Im Hirschen zu Langnau

Zweimal pro Jahr lädt Markus «Sigi» Siegenthaler zum Hockey-Dinner im legendären Hotel, Restaurant Hirschen zu Langnau. Am 1. Mai 2026 pilgerten die Gäste, 127 an der Zahl, zum zweiten Mal in den Bankettsaal. Als Legenden wurden Willi Vögtlin, Martin Gerber, Daniel Steiner und Michael Horisberger auf die Bühne gebeten. Der Viergänger wurde zwischen den jeweiligen Bühnentalks gekonnt serviert. Gastgeber Siegenthaler eröffnete mit dem Meisterbecher von 1976, der Omega-Trophäe in der dritten Ausgabe, mit den Worten «Friburg hetne sit gester, mir aber scho sit 50 Jahr.» Horisberger begrüsste am Tisch mit «Michael, diä Qualität vo de Neme brchöme si hüt nümm here», ganz im Sinne von Hans von Gunten selig aus Sigriswil.

Gar der Meisterpokal von 1976, die Omega-Trophäe in der dritten Version, konnte neben Gerbers Stanley-Cup-Ringen der Carolina Hurricanes bewundert werden. Willi Vögtlin hätte eine ganze Stunde aus dem Nähkästchen plaudern können und neben ihm am Tisch sass das legendäre Kult-Linesman-Duo Simmen/Sommer, die beiden gaben zahlreiche Anekdoten während des Viergängers zum Besten. Dasselbe galt, am gleichen Tisch für Daniel Steiner, welcher seine Anekdoten von der Strassenhockey-Mannschaft Ersigen Dynamights bis zu den Columbus Blue Jackets mit viel Witz erzählte. Das Highlight bildete die Story aus seiner AHL-Saison mit den Rochester Americans, als ihn NHL-Goon Brad May, mit 2360 Strafminuten, im Spiel gegen Grand Rapids Griffins zum Faustkampf bitten wollte und Steiner entgegnete «i’m from Europe, i never Fight.» May liess den Neuankömmling unbestraft vom Eis ziehen und Steiners Teamkollegen waren verblüfft und feierten den ehemaligen Burgdorfer anschliessend in der Kabine.

Neben Steiner hatte Martin Gerber den gleichen Werdegang, aus der 2. Liga bis in die NHL, aus heutiger Sicht ein absoluter Wahnsinn im Sinne von «Eddie the Eagle, nichts ist unmöglich.» Gerber war im Oktober 2002 erst der sechste Schweizer NHL-Spieler und 2006 erst der zweite Schweizer Stanley-Cup-Sieger. Das Meisterteam von 2006, mit dem ganzen Tross, wurde im April nach Übersee eingeladen, wie Gerber bei Markus «Sigi» Siegenthaler auf dem Sofa eindrücklich erzählte. Keine Auskünfte über das Salär beim HC Genf-Servette, in der Saison 1974/75, wollte Horisberger geben, da es deutlich höher gewesen sein musste, als das Gehalt im Emmental. Neben einem Halbtax-Job konnte man sich in Genf aufs Hockey konzentrieren. Horisberger, damals zusammen mit René Wittwer von Langnau nach Genf gezogen, kehrte glücklicherweise im Sommer 1975, nach Genfs Abstieg in die NLB, nach Langnau zurück und war beim einzigen Titel und eben dieser Omega-Trophäe mit dabei, während Wittwer noch ein weiteres Jahr in Genf verblieb und den Titel verpasste. Wittwer durfte jedoch 1975 beim Tina-Turner-Konzert in «Les Vernets» als Bediener des Scheinwerfers den Weltstar begleiten. Ein Hockey-Bankett wie es nicht besser inszeniert und serviert werden könnte, die Fortsetzung folgt am 11. September.

Eishockey im Jahr 2025

Spätestens seit der Filmtrilogie «Back-to-the-Future» ist die Menschheit von Zeitreisen fasziniert. Durch die «Sport Almanach-Szene» im zweiten Teil der Trilogie mag man sich 1985 gefragt haben, wie dies bis ins Jahr 2000 im Eishockey aussehen würde? Nicht der Science-Fiction Schriftsteller Jules Verne, sondern der Weltklasse-Trainer Karel Gut wagte sich 1984 im Buch «Eishockey Weltgeschichte» über «Eishockey im Jahr 2000» zu schreiben. Seine Aussage, «Der Eishockeyspieler der Zukunft wird noch besser und gezielter trainiert sein und damit widerstandsfähiger und weniger verletzungsanfällig», verblüfft aus heutiger Sicht, mit Ausnahme der Verletzungsanfälligkeit, stimmen Gut’s Visionen. Gut, noch weiter: «Die Trainer werden mehr die Gebiete Physiologie und Psychologie usw. in den Trainingsplan einbeziehen» und weiter, «es kommt zu noch engerer Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten», als wären wir im Jahr 2025. Karel Gut, 1927 in Prag geboren, zwischen 1945 und 1991 als Spieler und Trainer tätig, nahm an elf Weltmeisterschaften und fünfmal an Olympischen Spielen teil. Weiter beschrieb er: «Auch in Europa wird es über den Eisflächen grosse Monitore geben wo z. B. zwischen den Spieldritteln die wichtigsten Momente aus dem Spiel nochmals gezeigt werden.» Karel Gut futuriert die Hockey-Zukunft 1984 wie ein Jules Verne-Roman und seine Aussagen sind rückblickend verblüffend. Nur fünf Jahre später gabs in Europa den ersten «Würfel» mit vier Monitoren im brandneuen «Globen», heute Avicii-Arena, in Stockholm.

