Schlagwort-Archiv Salzburg

Léonardo Fuhrer, der Schweizer MHL-Pionier

Foto: Léonardo Fuhrer ist im Spiel gegen Dynamo St. Petersburg kaum zu stoppen. (Markus Knoblechner)

Der 21-jährige Schweizer Léonardo Fuhrer spielt seit 2012 beim Farmteam des EC Red Bull Salzburg in Österreich. Aktuell spielen die Bullen in der obersten russischen Juniorenliga Molodjoschnaja-Chokkeinaja-Liga (MHL). Der Sohn der Schweizer Eishockey-Legende Riccardo Fuhrer gehört zu den Leistungsträgern und Topskorern des Teams von Coach Derek Mayer.

Was Salzburg bieten kann, können sonst nicht viele Klubs bieten, in der Betreuung der eigenen Entwicklung ist Salzburg führend

Léonardo Fuhrer

eishockeyblog.ch hat das Schweizer Nachwuchstalent in der Mozartstadt besucht. Durch die Teilnahme in der russischen Nachwuchsliga ist der ehemalige Freiburger der erste Schweizer in der Talentschmiede der Kontinental-Hockey-League (KHL). Im Interview mit eishockeyblog.ch spricht der 1 Meter 87 grosse und 91 Kilogramm schwere Mittelstürmer über seine Eindrücke des russisch-österreichischen Eishockey-Abenteuers.

Red Bull in der Molodjoschnaja-Chokkeinaja-Liga

Das Farmteam der Red Bulls, das sich aus Spielern des EC Red Bull Salzburg und des EHC Red Bull München zusammensetzt, nimmt in dieser Saison erstmals an der MHL, der russischen Juniorenliga, teil. Für die Red Bulls ist dieser Schritt nicht nur sportlich, sondern auch logistisch eine unglaubliche Herausforderung. Zugleich bieten sich ungeahnte Möglichkeiten, die Entwicklung der jungen Farmteamspieler noch stärker zu forcieren und die Talente aus dem Red Bull Hockey Model schrittweise an ein sehr hohes internationales Niveau heranzuführen.

Zum Saisonauftakt in Biel

Es ist wieder soweit! Die ersten Spiele sind irgendwie immer etwas spezielles, neue Spieler, neue Trikots, neue und alte Gesichter im Stadion – einige alte Hockeyfreunde meiner aktivzeit oder aktuelle Bekannte und Jounalisten. Schon auf dem Weg ins Stadion lief der Draht heiss – letzte Anweisungen der Sportredaktion, seinen es Zeilenangaben oder inhaltliches. Auch der Kollege vom Radio DRS, der den Auftakt in Fribourg erleben wird, wollte kurz wissen wo und für wen ich heute im Einsatz stehe.

Dann gehts endlich los, Pressekonferenz und Spielbeginn – und der Saisonauftakt 2009/10 ist schon bald wieder Geschichte. Neben mir auf der Medientribüne sitzt Fribourgs Elitetrainer und hat die Aufgabe, denb morgigen Gegner (Servette) zu beobachten. Der Beobachter, ein ehemaliger NLA und 1. Liga Torhüter, ist mir vorallem durch seine Zeit beim SC Lyss bekannt. Wir haben sogar Mal ein Spiel im selben Team bestritten, er konnte sich sogar noch daran erinnern, ans Spiel natürlich – nicht an mich.

Während unserem Gespräch in den Drittelspausen, hat mir vorallem sein Engagement im Ausland imponiert. Drei Jahre war er als Junioren- und Torhütertrainer in der Mozart- und Red-Bull-Stadt Salzburg tätig. Eine Erfahrung welche er nicht missen möchte, der Respekt gegenüber ausländischen Trainer sei dort riesig gewesen. Nicht zu vergleichen mit einem Engagement im eigenen Land. Kommt dazu, dass es in Salzburg (fast) keine finanziellen Grenzen gab. So jetete man während der Saison kurz nach Monza um bei einer Trainingsfahrt auf der Rennstrecke den Teamgeist zu fördern.

Auch beim aktuellen Spiel (Biel-Servette) standen zwei Akteure (Goran Bezina und Richard Jackman) mit Salzburger Vergangenheit auf dem Eis. Die Gäste aus Genf bezwangen die Seeländer mit 3:1. Der Matchbericht war in der Tasche und eben, der Saisonauftakt 2009/10 war bereits wieder Geschichte. Übrigens, auch Salzburg gewann sein erstes Spiel mit 7:6 in Klagenfurt…