Schlagwort-Archiv Michael Krein

Der Patron von Court

Foto: Eine eigene Hall-of-Fame im Dachstock, Monsieur Charpié (hinten) durchstöbert seine faszinierende Welt des Eishockeys. (Michael Krein)

Die Fahrt durchs Vallée-du-Tavannes führt im östlichen Teil ins verschlafene Dörfchen Court. Das ehemalige Strassenzeilendorf liegt im Berner Jura, hier scheint die Zeit noch stehengeblieben, es ist als würde man zurück in die 80er Jahre versetzt. Treffpunkt ist die Rôtisserie La Calèche, zwischen der Hauptstrasse und der Bahnlinie. Im schmucken, typisch welschen Landgasthof sticht ein Service-Tablar mit dem Mannschaftsfoto des EHC Biel ins Auge. Der ehemalige EHCB-Spieler Francis Lardon führt das Restaurant, Lardon gehörte 1978 zum ersten Bieler Meisterteam.

Den Chef des Hauses sehen wir nicht, denn dies ist auch nur die Zwischenstation auf dem Weg zum Haus von Monsieur Charpié. Der 67-Jährige lebt seit Jahren in seinem eigenen Eishockey-Museum in Court. Auf der Fahrt zu Monsieur Charpié erblicken wir, nach dem überqueren der Birs, den Wegweiser zur Patinoire de Court, die offene Eisbahn auf einer ehemaligen Kuhweide liegt nur 800 Meter von Charpiés Haus entfernt.

ACBB Paris und Wembley Lions

Der Patron, im Team-Kanada-Pullover, öffnet seine Türe wie die Tore zu einem geheimen Nummerndepot einer Schweizer Bank. Bereits der erste Blick bringt uns zurück in die 50er Jahre, das Trikot vom Athletic-Club-de-Boulogne-Billancourt (ACBB) Paris hängt am Treppengeländer, welches zu Charpiés persönlicher Hall-of-Fame in den Dachstock führt. «Das ist das Original-Trikot von Jean Ayer», sagt der passionierte Hockeysammler. Er habe noch mehr von Ayer, unter anderem sämtliche Matchprogramme aus seiner Zeit bei den Wembley Lions in London.

Du wirst schlichtweg erschlagen

Schon nur diese Aussage, lässt uns zumindest im Ansatz erahnen, was sich noch alles in seinem Archiv verbergen könnte. Dann betreten wir das Reich Charpiés, es erinnert an den Bieler Spielzeugladen Schöni an der Kanalgasse 37, hier gibt es alles – alles – vom Trikot des EHC Nidau, über sämtliche Trikots des HC Villars und CP Court, bis zu einer Jacke der Montreal Canadiens 1952 von Doug Harvey, die Lizenzen der Croci-Torti’s (Guy, Jean-Luc und Yves), Presseordner des EHC Olten oder sämtliche Chroniken vom Lausanne HC bis zum HC Le Fuet Bellelay.

Emotionale Erschöpfung

Nach ca. 90 Minuten schleicht sich im Denkzentrum eine psychische Übermüdung ein, man ist nicht mehr in der Lage neue Informationen und Eindrücke einzuordnen. Selbst der hartgesottenste Hockey-Romantiker erreicht hier mit der emotionalen Erschöpfung die erste Stufe eines Burnouts. Allerdings lässt sich das Burnout nicht auf negative-, sondern auf den massiven Überfluss positiver Eindrücke zurückführen. Du wirst schlichtweg erschlagen. Und Monsieur Charpié? Der Patron stöbert, räuspert, erzählt und präsentiert einen Leckerbissen nach dem andern.

Hat er selber noch den Überblick? Weiss er wo er was verstaut hat? Woher hat er nur all diese Zeitzeugen? Und was sagt Madame Charpié? Diese Fragen gehen einem zusätzlich durch den Kopf. Es ist pure Eishockey-Romantik, in diesem Archiv scheint die Zeit noch langsamer zu laufen, als dies im Dörfchen Court der Fall zu sein scheint – und das ist gut so. Es ist ein Eintauchen in eine andere Welt mit einem gutmütigen Patron, der hier einen wichtigen, längst verloren gegangenen Teil des Schweizer Eishockeys in welscher Manier, aber mit grösster Sorgfalt beherbergt.