Wie stehts um Ausrüstungen und Material der Eishockeyspieler der Zukunft? Diese Frage beantwortete ein anderer Visionär dieser Zeit, der Kanadier Gilles Daignault, Inhaber in dritter Generation, von Daignault-Rolland oder besser bekannt als «DR». Der Ausrüster aus Montreal expandierte vor allem in den 90er Jahren nach Europa und in die Schweiz, deren Vertretung sich im «Sporthaus», bei Wüthrich + Co. in Langnau im Emmental befand. DR blickte 1995, wie in «Back-to-the-Future II», 30 Jahre in die Zukunft. In Nordamerika wird der «Back-to-the-Future-Day», seit Marty McFlys fiktiver Ankunft, am 21. Oktober 2015 gar jährlich gefeiert. «Back-to-the-Future-Year» des kanadischen Ausrüsters ist das Jahr 2025. DR stellte 1995 eine Ausrüstung der Zukunft, anhand eines DR-Torhütermodells vor, welches den Spielern der Zukunft von Karel Gut bestmöglichen Schutz geben soll. Durch diesen Werbegag mag man sich gefragt haben, wie dies bis ins Jahr 2025 aussehen würde. Um den Werbegag zusätzlich anzukurbeln, wurde der «Goalie der Zukunft» als Poster verkauft und eines sollte die lange Wartezeit bis ins Jahr 2025 behutsam überstehen, nämlich das Poster des Kolumnenschreibers. Damals, so dachte ich mir, würde ich dieses Poster im Jahr 2025 wieder aus der «Archiv-Schublade» nehmen oder wie sagte der Postbote in der Schlussszene zu Marty McFly, als der DeLorean vom Blitz getroffen worden ist? «Wir haben diesen Umschlag jetzt schon 70 Jahre in unserem Besitz.»

Der falsche Stampfli

Eigentlich sollte es eine Geschichte über «die Gallier» aus der Ajoie geben, doch der Besuch, zwei Tage vor Redaktionsschluss, im Tal der heulenden Winde lieferte ein Schmankerl, welches der hier schreibende Kolumnist festhalten musste.

Vor dem Spiel zwischen den SCL Tigers und dem EHC Biel, auf dem Weg zum Kommentatoren-Platz, kommt mir Yanick Stampfli’s Vater Thomas (Stampfli-Senior) entgegen, der Vater des Biel-Verteidigers ist auch als Assistent der Bieler U15-Elit-Mannschaft bekannt. Nach meinem «Hallo Stamme», grüsst mich der Spielervater leicht irritiert zurück, was mich kurzzeitig erstaunt, dem ich aber keine weitere Beachtung schenke.

Beachtung schenke ich einer Szene in der 40. Minute, Stampfli-Junior spielt die Scheibe in hohem Bogen über die Plexiglasscheibe und wird daraufhin für zwei Minuten in die Kühlbox geschickt. Dies entlockt mir als Kommentator, dass auch dessen Vater sich im hier Stadion befinde. In der Pause werde ich vor dem Presseraum durch Dylan Halter, einem ehemaligen Mitarbeiter des EHC Biel, abgepasst, welcher mir erklärt, dass er meinen Kommentar als WhatsApp-Nachricht seiner Freundin Michelle, der Schwester von Stampfli-Junior, erhalten habe, denn Stampfli-Senior könne unmöglich in Langnau sein.

Zur gleichen Zeit erhält Stampfli-Senior von seiner Frau einen Anruf, ob er in Langnau sei? Ein klärender Anruf Dylan Halters, bei dem der hier schreibende Kolumnist und Kommentator zuhören kann, hilft weiter. Stampfli-Senior sitzt zu diesem Zeitpunkt im U15-Mannschafts-Car, auf der Heimreise von Lausanne. Wen um Himmels Willen habe ich vor dem Spiel gegrüsst? Stampfli’s Zwillingsbruder, vermutet Halter.

