Südafrika in Arosa

Guido Lindemann ist nicht nur der letzte Schweizer Topskorer der Nationalliga A, sondern auch lange Zeit der einzig bekannte Schweizer in Südafrika. Im Habegger-Verlag-Jahrbuch «Eishockey 92» unter «bisherige Clubs», taucht beim Spielerporträt des Churers Guido Lindemann, plötzlich der Name «Swiss Bears Südafrika» auf. Für einen Eishockey-Belesenen meiner Generation hat das für grosses erstaunen gesorgt, nicht so für die ältere Generation, welche dies in den 70ern mitgekriegt hat.

Faszination Swiss Bears

Die Swiss Bears? Wer hat da wohl alles gespielt, wo haben die gespielt, wieviele Titel haben die geholt? Fragen über Fragen und schliesslich konnte man im Buch «Eishockey» von Vico und Lelio Rigassi einen Bericht über die Südafrikaner mit Spielertrainer Tommy Durling finden, die haben an der C-Weltmeisterschaft 1961 in Genf und Lausanne gespielt.

Das Lindemann-Duell

Am 16. Januar 2004, in Kloten, mittlerweile arbeite ich beim Schweizer Fernsehen (SF) als Sportassistent und bin beauftragt, vor dem Spiel den wahren Guido Lindemann zu seinen beiden Söhnen, welche sich heute erstmals in der NLA gegenüberstehen, zu befragen. Südafrika ist zu diesem Zeitpunkt auch bei mir ziemlich weit weg. Heute interessieren mich Sven und Kim Lindemann. Der ältere, Sven gewinnt mit Kloten vor den Augen des berühmten Vaters, gegen Kim und die Lions mit 3:1.

Erst acht Jahre später gehts zurück nach Südafrika, mit dem Schweizer Sportfernsehen (SSF) gastieren wir für ein Wochenende in Arosa, Spender für das Fernseh-Equipment ist Guido Lindemann. Sofort komme ich wieder mit dem umgänglichen Arosa-Original ins Gespräch und er erinnert sich an das Interview in Kloten. Am Abend gehts zum Schlummertrunk oder in die «Verlängerung» in Lindemann’s Overtime Bar, direkt gegenüber der Post.

Diese Lindemann-Vitrine erzählt zwei Geschichten: Das Foto oben zeigt Lindemann 1990 beim EHC Chur im Trainingslager bei Dynamo Moskau, unten hängt das Jersey vom SC Rheintal, welches Lindemann zwischen 1998 und 2000 trägt. (Krein)

Am nächsten Tag, führt mich die Legende durch sein eigenes Hockey-Museum in der Overtime Bar. Da ist es wieder, das Trikot der «Swiss Bears», jetzt kommen wir doch noch nach Südafrika, Lindemann erzählt von der grossartigen Erfahrung in Johannesburg, welche er zusammen mit seinem Bruder Markus, Bruno Plüss (Olten) und Anton Williner (Visp) teilen konnte. Vor den Lindemanns trugen auch Jakob Kölliker, Bernhard Burri, Emil Handschin, Fredy Pargätzi, Marco Torriani und André Jorns das Trikot der Bären. Logo und Trikot ähneln dem SC Bern, die Bears waren wohl eine Art afrikanische Ausgabe des SCB.

Die «Schweizer Bären», mit ihren hochkarätigen Verstärkungen, holten zwischen 1966 und 1974 sechs Meistertitel. Lindemann spielte erst 1975 und 1976 für je fünf Monate in Johannesburg. Gegner waren Kanadier, Deutsche und Österreicher. Der Bündner holte seine beiden Meistertitel nicht in Südafrika, sondern 1980 und 1982 mit dem EHC Arosa.

