mal aber ohne Ausrüstung im Schlepptau und mit einem guten Zeitmanagement, finde ich den modernsten und komfortabelsten Eisrink (erbaut 2002) Australiens. Dabei wird mir klar, dass ich vor fünf Wochen ca. sechs Stationen zu früh aus dem Bus gestiegen bin, da hätte ich bei Nacht und Nebel noch lange suchen können…

Kurz vor 18 Uhr betrete ich das Sydney Glaciarium (das erste Glaciarium wurde 1907 an der George Street in der Stadt eröffnet) und ich war überwältigt. So gut habe ich mir die Halle nicht vorgestellt. Im Vergleich zur veralterten Eishalle in Blacktown (wo die Ice Dogs Zuhause sind und 1989 immerhin die C-Welmeisterschaft über die Bühne ging) ist das Glaciarium ein wahres Prunkstück, selbst mehr als die Hälfte aller Nationalliga A Teams würde sich über eine solche Arena freuen.

Dieser Rink ist das wertvollste des australischen Eishockeys!

Erneut besuche ich ein Spiel der Australian-Ice-Hockey-League (AIHL). Dieses Mal stehen sich die Sydney Bears, das Team mit dem ich eigentlich hätte trainieren sollen (vor meiner Abreise war ich mit Präsident Hugh Ferrar in Kontakt) und die Letztplatzierten Canberra Knights gegenüber. Das Heimteam der Bears trägt die Jersey-Farben weiss/schwarz/rot/silber, die Gäste aus der Hauptstadt spielen in türkisfarbenen Trikots. Die Athmosphäre ist atemberaubend für mich, dieser Rink ist das wertvollste des australischen Eishockeys. Die Sydney Bears (aktueller Titelträger) haben die beste Infrastruktur der Liga und können, nicht nur wegen dem Bären-Logo, als «die australische Antwort auf den SCB» bezeichnet werden!

Fans fiebern mit

Ich habe das Gefühl, ich besuche ein Nationalliga A Spiel der Schweiz, doch das Niveau würde ich mit der 2. Liga bei uns vergleichen. Die Fans auf der modernen Sitzplatztribüne fiebern richtig mit, so wie das wohl in keinem anderen Eisrink, wenn ich an das Spiel vom vorletzten Wochenende der Western Sydney Ice Dogs denke, Australiens der Fall sein konnte (Anm. der Red., die Stimmung in Canberra gilt als phänomenal). Ich zähle ca. 250 Zuschauer. «Bei Spitzenspielen wie letztes Wochenende gegen den Leader Adelaide Avalanche ist die Halle jeweils voll», so Bears General-Manager Wayne Hellyer. Die Bears bezwingen die Knights schliesslich mit 8:2. Die herausragendsten Akteure sind die australischen Nationalspieler Murray Wand, Tyler Lovering und Vladimir Rubes. Auch der U20-Nationalspieler Daniel Blythe-Edwards zeigt eine sehr gute Leistung.

Australische Kontakte 

Bears-Manager Hellyer erklärt mir während des Spiels, dass ein Spieler Canberras (Jason Taite) in Manly wohnen würde. So treffe ich Taite gleich nach dem Spiel und kann mit ihm nach Manly zurückfahren (eine Stunde mit dem Auto). Taite spielte nicht nur an der letzten Inline-Hockey-Weltmeisterschaft für Australien, sondern auch schon für zahlreiche Australische Vereine (unter anderem gewann er mit New South Wales den Goodall Cup). Hockey sei einfach der beste Sport der Welt, meint der Australier im Land des Surfens, Rugbys und Crickets.

Eine weitere Begegnung habe ich mit Mark Rummukainen, sein Name ist mir bekannt aus dem International Ice Hockey Guide der IIHF, ich spreche ihn einfach Mal an und er ist sehr erstaunt darüber, dass ich ihn vom Namen her kenne. Das ist typisch für mich (mein Freund Claude M. aus L. kennt viele solche Beispiele von mir). Rummukainen ist australisch-finnischer Doppelbürger und spielt fürs australische Nationalteam, nach einem kurzen Smalltalk tauschen wir unsere Email Adressen aus. Er will mich kontaktieren, weil er nächste Saison in der Schweiz spielen will, ich könne ihm eventuell bei der Klubsuche behilflich sein. Umgekehrt kann ich vielleicht in Canberra eine Saison bestreiten, wer weiss…

