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Das Berliner Wunder von Mannheim

 

Die Eisbären erzwingen in Mannheim das siebte Spiel. (Foto: DPA/Welt Online)

Die Eisbären erzwingen in Mannheim das fünfte Spiel. (Foto: DPA/Welt Online)

Wenn Rumänien gegen Litauen an der B-Weltmeisterschaft“vier Minuten vor Schluss noch 3:5 zurück liegt und die Partie innert zwei Minuten in einen 6:5 Sieg verwandelt, nehmen dies gerade mal 140 Nasen in der Halle von Krynica zur Kenntnis. Der Spielausgang hat im Nachhinein für beide Teams keine Auswirkung über den Klassenerhalt.

Das Wunder von Stockholm

Im Oktober 2011 führt AIK Solna Stockholm nach zwei Dritteln gegen HV71 Jönköping souverän mit 6:2, in der 42. Minute fällt durch Oscar Ahlström sogar noch das das 7:2. Es geht nur noch darum wie hoch der Sieg bis zur 60. Minute ausfallen würde. Doch alles kommt anders. In der 48. Minute erzielt Jönköping innerhalb von sieben Sekunden zwei Treffer – und für AIK kommts noch schlimmer. Innerhalb von 133 Sekunden gelingt Jönköping zwischen der 51. und 53. Minute der 7:7-Ausgleich! Logischerweise gelingt den Gästen aus Jönköping im Shootout durch Jukka Voutilainen der Siegestreffer zum 7:8 Endstand.

DEL-Final

Wer glaubt, solche «Eishockey Wunder» gibts nur in bedeutungslosen Qualifikationsspielen, wird im DEL Finale 2012 eines besseren belehrt! In der Best-of-five Serie führen die Adler Mannheim mit 2:1 in der Serie und können im vierten Spiel Zuhause in der proppenvollen SAP-Arena alles klar machen. In der ersten Minute erzielt Christoph Ullmann auch schon den Führungstreffer – die Halle steht bereits Kopf – und die Eisbären Berlin stehen mit dem Rücken zur Wand. Nach einem offenen Schlagabtausch führen die Adler 14 Minuten vor Schluss mit 5:2, Berlin scheint am Boden. Mannheim greift bereits nach dem Pokal und keiner der 13’600 Fans – selbst der optimistischste «Dynamo-Anhänger» im Stadion würde jetzt noch eine Reichsmark (die alte DDR-Währung) auf die Eisbären wetten.

Harold Kreis geht mit seiner Mannschaft ehrenhaft unter…

Nur zehn Sekunden nach dem 5:2 fällt der 3:5-Anschlusstreffer der Berliner durch Jimmy Sharrow. Ab diesem Zeitpunkt stehen die Mannheimer total neben den Schlittschuhen und kommen kaum noch über die rote Linie. Innert sechs Minuten läuft der «Dynamo» bis zum 5:5-Ausgleich auf Hochtouren. Wie kann man einen Dreitore Vorsprung in einem Endspiel verspielen? Adler-Trainer Harold Kreis – hat immerhin in der Schweiz schon zwei Titel geholt – kann Mannheims Untergang in den letzten 14 Minuten nicht stoppen und geht mit seiner Mannschaft ehrenhaft unter… selbst Kevin Schläpfer hätte diesen Vorsprung mit dem EHC Biel verwalten können, lässt mich der Biel-Trainer auf seiner Heimfahrt aus Staubig wissen.

Die Eisbären gewinnen in der Verlängerung (64. T.J. Mulock) und holen als Zugabe im fünften Finalspiel Zuhause den sechsten DEL-Titel seit dem Fall der Berliner Mauer. Um es in «Schwyzerdütsch» auszudrücken, die Eisbären Berlin sind die ZSC Lions Deutschlands und die Adler müssen sich als den «SCB Deutschlands» trösten lassen.