Die Meisterära der Swiss-Bears

1966 Swiss Bears Johannesburg
1967 Swiss Bears Johannesburg
1968 Swiss Bears Johannesburg
1969 Swiss Bears Johannesburg
1970 Canadian Hush Poppies Johannesburg
1971 Maple Leafs Johannesburg
1972 Edelweis Johannesburg
1973 Swiss Bears Johannesburg
1974 Swiss Bears Johannesburg

Von Cooly bis Gulaschtruppe

Nach 19 Jahren kehrt die Eishockey Weltmeisterschaft wieder nach Bern zurück. Ich kann mich noch gut erinnern, damals als 12-Jähriger durfte ich mir drei Spiele in Bern ansehen. Als sei es gestern gewesen, nie mehr werde ich das Spiel Kanada gegen Finnland vergessen, Suomi führte mit 4:0 und verlor die Partie noch mit 5:6, ein sensationeller Steve Yzerman führte bei Kanada Regie.

Ein Akteur dieses Turniers ist auch heute noch dabei, der unermüdliche Tscheche Jaromir Jagr, damals spielte er im Junioren-Sturm mit Robert Holik und Robert Reichel und war eine der Entdeckungen dieses Turniers. Der einzige Schweizer Teilnehmer 1990 war Schiedsrichter Willi Vögtlin, 19 Jahre später ist Vögtlin mein regelmässiger Sitznachbar auf der Pressetribüne in Bern.

Die Pressetribüne hatte den zusätzlichen Vorteil, gleich hinter den Cheerleaders sitzen -und arbeiten zu können. Wobei dies in langweiligen Partien auch zur Ablenkung führen konnte. Zur Ablenkung nach den Partien, da war ach Hockey-Prominenz unterwegs, erfüllte auch die Oldies-Bar ihren Dienst. Bei einem Umtrunk wurde auch der Victoria-Cup-Gegner der ZSC Lions entlarvt. Die Chicago Blackhawks werden sich im Herbst mit dem Champions-Hockey-League-Sieger messen.

Der heimliche WM-Star

Wer erinnert sich an das Maskottchen von 1990? Der Eisbär mit dem klingenden Namen «Pady» war vor 19 Jahren in der Kostüm-Version nur eine Zeitluppen-Ausgabe vom heimlichen WM-Star Cooly. Die Männer unter dem «Cooly-Kostüm» stammen aus Kanada, in Quebec standen sie erstmals im internationalen Rampenlicht und wurden an einer professionellen Maskottchen-Schule ausgebildet.

Alexander Radulow, bei seiner Landsfrau im Interview. (Krein)

Wieder Held Radulow?

Wie schon im vergangenen Jahr in Quebec ist der Russe Alexander Radulow wieder omnipräsent und hat das «Zeug» auch in Bern zum WM-Helden zu avancieren. In Quebec geschah dies meistens noch neben dem Eis, in Bern aber zaubert die Quebec-Legende vor allem in spielerischer Hinsicht. Radulow ist es, welcher im Finalspiel das Game-Winning-Goal gegen die Kanadier erzielt. Zum wertvollsten Spieler wird aber sein Landsmann Ilja Kowaltschuk gewählt.

Interview-Duell im Bärengraben

In der Mixed-Zone, in Berner Sprache auch bekannt als Bärengraben und während der SCB-Spiele, Hauptstandort von «SCB-Jüre» Wymann, war während der Weltmeisterschaft auch ein Duell unter den Moderatorinnen, in den Favoritenrollen standen die USA und Russland, am 2. Mai kam zum Direktduell, quasi zum WM Final der Interviews und die Partie auf dem Eis ging ganz nebenbei mit 4:1 an die Russen.

Doch auch Lettland, hatte seine an der WM bekannte Frauen-Fraktion dabei. Auch SF-Mann Lukas Studer ist dies aufgefallen, so sassen wir beide (unten) gegen Österreich im lettischen Fansektor.

Szuperman

Der Ungarische Torhüter und NHL-erprobte Levente Szuper wird seinem Namen mehr als gerecht. Bei genauem hinschauen erkennt man vorne auf seiner Maske das Superman-Logo, doch dieses besteht nicht nur aus einem «S», sondern aus den Buchstaben «SZ», Szuperman eben. Trotz dem Szuperman reichte es den tapferen Ungarn nicht zum Ligaerhalt, gegen die Slowakei haben nur 13 Sekunden zu einem Punktgewinn gefehlt.