Solche Geschichten kennen die Stampfli-Zwillinge, geboren am 13. Mai 1971, zu genüge, «immer wieder werden wir verwechselt», erklärt Thomas noch am Telefon. Thomas und Markus spielten einst für die Elite-Junioren (heute U20-Elit) des EHC Olten und eine gemeinsame U18-Europameisterschaft, 1989 in Kiew, ehe sich ihre Wege 1990 trennten, Goalie Thomas wechselte nach St. Moritz und Stürmer Markus zurück zum Stammclub Solothurn-Zuchwil. Kurioserweise ist ihr damaliger Headcoach aus Oltner-Zeiten, Jaroslav Tuma (SLAPSHOT Nr. 6, 1989), an diesem Abend ebenfalls in Langnau und beobachtet als Agent seinen Langnauer Klienten Jiri Felcman.

Zum Auftakt des Schlussdrittels erklärt der Kommentator und hier schreibende Kolumnist seinen Fauxpas, doch die Causa-Stampfli geht weiter. Kurz vor dem ersten O-Ton meines Interview-Partners Fabio Hofer, erblicken wir gemeinsam den «falschen Stampfli» und Hofer winkt ihm freudig zu.

Zurück in der Kabine habe Hofer von Stampfli-Senior erzählt und Yanick, ebenfalls erstaunt, habe seinen Vater – immer noch auf dem Weg von Lausanne nach Biel – telefonisch kontaktiert…

Zurück in Langnau

Auf dem Trottoir auf der Sägestrasse vom Ilfiskreisel her Richtung Iflishalle sind bereits zwei Stunden vor Spielbeginn erste Fans mit „Langnau-Liibli“ unterwegs. Alles scheint zunächst so zu sein, wie vor dem Eingriff durch die Pandemie, auch der Parkplatzeinweiser ist noch der gleiche und alles scheint in Ordnung.

Doch der Parkplatzeinweiser sagt etwas was er in den letzten 19 Jahren nie gesagt hat: „Nei dir chöit da nid parkiere, das geit nümm“, auf meine Frage: „Wo soll ich denn hin?“ Gibt es keine Antwort, so fahre ich halt einfach mal Richtung Presseparkplätze und zu meinem Erstaunen sind diese tatsächlich weg. Dafür tummelt sich da eine riesige Menschenmenge, welche sich fürs Covid-Testcenter einreiht.


„Das muss das falsche Jahr sein.“

— Marty McFly, Zurück-in-die-Zukunft-II

Die nächste Hürde heisst, Eingangskontrolle gefolgt vom abhanden gekommenen Presseraum? Ein ungutes Gefühl kommt in mir hoch und ich denke an die Worte von Marty McFlys Rückkehr aus der Zukunft in „Back-to-the-Future II“: „Das muss das falsche Jahr sein?“ Irgend etwas stimmt nicht. Da kann nur einer helfen, Doc Emmet Brown, in der „Langnauer Rolle“ gespielt von Athletiktrainer Nik Hess.

Hess weist mir den Weg zum neuen Presseraum und da stehen glücklicherweise das Ehepaar Rolf und Gisela Schlapbach und die Normalität des guten, alten Jahres 2021 scheint wieder hergestellt. Zugegeben einen kurzen Moment habe ich mir die letztjährige Saison zurück gewünscht, ohne auch nur eine Menschenseele ein Spiel der National-League problemlos besuchen zu können.

Die aktuelle Abonnement-Kampagne des HC Genf-Servette. (HC Genf-Servette)

Zurück-in-die-Zukunft ist auch Thema beim Langnauer Gegner, Genf-Servettes Abonnements-Kampagne lautet „Back-to-the-Vernets“ und könnte zu diesem Abend nicht passender sein. Die Genfer sind, nach Zürich, beim zweiten Auswärtsspiel nämlich immer noch unterwegs „zurück“ Richtung „Vernets“.

„Zurück-ins-Spiel“ finden beide Teams an einem denkwürdigen Hockeyabend erster Klasse, denn das Spiel bietet alles was Eishockey bieten muss: Langnau kommt nach einem 0:2-Rückstand „zurück“, Genf-Servette kommt nach einem 3:4-Rückstand „zurück“ und „zurück“ im Stadion ist eine fantastische Stimmung, passend zu 70 Minuten Spektakel-Eishockey, mit dem besseren Ende für die Gäste.

