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Time-To-Shine

Written on 7. Juli 2026 by Michael Krein

Categories: Schweiz, Weltmeisterschaft

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Die Eishockey Weltmeisterschaft in der Schweiz ist prägend, beim Stadioneingang «VIP South und North» in Freiburg schwärmen zwei Ex-Junioren-Internationale, Urs Christen und Markus Zumwald, von der WM 1971 in Bern, Genf, Lyss und La Chaux-de-Fonds: «die Spiele der B-Gruppe in Lyss habe ich alle gesehen», meinte Zumwald, gleichzeitig erkannte ihn ein Walliser: «ischri Legendä vo Visp.» Der Lysser Zumwald spielte zwischen 1981 und 1983 beim EHC Visp. Ein Foto für Hannes Kasslatter, Spieler des HC Gherdeina, soll noch per WhatsApp ins Südtirol versendet werden, so Zumwald (rechts im Bild) weiter. Genau das ist WM, Begegnungen aller Art, ob der Stadionbeizer aus Bruneck, der Club-Präsident des HC Ajoie, «Kaiser Franz-Josef» und «Mozart» aus Österreich oder Frau W. Nuss aus Bümpliz und deren Songwriter. Jede Begegnung ist möglich, alles verläuft friedlich, wenn auch feuchtfröhlich, eine WM ist die jährliche Abschlussparty der Eihockeyfreunde aus aller Welt. Kulinarisch wurde das ganze durch ein Fondue-Pavillon in Freiburg oder den kulinarischen Köstlichkeiten in der Arena in Zürich mit «Ghackets und Hörnli» bereichert. Gar die Fanzone in Zürich war zeitweise bis auf den letzten Platz «ausverkauft.» Derweil spielten nur die Nordamerikaner und Russen ihre Playoffs aus und in Down-Under startete gleichzeitig die Meisterschaft.

Kanadier und Russen fehlten an der WM 1971, respektive WM 2026 in der Schweiz. Die 71er WM, wie Zumwald erzählte, wurde gleich als A- und B-WM durchgeführt und dies galt ketzerisch «sportlich» auch für das Jahr 2026. Ein 9:0-Kantersieg ist ein B-WM Resultat wie zu den besten Zeiten. Magyaren, Italiener und Briten fielen ab, letztere erinnerten gar an ihren schwächsten A-WM-Auftritt 1994 in Italien. Nicht einmal das Mittelfeld, mit Ausnahme der überraschenden Norweger, konnte den Top drei Paroli bieten. Rein sportlich gesehen fehlten die Russen an allen Ecken und Enden, die Diskussionen bei der IIHF um eine Rückkehr sind im Gange. So wurde in Zürich und Freiburg eine der sportlich schwächsten Weltmeisterschaften seit Jahren abgefeiert. Die Schweiz spielte dabei so dominant wie nie zuvor und mahnte spielerisch gar an die Sowjetunion unter Viktor Tichonow, mit dem Unterschied, dass man einmal mehr die falsche Partie verloren hatte. Erinnerungen an 1985, als man an der B-WM in Freiburg ebenfalls das letzte Spiel verlor und so den Aufstieg in die A-Gruppe verpasste. Trotz allem, die Weltmeisterschaft in Zürich und Freiburg war beste Werbung für den besten Sport der Welt und bot alles, was unserem Planeten in den letzten Jahren abhandengekommen ist, es ist «Time-To-Shine.»



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