Nicht ungern mit Ungarn

Die Partie Ungarn gegen Weissrussland durfte ich, durch meinen Blick-Bericht die «Gulaschtruppe», auf den offiziellen Teamplätzen der Ungarn, neben dem Nachwuchstalent Daniel Koger (20) verbringen. Die Karten habe ich vor der Partie direkt im Hotelzimmer bei Ungarns Assistenten Diego Scandella (einst auch Assistent bei den Devils Mailand) abgeholt. Koger spielt in Österreich beim EC Red Bull Salzburg und wurde nun für die Relegationsrunde nachnominiert. Koger dürfte künftig wieder mitverantwortlich, für die magyarische Rückkehr in die A-Gruppe sein.

Der WM-Standort Bern bietet neben dem Fan-Village, einem Medienbus auch eine Synthice Anlage, Timo Helbling ist Vertreter der finnischen Marke Nordicice Consulting und steht als Berater zur Stelle, das Kunststoff-Eis darf selbstverständlich in der Fanzone ausprobiert werden.

Doch Bern als Hauptschauplatz hatte auch eine Schwäche, so konnte man, wenn man sich geschickt angestellt hat, zwischen der Nachmittags- und Abendpartie in der Arena verweilen, es gab, so wurde es erzählt, eine unkontrollierte Pufferzone. Bis auf diese Kleinigkeit hat Bern als Hauptort seine Pflicht, wie schon 1990, bei teilweise sommerlichen Temperaturen erfüllt. Nicht erfüllt hat die Schweiz, welche ihr Minimalziel, trotz besserer Besetzung als vor Jahresfrist in Quebec, nicht erreicht hat.

Auch der Schwarzmarkt florierte, beim Finalspiel um den Weltmeistertitel wollten die Tickethändler über 400 Franken für einen Sitzplatz. Wahnsinn und dennoch wurden solche Summen bezahlt. Trotz der hohen Preise, waren die offiziellen Plätze der IIHF nicht gut besetzt. Die Familie Bykow aber nahm ihre Plätze ein und liess sich das Spiel zwischen dem Team ihres Vaters und Gatten und den Kanadiern nicht entgehen.

Der Schluss ist an Dramatik kaum zu überbieten, es wäre sogar die 400 Franken wert, die Kanadier liegen 27 Sekunden vor Schluss mit einem Treffer zurück und kommen zum Bully in der russischen Zone. Sechs Sekunden vor Schluss kommt zum letzten Bully der Weltmeisterschaft 2009, dann feiert das Team von Wjatscheslaw Bykow den zweiten Titel in Folge.

24. April 2009

Deutschland – Russland 0:5 (0:3, 0:0, 0:2)
PostFinance Arena. – 10’570 Zuschauer. – SR Persson/Vinnerborg (Sd); Feola/Kaspar (USA/Ö). – Tore: 9. Saprkyn (Radulov) 0:1. 10. Kovalchuk (Radulov) 0:2. 16. Zinoviev (Tverdovsky) 0:3. 43. Kruyanov (Zaripov) 0:4. 52. Zaripov (Nukulin) 0:5. – Strafen: Deutschland 8-mal 2 Minuten, Russland 2-mal 2 Minuten.
Deutschland: Pätzold; Schmidt, Bakos; Butenschön, Schubert; Osterloh, Müller; Renz, Hördler; Wolf, Hackert, Gogulla; Hecht, Seidenberg, Ullmann; Felski, Kreutzer, Barta; Mulock, Hospel, Hager.
Russland: Bryzgalov; Nikulin, Proshkin; Vishnevsky, Tverdovsky; Kalinin, Atyushov; Volchenkov, Grebeshkov; Tereshenko, Zapirov, Morozov; Perezhogin, Zinoviev, Kovalchuk; Gorovikov, Radulov, Saprykin; Kuryanov.