11. September 2021 – 3. Runde

SCL Tigers – HC Genf-Servette 4:5nP (0:1, 3:2, 1:1, 0:1)
lfishalle. – 4’258 Zuschauer. – SR Tscherrig /Hürlimann, Stalder/Burgy. – Tore: 8. Tömmernes (Winnik, Ausschluss Huguenin) 0:1, 22. Moy (Jooris) 0:2, 26. Olofsson (Leeger) 1:2, 31. Olofsson (Huguenin, Grenier) 2:2, 34. Vermin (Filppula) 2:3, 40. Saarela (Pesonen, Schilt) 3:3, 50. Saarela (Pesonen, Ausschluss Winnik) 4:3. 55. Filppula (Vermin) 4:4. – Penaltyschiessen: Winnik 0:1, Olofsson -; Filppula 0:2, Petrini -; Tömmernes -, Saarela 1:2; Rod -, Grenier -; Moy 1:3. – Strafen: SCL Tigers 4-mal 2 Minuten, Genf-Servette 5-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: SCL Tigers ohne Elsener, Guggenheim (beide überzählig), Langenegger und Weibel (beide verletzt). Genf-Servette ohne Karrer, Le Coultre, Mercier, Miranda und Richard (alle verletzt).
SCL Tigers: Punnenovs; Leeger (2), Huguenin (2); Erni (2), Blaser; Grossniklaus, Schilt; Zryd; Pesonen, Saarela, Petrini; Olofsson, Grenier, Loosli; Sturny, Schmutz, Berger; Salzgeber (2), Diem, Schweri; Lapinskis.
Genf-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Völlmin (2), Smons; Ugazzi, Maurer (2); Guignard; Vouillamoz, Pouliot, Winnik (2); Vermin, Filppula, Rod; Moy, Jooris (2), Smirnovs; Antonietti, Berthon, Patry (2); Riat.

Der Unbekannte Wäseler von Queensland

Gerhard Schöni und Daniel Hirschi bei ihrem Down-Under-Abenteuer im Queensland-Trikot beim Goodall-Cup 1979 in Melbourne. (Archiv Gerhard Schöni)

«Michu du hesch de es Bier z guet», sagt Gerhard Schöni, nachdem der 63-Jährige im Januar 2021 erstmals seit 1979 ein Teamfoto seiner Mannschaft zu sehen bekommt. Doch das ist nur der Anfang einer Geschichte über einen der ersten und letzten Abenteurer im Niemandsland des Eishockeys, dies zu einer Zeit wo noch kaum ein Schweizer zuvor irgendwo im Ausland die Schlittschuhe geschnürt hat.

Ein Mikrofilm rattert und ein schwarzes Zeitungsband im negativ schnellt vorbei. Gesucht sind Artikel über den SC Lyss, zu dessen 50-jährigem Jubiläum ich die erste Klubchronik verfassen soll. Wer sucht, der findet… …aber manchmal auch anderes. Nach Stunden schnellt ein Hockey-Artikel vorbei, bei dem ich kurz innehalten muss. Die Seite 33 der Berner Zeitung vom 26. Januar 1980 titelt «Wenn das Eishockey zum Abenteuer wird» mit dem noch interessanteren Untertitel «Zwei Wäseler in Australiens höchster Spielklasse.»

Es beginnt mit St. Moritz

Im Frühling 1979 schlendert Schöni auf seiner Australien-Reise in Perth an einem alten Theatergebäude vorbei, dem Blondschopf sticht das Schild mit der Aufschrift «St. Moritz-House» ins Auge. St. Moritz in Perth? Beim betreten des Theaters traut Schöni, zusammen mit seinem Landsmann Daniel Hirschi unterwegs, seinen Augen nicht, da wird Eishockey gespielt. So lassen die beiden Emmentaler ihre Eishockeytaschen per Seefracht nachsenden.

In Perth gibts zu dieser Zeit nur eine Inhouse-Liga wo jeweils am Sonntag Abend geknebelt wird, die Eisbahn ist so klein, dass jeweils nur drei Feldspieler agieren. National wird in Australien nur einmal im Jahr gespielt, beim Goodall-Cup und dieser findet 1979 in Melbourne Statt. Die beiden Wäseler tingeln aber vorher mit einem Holden-Stationswagen für 400 Dollar, 4’000 Kilometer quer durch die endlose Trockenebene von Westen nach Osten. In Brisbane spielen die beiden wieder in der In-House-Liga und werden für die Staatsmeisterschaft ins Team von Queensland nominiert.

Ich muss die Abenteurer kennenlernen

Die Zeilen des Autors lesen sich wie ein Roman über die Abenteurer des Zeitalters der grossen Entdeckungen zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert. In diese Zeit fällt auch die Entdeckung Australiens und dies haben die beiden Wäseler in Sachen Hockey getan. Wo die beiden heute wohl sind? Unbedingt muss ich die Hockey-Abenteurer kennenlernen. Über den Autor von damals werde ich näheres erfahren können, dieser ist kein geringerer als Klaus Zaugg: «Schöni ist jeweils in Langnau im Stadion», erfahre ich vom ehemaligen Klub-Chronisten des EHC Wasen-Sumiswald. Wasen? Dieses Team hielt sich von 1973 bis 1979 in der 1. Liga. Schöni war von 1973 bis zum Abstieg als Spieler mit dabei, ehe er in der 2. Liga das Traineramt von René Wittwer übernommen hat.

