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Lyss – Biel: Von Eisschlachten und Kantersiegen

 

Der Lysser Markus Witschi (rechts) bewacht Biels Nationalstürmer J.-J. Aeschlimann. (Foto: BT)

1989: Der Lysser Markus Witschi (rechts) bewacht Biels künftigen Nationalstürmer Jean-Jacques Aeschlimann. (Foto: BT)

In sechs Spielen gegen den EHC Biel ging der SC Lyss bisher erst einmal als Sieger hervor, dreimal setzte es für den Underdog sogar zweistellige Niederlagen ab. Am Samstag, 30. August, kommt es in Lyss anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums zum siebten Seeland-Derby.

Die erste Affiche fand 1970 im Rahmen des Industriecup Finals vor nur 200 Zuschauern in der neuen Lysser Eissporthalle statt. Der Lysser Hallenbesitzer Ernst Häfliger verpflichtete dazu noch drei Verstärkungsspieler aus Wichtrach. Dennoch hatte der Zweitligist gegen den überlegenen Nationalliga-B-Vertreter keine Chance und musste den Industriecup-Pokal erstmals dem EHC Biel überlassen. In der Folge konnten die Bieler bis 1994 den Wanderpokal noch acht Mal gewinnen.

Der Ursprung vom Schweizer WM-Silber 2013?

Anlässlich des Industriecups 1989, dem zweiten Aufeinandertreffen zwischen Biel und Lyss, präsentierte der SC Lyss seinen 1‘744 Zuschauern den unbekannten Kanadier Sean Simpson. Ausgerechnet im Halbfinal-Spiel gegen den EHC Biel, fiel der neue Kanadier in der 5. Minute verletzt aus. Für Simpson, der in seiner Karriere vorher nie verletzt gewesen war, kam der Ausfall im dümmsten Moment, denn Simpson hatte zu diesem Zeitpunkt in Lyss noch keinen Vertrag. In der Folge bezahlte der SC Lyss seinem Schützling lediglich Kost und Logis sowie die Therapiekosten. Auf Simpsons Initiative, bot sich der spätere Nationaltrainer im Gegenzug als Nachwuchscoach auf sämtlichen Stufen an. Die Verletzung im Spiel gegen Biel erwies sich später als Schlüsselpunkt im Leben von  Simpson.

Zwei Spiele in der Lysser Supersaison 1991/92

Im Industriecup Halbfinalspiel forderte der neu formierte SC Lyss seinem grossen Nachbar alles ab und lag zwischenzeitlich sogar mit 2:1 in Führung. Erst durch die vielen Lysser-Ausschlüsse konnte der Favorit die «Eisschlacht» mit 65 Strafminuten doch noch zu seinen Gunsten entscheiden und zog in den Industriecup Final gegen Freiburg-Gottéron ein. Die zweite Partie wurde in der Altjahrswoche, im Rahmen des Transfers von Sven Schmid, am 17. Dezember 1991 in Lyss gespielt. Zu diesem Zeitpunkt strotzte der Unterklassige als Nationalliga-B-Leader nur so vor Selbstvertrauen. Prompt musste der ersatzgeschwächte EHC Biel, der ohne seine beiden Ausländer Ramil Juldaschew und Waleri Schirjajew sowie die beiden U20-Nationalspieler Martin Steinegger und Marc Weber antreten musste, unten durch. In den letzten sechs Minuten erzielten die Lysser die wegweisenden Tore vom 3:3 zum 5:3 und realisierten den bisher einzigen Lysser-Sieg.

Die letzte Partie endete mit einer Kanterniederlage

In der Saison 2003/04 trat Lyss erstmals als Erstligist gegen den oberklassigen Nachbar aus der Nationalliga B an. Nach 20 Minuten beim Stand von 0:6 war die Partie bereits gelaufen. Immerhin kamen die Lysser in den letzten fünf Minuten noch zu zwei Ehrentreffer. Die 2:12-Klatsche ist aus Lysser-Sicht die höchste Niederlage zwischen den beiden Kontrahenten. Immerhin haben die Lysser, in der 55. Minute durch Roberto Dazio, bis heute den letzten Treffer erzielt.