Schweiz – Frankreich 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)
PostFinance Arena. – 11’417 Zuschauer – SR Looker/Sterns (USA); Valach/de Haan (Slk/Ka). – Tor: 12. Plüss (Streit) 1:0. – Strafen: Schweiz 7-mal 2 Minuten, Frankreich 9-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Schweiz ohne Manzato, Diaz und Monnet (alle überzählig); Pfostenschüsse Schweiz: 17. Plüss, 23. Rüthemann; 38. Tor Frankreichs wegen Torraumoffside aberkannt; 50. Schiedsrichter Thomas Sterns verletzt ausgeschieden; Frankreich ab 59:26 bis 59:47 und 59:55 bis 60:00 ohne Torhüter.
Schweiz: Gerber; Blindenbacher, Streit; DuBois, Bezina; Seger, Josi; Furrer; Plüss, Rüthemann, Gardner; Déruns, Jeanin, Lemm; Paterlini, Ziegler, Sannitz; Ambühl, Wick, Sprunger; Romy.
Frankreich: Lhenry; Bachet, Amar; Mille, Manavian; Quessandier, Roussel; Igier; Y. Treille, Meunier, Raux; F. Rozenthal, Lussier, Gras; Bellemare, Hecquefeuille, Fleury; Zwikel, Da Costa, Tardif; Sacha Treille.

26. April 2009

Schweiz – Deutschland 3:2nV (1:1, 1:1, 0:0, 1:0)
PostFinance Arena. – 11’423 Zuschauer (ausverkauft) – SR Partanen/Ronn (Fi); Dedioulia/Orelma (WRuss/Fi). – Tore: 7. Ullmann (Seidenberg, Butenschön/Ausschluss Rüthemann) 0:1. 9. Wick (Lemm) 1:1. 24. Seger 2:1. 34. Schubert (Hospelt /Ausschluss Hördler!) 2:2. 62. Streit (Plüss) 3:2. – Strafen: Schweiz 7-mal 2 Minuten, Deutschland 6-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Schweiz ohne Manzato, Diaz und Monnet (alle Überzählig); 25. Pfostenschuss Sannitz.
Schweiz: Gerber; Blindenbacher, Streit; DuBois, Bezina; Seger, Josi; Furrer; Plüss, Rüthemann, Gardner; Déruns, Jeannin, Lemm; Paterlini, Ziegler, Sannitz; Ambühl, Wick, Sprunger; Romy.
Deutschland: Pätzold; Schmidt, Bakos; Butenschön, Schubert; Osterloh, Müller; Renz, Hördler; Wolf, Hackert, Gogulla; Hecht, Seidenberg, Ullmann; Felski, Kreutzer, Barta; Mulock, Hospelt, Hager.

Russland – Frankreich 7:2 (5:1, 1:1, 1:0)
PostFinance Arena. – 10’505 Zuschauer. – SR Hansen/Orszag(No/Slk), Sabelstrom/Semionov (Sd/Est). – Tore: 2. Radulov (Gorovikov) 1:0. 8. (7:06) Zaripov (Gorovikov, Kalinin /Ausschluss Raux) 2:0. 8. (7:20) Radulov (Zinoviev) 3:0. 9. Perezhogin (Kuryanov, Kovalchuk) 4:0. 11. Hecquefeuille (da Costa, Bellemare) 4:1. 15. Tereschenko (Atyushov /Ausschluss Quessandier) 5:1. 28. Tereschenko (Morozov, Atyushov/Ausschluss Manavian) 6:1. 40. Tardif (Bachet, Amar) 6:2. 50. Kovalchuk (Perezhogin) 7:2. – Strafen: Russland 3-mal 2 Minuten, Frankreich 5-mal 2 Minuten. 
Russland: Eremenko; Nikulin, Proshkin; Vishnevsky, Tverdovsky; Kalinin, Atyushov; Volchenkov, Grebeshkov; Tereshenko, Zapirov, Morozov; Perezhogin, Zinoviev, Kovalchuk; Gorovikov, Radulov, Saprykin; Kuryanov.
Frankreich: Ferhi; Bachet, Amar; Mille, Manavian; Quessandier, Rousel; Igier; Y. Treille, Meunier, Raux; F. Rozenthal, Lussier, Gras; Bellemare, Hecquefeuille, Fleury; Zwikel, Da Costa, Tardif; Sacha Treille. 