Zaugg als erfürchtiger Vermittler zwischen Schöni und mir bei der Buchübergabe. (Rolf Schlapbach)

Bei einem Nachtessen erinnert sich Schöni nochmals an seine abenteuerliche Reise im Down-Under-Hockey, im Gegenzug schreibt der Hockey-Pionier das Vorwort im australischen Eishockey-Almanach 2016. Die Buchübergabe findet, präsentiert durch unseren Vermittlungsmann Zaugg, in der Ilfishalle statt. Vier Jahre später stosse ich auf der sagenhaften Internetseite «Legends-of-Australian-Ice» auf ein Foto von Queensland. Das Trikot ist mir bekannt, es ist das gleiche Jersey wie einst Abenteurer Schöni getragen hat und es kommt noch besser, da ist Schöni.

Was die australischen Chronisten, die eine hervorragende Homepage unterhalten, nicht mehr identifizieren können, ist die genaue Jahrzahl (1981 oder 1982?) und den flotte Sunnyboy vorne rechts. Unmöglich können sich Linda Bishop und Peter Nixon an den Emmentaler erinnern, ehe ich Ihnen den Namen und die genaue Jahrzahl inklusive Resultate zustecke. So abenteuerlich die Reise 1979 mit dem St. Moritz Eisrink seinen Anfang nahm, so abenteuerlich endet die Geschichte durch eine Verkettung von Zufällen wieder im Land, der einst in Anlehnung an Eis und Berge ernannten Eisbahn an der australischen Westküste.

Die unbekannte Nummer 5 (eigentlich 6) ist Gerhard Schöni. (Legends of Australian Ice)

Wenn Sporthistorik in der Luft liegt

Julien Sprunger hat Geschichte geschrieben. (Krein)

Julien Sprunger kann heute Geschichte schreiben, nur noch ein Skorerpunkt fehlt dem 34-jährigen um den Klubrekord von Wjatscheslaw Bykow zu egalisieren. 651 Skorerpunkte hat Bykow zwischen 1990 und 1998 für die Freiburger realisiert. Ein 22-jähriger Rekord kann also heute gebrochen werden, dies im beschaulichen Emmental. Immer wieder Langnau und immer wieder anders als geplant heissen die Spiele in der kompliziertesten Saison aller Zeiten.

Eigentlich hätte Gottéron heute ja in Lugano gespielt und Genf-Servette wäre ins Emmental gefahren. Stattdessen kommt es zur 135. NLA-Begegnung (auch vor Einführung der Playoffs mitgezählt) zwischen Emmentalern und Üechtländern und die Chance einen sporthistorischen Moment zu erleben. Solche Momente liegen manchmal in der Luft, kommt dazu, dass ich in den letzten 18 Jahren einige hockeyhistorische Schlüsselmomente miterleben durfte.

„Michu mich erwärmt dieses Spiel nicht““

— Alfred Bohren

Doch die Partie entpuppt sich im zweiten Drittel als zähe und lustlose Angelegenheit, kaum eine nennenswerte Szene erwärmt die wenigen Gemüter. Neben mir sitzt, wie in Langnau üblich, Hockey-Koryphäe Alfred Bohren und sagt „Michu mich erwärmt dieses Spiel nicht“, die Spielzüge passen zur bitterkalten Ilfishalle. In der Pause wird die Angelegenheit immerhin durch ein angeregtes Gespräch zwischen Bohren und dem ersten Schweizer Stanley-Cup-Sieger kurzzeitig aufgeheizt.

Erst in der Schlussphase

Auch der Hauptprotagonist bleibt bis zur 48. Minute blass. Dann punktet Sprunger mit der Vorlage zum 4:0 durch Daniel Brodin und die Partie beginnt zumindest sporthistorisch an Bedeutung. In den letzten zwölf Minuten gehts nur noch um Sprungers Rekord oder den ersten Shutout von Goalie-Neuling Connor Hughes (sprich „Juus“). Der Freiburger Captain hat in 17 Spielen vier Punkte erzielt und heute soll er zweimal punkten?

Und er tut es, in der 58. Minute realisiert Sprunger seinen 652. Skorerpunkt und überholt den Ausnahmekönner aus der ehemaligen Sowjetunion. Und dieser gehört zu den ersten Gratulanten per Whatsapp, wie Sprunger im Interview erzählt. Die kalte Ilfis-Nacht gerät ins vergessen und das sporthistorische Ereignis lässt den 15. Dezember 2020 in die Geschichtsbücher eingehen. Und Hughes? Feiert ganz nebenbei noch seinen ersten Sieg und Shutout in der National-League und wer weiss, vielleicht gewinnt auch dieses Ereignis erst in 22 Jahren an Bedeutung?

