Und wenn Spezza trifft…

In Rapperswil gibts seit letzten Samstag alles von Lockout-Star Jason Spezza. Da gibts eine Hot-Dog Spezzial Wurst für 7 Franken, ein Spezza Mini-Trikot für 20 Franken und einen Spezza-Schal für 30 Franken, satte 57 Franken kostet der ganze Spezza-Lockout-Spass. Der Star der Ottawa Senators ist in der «Diners» Arena in aller Munde.

Die Hot-Dog SPEZZiAl Wurst im Ottawa-Look gibts für 7 Franken. (Krein)

Was es von Spezza noch nicht gibt sind Spezza-Tore, Spezza-Assists und Spezza-Punkte und dies trotz 14 Lakers-Toren in den letzten zwei Spielen. Beim 8:4-Heimsieg gegen die SCL Tigers hat der NHL-Star sogar eine minus-zwei-Bilanz.

„Jason Spezza, auf Doug Gilmours Spuren?“

— Michael Krein

In der NHL erzielt Spezza mehr als einen Skorerpunkt pro Spiel und in Rapperswil bleibt er nach drei Spielen immer noch punktlos. Doch so einfach ist das nicht, auch ein NHL-Schlüsselspieler braucht seine Anlaufzeit. Ein kleiner Trost, auch Doug Gilmour traf beim ersten Lockout 1994-95 erst in seinem letzten Spiel für die Rapperswiler.

Die Frage ist nicht ob Spezza trifft, sondern nur wann Spezza trifft und dann fehlt in der «Diners» Arena nur noch die «Dieci» Spizza, denn die Pizza zu Spezzas Ehren (Foto oben die normale Lakers-Pizza) ging beim kulinarischen Angebot bisher vergessen.

Meine Wahl fällt auf die zwei NHL-Söldner Jared Spurgeon und «Spezza Hot-Dog.» (Krein)

Die Spezza-Bilanz

DatumGegnerGA+/-
28.9.2012ZSC Lions 0:400-1
29.9.2012a-Biel 6:3001
2.10.2012SCL Tigers 8:400-2

Rapperswil-Jona – SCL Tigers 8:4 (0:2, 4:1, 4:1)
Diners Club Arena. – 4’110 Zuschauer. – SR Massy, Kaderli/Wüst. – Tore: 6. Genazzi (Leblanc) 0:1. 10. Haas (Froidevaux, McLean) 0:2. 22. Wichser (Geyer, Riesen /Ausschluss Claudio Moggi) 1:2. 24. Riesen (Wichser) 2:2. 25. Camichel (Earl) 3:2. 38. Camichel (Wichser, Sejna /Ausschluss Adrian Gerber) 4:2. 40. (39:17) Brunner (Sandro Moggi, Spurgeon) 4:3. 42. Camichel (Neukom, Kolnik) 5:3. 49. Sejna (Thibaudeau, Geiger) 6:3. 55. Leblanc (Adrian Gerber, Reber) 6:4. 60. (59:25) Neukom (Camichel, ins leere Tor) 7:4. 60. (59:41) Kolnik (Neukom) 8:4. – Strafen: Rapperswil-Jona 3-mal 2 Minuten, SCL Tigers 5-mal 2 plus 10 Minuten (Brunner). – Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Winkler und Derrick Walser, Langnau ohne Bäumle, Ennis, Simon Moser (alle verletzt) und Popovic (überzähliger Ausländer). – Timeout: Rapperswil-Jona (7.); Langnau (25.). PostFinance-Topskorer: Earl; Sandro Moggi.
Rapperswil-Jona: Aebischer; Welti, Camenzind; Gmür, Sven Berger; Geyer, Geiger; Burkhalter, Spezza, Earl; Kolnik, Camichel, Neukom; Riesen, Wichser, Sejna; Thibaudeau, Hürlimann, Rizzello; Jörg, Nils Berger.
SCL Tigers: Hübl; Stettler, Lardi; Spurgeon, Rytz; Simon Lüthi, Reber; Kim Lindemann, Christian Moser; Sandro Moggi, Claudio Moggi, Brunner; Froidevaux, McLean, Haas; Jacquemet, Pelletier, Bucher; Leblanc, Gerber, Genazzi.

