Keine andere Mannschaft hat so viele Verletzte Spieler wie Genf-Servette, aktuell fehlen elf Stammspieler und Neuzugang Floran Douay ist der 32. Feldspieler welcher in der Ajoie zum Einsatz kommt. Nur bis zum Warm-up kam der letzte Neuzugang aus der NHL, Adam Boqvist musste kurz vor dem Spiel Forfait geben, so musste die Mannschaft von Sam Hallam mit nur drei Ausländern im Jura antreten. Trotz aller Widrigkeiten, nur neun Akteure haben jedes Spiel gespielt, liegen die Genfer, die noch nie komplett antreten konnten, auf dem dritten Tabellenrang. Gegen ein aufmüpfiges, enthusiastisches und leidenschaftliches Ajoie reichte es für die Servettiens an einem schlechten Abend nicht, den Genfern gelang nichts, den Ajoulots gelang alles, dabei erzielten Jesse Zgraggen, Jeremy Wick und Cole Cormier ihre ersten Saisontore.
Es sind diese Spiele welche uns bereichern, wegen solchen Partien schauen wir alle Eishockey. Genau das will der Fan sehen, an diesem Abend ist der Gottéron-Fan selbstverständlich ausgenommen. Die Mannschaft von Roger Rönnberg führt, im ersten NL-Duell gegen Sam Hallam, nach 15 Minuten mit 3:0, dank drei Treffern in Überzahl und alles läuft für die Freiburger. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt einen Cent auf die Genfer gesetzt, oder doch? Denn Genf lag schon gegen Ajoie und Rapperswil-Jona bis ins letzte Drittel hinten und kam zweimal zurück. Entscheidend ist sicherlich Jesse Pulujärvis Treffer zum 1:3, noch im ersten Drittel.
Servette, welches erstmals mit sechs Ausländern (Granlund ist zurück und trifft) spielen kann, kämpft mit Leidenschaft und Einsatz gegen den Meister, welcher auch heute nur mit fünf Söldnern antreten kann, und ringt ihn im Penaltyschiessen durch den zweiten Treffer von Puljujärvi nieder. Das ist beste Werbung für unsere Liga, auch Liga-CEO Denis Vaucher sitzt in einer Genfer-Loge, und beste Werbung für den Eishockeysport.
Wenn Ambri-Piotta in Genf gastiert, dann geschieht nicht selten etwas Spezielles. Kurz vor Genfs 2:0 durch Vili Saarijärvi gingen bei den Kommentatoren die Lichter aus. Die Bildschirme aller drei Sprachregionen sind ausgefallen. Der Ausfall konnte bis Spielende nicht behoben werden, so war improvisieren angesagt. «Warum braucht ihr Kommentatoren den einen Bildschirm? Ihr könnt ja das Spiel direkt schauen und kommentieren», lautet der Tenor. Beim Unterbruch konzentrieren wir uns auf den Bildschirm, denn da läuft das Bild welches die TV-Zuschauer in der Stube empfangen. Wenn der Kommentator also nichts mehr zu einem Pfostenschuss in der Zeitlupe kommentiert oder den Zuckerpass von Jesse Puljujärvi auf Markus Granlund nicht mehr erläutert… …dann stehen wir dumm da.
Wie komme ich zum TV-Bild, möglichst so, dass der TV-Zuschauende nichts von unserem Ausfall mitkriegt? Es gibt den gleichen Kanal auf Genfs Videowürfel, jedoch wird dieser immer wieder durch eigene Einspieler und Klubwerbung unterbrochen. Links von mir sitzt Ambris Goalietrainer Pauli Jaks und dieser hat das TV-Bild auf seinem Notebook, welches weiter funktioniert. Also ist der erste Schweizer NHL-Spieler der Geschichte meine Rettung in Genf. So kommentiere ich mehr als das halbe Spiel, während den Unterbrüchen von Jaks‘ Notebook, jedoch hat dieser Stream eine leichte Verzögerung von 1-2 Sekunden. Trotzdem komme ich, mehr recht als schlecht, wie die Gäste aus der Leventina durch diese Partie.
Genf-Servette liegt im vierten Heimspiel, im zweiten Drittel, gegen Ambri-Piotta mit 2:4 zurück, eine Mannschaft, welche auf dem Papier den Titel holen kann, sich bisher aber mehr schlecht als recht präsentiert denn die 0:11-Schlappe in Lausanne warf Fragen auf. Doch genau diese zwei Gesichter machen Genf in seiner 120-jährigen Geschichte aus. «Wenn ein Ort keine Geschichte hat, interessiert er mich nicht», sagt ein kultiger Berner Mundartsänger. Und Genf, ist «die Mutter» dieser Aussage. Kein anderer Club hat so vieles durchgemacht wie der HC Genf-Servette und kein anderes Eisstadion ist so lange mit dabei wie die Patinoire-les-Vernets.