27. Mai 2009

USA – Österreich 6:1 (1:1, 1:0, 4:0)
PostFinance Arena. – 3’779 Zuschauer. – SR Sindler/Zalaski (Tsch/Ka), Bouguin/De Haan (Fr/Ka). – Tore: 16. Brown (O’Sullivan, Niskanen) 1:0. 32. Stafford (Foligno) 2:0. 35. Peintner 2:1. 41. O’Sullivan (Brown, Blake) 3:1. 48. Blake (Brown, Liles) 4:1. 53. Stempniak (Hainsey, Wilson) 5:1. 56. Niskanen (Ballard) 6:1. – Strafen: USA 4-mal 2 Minuten, Österreich 9-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: 37. Pfostenschuss Wilson (USA).
USA: Esche; Hainsey, Suter; Johnson, Liles; Ballard, Niskanen; Bogosian, Harold; O’Sullivan, Brown, Blake; Okposo, Backes, Oshie; Foligno, Stafford, Shannon; Stempniak, Wilson, Stuart.
Österreich: Penker; Unterluggauer, Werenka; Rebek, André Lakos; Philipp Lakos, Lukas; Oraze; Koch, Trattnig, Vanek; Schuller, Harand, Setzinger; Kaspitz, Raffl, Baumgartner; Schellander, Peintner, Kristler.

Finnland – Dänemark 5:1 (1:1, 2:0, 2:0).
Arena Zürich-Kloten. – 3’929 Zuschauer. – SR Kurmann/Sterns (Sz/USA), Feola/Valach (USA/Slk). – Tore: 11. Jakobsen (Mads Christensen), Madsen) 0:1. 18. Miettinen (Niinimaa) 1:1. 22. Pihlman (Hyvönen, Immonen /Ausschluss Mads Bech Christensen) 2:1. 35. Miettinen (Niko Kapanen, Hagman) 3:1. 52. Niko Kapanen (Miettinen, Nummelin /Ausschluss Damgaard) 4:1. 60. (59:42) Niko Kapanen (Hyvönen, Sami Kapanen /Ausschluss Jakobsen) 5:1. – Strafen: Finnland 5-mal 2 Minuten, Dänemark 7-mal 2 Minuten. – Bemerkung: 34. Pfostenschuss Miettinen (Fi). Antti Miettinen (Fi) und Mads Bech Christensen (Dä) als beste Spieler ausgezeichnet.
Finnland: Rämö; Nummelin, Lehtonen; Koistinen, Salmela; Jaakola, Niinimaa; Kukkonen; Hagman, Miettinen, Niko Kapanen; Hyvönen, Sami Kapanen, Immonen; Kerman, Pihlman, Hytönen; Santala, Pyörälä, Ruutu.
Dänemark: Dahm; Hersby Larsen; Damgaard, Mads Bech Christensen; Mads Bodker, Nielsen; Pedersen, Lykkeskov; Staal, Hardt, Regin; Degn, Green, Mikkel Bodker; Mads Christensen, Madsen, Jakobsen; Dresler, Sundberg, Jensen.

28. April 2009

Ungarn – Weissrussland 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
Arena Zürich-Kloten. – 4’710 Zuschauer. – SR Hansen/Kurmann (No/Sz); Bouguin/Semionov (Fr/Est). – Tore: 4. Kaliuzhny (Antonenko, Salei /Ausschluss Szelig) 0:1. 25. Peterdi (Ladanyi, Marton Vas) 1:1. 55. Ugarov (Kaliuzhny) 1:2. 60. (59:10) Grabovski (Kaliuzhny, Salei; ins leere Tor!) 1:3. – Strafen: Ungarn 5-mal 2 Minuten, Weissrussland 1-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: 14. Pfostenschuss Marton Vas (Un). Balazs Ladanyi (Un) und Konstantin Koltsov (WRuss) als beste Spieler ausgezeichnet.
Ungarn: Szuper; Svasznek, Sille; Horvath, Tokaji; Szelig, Ennafatti; Ondrejcik, Kangyal; Janos Vas, Palkovics, Fekete; Ladanyi, Marton Vas, Peterdi; Kovacs, Janosi, Vaszjunyin; Majoross, Holeczy
Weissrussland: Mezin; Riadinski, Salei; Denisov, Bashko; Usenko, Kostiuchenok; Antonov; Mikhalev, Koltsov, Chupris; Ugarov, Kaliuzhny, Grabovski; Antonenko, Stas, Demagin; Kulakov, Kovyrshin Mai 2009