Die Bilanz der beiden Coaches

Die aktuellen Coaches Kevin Schläpfer und Patrick Glanzmann standen beide auch schon als Spieler dieses Derbys auf dem Eis. Lyss-Trainer Glanzmann ist zudem einer von drei Spielern (neben Serge Meyer und Sven Schmid) welche anlässlich dieser Affiche schon beide Clubfarben getragen haben. Glanzmann steuerte in vier Spielen (eine Partie für Lyss, drei für Biel) zwei Tore gegen seinen heutigen Arbeitgeber bei. Schläpfer gab beim letzten Aufeinandertreffen die Vorlage zu Daniel Rubins zwölften und bis heute letzten Bieler Treffer.

Nur noch Tschantré und Rytz

Biel-Captain Mathieu Tschantré und der aus dem Lysser Nachwuchs stammende Torhüter Simon Rytz sind die einzigen Akteure welche schon beim Seeländer-Derby 2003 dabei waren.

 

Alle Spiele im Überblick

  1. Oktober 1970 (Industriecup, Final)
    Biel (NLB) – Lyss (2. Liga) 10:3 (5:0, 4:1, 1:2) – Eissporthalle. – 200 Zuschauer. – Tore: Lardon (3), Hügi (3), M. Burri, Kleiner, Greder (2); Birbaum, Oppliger, Hostettler.
  2. September 1989 (Industriecup, Halbfinal)
    Lyss (NLB) – Biel (NLA) 2:10 (0:2, 2:4, 0:4) – Eissporthalle. – 1’744 Zuschauer. – Tore: Weber, Weibel; Dupont (2), Gingras, Stehlin, Leuenberger (2), J. Aeschlimann, Kölliker, Boucher
  3. September 1991 (Industriecup, Halbfinal)
    Lyss (NLB) – Biel (NLA) 2:4 (0:0, 2:4, 0:0) – Eissporthalle. – 1’360 Zuschauer. – Tore: Bruetsch, Gratton; Schirjajew, Juldaschew, Schneeberger, Martin.
  4. Dezember 1991 (Freundschaftsspiel)
    Lyss (NLB) – Biel (NLA) 5:3 (2:2, 1:1, 2:0)
    – Eissporthalle. – 1‘204 Zuschauer. – Tore: Kormann, Bruetsch, Baechler, Posma, Daoust; D. Bregnard, G. Dubois, J. Aeschlimann.
  5. September 1992 (Industriecup, Spiel um Platz drei)
    Biel – Lyss 7:2 (2:1, 3:1, 2:0) – Eissporthalle. – 850 Zuschauer. – Tore: Glanzmann (2), Burillo, D. Dubois, Nuspliger, M. Weber (2); Frutiger, Kormann
  6. Dezember 2003 (Freundschaftsspiel)
    Lyss (1. Liga) – Biel (NLB) 2:12 (0:6, 0:2, 2:4)
    – Seelandhalle. – 400 Zuschauer. – Tore: Krebs, Dazio; M. Beccarelli (2), D. Altorfer, Léchenne (2), Pochon, Nideröst, Furler, Reber, Von Gunten (2), Rubin.

 

Der Bericht wurde am 29. August 2014 im Bieler Tagblatt publiziert. 

Wasa, Starköl und ein Lotterteam

WM Maskottchen Icy flankiert von 5 Schweizern.

Weltmeisterschafts-Maskottchen Icy flankiert von fünf Schweizern. (Foto: Unbekannter Schwede)

Der Startschuss unserer diesjährigen WM-Reise erfolgte in Lyss. Lyss ein «kleines Dorf»  mit 13000 Einwohnern im Berner Seeland, wo einst der aktuelle Nationaltrainer(held) Sean Simpson am Industriecup (dem Flachland Spenglercup) 1989 gegen den EHC Biel debütierte. Bereits in der 5. Minute musste er damals durch eine Verletzung die Partie beenden und so startete die wohl eindrücklichste Trainerkarriere der Schweizer Hockeygeschichte (Champions-Hockey-League-Sieger 2009, Victoria-Cup-Sieger 2009 und WM Silber 2013).