Ein Ort der interessanter nicht sein könnte. Auf dem ehemaligen Areal der schweizerischen Landesausstellung von 1896 wird die Patinoire, am 28. November 1958 eröffnet und ist zu diesem Zeitpunkt, nach dem Zürcher Hallenstadion, erst die zweite Eishalle der Schweiz. Heute ist sie als älteste Halle immer noch in Betrieb und wirkt, weitaus jünger als es der Bau des Architekturtrios Albert Cingria, François Maurice und Jean Duret erahnen lässt. Der Bereich der Presseplätze, direkt unter den massiven Stahlträgern, wurde im Lauf der Jahrzehnte verbreitert und es scheint, als ob man hier die Geschichte förmlich riechen kann.
Das Gefühl auf den Presseplätzen gleicht einem alten Theaterbalkon, ein Granatroter Teppich ebnet den Weg zum Kommentatoren Platz, welcher die alten Reporterkabinen während der Ära-Chris McSorley, die längste eines Genfer-Trainers, ersetzt hat. Unverändert sind die imposanten Stahlträger, an denen noch der Staub der vergangenen 67 Jahre zu haften scheint. Etwa von 1959, als hier erstmals zwei Profiteams, die Boston Bruins und die New York Rangers, aus der NHL in der Schweiz gastierten. Oder von 1961, von den Weltmeisterschaften, wo für Frankreich ein gewisser Alain Bozon, der Grossvater von Servettes Tim und Vater von Philippe, dessen Nummer 12 heute unter der Hallendecke hängt, auflief.
Oder von 1963, als sich die beiden Clubs, Urania-Sports und Servette zum Genève-Servette HC formierten und zwischen 1966 und 1971 fünf Vizemeister-Titel und zwei Cupsiege feiern konnten. Selbst der 27-jährige Tiefschlaf, welcher bis in die Niederungen der drittklassigen 1. Liga und fast zum finanziellen Kollaps führte, scheint in den verstaubten Stellen der Stahlträger zu hängen. Während dieser Epoche trat das Schweizer Nationalteam im Dezember 1987 gegen den «Superblock» der Sowjetunion, welche drei Monate zuvor den hochkarätigsten Final in der Geschichte des Canada-Cups bestritten hat, an.
Sogar die Rue-Hans-Wilsdorf 4, die offizielle Adresse der Patinoire, ernannt nach dem Rolex-Gründer schreibt seine eigene Geschichte. Die Geschichte des sechsten Spieltages 2025, zwischen Genf-Servette und Ambri-Piotta, wird von einem 2:4-Rückstand in einen 5:4-Sieg umgewandelt und ein Teil davon bleibt irgendwo an den Stahlträgern hängen.
Les Vernets, 1958 (Bibliothèque de Genève)Les Vernets 2025 (Krein)
Wenns nicht läuft, läufts nicht. Dies gilt für den Saisonstart 2023-24 bei Meister Genf-Servette. Genf verliert am Dienstag mit 1:6 beim HC Lausanne und am Freitag mit 1:7 bei Fribourg-Gottéron. Was ist nur los mit dem Meister? In Freiburg wird der fünffache NHL-Backup-Goalie in der 27. Minute, beim Stand von 1:5 aus Sicht der Genfer eingewechselt. Diese Einwechslung hätte Robert Mayer nicht in Freiburg, sondern eigentlich in der NHL verdient.
Am 9. Mai 2013 steht Mayer, zusammen mit Raphael Diaz, mit den Montreal Canadiens in der ersten Playoff-Runde gegen Ottawa im Line-Up der Canadiens. Montreal taucht an diesem Abend gegen die Senators mit 1:6 und scheidet mit einer 1:4-Serie im kanadischen Duell gegen Ottawa aus. Montreals Torhüter Peter Budaj steht während 60 Minuten zwischen den Pfosten, Headcoach Michel Therrien hätte Mayer die NHL-Fauertaufe ermöglichen können und Mayer wäre der 22. Schweizer NHL-Spieler gewesen. Heute ist Mayer lediglich in der Datenback der NHL-Backup-Goalies zu finden. Mayer hätte den NHL-Einsatz verdient, der Schlussmann spielte während fünf Jahren in der Organisation der Canadiens, kam aber, neben fünf NHL-Backup-Partien, «nur» im Farmteam der Hamilton Bulldogs zum Einsatz.
