Julien Vauclair

 

Julien Vauclair befördert während des 1. Drittels Montreals Steve Begin aufs Eis. Foto: KEYSTONE/AP
Julien Vauclair holt in der zehnten Minute eine Zwei-Minutenstrafe wegen Crosscheck an Steve Begin. (Foto: Keystone/AP)

Im Herbst 2001 wechselt Julien Vauclair vom HC Lugano für drei Jahre nach Nordamerika in die NHL-Organisation der Ottawa Senators. In drei Saison bestreitet der Verteidiger 236 Spiele für die Grand Rapids Griffins und die Binghamton Senators, dabei erzielt er 20 Tore, 62 Assists und sitzt 99 Minuten auf der Strafbank der American-Hockey-League (AHL).

Eine Woche vor dem Saisonstart

Bei seinem Wechsel 2001 hält sich der Jurassier unerwartet lange im Trainingscamp der Ottawa Senators. Erst eine Woche vor dem NHL-Saisonstart erfolgt die Rückversetzung ins Farmteam Grand Rapids. Vauclair: «Ich durfte tatsächlich lange hoffen, die Saison in der NHL beginnen zu können. Es gefällt mir nun aber auch in der AHL gut. Grand Rapids ist das erfolgreichste Team der ganzen Liga. Ich mache Fortschritte und kann mich weiter entwickeln. Aus Ottawa kriege ich viel Resonanz, schliesslich sind die Scouts bei jedem Spiel dabei.»

Vauclair zählt zu den Top-Verteidigern

Vauclair zählt beim AHL-Leader zu den besten vier Verteidigern, kriegt deshalb rund 25 Minuten Eiszeit pro Spiel und wird im Powerplay und im Boxplay eingesetzt. Das Ziel, die National-Hockey-League, befindet sich indes noch in weiter Ferne. «Bei Ottawa figurieren neun Verteidiger im Team, wobei jeweils nur sechs spielen können», sagt Vauclair. Ralph Krueger über Vauclair: «Julien wird die Umstellung schaffen. Er ist routinierter als Mark Streit vor zwei Jahren, der nach einer Saison eine Klasse schlechter aus Nordamerika zurückkam. Ausserdem war Julien Vauclair in den letzten zwei Saisons ein sicherer Wert in unserer Abwehr.»

Siebter Schweizer in der NHL 

Am 25. Oktober 2003 kommt Vauclair als siebter Schweizer zum ersten NHL-Einsatz. In der Partie gegen die Montreal Canadiens erhält der Nr. 78-Draft von 1998 12 Minuten und 48 Sekunden Eiszeit. Dabei holt er in der 10. Minute eine 2 Minuten-Strafe wegen einem Cross-Check an Steve Begin und steht bei einem Treffer der Senators auf dem Eis. Vauclair wird später nochmals wegen mehrerer Verletzter bei den Senators ins Kader für das Spiel gegen die Florida Panthers (2:3) berufen, kommt aber nicht mehr zum Einsatz.

 

25. Oktober 2003

Montreal Canadiens – Ottawa Senators 2:6 (1:2, 0:1, 1:3)
Bell Centre. – 21’273 Zuschauer. – SR Furlatt, Koharski; Cormier. – Tore: 5. (4:01) Varada (Hossa, Phillips) 0:1. 5. (4:38) Schaefer (Spezza) 0:2. 16. Souray (Begin) 1:2. 28. Havlat (Bonk, Hossa/Ausschluss Sundström) 1:3. 43. Souray (Ausschluss Bonk) 2:3. 44. Spezza (Alfredsson, Pothier) 2:4. 47. Alfredsson 2:5. 57. Bonk (Alfredsson, Hossa/Ausschluss Zednik) 2:6. – Strafen: Montreal 9x 2 Minuten. Ottawa 10x 2 Minuten. – Bemerkungen: Montreal ohne Hainsey (verletzt). Ottawa ohne White, Leschyshyn, Volchenkov (alle verletzt).
Montreal Canadiens: Theodore; Audette, Begin, Bouillon, Brisebois, Bulis, Dackell, Hossa, Juneau, Markov, Perreault, Quintal, Ribeiro, Rivet, Ryder, Souray, Sundström, Ward, Zednik.
Ottawa Senators: Lalime; Alfredsson, Bonk, Chara, Havlat, Hossa, Neil, Phillips, Pothier, Rachunek, Redden, Schaefer, Schastlivy, Smolinski, Spezza, Van Allen, Varada, Vauclair (+1, 2 Minuten, 19 Einsätze, Eiszeit 12:48), Vermette.

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