Starköl und das «Lotterteam» 

Ein bekannter Schweizer Eishockey «Chronist» erzählte mir nach unserem 3:2-Auftaktsieg, übrigens der 1. Schweizer Sieg in Stockholm seit 1948!!!, über den Gastgeber: «Schweeedä het äs Lotter-Team». Er hatte nicht unrecht, denn bis zur Ankunft der Sedin-Zwillinge war der Gastgeber alles andere als überzeugend und erknorzte sich ein 2:1-Sieg gegen Weissrussland und musste gegen die Schweiz (2:3), sowie gegen Kanada (0:3) die (Wasa)-Segel streichen. Die Segel streichen mussten auch wir, ohne dabei etwas bemerkt zu haben, da wir 24 Stunden lang nichts flüssiges zu uns genommen ausser dem tückischen Starköl.

Die Zwillinge aus Örnsköldsvik

Dank der Ankunft der Sedins verwandelten sich die Schweden vom „Lotter“ zu einem „Team“ und segelten wie eine schwedische Galeone zum 9. WM-Titel, so wie es das schwedische Kriegsschiff Wasa vor 385 Jahren hätte tun sollen. Ich bin überzeugt, ohne die Sedins wären die „Lotter-Schweden“ des Chronisten wohl schon im Viertelfinal gegen die Kanadier wie die Wasa auf ihrer Jungfernfahrt im Hafen (Globen) von Stockholm mit wehenden Fahnen abgesoffen. Übrigens haben die Sedins in 10 Pflicht-Spielen (inkl. Junioren WM) gegen die Schweiz nur 1 mal verloren, an der U20 WM 1998 (mit Julien Vauclair) mit 1:2 nach Penaltyschiessen. Vorsicht: Die Sedins werden gerne mit ihrem Schweizer Pendant, den Marti-Bros (beide sprechen fliessend schwedisch und es fliesst schwedisch) verwechselt.

In 78 Jahren um die Welt

Etwas jünger als der Untergang der Wasa ist der letzte Silber-Medaillengewinn der Schweiz. 1935 holten die Eisgenossen zum einzigen Mal WM-Silber. Den heutigen Weltmeister Schweden schlug man im Eröffnungsspiel in Davos mit 6:1. Es folgten Siege über Holland, Frankreich, Grossbritannien und die Tschechoslowakei. Gegen Ungarn und Österreich kamen wir nicht über ein Unentschieden hinaus. Die 1. Niederlage mussten wir damals wie heute erst im Finalspiel hinnehmen beim 2:4 gegen Kanada (vertreten durch die Winnipeg Monarchs). Damals noch nicht dabei waren die USA und die Sowjetrussen.

Der Kreis der Silber-Helden

Bis zum 19. April 2013 gab es 12 Schweizer Silber-Medaillen-Gewinner: Die Goalies Albert Künzler und Arnold Hintz, die Verteidiger Ernst Hug, Christian Badrutt und Oscar Schmid sowie die Stürmer Pic (Ferdinand) und Hans Cattini, Bibi Torriani (der Ni-Sturm), Herbert und Charly Kessler, Peter Müller und Thomas Pleisch. Die 12 Legenden von anno 1935 werden nun komplettiert durch Martin Gerber, Reto Berra, Mathias Seger, Roman Josi, Julien Vauclair, Raphael Diaz, Philippe Furrer, Eric Blum, Patrick von Gunten, Robin Grossmann, Severin Blindenbacher, Andres Ambühl, Nino Niederreiter, Martin Plüss, Simon Moser, Denis Hollenstein, Simon Bodenmann, Luca Cunti, Ryan Gardner, Reto Suri, Matthias Bieber, Julian Walker, Morris Trachsler und Thibaut Monnet.