Blacktown Ice Arena

Kuriositäten in Blacktown

Am 9. August 2003 besuche ich erstmals ein Spiel der obersten australischen Liga, der Australian-Ice-Hockey-League (AIHL). Dabei stehen sich die Tabellendritten Western Sydney Ice Dogs und die Fünftplatzierten Melbourne Ice gegenüber. Bin ich im falschen Film? Nach einem Monat in Down Under finde ich mich wieder mitten im Eishockey-Rummel. Als ich den Stadion-Eintritt, Stadion ist vielleicht der falsche Ausdruck, mit den worten «enjoy the game» passieren kann, kommen mir Fans in Ice Dogs-Trikots, Ice Dogs Fan-Schals und Ice Dogs-Baseball-Caps entgegen. Man hätte gerade so gut in der Schweiz bei einem 1. Liga Match sein können! Übrigens, das Eintrittsticket kostet zehn australische Dollars.

Das Spiel beginnt erst mit einer Verspätung von 45 Minuten, da die Mannschaft aus Melbourne Verkehrsprobleme hat, umso grösser ist meine Spannung. Ob dies zur australischen Hockey-Normalität gehört? Ein weiteres Kuriosum: Das Spiel beginnt, während die letzten Melbourne-Cracks noch in der Kabine sitzen! Melbourne spielt mit nur zwei kompletten Linien! Sydney sieht mit drei Blöcken wesentlich professioneller aus! Melbourne wird das Tempo nicht durchhalten können. Kommt dazu, dass Melbourne keine Zeit hat sich einzuspielen, geschweige denn seinen Torhüter Chris Leetham einzuschiessen!

Melbourne hat keine Zeit seinen Torhüter Chris Leetham einzuschiessen!

Und genau so kommt es! Das Einschiessen von Leetham übernehmen die Ice Dogs und führen, durch zwei Treffer des kanadischen Import-Spielers Jason Haakstad, nach dem ersten Drittel (ein Drittel dauert 15 Minuten) mit 2:0. Haakstads Spielstil ähnelt demm Stil von Marcel Jenni, in der Schweiz würde man sagen, «der Marcel Jenni des australischen Mannes.» Nach 23 Minuten steht es immer noch 2:0 für die Eishunde, dann kommt der erwartete Einbruch: 8:0 nach zwei Dritteln, Endresultat 11:1 für Sydney! die meisten Tore werden durch Sydneys erste Formation mit dem Kanadier Haakstad, dem Tschechen Martin Jesko und dem Australier Andrew White erzielt! Das Niveau stufe ich zwischen unserer 1. und 2. Liga ein, es ist schwer zu sagen, da Sydney an diesem Abend um Klassen besser ist als sein Gegner. Eventuell könnte Sydney gut in der 1. Liga mithalten. Ich habe auch über gewisse Spieler nachgeforscht und gesehen, dass Haakstad beispielsweise in den amerikanischen Minor Leagues gespielt hat!

Das Spiel wird beeinträchtigt

Das ganze Spielsystem ist ein bisschen anders als in der Schweiz. Dies wird beeinträchtigt von einem nicht ganz komfortablen Eisrink. Plexiglasscheiben hinter den Toren kennt man in Blacktown nicht, da hängen einfach Netze. So wird automatisch weniger mit den Banden gespielt, ich sehe praktisch keinen Pass via Bande. Die Hallendecke ist so tief, dass ein Lopp-Pass die Hallendecke berühren würde und das Spiel unterbrochen wird. Doch eines ist sicher – es ist nicht das letzte Spiel, welches ich mir in Australien angesehen habe.

