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«Australier» erobern die National-Hockey-League

Ryan Lowe bei seinem ersten NHL-Einsatz am 26. November 2014. (Foto: Screenshot SNW)

Torhüter Ryan Lowe bei seinem ersten NHL-Einsatz am 26. November 2014 mit den San Jose Sharks. (Foto: Screenshot SNW)

Ex-NHL-Star Rob Zamuner wechselte 2006 im «Herbst» seiner Karriere via EHC Basel zu den Brisbane Blue Tongues in die Australian Ice Hockey League (AIHL). Zamuners Engagement in Queensland sorgte damals für grosses Aufsehen. Steve McKenna und der Ex-Bieler Jesse Belanger sind zwei weitere Beispiele von NHL-Spielern welche in Down Under anheuerten.

Last played pro in Australia with the Sydney Bears

Doch es geht auch in die Gegenrichtung. Bei den San Jose Sharks sind gleich beide Backup-Torhüter Alex Stalock und Troy Grosenick verletzt. So wurde für die Partie gegen die Calgary Flames (0:2) als Backup für Antti Niemi der Amerikaner Ryan Lowe ins Team von Mirco Müller (siehe eishockeyblog.ch) und Joe Thornton berufen. Der 30-jährige Torhüter spielte in der Saison 2013 für die Sydney Bears und vorher zwei Jahre für die Canberra Knights in der AIHL. Nun kam der Torhüter-Trainer der San Jose Junior Sharks, vier Tage vor seinem 31. Geburtstag, in der Nacht vom 26. November gegen die Calgary Flames als Backup zur NHL-Feuertaufe.

Auf Elliots Spuren

Lowe ist nicht der erste Torhüter welcher nach einem Engagement in Australien zu NHL-Einsätzen gekommen ist. Jason Elliot stand in der Saison 1992 als 16-jähriger bei den Canberra Knights zwischen den Pfosten und hütete an der C-Weltmeisterschaft 1993 das Tor des australischen Nationalteams. Zwischen 2000 und 2002 wurde der Australier als Backup ins Kader der Detroit Red Wings berufen.

Walker in Hershey

Der nächste mögliche australische NHL-Kandidat ist der Stürmer Nathan Walker. Der NHL-Draftpick vom letzten Sommer (Nr. 89, Washington Capitals) ist bei den Hershey Bears in der American Hockey League (AHL) mit einem Zweiweg-Vertrag parkiert.

Sydney Bears-Hüter Ryan Lowe pariert einen Penalty gegen Perth Thunder. (Foto: zvg)

Sydney Bears-Hüter Ryan Lowe pariert einen Penalty gegen Perth Thunder. (Foto: zvg)

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Kevin Fiala als Nummer 11 nach Nashville

Foto: Bill Streicher-USA TODAY Sports

Kevin Fiala im Trikot der Nashville Predators. (Foto: Bill Streicher-USA TODAY Sports)

Kevin Fiala wird beim NHL-Draft in Philadelphia als Nummer elf in der ersten Runde gezogen. Damit ist Fiala der siebte Schweizer Erstrundendraft der Geschichte.

Fiala ist hinter Nino Niederreiter (Nr. 5, 2010) der zweithöchste Schweizer Draft der bisher 53 gezogenen Schweizer. Der Uzwiler verdrängte Sven Bärtschi (Nr. 13, 2011) von der zweiten Position. In den letzten fünf Jahren sind vier Schweizer (Niederreiter, Bärtschi, Mirco Müller und Fiala) in der ersten Runde gezogen worden.

Kevin Fialas Vater Yan (Hans) Fiala, spielte in der Saison 1992-93 35 Spiele für den NLB-Club SC Lyss.

 

Nashville ist bekannt dafür, für seine Schweizer Affinität. Neben Roman Josi und Simon Moser ist Fiala der dritte Schweizer in der Organisation der Predators. Fiala ist nach Timo Helbling (1999, Nr. 162), Martin Höhener (2000, Nr. 284) und Josi (2008, Nr. 38), der vierte Schweizer der von den Predators gezogen wurde.