SCL Tigers – Freiburg-Gottéron 0:5 (0:2, 0:0, 0:3)
Ilfishalle. – 0 Zuschauer. – SR Salonen (Fi)/Staudenmann, Progin/Duarte. – Tore: 7. Gunderson (DiDomenico, Schmid) 0:1. 18. Bykov (Stalberg, Rossi/ Ausschluss Schilt) 0:2. 43. Herren (DiDomenico, Walser) 0:3. 48. Brodin (Sprunger, DiDomenico /Ausschluss Bircher) 0:4. 58. Sprunger (Gunderson /Ausschluss Blaser) 0:5. – Strafen: SCL Tigers 6-mal 2 plus 2-mal 10 Minuten (Berger, Blaser), Freiburg-Gottéron 4-mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Maxwell; Stalberg. – Bemerkungen: SCL Tigers ohne Erni, Leeger, Zaetta (alle krank), Diem, Kuonen (beide verletzt) und Earl (überzählig), Freiburg-Gottéron ohne Furrer (verletzt) und Desharnais (überzählig).
SCL Tigers: Punnenovs; Blaser, Schilt; Glauser, Grossniklaus; Huguenin, Lardi; Bircher; Sturny, Flavio Schmutz, Julian Schmutz; Weibel, Maxwell, Nilsson; Neukom, Berger, Dostoinov; Rüegsegger, Melnalksnis, Andersons; Petrini.
Freiburg-Gottéron: Hughes; Gunderson, Chavaillaz; Aebischer, Abplanalp; Sutter, Jecker; Bougro, Kamerzin; DiDomenico, Schmid, Herren; Brodin, Marchon, Stalberg; Sprunger, Andrei Bykow, Mottet; Rossi, Walser, Jörg.

Nüssli unter Fankhausers Regie

Nach genau 655. Einsätzen verabschiede ich mich, als „SRFs Antwort auf Mathias Seger“, am 22. September 2017, als dienstältester Sport-Guide. Einst habe ich Reto Brunner als dienstältesten Sport-Assistent abgelöst, nun wird der ehemalige Schiedsrichter Mike Linke das „Amt“ übernehmen.

Nach 15 Jahren als begeisterter Sport-Guide, habe ich die Möglichkeit, in meiner Lieblingssportart live auf den Sender zu gehen. Einerseits freue ich mich sehr auf die neue Herausforderung, andererseits muss ich meinen bisherigen Lieblingsjob aufgeben. Der privilegierte SRF-Job hat mich in all den Jahren stehts erfreut. Ein grosser Dank geht an all jene, mit denen ich in den vergangenen anderhalb Jahrzehnten gearbeitet habe.

Am 26. Oktober 2002, stehe ich erstmals für SRF, damals noch Schweizer Fernsehen (SF), unter Begleitung von Hans Jucker „selig“ und unter der Regie von Armin Fankhauser in Langnau im Einsatz. Die NLA-Partie zwischen den SCL Tigers und dem SC Rapperswil-Jona endet mit 4:3 für die Gäste vom Zürichsee.

„Gibt Krein seinen Einstand oder Abschied in Langnau, gewinnt Nüssli unter der Regie von Fankhauser.“

— Krein

Was einst im Emmental beginnt, soll auch dort beendet werden. So ist mein letzter SRF-Einsatz gleichzeitig mein 99. in der Ilfishalle – und dies, das Drehbuch könnte nicht besser geschrieben werden, wieder unter der Regie von Armin Fankhauser (siehe Foto). Dieses Mal gewinnen die Langnauer gegen den HC Genf-Servette mit 3:2 in der Overtime.

Langnaus Thomas Nüssli bereitet nicht nur den Siegtreffer Aaron Gagnons vor, sondern liefert auch die Vorlage zum 1:0-Führungstreffer. Nüssli ist der einzige Spieler, welcher schon am 26. Oktober 2002, an besagter Spielstätte dabei gewesen ist, damals aber im Trikot des Gegners.

Mein 655. und letzter SRF-Einsatz ist gleichzeitig der 99. in Langnau, mein Debüt gab ich am 26. Oktober 2002 (oberes Ticket), ebenfalls im Emmental. (Krein)

SCL Tigers – Genf-Servette 3:2nV (0:0, 1:1, 1:1, 1:0)
Ilfihalle. – 5248 Zuschauer. – SR Massy/Stricker, Borga/Progin. – Tore: 22. Dostoinow (Nüssli) 1:0. 24. Richard (Riat, Schweri) 1:1. 52. Gagnon (Koistinen, Albrecht) 2:1. 54. Almond (Bezina, Gerbe) 2:2. 64. (63:40) Gagnon (Erni, Nüssli) 3:2. – Strafen: SCL Tigers 2-mal 2 Minuten, Genf-Servette 3-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: PostFinance-Topskorer Erkinjuntti und Simek. SCL Tigers ohne Punnenovs, Berger, Blaser, Stettler (alle verletzt) und Himelfarb (überzähliger Ausländer), Genf-Servette ohne Mayer, Bays, Rubin, Impose und Rod (alle verletzt). – Pfostenschüsse: Zryd (9.), Neukom (17.). – Timeout SCL Tigers (59:18).
SCL Tigers: Ciaccio; Zryd, Koistinen; Seydoux, Erni; Lardi, Huguenin; Müller, Randegger; Elo, Gustafsson, Erkinjuntti; Kuonen, Gagnon, Neukom; Dostoinow, Albrecht, Nüssli; Gerber, Peter, Haas.
Genf-Servette: Decloux; Petschenig, Tömmernes; Jacquemet, Fransson; Loeffel, Mercier; Vukovic, Bezina; Gerbe, Almond, Spaling; Wick, Romy, Simek; Schweri, Richard, Riat; Traber, Hasani, Holdener.