Zehn Jahre später, am 22. September 2023, sitzt Mayer wieder auf der Ersatzbank und Diaz m Einsatz. Jedoch in einer ganz anderen Rollenverteilung. Genfs Nummer eins, hat die undankbare Aufgabe, erst beim 1:6 ins Spielgeschehen einzugreifen und das tut er wortwörtlich mit einem Big-Save in seinem Fänger. In der 54. Minute wird’s dem Meistergoalie jedoch zu bunt, seine Vorderleute lassen auch ihn, gegen Diaz und Co., mehrmals kläglich im Stich. Mayers Wut, mit der Hoffnung seine Vorderleute aus dem Tiefschlaf zu erwecken, entlädt sich beim «verbrätschen seines Stocks», der stellvertretend für die ganze Mannschaft büssen muss. Es ist ein Einsatz, welcher Mayer nicht beim 1:7 in Freiburg, sondern eigentlich beim 1:6 in Montreal verdient hätte.
Auf dem Trottoir auf der Sägestrasse vom Ilfiskreisel her Richtung Iflishalle sind bereits zwei Stunden vor Spielbeginn erste Fans mit „Langnau-Liibli“ unterwegs. Alles scheint zunächst so zu sein, wie vor dem Eingriff durch die Pandemie, auch der Parkplatzeinweiser ist noch der gleiche und alles scheint in Ordnung.
Doch der Parkplatzeinweiser sagt etwas was er in den letzten 19 Jahren nie gesagt hat: „Nei dir chöit da nid parkiere, das geit nümm“, auf meine Frage: „Wo soll ich denn hin?“ Gibt es keine Antwort, so fahre ich halt einfach mal Richtung Presseparkplätze und zu meinem Erstaunen sind diese tatsächlich weg. Dafür tummelt sich da eine riesige Menschenmenge, welche sich fürs Covid-Testcenter einreiht.
„Das muss das falsche Jahr sein.“
— Marty McFly, Zurück-in-die-Zukunft-II
Die nächste Hürde heisst, Eingangskontrolle gefolgt vom abhanden gekommenen Presseraum? Ein ungutes Gefühl kommt in mir hoch und ich denke an die Worte von Marty McFlys Rückkehr aus der Zukunft in „Back-to-the-Future II“: „Das muss das falsche Jahr sein?“ Irgend etwas stimmt nicht. Da kann nur einer helfen, Doc Emmet Brown, in der „Langnauer Rolle“ gespielt von Athletiktrainer Nik Hess.
Hess weist mir den Weg zum neuen Presseraum und da stehen glücklicherweise das Ehepaar Rolf und Gisela Schlapbach und die Normalität des guten, alten Jahres 2021 scheint wieder hergestellt. Zugegeben einen kurzen Moment habe ich mir die letztjährige Saison zurück gewünscht, ohne auch nur eine Menschenseele ein Spiel der National-League problemlos besuchen zu können.
Die aktuelle Abonnement-Kampagne des HC Genf-Servette. (HC Genf-Servette)
Zurück-in-die-Zukunft ist auch Thema beim Langnauer Gegner, Genf-Servettes Abonnements-Kampagne lautet „Back-to-the-Vernets“ und könnte zu diesem Abend nicht passender sein. Die Genfer sind, nach Zürich, beim zweiten Auswärtsspiel nämlich immer noch unterwegs „zurück“ Richtung „Vernets“.
„Zurück-ins-Spiel“ finden beide Teams an einem denkwürdigen Hockeyabend erster Klasse, denn das Spiel bietet alles was Eishockey bieten muss: Langnau kommt nach einem 0:2-Rückstand „zurück“, Genf-Servette kommt nach einem 3:4-Rückstand „zurück“ und „zurück“ im Stadion ist eine fantastische Stimmung, passend zu 70 Minuten Spektakel-Eishockey, mit dem besseren Ende für die Gäste.
Ein Spiel in Genf hat, neben der französischen Sprache, immer irgendwie einen französischen Flair. Genf könnte als Grenzstadt genau so gut auch in Frankreich liegen, ja und wer auf der Autobahn A1 nicht aufpasst, landet tatsächlich in Frankreich. So erinnere ich mich, jeweils auf dem Weg nach Genf, an die Geschichte des damaligen Slapshot-Redaktionsleiters Bernhard «Bärni» Grimm, als er in der ersten Saison nach dem Genfer Wiederaufstieg in die NLA mit dem gesamten «Slapshot-Karsumpel» bei Bardonnex – ohne Pass – über die französische Grenze gefahren ist, dies weil er bei der Verzweigung Perly den falschen Weg gewählt hat. Diese Geschichte führt mich noch heute, am 15. April, Grimm sei Dank, immer Richtung «La Praille» und schliesslich bis ins Quartier «Vernets».
Die Verzweigung-Perly wurde Bernhard Grimm zum Verhängnis. (Krein)
Ein bisschen Frankreich liegt in Genf dennoch in der Luft, denn im Parkhaus der Rolex soll die Presse beim ersten Playoff-Spiel gegen Freiburg-Gottéron geparkt werden. Nach 19 Jahren Genf-Retour auch für mich ein Novum und dieses lässt mich kurzzeitig im Stile von Jacques-Tatis Film Playtime durch die grosse Eingangshalle der Rolex irren. Tatis Film aus dem Jahre 1967 ist ein wahrer Klassiker und das Rolex-Gebäude gar noch älter als der Film. Ein freundlicher Securitas-Mann weist mir dann den Weg Richtung rettenden Ausgang in Richtung Patinoire-les-Vernets.
