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Wenn sich IFK und Jokerit in Küssnacht heimlich duellieren

Warten gespannt auf ihren nächsten Einsatz, die Spieler mit den Rückennnummern 15, 14 und 16. (Michael Krein)

Antti Törmänen und Waltteri Immonen haben zwischen 1990 und 1998 sieben Jahre zusammen beim finnischen Topklub Jokerit Helsinki verbracht. Seit 2008 ist Immonen als Assistenztrainer in der Schweiz tätig, Törmänen kam drei Jahre später zum SC Bern. Heute stehen die zwei Finnen bei Kloten und Biel an der Bande.

Szenenwechsel: Es ist Samstag, sieben Uhr in der Früh, die ersten Eltern treffen mit ihren Kindern in der Rigihalle in Küssnacht ein. Eines von zahlreichen Piccolo-Turnieren, welches Wochenende für Wochenende auf allen Eisbahnen in der Schweiz über die Bühne geht. Erstmals dabei beim Küssnachter SC ist ein Jungtrainer, gleichzeitig spielt der Mann mit «Jokerit Helsinki» Baseballcap im Fanionteam in der 2. Liga.

 Tragen die Spieler ihre echten Namen auf ihren Trikots?

Der Jungtrainer mit der Jokerit-Mütze ist der Sprössling von Waltteri Immonen. Doch er ist nicht der einzige Finne, welcher an diesen Samstag Vormittag in der Rigihalle im Einsatz steht. Bei den Piccolos des SC Lyss steht ebenfalls ein Finne auf dem Matchblatt, dabei handelt es sich um den jüngeren Sohn des Trainers der 1. Mannschaft des EHC Biel. Biel und Lyss arbeiten bei den jüngsten zusammen, so gehören solche Aufgebote zur Tagesordnung. Törmänen Junior trägt sogar noch die Stulpen von IFK Helsinki, dem letzten Klub, vor Papas Wechsel ins Berner Seeland.

Ein aufmerksamer Gegenspieler Küssnachts, neben Törmänen stehend, will mehr wissen und fragt erstaunt: «Tragen die Spieler ihre echten Namen auf ihren Trikots?» Ob dies dem Küssnachter Assistenten finnischer Herkunft ebenfalls aufgefallen ist? Vermutlich nicht, warum auch, denn Riki Immonen hat immer in der Schweiz gespielt. So duellieren sich «heimlich» die Söhne aus der finnischen Hauptstadt im schweizerischen Küssnacht, in der Schweizer-Nachwuchsausgabe mit dem besseren Ende für «Jokerit».

Wenn Törmänen auf Jalonen trifft

Antti Törmänen trifft als Biel-Trainer erstmals auf seinen Landsmann Kari Jalonen und den SC Bern. (Hervé Chavaillaz)

Am 13. Januar 2018 trifft der EHC Biel-Coach Antti Törmänen im Rahmen der National-League zum ersten Mal wieder auf den SC Bern. Am 22. November 2013 hat Törmänen mit dem SCB seine letzte NLA-Partie gegen Biel mit 1:4 verloren. Bei Törmänens Comeback am 12. Dezember 2017 gegen den HC Lausanne siegte Biel wieder mit 4:1. Der Auftakt unter dem ersten finnischen Trainer in Biel ist mehr als geglückt. In den ersten neun Spielen unter dem Finnen haben die Seeländer sieben Partien gewonnen, gepunktet haben die Bieler sogar in jedem Spiel seit Törmänens Ankunft.

Vier Jahre Gegner in der finnischen «Liiga»

Mit Samuel Kreis und Julian Schmutz stehen zwei Spieler im Kader, welche schon unter Törmänen in Bern gespielt haben. Keine gemeinsame Vergangenheit haben die finnischen Headcoaches von Biel und Bern. Die beiden kennen sich aus der finnischen «Liiga», damals noch «SM-Liiga», nur als Gegner. Zwischen 1990 und 1994 traf Kari Jalonen mit TPS Turku und Lukko Rauma während vier Saisons auf Antti Törmänen und Jokerit Helsinki. Beide konnten in dieser Zeit je zwei Meistertitel feiern: Jalonen 1991 und 1993 mit Turku, Törmänen 1992 und 1994 mit Jokerit. Allerdings trafen die beiden erst 1994 im Halbfinal zwischen Jokerit und Rauma erstmals in den Playoffs, mit dem besseren Ende für den aktuellen Biel-Trainer, aufeinander.