Spätestens seit der Filmtrilogie «Back-to-the-Future» ist die Menschheit von Zeitreisen fasziniert. Durch die «Sport Almanach-Szene» im zweiten Teil der Trilogie mag man sich 1985 gefragt haben, wie dies bis ins Jahr 2000 im Eishockey aussehen würde? Nicht der Science-Fiction Schriftsteller Jules Verne, sondern der Weltklasse-Trainer Karel Gut wagte sich 1984 im Buch «Eishockey Weltgeschichte» über «Eishockey im Jahr 2000» zu schreiben. Seine Aussage, «Der Eishockeyspieler der Zukunft wird noch besser und gezielter trainiert sein und damit widerstandsfähiger und weniger verletzungsanfällig», verblüfft aus heutiger Sicht, mit Ausnahme der Verletzungsanfälligkeit, stimmen Gut’s Visionen. Gut, noch weiter: «Die Trainer werden mehr die Gebiete Physiologie und Psychologie usw. in den Trainingsplan einbeziehen» und weiter, «es kommt zu noch engerer Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten», als wären wir im Jahr 2025. Karel Gut, 1927 in Prag geboren, zwischen 1945 und 1991 als Spieler und Trainer tätig, nahm an elf Weltmeisterschaften und fünfmal an Olympischen Spielen teil. Weiter beschrieb er: «Auch in Europa wird es über den Eisflächen grosse Monitore geben wo z. B. zwischen den Spieldritteln die wichtigsten Momente aus dem Spiel nochmals gezeigt werden.» Karel Gut futuriert die Hockey-Zukunft 1984 wie ein Jules Verne-Roman und seine Aussagen sind rückblickend verblüffend. Nur fünf Jahre später gabs in Europa den ersten «Würfel» mit vier Monitoren im brandneuen «Globen», heute Avicii-Arena, in Stockholm.
Wie stehts um Ausrüstungen und Material der Eishockeyspieler der Zukunft? Diese Frage beantwortete ein anderer Visionär dieser Zeit, der Kanadier Gilles Daignault, Inhaber in dritter Generation, von Daignault-Rolland oder besser bekannt als «DR». Der Ausrüster aus Montreal expandierte vor allem in den 90er Jahren nach Europa und in die Schweiz, deren Vertretung sich im «Sporthaus», bei Wüthrich + Co. in Langnau im Emmental befand. DR blickte 1995, wie in «Back-to-the-Future II», 30 Jahre in die Zukunft. In Nordamerika wird der «Back-to-the-Future-Day», seit Marty McFlys fiktiver Ankunft, am 21. Oktober 2015 gar jährlich gefeiert. «Back-to-the-Future-Year» des kanadischen Ausrüsters ist das Jahr 2025. DR stellte 1995 eine Ausrüstung der Zukunft, anhand eines DR-Torhütermodells vor, welches den Spielern der Zukunft von Karel Gut bestmöglichen Schutz geben soll. Durch diesen Werbegag mag man sich gefragt haben, wie dies bis ins Jahr 2025 aussehen würde. Um den Werbegag zusätzlich anzukurbeln, wurde der «Goalie der Zukunft» als Poster verkauft und eines sollte die lange Wartezeit bis ins Jahr 2025 behutsam überstehen, nämlich das Poster des Kolumnenschreibers. Damals, so dachte ich mir, würde ich dieses Poster im Jahr 2025 wieder aus der «Archiv-Schublade» nehmen oder wie sagte der Postbote in der Schlussszene zu Marty McFly, als der DeLorean vom Blitz getroffen worden ist? «Wir haben diesen Umschlag jetzt schon 70 Jahre in unserem Besitz.»



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