Die Vernets-Halle an der «Rue-Hans-Wilsdorf 4», benannt nach dem Rolex-Gründer, ein Bauwerk von 1958 und so aus der gleichen Epoche wie Tatis erste Meisterwerke in Farbe, wirkt aus der Ferne immer noch modern und zeitlos. Les Vernets hätte auch in einem Tati-Streifen vorkommen können. Zeitlos ist auch die Playoff-Bilanz der Gäste aus dem Kanton Freiburg, Gottéron hat noch nie eine Playoff-Serie, immerhin schon drei Serien, gegen die Servettiens gewonnen.
Die Ausgangslage zu einem zweiten Gottéron-Sieg ist so gut wie nie zuvor, denn Genf muss auf Tanner Richard und Noah Rod verzichten. Letzterer wird aber kurz vor dem Warm-up wieder als einsatzfähig gemeldet und die Wichtigkeit des Genfers Captains unterstreicht auch Sportchef Marc Gautschi vor dem Spiel im MySports-Interview (siehe Tweet).
Das Warten vor dem Interview verkürzen wir uns mit einem Hockey-Talk über den finnischen Zweitligisten Hermes Kokkola, die KHL und den ehemaligen Genfer-Junior Jonathan «Jo» Aeby.
Marc Gautschi: «Wir müssen jetzt mit Leidenschaft spielen»
Aeby spielte letzten Herbst beim SC Lyss in der MySportsLeague, der Stürmer ist dort aber nicht mehr erwünscht. Gautschi hat nur Gutes über den dreifachen Nachwuchs-Schweizermeister (zweimal mit der U20 und einmal mit der U17) mit Servette berichtet. Sportchef Gautschi hat sich noch vor der ersten Pause über den Mann aus dem eigenen Nachwuchs erkundigt und erläutert mir in der Drittelspause dessen Clubsuche in der Romandie.
Aeby selber bestätigt die Aussage des Sportchefs noch vor Genfs 3:1-Sieg per WhatsApp-Nachricht. Bestätigt hat sich auch die Aussage von Gautschi über die Wichtigkeit von Kapitän Rod, dessen Vater Jean-Luc einst für beide Kontrahenten gespielt hat, welcher seine Mannschaft an diesem Abend zum Ausgleich der Viertelfinal-Serie führt.
Genf – Gottéron 3:1 (1:0, 0:1, 2:0) Les Vernets. – 0 Zuschauer. – SR Lemelin/Mollard, Altmann/Wolf. – Tore: 4. Smirnovs (Vermin, Moy /Ausschluss Kamerzin) 1:0. 37. Mottet (Desharnais) 1:1. 52. Tömmernes (Vermin, Jacquemet) 2:1. 60. (59:44) Vermin (Winnik, ins leere Tor) 3:1. – Strafen: Genf 4-mal 2 Minuten, Gottéron 5-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Genf ohne Maurer, Mercier, Richard (alle verletzt) und Asselin (überzählig), Gottéron ohne Brodin und Rossi (beide verletzt). Gottéron von 58:24 bis 58:27 und 58:41 bis 59:44 ohne Torhüter. Genf: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Guebey, Völlmin; Smons; Vouillamoz, Winnik, Omark; Rod, Fehr, Vermin; Moy, Kast, Miranda; Montandon, Berthon, Patry; Smirnovs. Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Furrer; Kamerzin, Jecker; Abplanalp; Bougro, Schmid, Jörg; Stalberg, Desharnais, Mottet; Herren, Marchon, DiDomenico; Sprunger, Walser, Bykow; Jobin.
Nach 57 Minuten und 28 Sekunden steht es 1:0 für den HC Genf-Servette, der EHC Biel braucht unbedingt einen Sieg um sich noch direkt für die Playoffs zu qualifizieren. Nach 59 Minuten und 21 Sekunden steht es 5:1 für Biel – unmöglich? Deshalb lieben wir den faszinierendsten Sport der Welt, Biel schiesst innert 112 Sekunden fünf Tore und bleibt damit im Rennen um einen direkten Playoff-Platz. Beat Forster, Yannick Rathgeb (Biel ohne Torhüter), zweimal Fabio Hofer und Janis Moser heissen die Torschützen des «Wahnsinns von Genf.»