Die Kabine der Western Sydney Ice Dogs. (Foto: Western Sydney Ice Dogs)

Die Kabine der Western Sydney Ice Dogs. (Western Sydney Ice Dogs)

Das Hilldale im falschen Jahr

Während meiner Rückfahrt mit der Sydney Ferry testete ich, bei einem Anruf an den General-Manager der Sydney Bears (Australischer-Meister), ob meine neue Optus-Karte auch funktioniert. Er erklärte mir, dass bereits heute Abend um 20 Uhr 30 ein Eistraining stattfinden würde und dass ich ohne Probleme bei ihnen trainieren dürfe! Ok that’s great! Um 18 Uhr war ich „back to the 42 Martin Street“ in Manly (wo ich für sieben Wochen wohne) um meine Eishockey-Ausrüstung zu holen.
18 Uhr 55 ging ich am Manly-Wharf on the Ferry! 19 Uhr 30 stieg ich am Circulary-Quai (Zentrum von Sydney bei Oper und Harbour Bridge) in den Train Richtung Parramatta. Um 20 Uhr 15 erreichte ich endlich Parramatta… …noch 15 Minuten bis zum Training… to late! Naja dann geh ich wenigstens vorbei und schau mir mal das Niveau der Spieler an, dachte ich mir. Von Parramatta dauerte es mit dem Bus nochmals 20 Minuten bis Baulkham Hills, wo das Sydney Glaciarium, die Eishalle, steht! Mittlerweile ist die Sonne längst untergegangen und niemand in Baulkham Hills wusste wo das Eisstadion ist, von Hockey erst gar nichts… …schliesslich kam ich 21 Uhr zu einem Tankshop, einer der tankenden Aussies, wusste tatsächlich wo’s zur Eishalle geht. Yeah… …dachte ich! Sechs Strassen weiter nach Westen, immer noch fest entschlossen, aber mittlerweile zirka 50 km von Manly entfernt, marschierte ich mit Hockeyausrüstung durch Sydneys Agglomeration von Baulkham Hills. Das Quartier muss man sich etwa so vorstellen, wie im Film „Back To The Future II“, als Marty McFly aus der Zukunft in seine „alte“ Heimat zurückkehrte… „…das muss das falsche Jahr sein?“ düstere Gegend, alte Holzhauser, dreckige Vorgärten usw. und dies nach 21 Uhr in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache…….. während meines Marsches, klingelte mein Natel und meine Freundin leistete mir glücklicherweise Gesellschaft.
Immer teifer drang ich in die düstere Gegend ein!
Während des Telefonates drang ich immer tiefer in die düstere Gegend von Baulkham Hills vor, ohne zu bemerken, dass ich mich wohl langsam aber sicher auf den Rückweg machen sollte! Schliesslich hielt ich an einer Bushaltestelle und beendete dann auch das Ferngespräch. Auch Bettina riet mir umzukehren. Guter Rat! (die letzte Ferrie Richtung Manly fährt um 23 Uhr 45!) weit und breit nichts von Eisbahn, das Training musste längstens zu Ende gewesen sein! Nach einer Viertelstunde vergeblichen wartens auf den Bus, überkam mich das komische gefühl, dass hier vielleicht gar keine Busse mehr fahren….. in diesem Moment war mir nur noch meine eigene Kleidung, die Hockeytasche und der Mond vertraut. Der Mond ist überall auf dieser grossen weiten Welt, dachte ich mir. Ob ich in Aarberg nachts auf dem Balkon sitze, auf den Malediven weile, in den Bergen bin, im Baselbiet bei verwandten, im Flugzeug oder irgendwo unterwegs in Lyss, der Mond war immer da. Dies gab mir eine Portion Sicherheit… …das Gefühl, doch nicht ganz alleine zu sein! glücklicherweise kam ein Taxi vorbei und nahm mich mit, Richtung Parramatta. Ich erklärte, dass ich wohl vergeblich auf den Bus wartete, er meinte: „Nein nein der Bus fährt noch!“ Anstelle der drei Dollars für den Bus, kostete mich nun das Taxi zirka 25 AUS-Dollars. Ich bat ihn bei der nächsten Bushaltestelle anzuhalten, ich wollte lieber mit dem Bus fahren. Für ihn kein Problem, ich musste nicht Mal etwas bezahlen… …wirklich hilfsbereit diese Aussies. Schliesslich erreichte ich im Circulary-Quai die zweitletzte Fähre zurück nach Manly…..