Besuch vom 12. November 2016 – Chris Habegger, Beat Kurt und Michael Krein

Kevin allein im Stadion

Kevin allein im Stadion vom 11. November 2016 – Der Haas hoppelt nach Bern, die SCL Tigers stehen vor den Toren der Stadt. Was der EHC Biel-Bienne Trainer Kevin Schläpfer wohl dazu meint…

Kevin allein im Stadion vom 28. Oktober 2016 – Sieben Niederlagen aus den letzten sieben Spielen… Was ist bloss los mit dem EHC Biel-Bienne? Und wieso ist die Bibel glaubwürdiger als der Blick Sport? «Kevin» weiss es…

Kevin allein im Stadion

Kevin allein im Stadion vom 16. September 2016 – Spylo-Attacke, Fribourg-Gottéron, Saisonstart? Was da wohl «Kevin allein im Stadion» durch den Kopf geht?

Kevin allein im Stadion vom 8. September 2016 – Nachts, wenn das Training längst beendet ist, lässt er seinen Gedanken freien Lauf… E guete Saisonstart mitenand!

Meine Begegnung mit Langnaus Kultfigur

Wale Gerber sw

Walter Gerber, 1969-2012 (Foto: EHC Mirchel)

Der Kultspieler des SC Langnau hatte in der Saison 1997/98 grossen Anteil am Wiederaufstieg der Emmentaler in die Nationalliga A (NLA). Bereits vier Jahre zuvor ist Gerber mit Langnau von der 1. Liga in die Nationalliga B (NLB) aufgestiegen. Dieser Erfolg gelang ihm in der Saison 1999/00 nochmals mit dem HC Ajoie. Zwischen 2001 und 2012 spielte er in der 2. Liga für den EHC Oberlangenegg. Gerber absolvierte für Langnau, Lyss, Chur und Ajoie 383 Spiele in der NLB, erzielte 65 Tore und buchte 141 Assists.

2. Liga Saison 2001/02

Ich erinnere mich an den 17. November 2001, mit dem SC Biberen gastierten wir im Hinterland der Schallenberger Berge beim 2. Liga-Aufsteiger EHC Oberlangenegg. Nach dem «Warm-up» sagte mir Biberen-Coach Andreas «Res» Kohler (ebenfalls eine Kultfigur): «Michel (er nannte mich jeweils Michel) du bist der einzige, der die läuferischen Fähigkeiten besitzt Wale Gerber auf Schritt und Tritt zu folgen.»

Gerbers Rucksack

Der Auftrag war klar, mit mir als «Rucksack», sollte die ehemalige Nationalliga-Kultfigur kein Tor erzielen. Kohlers Worte sollten sich als richtig erweisen. An diesem kalten November-Abend legte ich meine grösste taktische Leistung ab und folgte Gerber auf Schritt und Tritt, wie einst Biels Bernhard Wist dem Freiburg-Kanadier Jean-François Sauve. Gerber erzielte keinen einzigen Skorerpunkt, dennoch mussten wir kurz vor Schluss noch den 5:5-Ausgleich hinnehmen und ich habe während 65 Minuten keine einzige Scheibe gesehen.

 

In Erinnerung an Walter Gerber, der 2012 im jungen Alter von 43 Jahren an einem Hirntumor erlegen ist. Seine Rückennummer 44 wird in Langnau nicht mehr vergeben.

Lockout, Australien und Rapperswil

Zwei ehemalige Australien-Söldner: Michael Krein und Andreas Camenzind (Rapperswil-Jona Lakers).

In der 14. Minute erzielt Andreas Camenzind durch ein herrliches Zuspiel Adrian Wichsers den 1:1-Ausgleich gegen den HC Davos. Die Lakers gewinnen das zweite Saisonspiel mit 3:2 nach Verlängerung gegen Davos. Für den zum Verteidiger umfunktionierten Camenzind ist es der erste Treffer der neuen Saison.