All-Star-Abwehr

Mit Julien Vauclair und Roman Josi figurieren erstmals in der Hockeygeschichte gleich 2 Schweizer im WM All-Star-Team, ebenfalls werden jeweils die 3 besten Spieler jeder Mannschaft gewählt. Dabei ist Vauclair der einzige Spieler aus dem All-Star-Team welcher nicht unter die 3 besten seiner Mannschaft gewählt wurde, wie das? Das All-Star-Team wird jeweils durch die Medienvertreter gewählt, die 3 besten Spieler durch die Headcoaches. Josi wurde zudem noch zum „besten Verteidiger“ sowie zum „wertvollsten Spieler“ der WM ausgezeichnet. Als dann Kommentator Jann Billeter (nicht zu verwechseln mit Biljeter) mit Malkin und Kovalchuk MVPs aus vergangenen Jahren aufgezählt hat, fügte Mario Rottaris (Burgdorf-Gretzky) noch „Yzerman“ hinzu. Steve Yzerman wurde an der WM 1990 in Bern und Fribourg zwar WM-Topskorer, aber nicht zum „MVP“ gewählt, da diese Auszeichnung erst seit 1999 (Teemu Selänne) vergeben wird.

Offene Fragen

Ein paar Fragen bleiben aber auch nach der WM unbeantwortet. Warum haben die Schwedinnen hinten an ihrer Hose immer einen kleinen Reissverschluss? Warum war die Schweizerin aus dem Aargau mit ihrem Bruder an der WM? Warum waren die Prinzessinnen Victoria und Madeleine nie im Stadion? Warum sagte mir der Türsteher vor dem Club „you give me a drunk impression“? Und die Mutter aller Fragen, warum zum Teufel ist die Wasa gesunken?

 

 

DIE SILBER-HELDEN

TORHÜTER

Reto «Yogi» Berra. NHL-Draft 2006, Nr. 106, Calgary Flames. 2x WM 2012 (11), 2013 (Silber). U20 WM 2006 (mit Blum, Diaz, Bieber + Walker), 2007 (7, mit Grossmann + Josi). U18 WM 2005 (9, mit Cunti + Grossmann).

Martin Gerber. NHL-Draft 2001, Nr. 232, Anaheim Mighty Ducks. Stanley-Cup-Sieger 2006 mit Carolina. 9x WM 2000 (6), 2001 (9), 2002 (10), 2004 (8), 2005 (8), 2008 (7), 2009 (9), 2010 (5), 2013 (Silber). Olympia 2002 (11, mit Seger, Vauclair + Plüss), 2006 (6, mit Plüss, Blindenbacher, Ambühl + Vauclair).

VERTEIDIGER

Severin Blindenbacher. NHL-Draft 2001, Nr. 273, Phoenix Coyotes. CHL-Sieger 2009. 8x WM 2003 (8), 2005 (8), 2006 (9), 2007 (8), 2008 (7), 2009 (9), 2012 (11), 2013 (Silber). Olympia 2006 (6, mit Plüss, Ambühl, Gerber + Vauclair), 2010 (8, mit Plüss, Ambühl, Blindenbacher, Seger, PvG + Furrer). U20 WM 2001 (6), 2002 (7, mit Ambühl), 2003 (7, mit Furrer). U18 WM 2000 (4), 2001 (Silber, mit Ambühl).

Eric Blum. WM 2013 (Silber). U20 WM 2006 (mit Berra, Diaz, Bieber + Walker). U18 B WM 2004 (Aufstieg, mit Bieber + Walker).

Raphael Diaz. 87 NHL-Spiele für Montreal. 3x WM 2008 (7), 2011 (9), 2013 (Silber). Olympia 2010 (8, mit Plüss, Ambühl, Blindenbacher, Seger, PvG + Furrer). U20 WM 2005 (8, mit PvG, Furrer, Bieber + Walker), 2006 (mit Berra, Blum, Bieber + Walker). U18 WM 2004

Philippe Furrer. NHL-Draft 2003, Nr. 179, New York Rangers. 5x WM 2008 (7), 2009 (9), 2011 (9), 2012 (11), 2013 (Silber). Olympia 2010 (8). U20 WM 2003 (7, mit Blindenb.), 2005 (8, mit Diaz, PvG, Bieber + Walker). U18 WM 2002 (7), 2003 (9, mit PvG).

Robin Grossmann. WM 2013 (Silber). U20 WM 2007 (7, mit Berra + Josi). U18 WM 2005 (9, mit Berra + Grossmann).