Kanadier fährt mich im Cabrio ins Training

Ich wusste, dass es auch in Canterbury einen Ice Rink gibt. dies hat mir am Vorabend auch der Bruder von Leah Mitchell (meine Homestay-mum), der auch Michael heisst, bestätigt. in Canterbury (Aussenquartier Sydneys) habe ich nach Michaels Beschreibungen doch tatsächlich nach fünf Minuten eine Sportanlage gefunden. Zu dieser Zeit fand dort draussen gerade ein Landhockeyspiel der Frauen statt. Gleich nebenan war eine Halle mit der Aufschrift: „Olympic Ice Rink Canterbury“ yeah! amazing! Am 19. Juli 2003, um 14 Uhr war es soweit, ein historischer Augenblick für meine eigene persönliche Geschichte. Michael Krein erblickt zum ersten mal australisches Hockeyeis! Links und rechts längsseitig waren kleine Tribünen angebracht, hinter dem einen Tor war nichts (wie in Biel, einfach eine Wand), hinter dem anderen Gehäuse der Eingang mit einem Hockeyshop! Im Hockeyshop erkundigte ich mich gleich nach dem Team, dessen Name ich bereits kannte, die Canterbury Eagles Sydney! Der Verkäufer des Hockeyshops gab mir die Natel-Nummer des kanadischen Trainers. Der Coach war begeistert und gab mir die Nummer eines Spielers der in Manly wohnt, also im selben Stadtteil wie ich!

Nachdem ich dann auch den Spieler (Jeff Klinck, ein Kanadier) kontaktiert habe, holte er mich um 19 Uhr 30 direkt bei Mitchells mit seinem Auto ab – super! Er fährt irgend ein Cabriolet! Also sind wir im offenen Wagen durch die halbe Stadt gefahren, u. a. auch über die Harbour Bridge! Also bestritt ich am 23. Juli 2003 mein erstes Training auf australischem Eis, schon während unserer Lehrzeit (1993 bis 1997) sprachen Marcel Althaus und ich oft darüber einmal nach Australien Hockey spielen zu gehen! Nun war es soweit… für mich! Obwohl es sicher als Duo einiges einfacher gewesen wäre! Doch nun hatte ich noch das Problem, dass ich keinen Hockeystock dabei hatte, also ging ich vor dem Training noch rasch in den Hockeyshop um einen Stock (Bauer, Jere Lehtinen) zu kaufen. Naja so gross war die Auswahl nicht! und der Stock kostete mich AUS$79, ich denke in der Schweiz hätte ich diesen für CHF 40 erhalten. Jeff Klinck ist u. a. nicht nur Spieler der Eagles, sondern auch noch Assistant-Coach des Juniorenteams (U20) von Canterbury. So bestritt ich zuerst das Training mit den Junioren, dies war gut zum Einstieg nach meiner anderthalb jährigen Hockeypause! Im Juniorenteam figurierte ein U20 internationaler Australiens, der bei uns höchstens Drittliga Niveau erreichen würde! Das Niveau dieses Juniorenteams erinnerte mich an den Film „Mighty Ducks das Superteam“! Einige bekundeten sogar Mühe beim Schlittschuhlaufen…. dies war das schlechteste Training das ich je gesehen habe! Nach dem Juniorentraining fand dann das richtige Training statt, mit dem Seniorteam der Canterbury Eagles. Auch hier spielten einige, mir bereits bekannte Namen aus dem australischen Nationalteam (Ross Moffat, Ryan Switzer oder Steve Riley), sie alle bestritten mehrere Weltmeisterschaften in der C- oder D-Gruppe des Welteishockeys! Ryan Switzer stand zudem im All-Star-Team des Goodall Cups 1988 und ist der Cousin von Mark Messier! Der beginn des Trainings erinnerte mich wieder an einen Eishockeyfilm: „Youngblood“, oder in der deutschen Version: „Bodycheck“, mit Patrick Swayze und Rob Lowe! Als ich die Spieler auf dem Eis gesehen habe dachte ich an „Coach Shadwick’s“ Spruch aus dem vorher genannten Film: „wo hast du die Jungs her, aus Mexiko?“ Das Niveau des Teams würde ich als schlechtes Drittliga-Niveau bezeichnen. Doch es hat Spass gemacht wieder Mal auf dem Eis zu stehen und für mein erstes Training, dass gewöhnlich immer etwas speziell ist, lief es mir sehr gut. Bereits nach 30 Minuten meinten Jeff Klick und Manager Don Scurfield, ich solle doch mit einem Team der „East Coast Super League“ trainieren! keine Ahnung….? East Coast Super League, klingt gut nicht?