Und – es ist der erste Treffer seit «nur» knapp vier Monaten, Camenzinds Pause dauerte kürzer als die seiner Teamkollegen. Seinen letzten Treffer erzielte er mitten im Sommer oder im australischen Winter, am 19. Mai 2012 vor 260 Zuschauern in Melbourne mittels Penalty gegen den Australier Fraser Carson im Tor der Melbourne Mustangs.

Irgendwie verrückt, nach 7 Spielen und 17 Punkten bei den Gold Coast Blue Tongues in Brisbane kehrte der gebürtige Wettinger wieder an den Zürichsee zurück. Nun heissen die Gegner wieder ZSC Lions und HC Davos statt Melbourne Ice und Adelaide Adrenaline und die Mitspieler Jason Spezza statt Marco Bertossa…

Vorsicht während Interviews

Der folgende Bericht vom Lokalsender Tele Bilingue wurde von meinem Berufskollegen Philippe Delisle (TeleBärn) ausfindig gemacht.
Eine saubere Recherche, denn mir ist mein Lapsus zum Zeitpunkt des Geschehens, am 15. September 2009, nicht aufgefallen, andere behaupten ich sei Mediengeil…

Glaciarium Baulkham Hills, Sydney

Der Stolz des australischen Eishockeys!

Glaciarium Baulkham Hills, Sydney

Sydneys Glaciarium II in Baulkham Hills, Heimstätte der Sydney Bears. (Foto: zvg)

Am 17. August 2003 unternehme ich den zweiten Versuch (Erster Versuch, siehe Blog vom Juli 2003) das Eisstadion in Baulkham Hills (Heimstätte der früheren Macquarie Bears und heutigen Sydney Bears) zu finden. Dieses Mal aber ohne Ausrüstung im Schlepptau und mit einem guten Zeitmanagement, finde ich den modernsten und komfortabelsten Eisrink (erbaut 2002) Australiens. Dabei wird mir klar, dass ich vor fünf Wochen ca. sechs Stationen zu früh aus dem Bus gestiegen bin, da hätte ich bei Nacht und Nebel noch lange suchen können…

Kurz vor 18 Uhr betrete ich das Sydney Glaciarium (das erste Glaciarium wurde 1907 an der George Street in der Stadt eröffnet) und ich war überwältigt. So gut habe ich mir die Halle nicht vorgestellt. Im Vergleich zur veralterten Eishalle in Blacktown (wo die Ice Dogs Zuhause sind und 1989 immerhin die C-Welmeisterschaft über die Bühne ging) ist das Glaciarium ein wahres Prunkstück, selbst mehr als die Hälfte aller Nationalliga A Teams würde sich über eine solche Arena freuen.

Dieser Rink ist das wertvollste des australischen Eishockeys!

Erneut besuche ich ein Spiel der Australian-Ice-Hockey-League (AIHL). Dieses Mal stehen sich die Sydney Bears, das Team mit dem ich eigentlich hätte trainieren sollen (vor meiner Abreise war ich mit Präsident Hugh Ferrar in Kontakt) und die Letztplatzierten Canberra Knights gegenüber. Das Heimteam der Bears trägt die Jersey-Farben weiss/schwarz/rot/silber, die Gäste aus der Hauptstadt spielen in türkisfarbenen Trikots. Die Athmosphäre ist atemberaubend für mich, dieser Rink ist das wertvollste des australischen Eishockeys. Die Sydney Bears (aktueller Titelträger) haben die beste Infrastruktur der Liga und können, nicht nur wegen dem Bären-Logo, als «die australische Antwort auf den SCB» bezeichnet werden!