1. Mai 2009

Deutschland – Dänemark 1:3 (1:1, 0:0, 0:2)
PostFinance Arena. – 4’241 Zuschauer. – SR Orszag/Sindler (Slk/Tsch), Bouguin/Wehrli (Fr/Sz). – Tore: 11. Mikkel Bodker (Madsen) 0:1. 14. Schubert (Ullmann, Butenschön) 1:1. 50. Regin 1:2. 54. Hardt (Green) 1:3. – Strafen: Dänemark 6-mal 2Minuten. – Bemerkungen: 50. Time-out Deutschland. Deutschland ab 59:05 ohne Torhüter. 59:16 Tim-out Dänemark.
Deutschland: Pätzold; Schmidt, Bakos; Butenschön, Schubert; Osterloh, Müller; Renz, Hördler; Wolf, Hackert, Gogulla; Hecht, Seidenberg, Ullmann; Felski, Kreutzer, Barta; Mulock, Hospelt, Hager.
Dänemark: Galbraith; Larsen, Pedersen; Damgaard, Mads Bech Christensen; Mads Bodker, Nielsen; Lykkeskov; Madsen, Mikkel Bodker, Regin; Green, Staal, Hardt; Degn, Mads Christensen, Jakobsen; Dresler, Sundberg, Olsen; Jensen.

2. Mai 2009

USA – Russland 1:4 (1:3, 0:1, 0:0)
PostFinance Arena. – Zuschauer. – SR Ronn/Zalaski (Fi/Ka); Winnekens/De Haan (De/Ka). – Tore: 4. Stempniak (Foligno, Liles) 0:1. 6. Saprykin (Radulov, Atyushov /Ausschluss Wilson) 1:1. 10. Perezhogin (Kuryanov, Mozyakin /Ausschluss Johnson) 2:1. 18. Mozyakin (Kuryanov, Perezhogin) 3:1. 22. Radulov (Saprykin, Gorovikov/Ausschluss Okposo) 4:1. – Strafen: USA 8-mal 2 Minuten, Russland 5-mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Vishnevsky).
Russland: Bryzgalov; Nikulin, Proshkin; Vishnevsky, Tverdovsky; Kalinin, Atyushov; Volchenkov, Grebeshkov; Tereshenko, Zaripov, Morozov; Perezhogin, Zinoviev, Kovalchuk; Gorovikov, Radulov, Saprykin; Kuryanov.
USA: Esche; Hainsey, Suter; Johnson, Liles; Ballard, Niskanen; Bogosian, Harold; O’Sullivan, Brown, Blake; Okposo, Backes, Oshie; Foligno, Stafford, Shannon; Stempniak, Wilson, Stuart.

Final, 10. Mai 2009

Russland – Kanada 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)
PostFinance-Arena. – 11’477 Zuschauer (ausverkauft). – SR Orszag/Ronn (Slk/Fi); Blüml/Feola (Tsch/USA). – Tore: 6. Spezza (Doan, Weber) 0:1. 13. Saprykin (Atyushov, Kalinin /Ausschluss Coburn) 1:1. 35. Radulov (Gorovikov, Saprykin) 2:1. – Strafen: Russland 2-mal 2 Minuten, Kanada 3-mal 2 Minuten. 
Russland: Bryzgalov; Nikulin, Proshkin; Vishnevsky, Tverdovsky; Kalinin, Atyushov; Kornejew, Grebeshkov; Tereshenko, Kovalchuk, Morozov; Perezhogin, Frolov, Zinoviev; Gorovikov, Radulov, Saprykin; Mozyakin, Kuryanov. 
Kanada: Roloson; Hamhuis, Weber; Doughty, Vlasic; Phillips, Coburn; Schenn, Kwiatkowski; Horcoff, Fisher, Zajac; Roy, Stamkos, St. Louis; Heatley, Doan, Spezza; Upshall, Lombardi, Armstrong.

