Wo bleiben die zahlreichsten Fans Europas?

Champions-Hockey-League 2014/15 Bern - Tapapra Tampere Foto: eishockeyblog
Champions-Hockey-League 2014/15: SC Bern – Tappara Tampere – Foto: eishockeyblog.ch

Der SC Bern hat den höchsten Zuschauerschnitt Europas, in der National-League-A (NLA) zumindest, was aber ist mit der Champions Hockey League (CHL)?

Zuschauerschnitt von 4’704 

In den beiden CHL-Partien gegen Ocelari Trinec und Tappara Tampere füllen 4’677 bzw 4’731 Fans nicht einmal die 6’800 Sitzplätze. Hat die Nummer eins in Europa etwa kein Interesse an Europa? 

Der 08/15-SCB-Fan vergnügt sich lieber hundertmal beim Spiel Bern gegen Biel, statt einmal bei Bern gegen Tappara Tampere. Der 08/15-SCB-Fan kann (noch) nichts mit der neugeschaffenen Champions Hockey League anfangen. Erstens verfügt er nur über mangelnde Kenntnisse und zweitens reicht sein Eishockey-Horizont knapp bis zu den Tribünen des Stade-de-Suisse, schade eigentlich.

Ein wahrer Eishockey-Krimi

Denn die Partie gegen Tappara Tampere hat alles geboten was ein Eishockeyspiel bieten muss: Spannung bis zum Schluss, eine packende Aufholjagd der Finnen, Penalty in der Overtime, Schlägereien und als Krönung ein Penaltyschiessen … und für den SCB-Fan hat sogar noch die richtige Mannschaft gewonnen. Was will man mehr?

«diä Tschämpiens-Liiig isch doch ä schissdräck».

 

Kein Vergleich zu den 90ern 

Ich erinnere mich an die Berner Europacup-Auftritte der 90er Jahre, im Vergleich zu damals sind die Zuschauerzahlen erheblich gestiegen. 800 Zuschauer verloren sich beispielsweise am 8. November 1991 anlässlich der Europacup-Partie gegen den jugoslawischen Vizemeister Olimpija Ljubljana im damaligen Berner Allmend-Stadion.

Höherer Schnitt vor sechs Jahren  

An die Zahlen der Champions Hockey League, Ausgabe 2008/09, kommen die Berner heute noch nicht. 6’756 und 7’057 wollten die beiden Partien gegen die Espoo Blues und HV71 Jönköping sehen. Vielleicht finden wir den Grund des aktuellen Zuschauermangels beim fehlenden Berner Erfolg? Ein SCB-Funktionär sagte nach der 0:4-Niederlage gegen die übermächtigen Tschechen aus Trinec: «diä Tschämpiens-Liiig isch doch ä schissdräck».

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