Fans fiebern mit

Ich habe das Gefühl, ich besuche ein Nationalliga A Spiel der Schweiz, doch das Niveau würde ich mit der 2. Liga bei uns vergleichen. Die Fans auf der modernen Sitzplatztribüne fiebern richtig mit, so wie das wohl in keinem anderen Eisrink, wenn ich an das Spiel vom vorletzten Wochenende der Western Sydney Ice Dogs denke, Australiens der Fall sein konnte (Anm. der Red., die Stimmung in Canberra gilt als phänomenal). Ich zähle ca. 250 Zuschauer. «Bei Spitzenspielen wie letztes Wochenende gegen den Leader Adelaide Avalanche ist die Halle jeweils voll», so Bears General-Manager Wayne Hellyer. Die Bears bezwingen die Knights schliesslich mit 8:2. Die herausragendsten Akteure sind die australischen Nationalspieler Murray Wand, Tyler Lovering und Vladimir Rubes. Auch der U20-Nationalspieler Daniel Blythe-Edwards zeigt eine sehr gute Leistung.

Australische Kontakte 

Bears-Manager Hellyer erklärt mir während des Spiels, dass ein Spieler Canberras (Jason Taite) in Manly wohnen würde. So treffe ich Taite gleich nach dem Spiel und kann mit ihm nach Manly zurückfahren (eine Stunde mit dem Auto). Taite spielte nicht nur an der letzten Inline-Hockey-Weltmeisterschaft für Australien, sondern auch schon für zahlreiche Australische Vereine (unter anderem gewann er mit New South Wales den Goodall Cup). Hockey sei einfach der beste Sport der Welt, meint der Australier im Land des Surfens, Rugbys und Crickets.

Eine weitere Begegnung habe ich mit Mark Rummukainen, sein Name ist mir bekannt aus dem International Ice Hockey Guide der IIHF, ich spreche ihn einfach Mal an und er ist sehr erstaunt darüber, dass ich ihn vom Namen her kenne. Das ist typisch für mich (mein Freund Claude M. aus L. kennt viele solche Beispiele von mir). Rummukainen ist australisch-finnischer Doppelbürger und spielt fürs australische Nationalteam, nach einem kurzen Smalltalk tauschen wir unsere Email Adressen aus. Er will mich kontaktieren, weil er nächste Saison in der Schweiz spielen will, ich könne ihm eventuell bei der Klubsuche behilflich sein. Umgekehrt kann ich vielleicht in Canberra eine Saison bestreiten, wer weiss…

Eishockey in Down Under – eine Traum wird wahr

Canterbury Eagles, Sydney

Canterbury Eagles, Sydney

http://www.nswicehockey.com.au/club.aspx?clubid=3#top

 
 
Baulkham Hills, das Hilldale im falschen Jahr!
 
Während meiner Rückfahrt mit der Sydney Ferry testete ich bei einem Anruf an den General-Manager der Sydney Bears (Australischer-Meister) ob meine neue Optus-Karte auch funktioniert. Er erklärte mir, dass bereits heute Abend um 20.30 ein Eistraining stattfinden würde und dass ich ohne Probleme bei ihnen trainieren dürfe! Ok that’s great! Um 18.00 war ich back to the 42 Martin Street in Manly (wo ich für sieben Wochen wohne) um meine Eishockey-Ausrüstung zu holen. 18.55 ging ich am Manly-Wharf on the Ferry! 19.30 stieg ich am Circulary-Quai (Zentrum von Sydney bei Oper und Harbour Bridge) in den Train Richtung Parramatta. Um 20.15 erreichte ich endlich Parramatta….noch 15 Minuten bis zum Training…to late! Naja dann geh ich wenigstens vorbei und schau mir mal das Niveau der Spieler an, dachte ich mir. Von Parramatta dauerte es mit dem Bus nochmals 20 Minuten bis Baulkham Hills, wo das Sydney Glaciarium, die Eishalle, steht! Mittlerweile ist die Sonne längst untergegangen und niemand in Baulkham Hills wusste wo das Eisstadion ist, von Hockey erst gar nichts… schliesslich kam ich 21.00 Uhr zu einem Tankshop, einer der tankenden Aussies, wusste tatsächlich wo’s zur Eishalle geht. Yeah… dachte ich! Sechs Strassen weiter nach Westen, immer noch fest entschlossen, aber mittlerweile ca. 50 km von Manly entfernt, marschierte ich mit Hockeyausrüstung durch Sydneys Agglomeration von Baulkham Hills. Das Quartier muss man sich etwa so vorstellen, wie im Film „Back To The Future 2“, als Marty McFly aus der Zukunft in seine „alte“ Heimat zurückkehrte……“das muss das falsche Jahr sein?“ düstere Gegend, alte Holzhauser, dreckige Vorgärten usw. und dies nach 21.00 Uhr in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache…….. während meines Marsches, klingelte mein Natel und meine Freundin leistete mir glücklicherweise Gesellschaft.
 