Wie vor 45 Jahren
Was für ein Spiel, sechs Kommentatoren legen nach 60 Minuten mit ungläubigen aber glücklichen Gesichtern ihr Headset ab, einen Treffer haben wir in 57 Minuten kommentiert… …der Rest geht in die Geschichtsbücher ein. Apropos Geschichte, die Seeländer verblüfften schon einmal mit einem Torrausch: Am 6. Januar 1976 lag Biel nach 57 Minuten gegen den HC Sierre mit 4:6 Toren in Rückstand in die Überraschung für die Walliser gegen den Leader schien perfekt. Nur eine Minute später stand es 8:6 für die Hausherren. Was für ein Schlussspurt, angefeuert von 7’700 Zuschauern, schossen die Seeländer innert 53 Sekunden vier Tore. Reto Lohrer, René Berra, Barry Jenkins und René Stämpfli hiessen die Torschützen zwischen 57:21 und 58:14 beim «Wunder» von Biel.
Das «Wahnsinn» von Genf geht unter die Haut, Direktbeteiligte und Journalisten sind Minuten später noch beflügelt durch den Effort der Seeländer. Aber nicht alle sind derart aufgewühlt, Beat Forster, «Flaschenöffner» für Biel und Urheber des Genfer Unheils, ist schon kurz nach dem Spiel äusserst gelassen, was man von mir und meinen Fragen nicht behaupten kann (Interview): Sollte es nicht «abgezeichnet» heissen? Einen äusserst turbulenten Tag hinter sich hat Biel-Sportchef Martin Steinegger, am Nachmittag sieht er wie Biels U20-Elit-Junioren im Playoff-Final gegen Zug (2:7) fünf Gegentore innert 12 Minuten und 42 Sekunden hinnehmen müssen, ein paar Stunden später wird er Zeuge des Wahnsinns von Genf.
Verarbeiten ohne Bier
Auch Fabio Hofer, der an drei Treffern beteiligt ist, hat sowas weder in Österreich noch in der Schweiz je erlebt und muss dies geistig noch verarbeiten. Nach den Interviews würden sich die Berichterstatter nach so einem Spiel normalerweise in der Prime’s Fine Food & Sports Bar, dem ehemaligen «McSorley’s», ein Bierchen gönnen um erlebtes gemeinsam zu verarbeiten. Ja dieses Spiel hätte eine ausverkaufte Les Vernets Halle mehr als verdient gehabt, es ist eines jener Spiele über welches man in 45 Jahren noch darüber spricht, ob dann noch einer weiss, weshalb es keine Zuschauer gab?
Wie ich, muss Fabio Hofer eben erlebtes noch verarbeiten. (Andreas Ruefer)
Der 112-Sekunden Wahnsinn von 2021
Zeit
Sekunden
Torschütze
Spielstand
57:29
0
Forster (Hofer, Künzle)
1:1
57:41
12
Rathgeb (Pouliot, Trettenes)
1:2
58:03
34
Hofer (Lindbohm, Komarek)
1:3
58:56
87
Hofer (Van Pottelberghe)
1:4
59:21
112
Moser (Pouliot, Brunner)
1:5
Das 53-Sekunden Wunder von 1976
Zeit
Sekunden
Torschütze
Spielstand
57:21
0
Lohrer
5:6
57:46
25
Berra
6:6
57:59
38
Jenkins
7:6
58:14
53
Stämpfli
8:6
3. März 2021
Genf-Servette – Biel 1:5 (1:0, 0:0, 0:5) Les Vernets. – 0 Zuschauer. – SR Hebeisen /Fluri; Obwegeser /Progin. – Tore: 19. Omark 1:0. 57:29 Forster (Hofer) 1:1. 57:41 Rathgeb (Ausschluss) 1:2. 58:04 Hofer 1:3. 58:56 Hofer (Ausschluss/ins leere Tor) 1:4. 59:21 Moser (Komarek/Ausschluss) 1:5. – Strafen: Genf-Servette 4-mal 2 Minuten, Biel 3-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Genf-Servette ohne Maurer, Mercier (beide verletzt), Fritsche und Riat (beide überzählig). Biel ohne Fey (verletzt während Einlaufen), Hischier, Hügli (beide Isolation), Rajala (rekonvaleszent), Kreis, Tanner (beide vorsorgliche Quarantäne), Fuchs, Lindgren, Lüthi (alle verletzt) und Schläpfer (Langenthal), dafür erstmals mit Augsburger und Jaquet (B-Lizenz La Chaux-de-Fonds). Biel von 57:33 bis 57:41 ohne Torhüter. Genf-Servette von 58:12 bis 58:56 ohne Torhüter. Genf-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Völlmin, Smons; Guebey; Moy, Fehr, Miranda; Vouillamoz, Winnik, Omark; Patry, Richard, Vermin; Montandon, Kast, Berthon; Smirnovs. Biel: Van Pottelberghe; Moser, Stampfli; Rathgeb, Lindbohm; Sartori, Forster; Jaquet; Brunner, Pouliot; Trettenes; Ulmer, Komarek, Hofer; Kessler, Cunti, Künzle; Kohler, Gustafsson, Augsburger.