Von Gentlemen und Weltenbummlern

Zum 101. mal trifft Langnau in einem NLA-Spiel auf den EHC Biel. Im Presseraum herrscht wie üblich eine gute Ambiance und die Verpflegung durch Gisela Schlapbach ist wie immer herzlich und charmant. Die Presseverantwortlichen Rolf Schlapbach (SCL Tigers) und Silvan Andrey (EHC Biel) informieren 19 Uhr 17 über die Aufstellungen ihrer Mannschaften, auf Andreys Info: «Marc-Antoine Pouliot ist überzählig», meldet sich der weltbekannte Eishockey-Chronist zu Wort: «Was heter vergässe?» und sorgt unter dem «who-is-who» am Tisch der journalistischen Berner-Hockey-Fraktion für einen Lacher.

Von Läderach bis Tuma

Am «Tisch der aussergewöhnlichen Gentlemen» fällt der Name Heinz Läderach, «ou was macht dä?», «Dasch dr schneuscht Schlittschuehläufer xi vor NLB», «är het dr Siegträffer gäge SCB gschosse» oder «är het gspiut wie dr Peter Sullivan.» Die Lorbeeren für den ehemaligen Stürmer vom SC Langenthal könnten nicht grösser sein. In diesem Augenblick betritt ein älterer Herr den Presseraum, der Publizist: «und da chunt si Trainer», Jaroslav Tuma ist verblüfft und begrüsst die fachkundige Runde. Auch Tuma verliert über Läderach nur gute Worte. Der gebürtige Tschechoslowake verlässt 1968 im Alter von 21-Jahren seine Heimat Richtung Holland, via Tilburg, Rosenheim, Mannheim, Iserlohn, Schwenningen und Ingolstadt heuert er 1983 bei Langenthal an. Noch heute ist der 69-Jährige als Spieler-Agent tätig und betreut weltweit rund 80 Spieler.

Zwei Weltenbummler im besten Alter

Ebenfalls in den 80er Jahren kommt der aktuelle Biel-Trainer Mike McNamara in die Schweiz. 1981 verpflichtet der NLB-Club HC Villars McNamara als neuen Headcoach. Im Frühjahr 1982 steigt der Traditionsclub mit McNamara in die 1. Liga ab. Kein erfolgreicher Start für den Kanadier, dennoch setzt der damals 32-Jährige seine Karriere in der Schweiz fort. Lugano, Dübendorf, Fribourg-Gottéron, Zug, Visp, Ajoie, Lugano, Chur, Lugano, Lausanne und Biel heissen seine Stationen als Head- und Assistenzcoach bis 2016.

Zum dritten Mal interims-Trainer

Auf seiner Trainer-Odyssee heuert der heute 67-Jährige dreimal beim HC Lugano an, 1983, 2006 und 2009. Als Assistent und Ersatzausländer von «Magier» John Slettvoll ist er bei den Meistertiteln 1986 und 1987 dabei, später kehrt er zweimal als Headcoach der Elite-Junioren zurück ins Tessin. Auch mit der Rolle als interims-Trainer ist der ehemalige WHA-Spieler der Quebec Nordiques bestens vertraut. Bereits zum dritten Mal übernimmt er während der Saison einen Trainerposten in der National-League (NL), 2007-08 beim EHC Chur kommt er für Andreas Fischer, 2010-11 übernimmt er in Lugano für Philippe Bozon und am 14. November 2016 in Biel für «Hockeygott» Kevin Schläpfer.

Die Uhr im Presseraum zeigt 19 Uhr 35, es ist höchste Zeit seinen Platz auf der Pressetribüne aufzusuchen. Zugegeben, ohne bevorstehende Eishockey-Partie der 27. Runde, hätte man den Abend – gefüllt mit Anekdoten aus längst vergangenen Zeiten – im gemütlichen Langnauer Presseraum unter der Bewirtung von Frau Schlapbach ausklingen lassen können. Die zwei älteren Herren und Hockey-Koryphäen sind längst auf ihren Plätzen. Tuma auf der Pressetribüne als Beobachter, McNamara hinter der Bande als Trainer, zwei Weltenbummler im besten Alter. Und ja, McNamara und die Bieler gewinnen in einem packenden Spiel mit 5:3 und SI-Mann Stefan Sommer*, er wettet jeweils unter den Gentlemen gegen seine Mannschaft, kassiert 120 Franken Schmerzensgeld.

*gehört seit Jahren zum Tisch der aussergewöhnlichen Gentlemen und berichtet für die Sportinformation.