Während des Telefonates drang ich immer tiefer in die düstere Gegend von Baulkham Hills vor, ohne zu bemerken, dass ich mich wohl langsam aber sicher auf den Rückweg machen sollte!!! Schliesslich hielt ich an einer Bushaltestelle und beendete dann auch das Ferngespräch. Auch Bettina riet mir umzukehren. Guter Rat! (die letzte Ferrie Richtung Manly fährt um 23.45!) weit und breit nichts von Eisbahn, das Training musste längstens zu Ende gewesen sein! Nach einer Viertelstunde vergeblichen wartens auf den Bus, überkam mich das komische gefühl, dass hier vielleicht gar keine Busse mehr fahren….. in diesem Moment war mir nur noch meine eigene Kleidung, die Hockeytasche und der MOND vertraut. Der Mond ist überall auf dieser grossen weiten Welt, dachte ich mir. Ob ich in Aarberg nachts auf dem Balkon sitze, auf den Malediven weile, in den Bergen bin, im Baselbiet bei verwandten, im Flugzeug oder irgendwo unterwegs in Lyss, der Mond war immer da. Dies gab mir eine Portion Sicherheit….. das Gefühl, doch nicht ganz alleine zu sein! glücklicherweise kam ein Taxi vorbei und nahm mich mit, Richtung Parramatta. Ich erklärte, dass ich wohl vergeblich auf den Bus wartete, er meinte: „nein nein der Bus fährt noch!“ Anstelle der drei Dollars für den Bus, kostete mich nun das Taxi ca. 25 AUS-Dollars. Ich bat ihn bei der nächsten Bushaltestelle anzuhalten, ich wollte lieber mit dem Bus fahren. Für ihn kein Problem, ich musste nicht Mal etwas bezahlen… wirklich hilfsbereit diese Aussies. Schliesslich erreichte ich im Circulary-Quai die zweitletzte Fähre zurück nach Manly…..
 

Kanadier fährt mich im Cabrio ins Training

Ich wusste, dass es auch in Canterbury einen Ice Rink gibt. dies hat mir am Vorabend auch der Bruder von Leah Mitchell (meine Homestay-mum), der auch Michael heisst, bestätigt. in Canterbury (Aussenquartier Sydneys) habe ich nach Michaels Beschreibungen doch tatsächlich nach fünf Minuten eine Sportanlage gefunden. Zu dieser Zeit fand dort draussen gerade ein Landhockeyspiel der Frauen statt. Gleich nebenan war eine Halle mit der Aufschrift: „Olympic Ice Rink Canterbury“ yeah! amazing! Am 19. Juli 2003, um 14.00 Uhr war es soweit, ein historischer Augenblick für meine eigene persönliche Geschichte. Michael Krein erblickt zum ersten mal australisches Hockeyeis! Links und rechts längsseitig waren kleine Tribünen angebracht, hinter dem einen Tor war nichts (wie in Biel, einfach eine Wand), hinter dem anderen Gehäuse der Eingang mit einem Hockeyshop! Im Hockeyshop erkundigte ich mich gleich nach dem Team, dessen Name ich bereits kannte, die Canterbury Eagles Sydney! Der Verkäufer des Hockeyshops gab mir die Natel-Nummer des kanadischen Trainers. Der Coach war begeistert und gab mir die Nummer eines Spielers der in Manly wohnt, also im selben Stadtteil wie ich!

