Mark Streit

…ist der 37. Schweizer NHL-Draft!
…ist der zehnte Schweizer NHL-Spieler!
…ist der zweite Schweizer NHL-Torschütze!

Geboren: 11. Dezember 1977 in Bern
cm/kg: 181/87
Schiesst: links
Rückennummer: 32 (Pittsburgh, Philadelphia, Montreal), 2 (NY Islanders)
Stammclub: SC Bern
Vertrag: 2016-17 (2005-06, 2006-07, 2007-08, 2008-09, 2009-10, 2010-11, 2011-12
Salär: $5’250’000 ($550’000, $600’000, $600’000, $4’100’000, $4’100’000, $4’100’000, $4’100’000)
Agent: Pat Brisson
Draft: 2004, Nr. 262, Montreal Canadiens
Debüt: 8. Oktober 2005, in Toronto
Tor-Premiere: 14. Januar 2006, in Montreal, San Jose
Teams: 2005-08 Montreal Canadiens, 2008-13 New York Islanders, 2013-17 Philadelphia Flyers, 2016-17 Pittsburgh Penguins, 2017-18 Montreal Canadiens
Playoffs: 2005-06, 2007-08, 2012-13, 2013-14, 2015-16, 2016-17

Letztes Tor: 3. März 2017, in Pittsburgh, Tampa Bay
Letztes Spiel:
7. Oktober 2017, in Washington
NHL-Total:
 820 Spiele, 100 Tore, 349 Assists, 449 Punkte, 392 Strafminuten


Erst 2004 als Nummer 262 von den Montreal Canadiens gedrafted, wechselt der Berner im Sommer 2005 von den ZSC Lions in die Organisation der Montreal Canadiens. Am 8. Oktober 2005 läuft der Verteidiger in Toronto erstmals in der National-Hockey-League (NHL) auf. Streit punktet gleich in seinem ersten Spiel beim 5:4-Sieg der Canadiens. In der 35. Minute gibt er das Zuspiel auf Sheldon Sourays Powerplay-Tor zur 3:2-Führung der Canadiens.

Zweiter Schweizer NHL-Torschütze

Am 14. Januar 2006 trifft Streit, als zweiter Schweizer NHL-Torschütze, in der 38. Minute gegen San Josés Evgeny Nabokov (seinem späteren Teamkollegen bei den New York Islanders) zum zwischenzeitlichen 4:1 beim 6:2-Sieg der Canadiens. Nur drei Tage vorher, am 11. Januar, trifft Streit in Denver im siebten Schweizer NHL-Derby auf David Aebischer und die Colorado Avalanche. Der Torhüter gewinnt das Schweizer Duell mit 2:1, Mark Streit verlässt das Eis mit einer -1 Bilanz. Knapp zwei Monate später, am 16. März 2006 stehen dann Streit und Aebischer gemeinsam für die Canadiens auf dem Eis, der Gegner heisst Carolina Hurricanes mit Martin Gerber im Tor. In dieser Partie stehen erstmals drei Schweizer NHL-Söldner auf dem Eis.

Rund zwei Jahre später trifft Streit erstmals im Doppelpack, im zweiten Drittel gegen die Philadelphia Flyers schiesst er die Tore zum 3:0 und 4:0 gegen Antero Niittymäki. Am 5. Februar 2008 bezwingt Streit erstmals einen Schweizer Goalie in der NHL. Auf Zuspiel von Andrei Kostitsyn erzielt Streit gegen Gerber in der 29. Minute das 3:1 und geht als 4:3-Sieger gegen die Ottawa Senators vom Eis. In drei Saisons für die Canadiens erzielt der Berner Verteidiger in 217 Spielen, 26 Tore und 87 Assists. Im Juli 2008 unterschreibt der Schützling von Scout Pat Brisson einen 5-Jahresvertrag für 20,5 Millionen Dollar beim vierfachen Stanley-Cup-Sieger New York Islanders.

Von Uniondale bis Philadelphia

Der erste Treffer für die New York Islanders erzielt der Linksschütze am 23. Oktober 2008 auf heimischem Eis gegen Dallas‘ Marty Turco. Der letzte Treffer für die Isles markiert Streit in den Playoffs, am 7. Mai 2013 trifft er, beim 6:4-Sieg der Islanders, gegen Marc-André Fleury gleich zwei Mal. In vier Saisons auf Long Island kommt der Offensivverteidiger auf 182 Skorerpunkte und 42 Tore.

Als erster Schweizer NHL-Captain führt Streit die New York Islanders in seiner letzten Saison (2012-13) erstmals seit sechs Jahren wieder in die Playoffs. An den Pittsburgh Penguins scheitern die Islanders um John Tavares und Co. mit 2:4-Niederlagen. Am 12. Juni 2013 unterschreibt Streit seinen zweiten Millionen-Vertrag und wechselt für 21,5 Millionen US-Dollar für vier Jahre zu den Philadelphia Flyers (im Gegenzug gehen Shane Harper und ein 4. Runden-Draftrecht 2014, Devon Toews zu den Islanders). Seinen ersten Treffer für seinen dritten Arbeitgeber in der NHL erzielt Streit am 29. November 2013 in Tampa.

Zweites Tor gegen Schweizer Goalie

Am 31. Dezember 2013 bezwingt Streit mit Reto Berra zum zweiten Mal einen Landsmann auf NHL-Eis. Beim 4:1-Sieg in Calgary gelingt ihm in der vierten Minute der erste Treffer des Spiels.