Roman Josi. NHL-Draft 2008, Nr. 38, Nashville Predators. 110 NHL-Spiele für Nashville. MVP, bester Verteidiger und WM All-Star-Team 2013. 4x WM 2009 (9), 2010 (5), 2012 (11), 2013 (Silber). U20 WM 2007 (7, mit Berra + Grossmann), 2008 (9, mit Hollenstein + Suri), 2010 (4, mit Niederreiter), U20 B WM 2009 (Aufstieg, mit Moser). U18 WM 2007 (6, mit Cunti, Hollenstein, Suri + Moser), 2008 (8, mit Niederreiter).

Mathias Seger. CHL-Sieger 2009. Victoria-Cup-Sieger 2009. 15x WM 1998 (4, mit Plüss), 1999 (8), 2000 (6), 2001 (9), 2002 (10), 2003 (8), 2004 (8), 2005 (8), 2006 (9), 2008 (7), 2009 (9), 2010 (5), 2011 (9), 2012 (11), 2013 (Silber). Olympia 2002 (11, mit Gerber, Vauclair + Plüss), 2010 (8). U20 WM 1996 (9 mit Plüss), 1997 (7, mit Plüss). U18 EM 1995 (6 mit Plüss). Marc Crawford ¨über Seger: «Er könnte in jedem NHL-Team ein Leader sein».

Julien Vauclair. NHL-Draft 1998, Nr. 74, Ottawa Senators. 1 NHL-Spiel für Ottawa. All-Star-Team 2013. 12x WM 1999 (8), 2000 (6), 2001 (9), 2002 (10), 2004 (8), 2005 (8), 2006 (9), 2007 (8), 2008 (7), 2010 (5), 2011 (11), 2013 (Silber). Olympia 2002 (11, mit Gerber, Seger + Plüss), 2006 (6, mit Plüss, Blindenbacher, Gerber + Ambühl). U20 WM 1998 (Bronze), 1999 (9). U18 EM 1997 (Bronze).

Patrick von Gunten. 2x WM 2012 (11), 2013 (Silber). Olympia 2010 (8, mit Plüss, Ambühl, Blindenbacher, Seger, Furrer + Diaz). U20 WM 2005 (8, mit Diaz, Bieber + Walker). U18 WM 2003 (9, mit Furrer).

STÜRMER

Andres Ambühl. Scheiterte einst in New York. 10x WM 2004 (8), 2005 (8), 2006 (9), 2007 (8), 2008 (7), 2009 (9), 2010 (5), 2011 (9), 2012 (11), 2013 (Silber). 2x Olympia 2006 (6, mit Plüss, Blindenbacher, Gerber + Vauclair), 2010 (8, mit Plüss, Blindenbacher, Seger, PvG, Furrer + Diaz). U20 WM 2002 (7, mit Blindenb.), 2003 (7, mit Furrer + Blindenb.). U18 WM 2001 (Silber, mit Blindenbacher)

Mathias Bieber. 3x WM 2011 (9), 2012 (11), 2013 (Silber). U20 WM 2005 (8, mit Diaz, Furrer, PvG + Walker), 2006 (mit Walker). U18 B WM 2004 (Aufstieg, mit Blum + Walker)

Simon Bodenmann. WM 2013 (Silber). U18 B WM 2006 (Aufstieg)

Luca Cunti. NHL-Draft 2007, Nr. 75, Tampa Bay Lightning. Sein Onkel Pietro spielte mit Hollensteins Vater Felix in Calgary 1988. WM 2013 (Silber). U18 WM 2005 (9, mit Berra + Grossmann), 2007 (6, mit Hollenstein, Josi, Suri + Moser).

Ryan Gardner. CHL-Sieger 2009. Victoria-Cup-Sieger 2009. 3x WM 2009 (9), 2011 (9), 2013 (Silber).

Denis Hollenstein. Sein Vater Felix spielte mit Cuntis Onkel Pietro in Calgary 1988. 2x WM 2012 (11), 2013 (Silber). U20 WM 2008 (9, mit Josi + Suri). U18 WM 2007 (6, mit Cunti, Josi, Suri + Moser).

Simon Moser. 3x WM 2011 (9), 2012 (11), 2013 (Silber). U20 B WM 2009 (Aufstieg, mit Josi). U18 WM 2007 (6, mit Cunti, Josi, Suri + Hollenstein).