Nachdem ich dann auch den Spieler (Jeff Klinck, ein Kanadier) kontaktiert habe, holte er mich um 19.30 direkt bei Mitchells mit seinem Auto ab – super! Er fährt irgend ein Cabriolet! Also sind wir im offenen Wagen durch die halbe Stadt gefahren, u. a. auch über die Harbour Bridge! Also bestritt ich am 23. Juli 2003 mein erstes Training auf australischem Eis, schon während unserer Lehrzeit (1993-1997) sprachen Marcel Althaus und ich oft darüber einmal nach Australien Hockey spielen zu gehen! Nun war es soweit… für mich! Obwohl es sicher als Duo einiges einfacher gewesen wäre! Doch nun hatte ich noch das Problem, dass ich keinen Hockeystock dabei hatte, also ging ich vor dem Training noch rasch in den Hockeyshop um einen Stock (Bauer, Jere Lehtinen) zu kaufen. Naja so gross war die Auswahl nicht! und der Stock kostete mich $79, ich denke in der Schweiz hätte ich diesen für CHF 40 erhalten. Jeff Klinck ist u. a. nicht nur Spieler der Eagles, sondern auch noch Assistant-Coach des Juniorenteams (U20) von Canterbury. So bestritt ich zuerst das Training mit den Junioren, dies war gut zum Einstieg nach meiner anderthalb jährigen Hockeypause! Im Juniorenteam figurierte ein U20 internationaler Australiens, der bei uns höchstens Drittliga Niveau erreichen würde! Das Niveau dieses Juniorenteams erinnerte mich an den Film „Mighty Ducks das Superteam“! Einige bekundeten sogar Mühe beim Schlittschuhlaufen…. dies war das schlechteste Training das ich je gesehen habe! Nach dem Juniorentraining fand dann das richtige Training statt, mit dem Seniorteam der Canterbury Eagles. Auch hier spielten einige, mir bereits bekannte Namen aus dem australischen Nationalteam (Ross Moffat, Ryan Switzer oder Steve Riley), sie alle bestritten mehrere Weltmeisterschaften in der C- oder D-Gruppe des Welteishockeys! Ryan Switzer stand zudem im All-Star-Team des Goodall Cups 1988 und ist der Cousin von Mark Messier! Der beginn des Trainings erinnerte mich wieder an einen Eishockeyfilm: „Youngblood“, oder in der deutschen Version: „Bodycheck“, mit Patrick Swayze und Rob Lowe! Als ich die Spieler auf dem Eis gesehen habe dachte ich an „Coach Shadwick’s“ Spruch aus dem vorher genannten Film: „wo hast du die Jungs her, aus Mexiko?“ Das Niveau des Teams würde ich als schlechtes Drittliga-Niveau bezeichnen. Doch es hat Spass gemacht wieder Mal auf dem Eis zu stehen und für mein erstes Training, dass gewöhnlich immer etwas speziell ist, lief es mir sehr gut. Bereits nach 30 Minuten meinten Jeff Klick und Manager Don Scurfield, ich solle doch mit einem Team der „East Coast Super League“ trainieren! keine Ahnung….? East Coast Super League, klingt gut nicht?

Practice with the Canterbury Eagles

Der CAnterbury Olympic Ice Rink wurde 1979 eröffnet. (Foto: zvg)

Der Canterbury Olympic Ice Rink in Sydney wurde 1979 eröffnet. (Foto: zvg)

Ich wusste, dass es auch in Canterbury einen Ice Rink gibt. dies hat mir am Vorabend auch der Bruder von Leah Mitchell (meine Homestay-Mother), der auch Michael heisst, bestätigt. in Canterbury (in der Agglomeration Sydneys) habe ich nach Michaels Beschreibungen doch tatsächlich nach fünf Minuten eine Sportanlage gefunden. Zu dieser Zeit fand dort draussen ein Landhockeyspiel der Frauen statt. Gleich nebenan war eine Halle mit der Aufschrift: „Olympic Ice Rink Canterbury“ yeah (Foto oben)! Amazing!