Der Auftrag ist klar, im Rahmen unserer Sendung «behind-the-bench» (auf MySports One) soll es ein Doppelinterview mit den Matte-Zwillingen, Louis (HC Genf-Servette) und René (HC Ambrì-Piotta) geben. Schon im Presseraum der Les-Vernets-Halle gebe ich meine Interview-Wünsche bekannt. Mein Tessiner Kommentatoren-Pendant fragt, wer der beiden Matte-Zwillinge denn älter sei? René ist eine Minute älter als Louis. Und Louis erklärte mir mal in Biel: «Nicht einmal unser Vater kann uns auseinanderhalten, wenn wir Einzel erscheinen.»
Genf-Louis besiegt Ambrì-René
Das Spiel ist zu Ende, René Matte und Ambrì haben gegen Louis Matte und Genf-Servette mit 1:3 verloren, Louis ist schon da und wir warten gemeinsam auf seinen Bruder René. Nun muss ich mich konzentrieren, denn René muss links im Bild stehen, dass heisst auf meiner rechten Seite, René muss rechts-, zu meiner linken Seite im Bild stehen. Die Vorgabe muss eingehalten werden, sonst sind die beiden während des Interviews falsch angeschrieben (die Untertitel in Erlenbach sind schon bereit). Zumindest die Eselsbrücke «René-rechts und Louis-links» funktioniert.
Schach-Matte
Die Matte-Zwillinge wechseln kurz vor dem Interview nach einmal die Seiten, ich konzentriere mich auf die Fragen und die Eselsbrücke, bemerke die falsche Konstellation nicht mehr rechtzeitig und starte mit dem brisanten Doppel-Interview. Die Frage an Louis geht an René und die Matte-Zwillinge haben mich kurzerhand «Schach-Matte» gesetzt – ach ja und die Eselsbrücke? Die Brücke hab ich nicht mehr gesehen, aber den Esel.
Am 23. Oktober 2018 schiesst Steve Mason innert 6 Minuten und 39 Sekunden seine National-League-Tore eins und zwei. Beide Treffer fallen im Powerplay und die Lakers gewinnen gegen Genf-Servette mit 4:3. Die Mason-Doublette zum 3:2 und 4:2 ist wegweisend für Rapperswil-Jonas zweiten Sieg im zwölften Spiel. Der holländisch-kanadische Doppelbürger spielt seit 2015 für die Lakers und kam während der Saison 2015-16 vom niederländischen Spitzenklub Tilburg Trappers in die Rosenstadt.
diese Karte habe ich auch noch
Vor dem Interview mit MySports frage ich den holländischen Internationalen, Mason bestritt fünf Weltmeisterschaften, ob er sich an seinen ersten Verein erinnern könne, die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen, «ja den SC Lyss.» Steves Vater Doug Mason wurde im Sommer 1992 vom damaligen NLB-Club Lyss als Nachfolger von Mike McParland verpflichtet, so unternahm «klein-Steve» im alter von vier Jahren bei den Lysser Bambinis die ersten Gehversuche auf dem Eis.
Einst gegen Rapperswil-Jona
Vater Doug wurde, in der schlechtesten Lysser NLB-Saison, mit nur einem Sieg nach neun Spielen im Oktober 1992 entlassen. Mason wurde im Heimspiel gegen den HC Thurgau, in der zweiten Drittelspause beim Stand von 0:4 seines Amtes enthoben. Dennoch erinnert sich Steve immer noch bestens an das kurze Gastspiel: «Diese Karte (siehe Foto) habe ich auch noch», sagt der freundliche Mittelstürmer der Lakers. Übrigens, den Saisonauftakt 1992 verloren die Lysser unter Coach Mason gegen Rapperswil-Jona mit 1:8.
Für die ehemalige Genf-Servette-Legende Philippe Bozon ist schon am 21. Dezember Weihnachten. Vor dem Spiel wird Bozons Rückennummer 12 unter die Hallendecke der Patinoire les Vernets gezogen. Selbstverständlich passt das zum heutigen Gegner aus Kloten, denn dort steht Philippes Sohn Tim unter Vertrag. Papa Philippe ist Trainer des französischen Erstligisten Bordeaux Boxers und steht mit dem Tabellenvierten erst morgen wieder im Einsatz gegen Strasbourg. Ebenfalls von Bordeaux nach Genf gekommen ist Servettes heutiger Keeper Remo Giovannini, dies aber schon am 19. Oktober. Nicht nach Genf gekommen ist dafür der NHL-Scout der Vegas Golden Knights oder «Las Vegas Knights», wie die Genfer den reservierten Platz bezeichnen. Der Platz des ehemaligen 48-fachen SCB-Söldners Alexander Godynyuk bleibt über die 60 Minuten leer.