Maskenausstellung im Stade-de-Suisse

Im Rahmen der Weltmeisterschaft, gibts in der Einkaufspassage des Stade-de-Suisse (Wankdorf) eine historische Masken-Ausstellung von Torhüter-Legenden aus der Schweiz und aus Übersee. Die Masken von Gilles Gratton, Wayne Stephenson oder Gerry Cheevers sind auch schon im deutschen Sport-Kurier Jahrbuch erschienen, doch in Bern sind sie zum greifen nah.

Von Autobahnen und Hamburgern

Immer wieder die Autobahn A1, Stau, Verkehr, Unfälle oder lästige Drängler. Immer wieder Autofahrten durch die Nacht, was mir aber Spass bereitet, dazu läuft ein Song von Züriwest: «dr Kanton Aargou flügt vrbii u millione toti Flüger chläbe chrüz u quer verquetscht a mire Windschutzschibe — chliini Dörfli i de Hügle — luter Hüsli wit u breit — wie Pfäfferchörner über nes gigantischs Rüehrei gschtröit — uf em Näbesitz schtinkt mi Täsche» — mit ein paar Unterlagen über das Eishockeyspiel, über welches soeben im Schweizer Fernsehen berichtet wird.

Das Nachtessen ist jeweils kein «Gourmet», vielleicht eine Bratwurst, ein läppisches Sandwich oder einen Hamburger – übrigens heisst der Hamburger in Klotens Kolping-Arena, trotz Namenwechsel immer noch «Schluefburger» – Fast-Food eben, für einen Fast-Food-Abend oder für zwei-, drei Fast-Food-Abende welche dann zur Fast-Food-Woche werden. Während ich am Steuer sitze, stinken meine Hände noch nach dem Schweissgeruch des Hockeyhandschuhs des Nationalliga-A-Spielers, welcher mir kurz vorher vor dem Interview die Hand schüttelt.

Fast wie die Spieler, spulen auch die Hockey-Journalisten, hauptberufliche, nebenamtliche oder selbsternannte, die Qualifikation von fünfzig Spielen ab. Manchmal erwischt man einen super Abend und alles läuft wie geschmiert, manchmal läufts nicht, so wie das langweilige Spiel auf dem Eis, welches nur eines von fünfzig ist. Doch das wichtigste ist, dass es Spass macht. «Liebe deinen Job und dein Job liebt dich!»

Nun dann, bis zum nächsten Spiel mit Hamburgern, Autofahrten durch die Nacht, stinkenden Händen aber voller Freude und Leidenschaft irgendwo auf dem langen grauen Band — «10 000 Kilometer uf däm länge graue Band — we me wie mir gäng hin u här fahrt git’s eim fei echli es Dürenand — i bi uf em Heiwäg — i weiss scho wieder nümm vo wo — u irgend so’ne Heiwehcountryschlager tropfet us em Radio…» (Züriwest)

18. Oktober 2008 – 16. Runde

Kloten – Rapperswil-Jona 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)
Kolping-Arena. – 4’924 Zuschauer. – SR Prugger, Dumoulin /Fluri. – Tore: 16. Nordgren (Burkhalter, Fischer /Ausschlüsse Santala, Schulthess) 0:1. 18. Wick (Du Bois, Brown /Ausschlüsse Jenni; Roest) 1:1. 54. Rothen (Lindemann) 2:1. 60. Rintanen (Jenni, Santala, ins leere Tor) 3:1. – Strafen: Je 5-mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Kloten ohne Winkler und Hofer (beide verletzt). Rapperswil-Jona ohne Svensson, Raffainer, Parati und Schefer (alle verletzt).
Kloten: Rüeger; Schulthess (2), Hamr; Von Gunten, Bonnet; Du Bois, Sidler; Welti, Müller; Wick, Santala (4), Rintanen (2); Lindemann, Brown, Jacquemet; Jenni (2), Liniger, Stancescu; Rothen, Schlagenhauf, Brunner.
Rapperswil Jona: Streit; Lindström (2), Voisard; Guyaz, Fischer; Geyer, Berger; Zangger, Hürlimann; Nordgren (2), Roest (2), Siren; Reuille, Burkhalter, Berglund (2); Debrunner, Tschuor, Friedli; Vögele, Bütler (2), Rizzello.