Ein historischer Augenblick

Am 19. Juli 2003, um 14.00 Uhr war es soweit, ein historischer Augenblick für meine eigene persönliche Geschichte. Michael Krein erblickt zum ersten Mal australisches Hockey-Eis! Links und rechts längsseitig waren kleine Tribünen angebracht, hinter dem einen Tor war nichts, wie in Biel, einfach eine Wand, hinter dem anderen Gehäuse der Eingang mit einem Hockeyshop! Im Hockeyshop erkundigte ich mich gleich nach dem Team, dessen Name ich bereits kannte, die Canterbury Eagles Sydney. Der Verkäufer des Hockeyshops gab mir die Natel-Nummer des kanadischen Trainers.

Der Coach war begeistert und gab mir die Nummer eines Spielers der in Manly wohnt, also im selben Stadtteil wie ich! Nachdem ich dann auch den Spieler (Jeff Klinck, ein Kanadier) kontaktiert habe, holte er mich um 19.30 direkt bei Mitchells mit seinem Auto ab – super! Er fährt irgend ein Cabriolet! Also sind wir im offenen Wagen durch die halbe Stadt gefahren, u. a. auch über die Harbour Bridge! Also bestritt ich am 23. Juli 2003 mein erstes Training auf australischem Eis, schon während unserer Lehrzeit (1993-1997) sprachen Marcel Althaus und ich oft darüber einmal nach Australien Hockey spielen zu gehen. Nun war es soweit… zumindest für mich! Obwohl es sicher als Duo einiges einfacher gewesen wäre!

Wo hast du die Jungs her, aus Mexiko?

Doch nun hatte ich noch das Problem, dass ich keinen Hockeystock dabei hatte, also ging ich vor dem Training noch rasch in den Hockeyshop um einen Stock (Bauer, Jere Lehtinen) zu kaufen. Naja so gross war die Auswahl nicht und der Stock kostete mich $79, ich denke in der Schweiz hätte ich diesen für 40 Franken erhalten. Jeff Klinck ist u. a. nicht nur Spieler der Eagles, sondern auch noch Assistant-Coach des Juniorenteams (U20) von Canterbury. So bestritt ich zuerst das Training mit den Junioren, dies war gut zum Einstieg nach meiner anderthalb jährigen Hockeypause! Im Juniorenteam figurierte ein U20 internationaler (John Lavery) Australiens, der bei uns höchstens 3. Liga Niveau erreichen würde!

Das Niveau dieses Juniorenteams erinnerte mich an den Film „Mighty Ducks das Superteam“! Einige bekundeten sogar Mühe beim Schlittschuhlaufen…. dies war das schlechteste Training das ich je gesehen habe! Nach dem Juniorentraining fand dann das richtige Training statt, mit dem Seniorteam der Canterbury Eagles. Auch hier spielten einige, mir bereits bekannte Namen aus dem australischen Nationalteam (Ross Moffat, Ryan Switzer oder Steve Riley), sie alle bestritten mehrere Weltmeisterschaften in der C- oder D-Gruppe des Welteishockeys, Ryan Switzer stand zudem im All-Star-Team des Goodall Cups 1988.

Von Younglood und der East-Coast-Super-League

Der beginn des Trainings erinnerte mich wieder an einen Eishockeyfilm: „Youngblood“, oder in der deutschen Version: „Bodycheck“, mit Patrick Swayze und Rob Lowe! Als ich die Spieler auf dem Eis gesehen habe dachte ich an „Coach Shadwicks“ Spruch aus dem vorher genannten Film: „wo hast du die Jungs her, aus Mexiko?“ Das Niveau des Teams würde ich als schlechtes Drittliga-Niveau bezeichnen. Doch es hat Spass gemacht wieder Mal auf dem Eis zu stehen und für mein erstes Training, dass gewöhnlich immer etwas speziell ist, lief es mir sehr gut. Bereits nach 30 Minuten meinten Jeff Klick und Manager Don Scurfield, ich solle doch mit einem Team der „East Coast Super League“ trainieren! keine Ahnung….? East Coast Super League, klingt gut nicht?