29. November 2016 – 27. Runde

SCL Tigers – Biel 3:5 (1:0, 0:2, 2:3)
Ilfishalle. – 5’694 Zuschauer. – SR Mandioni /Massy, Abegglen /Kaderli. – Tore: 11. Elo (Schremp, Nils Berger) 1:0. 33. Micflikier (Lundin/Ausschluss Koistinen) 1:1. 38. Horansky (Fabian Sutter, Wetzel) 1:2. 45. Fey (Huguenin/Ausschluss Nils Berger) 1:3. 49. Earl (Julian Schmutz, Lundin) 1:4. 56. (55:02) Schremp (Elo, DiDomenico/Ausschlüsse Horansky, Maurer) 2:4. 56. (55:37) Elo (Schremp/Ausschluss Maurer) 3:4. 60. (59:38) Fey (Ausschluss Jan Neuenschwander!) 3:5 (ins leere Tor). – Strafen: SCL Tigers 3-mal 2 Minuten, Biel 4-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: SCL Tigers ohne Pascal Berger, Blaser, Lukas Haas, Nüssli, Stettler (alle verletzt) und Shinnimin, Biel ohne Pouliot (überzählig), Valentin Lüthi, Tschantré (beide verletzt) und Wellinger (krank). – Timeouts: SCL Tigers (59:03); Biel (55:37).
SCL Tigers: Punnenovs (49. Ciaccio); Seydoux, Koistinen (2); Zryd, Flurin Randegger; Weisskopf, Yves Müller; Currit; Elo, Schremp, Nils Berger (2); DiDomenico, Albrecht, Sven Lindemann; Claudio Moggi, Schirjajew (2), Kuonen; Roland Gerber, Adrian Gerber, Wyss; Rüegsegger.
Biel: Hiller; Lundin, Dufner; Maurer (4), Dave Sutter; Huguenin, Fey; Nicholas Steiner, Jecker; Julian Schmutz, Earl, Micflikier; Rossi, Jan Neuenschwander (2), Fabian Lüthi; Pedretti, Gaëtan Haas, Rajala; Horansky (2), Fabian Sutter, Wetzel.

Hier gehts zum SRF-Spielbericht und zum Interview mit Mike McNamara.

Vorsicht während Interviews

Der folgende Bericht vom Lokalsender TeleBilingue wird durch meinen Berufskollegen Philippe Delisle (TeleBärn) ausfindig gemacht.

Zwischen 0:15 und 0:37 lauere ich durch das Interview von TeleBilingue, allerdings bin vorher selber mit einem SRF-Interview mit Langnau-Trainer Christian Werber beschäftigt. Ist mir dieser Lapsus, am 15. September 2009, wirklich nicht aufgefallen? Andere behaupten der Mann im Hintergrund sei einfach Mediengeil…

Ängelholms Erbe

Der schwedische Elitserien Klub Rögle BK Ängelholm hat sich in der vergangenen Spielzeit den Ligaerhalt erst in der Liga-Qualifikation (Kvalserien) gesichert. Der Aufsteiger von 2008 steht in dieser Spielzeit vor der schwersten Aufgabe der Klub-Geschichte. Rögles Lebensversicherung und langjähriger Captain Kenny Jönsson ist in diesem Frühjahr zurückgetreten.

Der 139-fache Internationale spielte zwischen 1991 und 1995 bereits für seinen Stammclub und war 1992 und 2008 beim Aufstieg in die Elitserien dabei. Nach Jönssons Abgang nach Nordamerika 1995, stieg die Mannschaft gleich im ersten Jahr ohne Jönsson wieder in die zweite Liga ab. Ohne seinen Weltklasseverteidiger haben die Südschweden noch keine Spielzeit in den Elitserien überstanden.

Nie ohne Jönsson

Der Auftritt gegen die SCL Tigers verspricht nichts gutes, denn die Ängelholmer werden vom Schweizer NLA-Aussenseiter aus dem Emmental klar mit 6:2 bezwungen und hinterlassen einen erschrekend schwachen Eindruck. Mit dem ehemaligen Schweizer-Söldner (Lugano und Kloten) Tommy Sjödin, steht zwar ein ehemaliger Weltklasseverteidiger vom Format von Jönsson an der Bande, für den 106-fachen NHL-Spieler ist es aber der erste Trainerjob. Seinen ersten Captain-Job übernimmt Jönsson-Nachfolger Daniel Glimmenvall.

Angeführt vom ex-Langnauer Peter Högardh verfügen die grün-weissen zwar über eine talentierte, junge Mannschaft, doch die Erfahrung und Aura von Jönsson kann damit nicht wettgemacht werden. Mit Jeremy Colliton und Eric Beaudoin, ergänzt durch den Italo-Kanadier Giulio Scandella, stehen zwei Kanadier mit NHL-Erfahrung im Kader, beide konnten sich in der besten Liga der Welt nicht durchsetzen.

Wetten dass… …es ohne die grosse Identifikationsfigur Jönsson im Frühjahr 2010 nicht reicht?

5. September 2009