Auf Chelios‘ Spuren…

Vor einem Interview bietet sich manchmal die Gelegenheit über ganz andere Dinge als den aktuellen Bieler 4:3-Sieg gegen Lugano zu diskutieren. Die Unterhaltung mit Mathieu Tschantré beginnt bei Rick Nash’s Hattrick in Davos und endet mit dem Bieler-Lockout-Star vor 18 Jahren.

Während des ersten NHL-Lockouts 1994-95 war der aktuelle Biel-Captain Mathieu Tschantré gerade Mal zehn Jahre alt und spielte bei den Moskitos des EHC Biel. Auf meine Frage ob er sich denn an das Engagement von Chris Chelios erinnern könne, antwortet Tschantré mit grosser Begeisterung: «Ich war im Freihockey als der NHL-Star Chelios im Bieler Eisstadion eingetroffen war, für uns war dies das Grösste.»

In dieser Woche trifft mit Tyler Seguin erneut ein ganz grosser aus der NHL in Biel ein. Seguin ist Biels grösster Transfercoup seit der Stippvisite (3 Spiele) Chelios‘ vor 18 Jahren. Der damals zehnjährige Mathieu empfängt dieses Mal den NHL-Star als Biel Team-Captain und womöglich wird auch da wieder ein Bieler Nachwuchsspieler den grossen Seguin bestaunen – und wer weiss in 18 Jahren…

Das verpasste NHL-Duell

Und übrigens… …vor 18 Jahren trafen die zwei grössten Attraktionen auf Schweizer Eis, Doug Gilmour und Chris Chelios mit Rapperswil-Jona und Biel nicht aufeinander. Chelios verletzte sich im dritten Spiel gegen Davos und musste frühzeitig nach Kanada zurückkehren. Eine Woche später mussten die Bieler ohne Chelios gegen Gilmour-Rappi ran. Diesen Samstag kommts nun doch noch zum NHL-Knüller zwischen Biel und Rapperswil, mit den Attraktionen Tyler Seguin (Boston Bruins) und Jason Spezza (Ottawa Senators).

Biel – Lugano 4:3 (1:1, 0:2, 3:0)
Eisstadion. – 4’341 Zuschauer. – SR Massy, Abegglen /Dumoulin. – Tore: 8. (7:44) Jordy Murray (Brett McLean, Blatter) 0:1. 9. (8:53) Füglister (Haas, Gloor) 1:1. 30. (29:17) Vauclair (Rüfenacht, Kamber /Ausschlüsse Wieser; Reuille) 1:2. 31. McLean (Vauclair, Heikkinen /Ausschlüsse Wieser; Reuille) 1:3. 44. Beaudoin (Dominic Meier) 2:3. 47. Wieser (Micflikier, Peter) 3:3. 57. Spylo (Pouliot, Beaudoin) 4:3. – Strafen: Biel 7-mal 2 Minuten, Lugano 8-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Biel ohne Marco Streit (verletzt), Untersander, Ehrensperger (beide überzählig) und Seguin (noch nicht eingetroffen), Lugano ohne Hirschi, Nummelin, Brady Murray (alle verletzt), Morant (gesperrt) und Sannitz (überzählig). Wetzel vom Puck getroffen und verletzt ausgeschieden (27.). Timeout Lugano (44.). Lattenschuss Spylo (57.). Lugano ab 58:12 ohne Torhüter.
Biel: Berra (Schmid); Dominic Meier, Huguenin; Grieder, Wellinger; Gossweiler, Kparghai; Trutmann; Wieser, Pouliot, Spylo; Micflikier, Peter, Beaudoin; Haas, Gloor, Füglister; Tschantré, Kellenberger, Wetzel; Lauper.
Lugano: Flückiger (Manzato); Heikkinen, Schlumpf; Vauclair, Ulmer; Kienzle, Blatter; Nodari; Diego Kostner, McLean, Jordy Murray; Domenichelli, Metropolit, Bednar; Reuille, Conne, Simion; Daniel Steiner, Kamber, Rüfenacht; Profico.