Bozon und Godynyuk
Godynyuk und Bozon treffen während ihrer NHL-Karrieren zweimal aufeinander, am 7. Oktober 1993 gewinnt Bozon mit den St. Louis Blues gegen Godynyuk und die Florida Panthers mit 5:3 und am 6. Januar 1994 in Hartford nochmals gegen Godynyuk und die Whalers mit 2:1. Bozon und Godynyuks Wege kreuzen sich auf Schweizer Eis nicht, Godynyuk verlässt 1999 den SCB, Bozon kommt 1999 nach Lugano. Am 5. November 1998 gewinnt Godynyuk mit der Ukraine erstmals ein Direktduell gegen Bozon mit Frankreich, im Rahmen der WM-Qualifikation in Ljubljana mit 4:1.
Bozens Ehrung zu Servietten Unsterblichkeit verpasst der einstige Gegner und heutige NHL-Scout der Knights. Montreals NHL-Draft Tim Bozon, durch Vaters Engagement 1994 in St. Louis geboren, übergibt als Kloten-Spieler seinem Vater das Genfer-Trikot mit der Rückennummer 12. Der 198-fache Servettien ist damit einer von sechs unsterblichen in der 113-jährigen Ära der Grenats. Bozon-Junior bleibt in der elften Minuten ein Treffer (zum 0:2) verwehrt, stattdessen wendet der ehemalige Klub seines Vaters den Rückstand in einen 4:1-Sieg und Genf-Junior Thomas Heinimann erlebt seine Tor-Premiere, leider ohne den Scout der Golden Knights…
Einmal pro Saison laden die ZSC Lions zu einem Retro-Spiel, wo die Lions in einem Trikot – welches durch eine Abstimmung der Fans bestimmt wird – aus vergangenen Zeiten antreten. In der jüngsten Ausgabe treten die Zürcher im Trikot aus den Saisons 1992-94 gegen den HC Genf-Servette an. Das schwarze Trikot von damals war von Adidas und trug die Sponsorenschriftzüge «Inag» und «Lehmann», Hosensponsor von damals war der japanische Softwareentwickler und Spielkonsolenhersteller «SEGA». Die besten Spieler jeder Heimpartie wurden jeweils mit einer SEGA-Mega-Drive Spielkonsole ausgestattet. Die Kinder der 70er und 80er Jahre sind damit bestens vertraut, eishockeytechnisch sind «EA-Hockey» oder «NHLPA Hockey ’93» Kult.
„zwei Minuten später folgt der lupenreine Hattrick und ein weiterer dreifacher Roman“
— Wie einst auf EA-Hockey der Sega-Spielkonsole
Zu jener Zeit, dümpelte Zürichs Retro-Gegner Genf-Servette noch in der Gruppe 3 der 1. Liga, dies ist nicht abwertend gegenüber der Amateurliga gemeint, rum. Auf dem Match-Magazin des Retro-Spiels 2016 ist Roman Wick abgebildet, als ob die Verantwortlichen der Lions oder Stadionspeaker Giovanni «Giovi» Marti dies hätten vorausahnen können. Als Zürichs Topskorer Wick in der 27. Minute das 3:1 erzielt skandiert Marti Wicks Namen gleich dreimal «dä Rrr-oman, dä Rrr-oman, dä Rrr-oman», dies war bei Morris Trachsler (Torschütze zum 1:0) und Ryan Shannon (2:1) nicht der Fall. Marti: «beim dritten Treffer der Lions skandiere ich jeweils dreimal den Vornamen». Beim vierten Treffer der Lions, dem zweiten Wicks, wiederholt Marti spontan den dreifachen Roman und tatsächlich folgt zwei Minuten später der lupenreine Hattrick und ein weiterer dreifacher Roman.
Schnellster Lions-Hattrick
Retro-Wick erzielt drei Tore im 2. Drittel, es ist innert 11 Minuten und 23 Sekunden der schnellste Hattrick oder «HattWick» in der Geschichte der Lions, damit unterbietet Zürichs Topskorer seinen Teamkollegen Morris Trachsler um 20 Sekunden. Einen Hattrick den Mann/Kind selbst im alten SEGA-EA-Hockey mit der Schweiz gegen Spanien kaum hätte unterbieten können. Das Retro-Jersey 2016, Replika durch Ochsner, beschert also nicht nur Retro-Wick, sondern auch den Zürchern einen überlegenen Sonntag-Nachmittag. Der klare 5:1-Sieg über Servette ist der sechste Sieg im sechsten Retro-Spiel und damit rücken die Lions an die Tabellenspitze. Und Wick? In der 93er Ausgabe hätte er als «Best Player» einen SEGA-Mega-Drive erhalten, heute ist es ein Gutschein des Zürcher Reisebüros Cruisetour AG.
Bewusst oder unbewusst falsch aufgehängt? Das WM-Logo in den Katakomben der Arena.