Herbst 2015

Am «Back-to-the-future-day», am 21. Oktober 2015 steuert Streit auswärts gegen die Boston Bruins drei Assists (400. NHL-Punkt) zum 5:4-Overtime-Sieg der Flyers bei. Streit gibt die Pässe zum 3:4 (Claude Giroux), 4:4 (Wayne Simmonds) und 5:4 (Giroux) für die Flyers und steht bei einer +/- 0 Bilanz 22 Minuten und 5 Sekunden auf dem Eis. Im vierten Spiel gegen Reto Berra geht Streit am 10. Oktober 2015 gegen Colorado (0:4) erstmals als Verlierer vom Eis. Im 700. NHL-Spiel am 9. Januar 2016 gegen seinen ex-Klub New York Islanders gibt Streit beim 4:0-Sieg das Zuspiel zum 3:0.

Via Tampa nach Pittsburgh

Verrückt, gleich zweimal wurde Mark Streit gestern in der NHL transferiert. Erst schickten ihn die Philadelphia Flyers zu Tampa Bay Lightning. Überraschend war dabei nicht, dass die Flyers Streit abgaben. Weil sein Vertrag Ende Saison ausläuft, musste er als so genannter «Rental Player» (Leihspieler) eingestuft werden. Ein Spieler, den ein Team ohne Playoff-Aussichten abgibt, um noch einen Gegenwert zu bekommen und ein Spieler, den ein Klub nur kurzfristig holt, um sich für die Playoffs zu verstärken.

Deshalb war es zunächst sehr überraschend, dass Tampa Bay den 39-Jährigen verpflichtete. Denn das Team aus Florida hat keine grossen Chancen auf die Playoff-Qualifikation und war in den letzten Tagen seinerseits daran, «Rental Players» abzugeben.

Was sich seit Mitte Oktober angekündigt hatte, ist zur Gewissheit geworden. Streit sagt: «Ich höre auf.» Er liess sich etwas Zeit, wollte sich den einschneidenden Schritt gut überlegen. Er musste auch erst einmal den Schock verarbeiten, den ihm die Montreal Canadiens bereitet hatten. Ende Juli 2017 hatte Streit mit ihnen einen Einjahresvertrag unterzeichnet. Es war eine Rückkehr an den Ort, an dem 2005 seine NHL-Karriere begonnen hatte – und im nächsten Frühling hätte sie dort auch zu Ende gehen sollen.

Nur eine Woche nach dem Saisonstart wollten die Canadiens nichts mehr von ihm wissen. Sie boten ihn auf dem Markt an, niemand griff zu. Sie hätten ihn dann ins Farmteam abgeschoben, doch das wollte Streit nicht. Also löste man den Vertrag auf.

Schweizer-Duelle
11. Januar 2006, in Denver 1:2 (David Aebischer)
16. März 2006, Carolina 1:5 (Martin Gerber)
13. November 2006, in Ottawa 6:3 (Martin Gerber)
18. Oktober 2007, in Ottawa 3:4 (Martin Gerber)
10. November 2007, in Ottawa 1:3 (Martin Gerber)
19. November 2007, Ottawa 2:4 (Martin Gerber)
5. Februar 2008, Ottawa 4:3 (Martin Gerber)
13. März 2008, Ottawa 0:3 (Martin Gerber)
24. März 2008, Ottawa 7:5 (Martin Gerber)
1. April 2008, in Ottawa 3:0 (Martin Gerber)
30. Oktober 2008, in Philadelphia 2:3 nV (Luca Sbisa)

29. Februar 2016, Calgary 5:3 (Jonas Hiller)
25. Februar 2016, Minnesota 3:2 (Nino Niederreiter)
19. Februar 2016, in Montreal 2:3 nP  (Sven Andrighetto)
4. Februar  2016, in Nashville 6:3 (Roman Josi)
7. Januar 2015, in St. Paul 4:3 nV (Nino Niederreiter)
10. November 2015, Colorado 0:4 (Reto Berra)
3. November 2015, in Vancouver 1:4 (Sven Bärtschi, Yannick Weber)

 

Tore (100)

14. Januar 2006, San Jose, Evgeny Nabokov (1)
21. März 2006, in Uniondale, Rick DiPietro (2)
14. Dezember 2006, Tampa Bay, Marc Denis (3)

5. Februar 2008, Ottawa, Martin Gerber (21)

31. Dezember 2013, in Calgary, Reto Berra (73)

3. März 2015, Calgary, Karri Rämö (88)
10. Oktober 2015, in Sunrise, Roberto Luongo (89)
24. Oktober 2015, New York Rangers, Henrik Lundqvist (90)
30. Oktober 2015, in Buffalo, Linus Ullmark (91)
25. Februar 2016, Minnesota, Devan Dubnyk (93)

28. März 2016, Winnipeg, Ondrej Pavelec (94)

14. Oktober 2016, in Los Angeles, Jeff Zatkoff (95)
25. Oktober 2016, Buffalo, Anders Nilsson (96)
2. November 2016, Detroit, Petr Mrazek (97)
17. November 2016, Winnipeg, Connor Hellebuyck (98)
8. Dezember 2016, Edmonton, Jonas Gustavsson (99)
3. März 2017, Tampa Bay, Peter Budaj (100)

Stammclub

Mark Streit hat beim SC Bern sämtliche Juniorenstufen durchaufen, ehe er noch im Juniorenalter zu Freiburg-Gottéron transferiert wurde. Sein Debüt im Berner Fanionteam gab Streit erst in der Lockout-Saison 2012-13, am 25. September 2012, im Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

Streits Stammclub

Ein Gedanke zu „Mark Streit

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Ron PorterGeschrieben am  12:57 pm - Nov 6, 2015

Korrigenda:
Der Dallas Torhüter heisst nicht Marty Turbo, sondern Marty Turco

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