Freiburgs Baustellenlabyrinth

Die Freiburger empfangen ihre Gegner direkt auf der Baustelle. Schon den richtigen Eingang zu finden ist eine Challenge, doch dies hat auch was Faszinierendes. Man wird einst erzählen können, wie es damals gewesen war, während des Umbaus der alten Patinoire St. Léonard, die schon BCF-Arena hiess, zur neuen BCF-Arena in den Jahren 2019 und 2020. Trotz des Umbaus verfügen die Freiburger immer noch über den fünfthöchsten Zuschauerschnitt der National-League.

Um die Ecke, kommen einem plötzlich die Spieler des Gästeteams auf einem schmalen, mit Kunststoffmatten ausgelegten Baustellen-Pfad, entgegen. Ohne Schlittschuhe kann man auf den rohen Betonboden ausweichen, deshalb haben die Spieler klaren Vortritt. Das «Gerüst» der alten Halle bleibt auch nach dem Umbau bestehen, nur aussen wird angesetzt, ähnlich wie einst in Rapperswil. Ein Highlight für jeden Nostalgiker, denn auch die Kabinen der zweifachen WM-Halle bleiben zur Hälfte bestehen und werden gegen aussen vergrössert.

Auf dem «Gang» zu den Presseplätzen durchquert man einen Rohbau auf mehreren Stockwerken, doch es ist ersichtlich, wenn hier alles fertig ist, wird diese Arena eine Bereicherung für die Liga. Bis es soweit ist, gilt für Spieler und Funktionäre, sich weiterhin vorsichtig zu bewegen, denn ein Fehltritt mit dem Schlittschuh und der Team-Betreuer ist gefragt.

Und der Ausgang? Bei meinem ersten Besuch und durch den bis anhin gewohnten Ausgang in Richtung Basketball-Halle von Fribourg Olympic, habe ich mich fast verlaufen. Die Lichter der Halle wurden bereits gelöscht und ich irrte immer noch durch die Baustelle. Mit einem nassen Schuh, durch einen Fehltritt ins kühle Baunass, habe ich meinen Irrgang durch das Baustellen-Labyrinth als letzter in Richtung Friedhof, der liegt gleich nebenan, verlassen.

Nostalgisches anno 1982

Samstag, 21. November 2009 – Nostalgie im Eisstadion Biel. Zum 70-jährigen Jubiläum spielt der EHC Biel im blauen Retro-Trikot der 83er Meistersaison. Im Vorfeld dieser Partie (Biel-Fribourg) recherchiere ich nach alten Ergebnissen und Spielern der Saison 1982/83.

Die Resultate aus der Saison 1982/83 zwischen Biel und Fribourg waren sehr Torreich: 7:2, 10:4 und 1:7, lauteten die Heimspiele für die Seeländer. Biel krönte die Saison 1982/83 mit dem dritten und bis heute letzten Meistertitel.

Einer der damals hautnah dabei war, ist der aktuell bei TSR arbeitende Robert „Robelon“ Meuwly. Natürlich konfrontiere ich ihn vor dem Spiel mit der Vergangenheit. Ich staune nicht schlecht als er mir erzählt: „hier haben wir 1982/83 eine deutliche Abfuhr bekommen, zehn Gegentore hab‘ ich damals in einem Spiel kassiert!“

Tatsächlich, es gab ein 10:4 sage ich zu ihm. Robert Meuwly sagt darauf: „ich weiss noch genau an welchem Tag es war“, ich bin verblüfft, Meuwly weiss noch das genaue Datum? Er scheint mindestens so Hockeyverrückt zu sein wie ich?! Er erinnert sich an den 28. September 1982, an jenem Tag hat seine Frau Geburtstag und Meuwly sagte ihr an jenem Morgen: „Heute mache ich ein Shutout, ich fühle mich grossartig, ich schenke dir einen Shutout zum Geburtstag.“