Beim SC Bern bin ich immer gern, denn hier sind die besten Medienplätze der Nationalliga A, die Sicht aufs Eisfeld ist hervorragend. Das Matchblatt heute weist zwei kleine Schreibfehler auf und auf dem neuen Videowürfel leuchtet immer noch das «alte» Logo des heutigen Gegners HC Genf-Servette. Bis auf ein paar Details ist hier alles up-to-date.
Die fehlenden Interview-Partner
In der zweiten Drittelspause vermeldet Berns Medienchef Christian Dick den Ausfall von Silberheld und Post-Topskorer Martin Plüss – ausgerechnet Plüss, er sollte bei meinem «Kollegen» vom Teleclub zum Interview antreten, das wird wohl nix. Glücklicherweise ist mein Interview-Partner bereits zum Interview angemeldet und die Fragen sind bereit.
Vier Minuten vor Schluss: Matt Lombardi wird von einem Geoff-Kinrade-Schuss am Gesicht getroffen, der Kanadier muss in der Kabine verarztet werden. Tja und das wäre mein Interview-Partner gewesen und auch das wird nun nix. Kurzfristig einigen wir uns auf Goran Bezina und Kaspars Daugavins anstelle Lombardis. Beim Abgang in die Interview-Zone «Bärengraben», sehe ich wie selbst SCB-Goalietrainer Rupert Meister, ehemaliger DEL und Bundesliga Goalie, ohne gültiges Ticket nicht an den Security-Frauen vorbei gelassen wird.
Horizontale Lage
Nach dem Spiel genehmigen sich ein paar Medienvertreter beim gemütlichen Talk mit einem ehemaligen SCB-Manager ein paar Bierchen. Der SCB-Manager wurde 1990 im Rahmen der Weltmeisterschaft in Bern offiziell als Schiedsrichter verabschiedet. Das Logo der 90er WM hängt noch heute in den Katakomben der ehemaligen Allmend, aber warum zum Teufel in der horizontalen Lage? Doch dies interessiert leider eben so wenig wie das falsche Servette-Logo auf dem Berner Videowürfel…
Es ist wieder soweit, die ersten Spiele sind irgendwie immer etwas spezielles, neue Spieler, neue Trikots, neue und alte Gesichter im Stadion – einige alte Hockeyfreunde meiner Aktivzeit oder aktuelle Bekannte und Journalisten kehren, nach einem langen Sommer, alle wieder in die Eishallen zurück. Schon auf dem Weg ins Stadion lief der Draht heiss – letzte Anweisungen der Sportredaktion, seinen es Zeilenangaben oder inhaltliches. Auch der Kollege vom Schweizer Radio DRS, der den Auftakt in Freiburg erleben wird, wollte kurz wissen wo und für wen ich heute im Einsatz stehe.
Gottérons Juniorentrainer
Dann gehts endlich los, Pressekonferenz und Spielbeginn – und der Saisonauftakt 2009-10 ist schon bald wieder Geschichte. Neben mir auf der Medientribüne sitzt Gottérons Elite-Juniorentrainer und hat die Aufgabe, den morgigen Gegner (HC Genf-Servette) zu beobachten. Der Beobachter, ein ehemaliger NLA- und 1. Liga Torhüter, ist mir vor allem durch seine Zeit beim SC Lyss bekannt. Wir haben sogar Mal ein Freundschaftsspiel im selben Team bestritten, er konnte sich sogar noch daran erinnern, ans Spiel natürlich – nicht an mich.
„Der Respekt gegenüber ausländischen Trainer ist dort riesig gewesen.“
— Alex Reinhard über Salzburg
Während unserem Gespräch in den Drittels-Pausen, hat mir vor allem sein Engagement im Ausland imponiert. Drei Jahre war er als Junioren- und Torhütertrainer in der Mozart- und Red-Bull-Stadt Salzburg tätig. Eine Erfahrung welche er nicht missen möchte, der Respekt gegenüber ausländischen Trainer sei dort riesig gewesen. Nicht zu vergleichen mit einem Engagement im eigenen Land. Kommt dazu, dass es in Salzburg (fast) keine finanziellen Grenzen gab. So jettete man während der Saison kurz nach Monza um bei einer Trainingsfahrt auf der Rennstrecke den Teamgeist zu fördern.
Auch Salzburg siegte
Auch beim aktuellen Spiel zwischen dem EHC Biel und Genf-Servette standen zwei Akteure (Goran Bezina und Richard Jackman) mit Salzburger Vergangenheit auf dem Eis. Die Gäste aus Genf bezwangen die Seeländer mit 3:1. Der Matchbericht war in der Tasche und eben, der Saisonauftakt war bereits wieder Geschichte. Übrigens, auch Salzburg gewann sein erstes Spiel mit 7:6 in Klagenfurt…