An Amazing Night in New York with Scott Gomez

Mit Scott Gomez im New Yorker Gansevoort Hotel. (Foto: Göttin 1)

«Das gloubt üs ke Sou» sagten wir uns immer wieder gegenseitig am Abend des 21. Januar 2009, in der Plunge Rooftop Bar and Lounge im Hotel Gansevoort im New Yorker Meatpacking District.

Doch nun der Reihe nach. Nach einem bereits sehr unterhaltsamen Spiel der New Jersey Devils gegen die Montreal Canadiens (siehe Blog vom Vortag) liessen wir uns den «Last Evening in New York» in der Plunge Bar im Hotel Gansevoort bei gemütlichem Gesprächsstoff und zwei Bierchen ausklingen. Ein ganz normaler Abend in Manhattan, oder doch nicht? Die Uhrzeiger standen bei 01 Uhr 20 (amerikanische Zeit) als am Tischchen neben uns ein cooler, südländischer Typ mit zwei wunderschönen, transilvanischen (was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten) Göttinnen niederlies.

You looks like Scott Gomez

Ich sagte zu Kollege Michael: «dä gseht us wie dr Scott Gomez, isch äch das dr Scott Gomez?» im gleichen Moment grüsste Gomez freundlich «hi guys, how are you?», ich: «you looks like Scott Gomez» und dann waren wir dabei! Der ganz normale Abend sollte zu einer «Amazing-Night» werden! Gomez bat uns ohne eine Sekunde zu zögern an seinen Tisch. Scott Gomez, Assistenzcaptain der New York Rangers, ein Mann der 7.357 Mio. US Dollar pro Saison verdient bat uns (zwei Aarberger…) zum Tisch! Wir waren überwältigt, nahezu sprachlos! Unglaublich wie locker und cool der vermeintliche Star drauf war. Ein Top-Shot der NHL und eben doch nur ein Mensch wie Du und ich, unglaublich.

Die transilvanischen Göttinnen

Später kamen noch drei Kollegen von Gomez dazu, ein Jugendfreund aus Anchorage, Alaska, ein ex-WG Kollege aus Boston (wohnte mit Gomez und Scott Niedermayer in New Jersey zusammen) und ein Freund aus Chicago. So sassen wir mittendrin bei Talk and Drinks with Gomez and Friends! Natürlich habe ich die zwei Göttinnen nicht vergessen, auch sie sassen da, links neben Scott Gomez. Die eine war seine Freundin, eine rumänische Ärztin, welche er beim Golfen kennengelernt hat, und ihre Schwester. Wir wussten nicht mehr genau von wem wir nun mehr fasziniert waren, von Scott Gomez oder den beiden Vampir-Frauen? Denn Sie waren wirklich Göttinnen (womöglich nicht von dieser Welt, möglicherweise gingen ihre Spuren bis zu Vlad Tepes zurück?) nur so konnten wir und natürlich auch Gomez (er betonte immer wieder, dass dies die «most beautiful Women in the World» sein müssen) die schönheit dieser Geschöpfe erklären.

Irgendwo in New York

Zurück zum Eishockey. Gomez ein Star zum anfassen, natürlich hat er alle Runden übernommen, die Bardame servierte im Viertelstunden-Takt «Drinks für alle am Gomez-Tisch.» Nach Gesprächen über Rumänien, Bern, New York, Alaska, Interlaken und die Rangers neigte sich leider auch «An Amazing Night» dem Ende zu. Zurückgeblieben sind schlussendlich die beiden Michaels (Mike and Mike, wie eine Sportsendung auf ESPN heisst) mit einem Tisch voller Getränke welche zuviel serviert wurden. So sassen wir noch eine Weile in der Plunge Bar und beseitigten alle übriggebliebenen Beers und Mojitos und stellten uns die Frage nach dem Glück: In einer 8 Millionen Stadt (Manhattan) oder 20 Millionen Stadt (New York) treffen wir an einem Mittwoch Abend in einer Bar (den Tipp habe ich von meinem Kollegen Marc M. aus W. drei Tage vorher per SMS erhalten) irgendwo in New York, «irgendeinisch fingt z Glück oder dr Gomez eim» könnte man auch sagen.