1984 und 2014 ein Ehlers

Zwei Positionen vor Fiala wurde Nikolaj Ehlers von den Winnipeg Jets ausgewählt. Der 18-jährige Ex-Bieler erzielte In der vergangenen Saison für die Halifax Mooseheads in der  QMJHL in 79 Partien 132 Skorerpunkte. Ehlers ist wie Fiala der zweithöchste dänische NHL Draft nach Mikkel Boedker (Nr. 8, 2008). Nikolajs Vater und aktueller Lausanne-Trainer Heinz Ehlers war 1984 der erste Däne, der als Nr. 188 von den New York Rangers gezogen wurde.

Rod, Merzlikins und Walker

In der zweiten Runde kam als Nr. 53 mit Noah Rod der zweite Schweizer zum Zug. Rod ist erst der zweite Schweizer Draft der Sharks-Geschichte. Luganos lettischer Torhüter Elvis Merzlikins wurde als Nr. 76 von den Columbus Blue Jackets gedrafted. Hockey-Geschichte schrieb der 20-jährige Australier Nathan Walker. Als erster Spieler Ozeaniens wurde der aus New South Wales stammende Stürmer in der dritten Runde als Nr. 89 von den Washington Capitals gezogen.

 

 

Walker – walks from Blacktown to the NHL?

Nathan Walker in einem AIHL-Spiel mit den Sydney Ice Dogs 2011. (Foto: Sydney Ice Dogs)

Der 17-jährige Australier Nathan Walker schiesst Vitkovices Ehrentreffer beim 1:7 gegen Team Canada und bestätigt seine Leistung des Auftaktspiels in den folgenden drei Spielen mit einem weiteren Treffer, einem Assist und mit der Wahl zu einem der drei Besten Spieler Vitkovices des Turniers. Das ist Australische Eishockeygeschichte.

Noch nie zuvor spielte ein Australier am Spengler Cup. Noch nie zuvor punktete ein Australier auf auf „höchstem“ internationalen Niveau, noch nie zuvor gabs einen jüngeren Spengler Cup Torschützen und noch nie zuvor wurde Australien in der deutschen Presse zur Kenntnis genommen.

Weltrekordhalter

Dabei sind die „Mighty Roos“, wie sich das Nationalteam Australiens nennt, immer noch Weltrekordhalter – 1987 besiegten die übermächtigen -Roos, anlässlich der D-WM in Perth den kleinen Nachbarn aus Neuseeland mit 58:0 – im erwachsenen Hockey (im Juniorenbereich gilt das 92:0 Japans gegen Thailand) hält dieser Rekord bis heute an.

Nathan Walker – der kommende Star unter dem australischen „Southern-Cross-Himmel“ – kommt  im Sommer 2012 höchstwahrscheinlich beim NHL-Draft 2012 zum Zug, ein weiterer Meilenstein der Australian-Ice-Hockey-Federation.

Der Eisrink in Blacktown ist in schlechterem Zustand als die Valascia

Dabei stammt der gebürtige Waliser aus einer wahren Eishockey-Provinz. Blacktown heisst ein Viertel in der Agglomeration Sydneys, der Name stammt von früheren Aborigine-Bewohner, welche Blacktown besiedelten. Der Eisrink ist in schlechterem Zustand als Ambris Valascia.

Hinter den Toren gibts keine Plexiglasscheiben, sondern nur gewöhnliche Netze, welche bei einem harten Schuss einen halben Meter nachgeben und für unvorsichtige Zuschauer zur Gefahr werden. Beheimatet sind dort die Blacktown Flyers, das Farm- und Nachwuchsteam der Sydney Ice Dogs.

Förderer Manco

Via seinen slowakischen Nachwuchscoach Ivan Manco, seine Söhne Peter und Lucas Manco spielen ebenfalls in der Australien-Ice-Hockey-League (AIHL), kam Walker nach Vitkovice zum Try-Out, wo er unter grossem Erstaunen als 14-jähriger den Sprung ins U18 Team geschafft hat.

Der Rest ist schon heute Eishockey Geschichte – die Fortsetzung folgt im Frühling im polnischen Krynica, wo Walker mit den Mighty Roos gegen Polen, Holland, Südkorea, Rumänien und Litauen um den Verbleib in der Division I kämpfen wird.

http://www.facebook.com/pages/Australian-Ice-Hockey-Almanac-2012/259286230752356