Nino Niederreiter. NHL-Draft 2010, Nr. 5, New York Islanders. 64 NHL-Spiele. U20 WM All-Star-Team 2010. 3x WM 2010 (5), 2012 (11), 2013 (Silber). U20 WM 2010 (4), 2011. U18 WM 2008 (8, mit Josi), 2009 (8, mit Josi)

Martin Plüss. 12x WM 1998 (4, mit Seger), 1999 (8), 2001 (9), 2002 (10), 2003 (8), 2004 (8), 2005 (8), 2006 (9), 2009 (9), 2010 (5), 2011 (9), 2013 (Silber). 3x Olympia 2002 (11, mit Gerber, Seger + Vauclair), 2006 (6, mit Blindenbacher, Ambühl, Gerber + Vauclair), 2010 (8, mit Blindenbacher, Seger, PvG, Furrer, Ambühl + Diaz). U20 WM 1996 (9, mit Seger), 1997 (7, mit Seger). U18 EM 1995 (6, mit Seger).

Reto Suri. WM 2013 (Silber). U20 WM 2008 (9, mit Josi + Hollenstein). U18 WM 2007 (6, mit Cunti, Josi, Hollenstein + Moser).

Morris Trachsler. WM 2010 (5), 2011 (9), 2012 (11), 2013 (Silber). U20 WM 2004 (8).

Julian Walker. NHL-Draft 2006, Nr. 162, Minnesota Wild. WM 2013 (Silber). U20 WM 2005 (8, mit Diaz, Furrer, PvG + Bieber), 2006 (mit Berra + Bieber). U18 B WM 2004 (Aufstieg, mit Blum + Bieber).

Barcelona am Industriecup?

Banska Bystrica, der junge slowakische Klub aus der Mittelslowakei ist erst sechs Jahre alt, daher der Name «HC ’05 Banska Bystrica», 05 steht für 2005. Für Verwirrung sorgt die Speakerin, welche man als Chrige Nyfeler im Westentaschenformat bezeichnen könnte: «Nöiä Spiustang, Bieu Zwöi, Banska Füf, Ejs», wie? Banska Fünf oder Eins? Ach so, gemeint war wohl Banska ’05 hat bisher ein Tor auf dem Konto?

Mes que un Car

Verwirrend ist es weiterhin, denn vor der Lysser Seelandhalle steht der Mannschaftscar des FC Barcelona. Was jetzt? Barcelona, Banska Bystrica oder Biel? Die Slowaken haben den Spaniern den «alten» Car abgekauft – sogar ein Fussball mit allen Unterschriften der FCB-Stars hat im neuen Bystrica-Car einen schönen Platz. Ob die Slowaken ihren neuen Teambus je umspritzen? Morgen wird der Car in Adelboden für Verwirrung sorgen, denn der «FC Barcelona» testet im Berner Oberland gegen den SC Bern.

EHC Biel – HC Banska ’05 Bystrica 5:1 (1:1,1:0, 3:0)
Seelandhalle, Lyss. – 672 Zuschauer. – SR Eichmann, Kämpfer; Huguet, Wermeille. – Tore: 7. Gerber (Fröhlicher) 1:0. 11. Cesik (Kolba, Cebak/Ausschlüsse Bordeleau, Fröhlicher) 1:1. 28. Ehrensperger (Gossweiler, Gerber) 2:1. 42. Spylo (Wieser) 3:1. 58. Steinegger 4:1. 59:42 Zigerli (Huguenin, Bordeleau) 5:1. – Strafen: je 5-mal 2 Minuten.
Biel: Berra; Preissing, Huguenin; Steinegger, Gossweiler; Wellinger, Fröhlicher; Grieder; Miéville, Bordeleau, Peter; Wetzel, Wieser, Zigerli; Ehrensperger, Haas, Truttmann; Spylo, Beaudoin, Gerber; Leuenberger.

