Die Long-Island-Rail-Road nach Uniondale

Ein kalter Montag, am 19. Januar 2009, in Uniondale, New York, einem Vorort auf Long Island. Schon die Zugfahrt mit der Long-Island-Rail-Road (LIRR) war ein Erlebnis (u. a. Queens oder Garden City, Mark Streits derzeitiger Wohnort) – schliesslich in Uniondale angekommen, erwartete uns eine eher düstere Gegend oder wie wir in der Schweiz sagen würden: «eine etwas schäbige Gegend.» Nach einer kurzen Busfahrt, war das Nassau Coliseum (16’234 Plätze) bereits von weitem zu sehen. Auf dem anschliessenden Fussmarsch vorbei an eben eher «schäbigen» Vorgärten und einem «Used-Gun-Store», wo wohl jeder ohne Waffenschein eine Knarre kaufen konnte, standen wir (Claude Moeri, Michael Möri und ich) nun vor dem Eingang zum Nassau-Coliseum.

Ein super Gefühl, denn in kürze sollten wir erstmals Mark Streit im Trikot des vierfachen Stanley-Cup-Siegers zu sehen bekommen. Die Arena versprüht einen ähnlichen Charme wie das Pepsi-Colisée in Quebec oder der Madison-Square-Garden. Die Banner unter der Hallendecke als Zeitzeuge der glorreichen Islanders-Jahre (Stanley-Cup-Siege 1980, 1981, 1982 und 1983) lässt einem in Gedanken erahnen, welche Geschichte in der Organisation der Islanders hier im Nassau-Coliseum geschrieben wurde.

Als ich den Spielern, insbesondere den Islanders, beim Einspielen zuschaue, wird mir klar – dies muss das Ziel jedes ambitionierten Eishockeyspielers sein, die NHL! «Wenn du irgendwie die Möglichkeit hast, musst du alles dafür tun.» Mark Streit hats gepackt. Im Islanders-Game-Day (Matchprogramm) ist eine fünfseitige Story (von Jason Lockhart) über Mark Streit publiziert. Bis auf einen kleinen Flüchtigkeitsfehler ist der New Yorker Journalist hervorragend über das Schweizer Eishockey und Streit informiert.

Der perfekte Eishockeyabend wird schliesslich durch Washingtons Alexander Owetschkin mit zwei Treffern besiegelt. In meinem dritten NHL-Spiel erlebe ich die zweite Verlängerung und zum zweiten Mal kommts nicht zum Penaltyschiessen, weil Owetschkin kurz vor Ablauf der Overtime mit einem Powerplay-Treffer die Partie entscheidet. Mark Streit steuert beim zwischenzeitlichen Ausgleich einen Assist bei.

New York Islanders – Washington Capitals 1:2nV (0:1, 0:0, 1:0, 0:1)
Nassau-Veterans-Memorial-Coliseum. – 13’917 Zuschauer. – SR Jackson/Meier; Devorski/Sericolo. – Tore: 7. Ovechkin (Green, Laich/Ausschluss Witt) 0:1. 53. Okposo (Nielsen, Streit/Ausschlüsse Bäckström, Ovechkin) 1:1. 62. Ovechkin (Semin, Fedorov/Ausschluss Witt) 1:2. – Strafen: New York 4-mal 2 Minuten. Washington 5-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Ovechkin (Washington) und Okposo (New York) als beste Spieler ausgezeichnet.
New York Islanders: Danis; Streit, Okposo, Nielsen, Gervais, Park, Bailey, Guerin, Tambellini, Sim, Pöck, Martinek, Jackman, Witt, Hillen, Thompson, McLean, Comeau, Comrie.
Washington Capitals: Theodore; Ovechkin, Laich, Semin, Green, Fedorov, Erskine, Bradley, Fleischmann, Gordon, Clark, Bäckström, Jurcina, Kozlov, Alzner, Helmer, Schultz, Brashear, Nylander.

Diese Zeilen tippe ich im NHL-Store in New York, 47th Street West – Es gibt sehr viel zu erzählen, die Berichte und Eindrücke der drei Spiele der Islanders (Washington), Rangers (Anaheim) und New Jersey (Montreal) folgen. Als besonderes Highlight darf die Begegnung mit Scott Gomez (verdient 8.8 Mio pro Saison) betrachtet werden… …more later, greets from New York Citys NHL Reebok Store.

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