Schwere Jungs am Industriecup

Seelandhalle Lyss, der HC Davos-Car fährt vor, Paul Berri, dienstältester Betreuer aller Ligen und Länder aller Zeiten, entsteigt dem «Stiffler-Car» mit den Worten «wia henders?» Er erzählt vom heutigen Fussballspiel des Schweizermeisters gegen die «schweren Jungs» aus dem Knast in Regensdorf, welches aus Bündner Sicht mit 0:1 verloren ging. «Dia hend a paar ganz schweri Jungs», sagte Berri beindruckt.

Intensives Programm

Das Programm der Davoser ist intensiv. Am Vormittag ein Eistraining in Davos, Fussballspiel in Regensdorf, Industriecup Spiel in Lyss gegen den tschechischen Vizemeister und künftigen Spengler Cup-Teilnehmer HC Vítkovice Steel (1:3). Dann das obligate Nachtessen in Aspi bei Seedorf, die Bündner gastieren anlässlich des Industriecups immer im Restaurant Kreuz, spät Abends die Rückfahrt ins Bünderland. Am nächsten Vormittag folgen gleich zwei Eistrainings in Davos, denn auch die Bündner sind «schweri Jungs.»

HC Davos – HC Vítkovice Steel 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)
Seelandhalle Lyss. – 562 Zuschauer. – SR Eichmann, Kämpfer; Huguet, Wermeille. – Tore: 27. Taticek (Reto von Arx) 1:0. 29. Burger (Klimek, Malik) 1:1. 47. Huzevka (Strurc) 1:2. 59. Klimek (Burger/Ausschluss Neher) 1:3. – Strafen: Davos 4-mal 2 Minuten. Vítkovice 11-mal 2 Minuten.

Von Pizzen und Lyssern

http://www.dieci.ch/

Wieder Mal steht Rapperswil-Jona auf dem Programm. Nach einer eher mühsamen und langen, trotz neuer „Züri-West“ Umfahrung, Autofahrt in die Rosenstadt komme ich gut gelaunt in der Diners-Club-Arena an. Kurz vorher noch etwas zu essen? Nein ich spare mir den Appetit auf ein „Schnitzel-Baguette-Brot“ für später auf, nach Arbeitsschluss.

Zu Gast ist der SC Bern, welcher den gleichen Weg auf dem „langen und grauen Band“ hinter sich gelassen hat. Während das Spiel läuft und ich fleissig am kommentieren bin, fällt mir auf, dass sich mindestens drei Lysser im Stadion befinden. Michel Riesen bei den Lakers, Philippe Rytz beim SCB und meine Wenigkeit auf der Tribüne. Mit Riesen habe ich bei den Moskitos des SC Lyss ein paar Spiele bestritten. Philippe Rytz war damals noch zu klein, doch mit seinem Bruder habe ich mehr als nur eine Saison absolviert.

So haben wir alle unseren Weg gemacht, erfolgreicher oder eben weniger erfolgreicher, je nach dem von WO und WIE man es betrachtet. Schliesslich sind wir alle am 23. Oktober 2009 in Rapperswil-Jona gelandet.

Nach dem Spiel gibts leider kein Interview mit Riesen oder Rytz, sondern mit Rappi-Hüter Daniel Manzato (einem Fribourger). Und was war da noch vor dem Spiel? Ach ja ein „Schnitzel-Brot“, doch leider bin ich zu spät, die Food-Theke ist nach Spielschluss bereits geschlossen.

http://videoportal.sf.tv/video?id=c0be8744-9b44-4d35-879e-ce70a544652e

Um den Appetit doch noch stillen zu können blieb mir nur noch eine Möglichkeit: 10′ DIECI! Einer der Mitgründer der in Rapperswil bekannten Pizza-Kette (welche auch noch eine Bar und eine Gelateria an bester Lage betreibt) ist ex-NLA-Crack Harry Rogenmoser. Als ich meine Bestellung aufgebe, erkenne ich neben mir Sandro Tschuor (Lakers), der kurz vorher noch mit Riesen und gegen Rytz um Punkte gekämpft hat. Unsere beiden Pizzen kommen sogar auf dieselbe Rechnung, doch wir bezahlen selbstverständlich getrennt. Ich wünsche ihm einen guten Appetit und ein gutes Spiel morgen in Biel, wo auch ich wieder dabei sein werde… Rapperswil-Bern, Biel-Rapperswil…